Document x1roBadNrXOx992maw2DZBZrE

1 DER BEKUFL1CHE LUNGENKRERS / I VON / Dr. L. TELMKY ( 3,3J 'l Witn *f IN wird iii diesem, dem Lungenkrebs gewid- Im Rhein isch-Westfaiischen Kohlen-Revier. nicten ilcfte die Fiage, oh cine Zunahme des dessen .Arbeiter im ,,Allgenieinem Knapp- Lungenkrebses tatsuchlich stattgefunden hat, schaftsvorcin'* versiehert waren, fuhrte dessen eingehend erdrtcrt werden. In diese Erorter- Statistik seit 1905 cine besondere Rubrik ungen cinzugreilen gehort nieht zul den mir ,,Staubkrankhciten'\ Aber bis 1923 wurde kein von den Hcrausgebern gestellten Autgaben. Fall von Staublunge ausgewicscn. Ich mochte aber Uoch zu der Losung dieser 1921 begann A. Boh.mk unter diesen Arbeiterr. Frage durch einige Angaben aus mcinem Spe- mit rdntgenologischen Lntersuchungen, ueren zialgebiet ctwas beitragen. Befunde cr dann autoptisch kontrollierte. In Der erste, der uber die Staublunge der den ersten 5 Monaten 1923 konnte Patschkowski Bergarbeiter schrieb. war Paracelsi/s 1567, der dort 80 Falle von Pncumokoniose beobachten. erste, der einen Obdukrionsbefund einer Stein- In den Jahren 1929-1935 haben in Deutschland haueriungc gab, war Diemerbroeck 1683. 12.847 Personcn Kntschadigung wegen ,,schwe- Ackermans 1780 sehildcrt den Ausgang der rer Staublunge** erhalten, davon nahe an 10.000 Staublunge, die entweder durch Kreislaufstor- im Bcrgbau. Noeh 1928 hehauptete der The. ungen oder durch Ilinzutreten der Phtisis pulin. Fursorge-Arzt von Solingen, dass Staublunge zum Tode fiihrt. In den folgenden Jahrzchnten. unter den Schleifern des Bergischen Landes insbcso.idcre im 7. und S. Jahrzehnt des 19. nicht vorkomme; in den von mir durchgear- Jahrhunderts wurde durch patholog. anato- heiteten Sterbeiisten der Schleifer landen sich mische und ticrexperimentelle Umera^ichungen reichlich Todeslalle an 'Pbc., keiner an Staub wesenriiches zur Erforschung der Staublunge lunge. Die von Lochtkemper und mir vor- heigetrugen. In den 70 er Jahren dep vergan- genommenen Untcrsuchungen von Schleifern gencn jahrhunderts war vieles von dem, was /.eigten die lUmfiekeit der Staublunge. 1929- in den Jahren nach iyio neu entdeckt wurde, 935 sind von der zustilndigcn Berufsgenossen- hereits bekannt. uX.82 ist der 'Hk. Bazillus schaft 246 Falle von achwerer Staublunge unter entdeckt worden. Nun erschien dem Praktiker den Schleifern des Bergischen Landes (ungefahr 1 alles als The.: selbst in den Fachkriisen und 5000 Arbeiter) entschiidigt worden. Haben bei in den Hundbuchern schwanden die Erkennt- den Bergarbeitem die Aenderungen derTechnik nisse von der Staublunge immer mehr und mehr. vermutiich zu einer Steigerung des Vorkomntens A. Vogt machte sich 1SS7 uber die ,,Kabinets- von Staublunge etwas beigetragen, so haben stiicke** der Kiese!-, Kohlen- und Eisenlunge bei den Metaischleifern die technischen Aen ) lustig, ,.welche in ciner anatomischen Ruritaten- derungen die Zahl der Staublungen gewisa Sammlung besser am Platze sind, ills in der verring% ert. Die StaublunOge" tear seit dent ih. \ Gewerbehvgienc." Jahrhundert bekannt, im a). jahrhundert his cm Die ersten Feststellungen vonSilicose mittelst der Mine der Soer Jahre riel studiert, dann uber Rdntgenuntersuchungen verdanken wir den ..Kahinetstiick in anatomischen Raritdtensamm~ s-iidafrikanischen Wrschcrn (Watt, Irvin, Pratt lungf-n" -- in Kranken- undTodesfulle-Ausweiaen Johnson , Stfi'art). und in Europa Staub- nicht mehr emhalten, stets ais The. ausgetciesen -- Oetiker. Da nur die Rontgen-Untersuchung beuie in alien KulturUindern in vielen tausenden } uns die klinischc Diagnose-Stellung der Silicone ron Fallen diagnostiziert and als Bernfskrankkt it ermoglicht, konnte erst ais die Rontgentechnik entschddigt. Alts dem grossen diagnostischen sich entsprechend entwickclt hatte, die Silicosc Sammeibecken ..'Puberkulose** hat erst die erfasst, ihre Yerbreitung festgestellt werden. moderne Romgen-Diacnostik die Staublungen- 4 II I H. ' I-.ille in >;< ii.ii /ur ;'vv, altigctt >teigerHng der ..Mik-'.-.'- getuhn un-' .in-> ilh>t in (iegcodcn. in detail Jurci' gehiiiutcs \ uttreten der SinV.,...; nnn cine 'irhinjv Diagnosi-Sullimg auch 'chon friiher rrwartcl h.itte. iXT.-Atuiogiu-^hiuss ant' den i tingenkrehs. der :i : !> nnr n-urgcnologisc'i m vtv i .li;.gn<'>i:/terh-.,.i` i>t. L; vdudiegend. N>i'h lehrrcicher iber i>( ..lie !\ iraciuiutg des Lungenkrebses scll'si Jort. \v<> cr gchiiuft \or- konum. in Schnceberg in S;.th>cn ist 1S7X-70 vn iimi lliurtv. line grosse A Hunt wrbtfentlieln worsen, nach ilcr 3 4 der Bergleutc an Lungenkrebs sterben: sir gaben dabei an.dass bis 17 Jahre vorhef der Lungenkrebs unerkannt geblieben war, dass d F;iUe zur Sehwindsucht gercehnet wurden. Aber aucb in tier wisson- schaltliohen Welt eerier diese Ycrbtfentlichttng in Yergessenheit. his Aknstkin 11J13 wieder darauf zuriickkam. Als dann M. PilLir; tgat sich wieder mit den Sehneeberger Bergarheitern beschaftigte. wurde sic ilarauf nufmerksam gomacht. dass Radium die Ursache des Lcidons scin konne. Sic erkundigte sich deshalb (wie dies schon Hesse und Martino getan hntton) bei dem zustamiigen A ret int benachbarten Joachtmsthal, oh auch Jort Lungenkrebs vor- komme: ,,wie or mir schrieb, sind ihm bishcr keine erwiesenen Fiille von l .ungenkrehs hekannt geworden und keine Ohduktion lungenkrnnker Arbeitef ist gemacht worden: die con ihm beobachteten Lungenkrnnkheiten konnten mit Bercchtigung ais The. betrachtet werden'*. Auch hei sputcren AniYagen bei den mass- eeitenden Steileu in joachtmsthal wurde das Yoikommen von Lungenkrebs in Abredc ge- srcTteilt, aber das dnrt cine Bcrgkrankheit vor- komme, ist schon iange vorher angegeben worden. ' Dererstc Fall, fiber den Jort mit dvr Diagnose ..Lungenkrebs" bcrichtvl wird. war ein it}27 ohduzierter Bergmann. 1 >iosvn und vinen z.wei- ten Fall verdfientliehte j. l/nvv Kjiy. Beider dann von Dr. M.ahki. und Pirchan 1929-30 durchgcfuhrtrn systctiiafischen Pntcrsucluing \"ii samtiichcn 32; utinen Bergarb..-itern (kli- nisch und romgenni.pgisch) land sich kein ver- duehtiger Fall -- untcr X; invaiidisierten 3 tttit der W ahrschc inhchkei ts- Diagnose ,. Lungen- Krebs** -- aber von ;in den Jahren 1929-30 Obduzierten wurde bei 0 Lungett (Atrcinom `csticstdU (tniheres siehc >patcr. S...). Hei diesem Herd'ati also war /us U)2<.) l.tuiilvnkrehs uidu htkamif, mir bekannt. dass eiele Arbeitef 11 iiii/ett is,' nut I.unevr.-SvnTpr'imcn 't.;:' .liar :nn ,,'ru ly'y-^o ')h,!u~hrtcn Karen ' ^ l.itti^enhreps ^e<tnrhrn ' Welche iiberrasehe: Zunahnte vies I.unevnkrebso in Joacltim>t innerhalb kureester Fri>t -- allcrdinus se Feststelluntr nuch jerzt v.> ullem bei den Obi zierren. Selbst die Uontcenuntersuchum: 1 ion in vivo weituchend versact. Hier hat an Jen Sfhtuiliehkeitnt t'>:hts "rum/rrt; di "au:'- '/.unahmr ist mir darauf zuriiekzufiikr, ,/uss hum gdmtf luUte. /<ru/ zu arhtvn und Diagnose ;u stdleit iwenn auch zuniichst n post mortem>. Dies in einem Gehiet. tvo u i.uugrtikrrhs a/s .\/assenersdo'inung auftritt. \ das auffalltMidr Fruhsterben der Arbcitersch; bekannt war ! Cm wic viel-mehr tnussti triihor ilie vcreinzelten Lun^enkrebs-Fal untcr der Masse tier Hevdlkerunvi mit iltri zahlreicheti Tbe. ToilestalUn unerkannt ve sclnvimlen ! Dnss nnch diesen I'rtru/ligeu Ver/indentngrtt 1 der DiagunsestrUung trcwcrblicher Lunttcnet krankuncen tiiterhaupt und des yewerbliehe I.untzenkrebses im hesondem der (iewerlK patholoue der behaupteten Aendcntmr in dc Haufigkeit des nicht itewerblichen 1 .ungen krebs untcr der Oesamthcvdlkerung skeptisci gegentlber steht, wird wohl tuemanden wundern % Wir haben oben aul" die zahlreiehcn Fiilli von Quare-Stauhlunge hingewiesen. die in ilet letzten Jahrechnten bct?bachtet worden simi Ivhe wir aid deren Hcdctttunc liir die Krebsentstehung etngchen, set darauf hingewiesen. dass die moderne Gewcrbepathologie zu der wohl hegrundeten Anschaunng gelangt ist. dass alle schwcrcn Stauln-criindeningcn der Lunge (mit der unten zu erwahncmJen Ausnahme) durch ..freie Kieselsaure" Si O.,. und zwar praktisclt t'ast .msschliesslich durch Quare, bezieh.weise den Qnaregehalt des eingeatmeten Staubes zustande kotnmen, dass Kohle keine schweren Sraubvcriinderungen mach*. sondem vor allem cine Yerfiirhuug des (.ungengewebes, dass sic. cbenso uie andere Stauhartcn die neben dem Quarz cingearmet werden.zwar das pathologischansttomisehe Bild beeinHussen, aber dass doch nur ausschlicssiich der Quarz die scinveren Yeriinderungen hervorruft. Neben dem Quarz gibt es nur cine zweite Statthart. der Asbest. der zu schweren. aber gznz atulers-artigen I.ungenvcriinuoningen fiihrt. Kammt nun diesen schtzercn durch (Jttarz ver- ni k itrui ri u ni-: i.t-\(.TNKai:u> tnStH'hten Lungenvcrd>tiirruityn oiler Jen nelrti maidse Ncuhikhmg daselhst anzuregen". Ks Icii htm ilurch anjerc Sluuharten renn s/u iiti u hat daim A'Kan \/a ant (Jrmn! lies l'etu;iJcrur>"en elite liedeufiiii" cu /tit <//> knl* Materials der grossest (irippe-Kpidcmic auf die ilchen les Lungenkrebses ? Metaplasien des BronchiuJ-Kpithels, die cist Schott Pkiedlaendek ^70 hut nngegeben, ..praeeaneeroses Kreignis" scin konnen, hinge- dass bci ehronisehen Ivntziindungsprozessen In uiesen. Auf die Bedcutung des Pigment-Kin- Jcr Lunge bcim Menschen (und dassclbe hat bruehs ist dann hi. Scij.Moki. 192^ eingegangen. cr ini Tierexperimeni bei Kuninchen nach* Hr hat in 5 Kitllen von wenig ausgecJehntesn gcwiescn) man atvpisvhe Kpitel-Wuehcrutigen, Bronchial*Krebs feststellcn kdnner.. dass die junges in Wneherung hugririenes Grumilutions- Krebsemw ieklung hochstwahrscheinlieii von ecwebe rindet. das an manchen Particn gunz und Pigment-Durchbruehen ihreii Ausgang genom- gar den Habitus von etgentlichem Krebs he- men halte und komnu zu der Anschauung, dass komnie. .Man miisse deshaJb bci AulstelUmg die Aiuhrakoehahkose der Bronchial-Lvsnph- des histologischen Begritfes ..Krebs" vorsiehtig driisen in det` Patlmgcncsc der Brmehial-Krebsc Sein. i S$5 wiederholt er dicse Angaben fiber cine bedeutsame Rollo spielt. Kpithel-Wucherungen, die im histologischen Steht so lest, ilass dureh Stuub-Ansammiun- Bilde cine gros.se Aehnlichkeit mit Jcr Struktur gen \ erandrmngcn entsteiien konnen* aus denen von Krebs zeigen konnen. .,da>s aber wirkiicher cin Carcinom entstchcn kann. so tnuss doch Tumor daraus entstehe. muss- zu den grbssten anderseits die I'ragc aulgeworten werden, wie Seltcnheiten gehbren'L. K. Wolf schreibt: oft cs tatsiichiich zu dieser Hntstchung eines ..Die Ursache dieses Pigment-Durchbruchs ist Lungcnkrebses auf der Basis von Stnuhver- vine Erveiehung von fruber vergrosserten, ver- andcrungcn kumm. Mag die dureh patholo- hartetcn und dureh Staub- oder Kohle-Puni- gisehe Untersuchungen gelbsie Prage thcore- 1 kelciien fast vollstandig schwarz gefiihter Bron- tiseh von lmevesse scin -- obwohl ja bekannt ehialdriisen" ... ,,Ich bin nun dcr Meinung.dass ist, dass aus Nafhengewebe auch underer Natur dicse Pigincnt-Durchbruche, wie auch Narben >fch Krclts entwickeln kann -- praktisch und von ihnen dureh den chronisehen Reiz-Zusiund. insbesondere gcwerbchygteniseh ist nur die in den sic den ganzen Haupt-Bronchus ver- Frag? ion ISedeu/ung, trie luiujig tin iolehrs setzvn. schr wohl im Staiulo sind, cine caroino- Errignis eintritt. Diese I*'rage zu beuntwurten. r.u.Eta.K 1 H>fu,n 1,11 >>/ the .!//i' Phtisii .Mtilirn/ Hurt itu lot the free \ i "f' iu`,ii :j. - l,iti,,>iti iuV> (>! firtiHiu * 'itumim It <f"< ili lie h,i ijt r Aiiltifiiit Vttil x < !/!>/! /) r-tiit in r M.iett. > <0 Uvr -5 * \ : KumpSischc Manner . die nichr H : Nitht <ilieo(iehe Kuronutsvln* L nterjt'earbeit verriehret hartvn Beruicutv J<iliannroburr Ally. Krankcnhuus AeRtiiches Hurvuu Zuhl der t'i.dukruiiien Kiile von pninafem Lur.ifen- kreiis O 5atz ailt-r Uhduktionen &ihl d-r OliJukrr:mvn l":*Uc i*n prttnarvut l.unevn- kreh*1 >a/. j!i-r < J'siuku>*nv!i Sl 4 05 il! 4 J.S4 ; *2 .**4 se,; 1 c.;,i Z C.4O *^ r. n AIu r> 1~ 2 >4 5 -.00 ?> 2 Zli . ;; 1; c.-.-t 1 - 071 : Siln. .n.u.hc Kuri.piiiM'in* Berelcute Acrzfiiches Bureau X.d;l d*r ( 'i'.iuktiU'U I'jSSe '.nn pr!!nar`:n l.unuen- krih "i. >aiz ;tllei Ohduk- tiiincn >4 4t* 4SS .N 1 , .V > z.z< : i 14 3 C 70 Ur*nchial- tarcinoni Kndi.rhef. a. I".i.*uni Sark.in, , j/i V.-` 1 1 t c < m i. rn.FKV *n!l im 11'I'ji-iiiii'ii ziin.u'li'*! ?f:r den Ouur/stmtb vf'-iK'U 'UTvin1 : .Ms cNiicit'sfc I nUT''<Jmng hringvn wir -/unaciist <.lic Stusmik ilo Midatrikanischen Miners Phtisis Medical Bureau 1936. D'ese machf bei Besprechung dcr lL'ahellc-4-Marml ' uul'merksam, dass cincrseits Jit* /ah) tier inner ik-n Borgleuten durchgeiuhrien <lhduktioneit aus versicherungsrechtlichen Grtinden cine vicl grossere ist, als im Allgcmeinen Krankenhaus. dass anderscits bei der star,digen mntgenolo- gischen rebenvachum: der Bergicuie dicAVahr- scheinlichkeit dcr Fntdeckung ernes l.ungen- krebses cine viel grdsserc sei. Fs wird auch hetor.t, dass die nicht-silicntischen Bergleute cben falls derStaubeinutmung mehr oiler iveniger ausgesetzt waren. Wcirer weist dcr Rericht daruuf hin, dass die crhaltenen Zahlen niedriger >ind als in den klinischen Krankenhiinsern Fnglunds (Passev u. Holmes), wo die Zahl zwisehen 0.97 0 (St. Thomas liospit. London) und 1.55 " n (Guv Hospit. London) schwankt. jedenfails kdnne man aus diesen Zahlen schliessen. dass die Encwicklung einer Silicose die < iciahr dcr Entstehung vines Ltmgcnkrehscs uicht zu vergrbssern scheint. a. Nach einer Angahe Schci.TF.'s haben Hustsn und dj Bjasi (rheinisch westfalisehcs Kohlenrevier) zusammen 240 Falle von Sraublunge nbduziert. Darunter fand sich ein Fail von Lungenkrebs; ausserdem sahen sic b Falle von Lungencarcinotn, von denen einer als Stnublunge diagnostiziert worden war; bei keinem dersdben (darunter 4 Bergieurc) bescand Stnublunge. Schulte envahnt seine rfmtgenoio- gisehen Frfahrungen und kummt >:u dem Sohlusse : dass die Staub-Ablagerungen hei den Bergleuten des Ruhrgehietes keinen gtinstigen Boiien fur Carcinom-Entwicklung bieten. Fine reiativ etwas grossere Zahi von Krebs- Fallen fand Watjen im Mansfelder Kupferbergbau. Unter 119 Fallen von Stnublunge fanden sich 3 Falle von primaren Bronchiai- Carcinom und war in zwei Fallen bet schwcrer. in etnem bei leichter Staublunge. Watjkn lennt den direkten Zusammenhang und die Anschauung, dass der Mansfelder Stauh ein Krebs er/.eugender StorF sci, ah. Doeh kbnne den im Gefoige einer schweren Staulnunge regelmiissiff auttretenden schwcren BronchialVeranderungen. cbenso wie auch sonstiger chronischer Bronchitis cine gewtsse Bedemung zukotnmen. Die im Bronehial-Hpithel immer u icder-kehremlen Regencrations-Pvozcssv kbnn- ten deni Ai'clerten in krebsii/e I'tnwnndlung \ >r>chuli losten. Das Materia) alter >ei :<n kicin. urn zu dieser } rage Stellung zu nehttieri. U as eben statisnsch bewiesen wurdc. stimmt iiberein mil dem. was iiher einc grosse Zahl von Beohai'htungen vcrftigemle Fachleutc anuvben. A. Boiimj: giht an. dass im Ruhrgebiei trotz der ungeheueren W-riireitunu der Stauhlungvn-Lrkrankuncen 1.ungenkrebs kaum hv<>hachtet warden sei. Di Biv-i. der als parlmlu- gischer Anatom des grossen KnappschaltsKrankcnhauses in Bochum (Ruhrgcbiet) und als Outachtcr iiher einc ungebeticre Urtahrung auf dem Gebiet der Silicose vcrltigt. sehreibt tm Handbuch der gesamten Unfallheilkunde vott Magnus u. Koenk; : ..Fine ursachliche Bcdeutung der Silicose fur das Fmstehen von Lungen- und Bronchialkrebs ergiltt sich aus unserem Material niciu. Viclmehr ist es darnach sicher, dass Bronchial- und Lungcukrebs bei Silicose nicht ofter vorkommen ais auch sonst im Durchschnitt". Reichma.vn u. SchCrmann berichten, dass von 50c secierten Fallen von Silicose (es diirften hter die Falle von 111 Bias! inbegritfen sein) fast sanuliche an Silicose oder Silico-'ruherku'osc zugrunde gingen. nur 4 an Krebs, davon einer an f.ungenkrcbs; bei cinnn wcitcrcn fand sich ein Nierenkrebs. ReichMann gibt die Zahl dcr. von ihm (kiinisch) gesehenen Silicosc-Falle mil ;o.ooo an (Med. Klinik, 33, S. 226, 1937). Pancoast und Pendergrass geben an. dass sic in einigen hunden Fiillcn von Pneumukoniose niemaLs Lungenkrcbs gesehen haben. dass sic aber in den leC/.ten 15 Monaten 3 Falle von bronchiogenem Krebs bei Pneumokoniose sahen, die auch durch Autopsie veririziert wurden. Jackson sendete ihnen Roentgcnogramme von 3 weiteren solchen Fiillen und einen Fall sahen sie selbst -- aber cine Sicherstellung der Diagnose durch Autopsie fand auch bei den inrwischen Verstorbenen nicht statt. ..Trorzdem halten wir uns nicht fur herechtigt anzunehmen, dass Pneumokoniose ein praedisponicrender Factor fur Ca ist". Aus vercinzehen Fiillen lessen sich -- wic sie weiccr atisfiihren -- keine zwingenden Schliisse ziehen. Die *ncrexperimentc fiihren zwar zu dcr Anschauung, dass gewissc Zell-Hyncrplasien, die durch Stauh, Tcer und andere reizende Storfe hervorgerufen werden, praecanzcros seien. Es ist aber kein nhsoiuter Beweis dafur vorhanden. dass sie es utsachlich sind. Berblin<;er gibt an, bei der tn Jena (dem Aitz seines Instituts) 1 , j f { . 1 p r ^ ft J f 1 | i :| I r>nt orm'Fucnr : : ncfnkkfbs .:'jM.'odehnten Torzcllan-Industrie Thiiringens .mthracutischc u:nl silicotische Depots faiulen. Vmng Silieose tier Lunge beobachtet xti haben. Stauhahlagvrungen tanden sieh imr in iiie><.-r luhe >ie aber nie mit Lungenkrehs komhinicrt Spitze und Vert. menu. dass Jer Reiz de> gcumden'*. Staubes zum C.j tiihrte. Das ist aber doeh K. Cakr berichtet, dass er in seiner Anstalt wold schr traglieh. *934-1936 174 Falle von Anthraco-Silicosis-- -- Bemerkenswert ist eine Veroffentlichung J. M. heobachtet hat; 36 kamen zur Necropsie. davon Dtiu.n's : Cuter 14 Obduktionen wegen Silieose zeigten 4 neben der Anthraco-Silicosis primaeres in Ost-l.aneashire fund er bei einetn Steinmetz Bronchien Ca. Wahrend 3 dicser Falle rdm- eine Silico-The. tier Lunge nd danehen einen genologisch und analumisch einen grossen `Tumor der Lunge, von dem Metastasen im Tumor im Oberlappen zeigten und daneben Gehirn ausgingen, ferner davon unahhangig noeh Tumor-Knbtchen, in-stand bei dem 4. Fall einen Tumor im Colon. Bei eincm undern eine allgemcinc Aussaat von Knotchen fiber Steinmetz fund sieh neben Silieose ein anaplasti- beiden Lungen (neben den silicotisehen Kndt sches Lungen Ca mit Metastasen im Gehim. chen) und fiber der Pleura visceral is, ohne dass Nicht hierher gehorig, aber doch envahnt sei, ein grosserer Tumor vorhanden war. Falle dass er bei eincm weiteren Steinmetz neben Jicser ietzteren Art bereiten der Diagnose einer Silieose ein Ca der Gailenwege und eines natiirlich besondere grosse Schwierigkeiten. der Prostata von anderem Typos fand. Bei der M. J. Sckoloff fand unter 418 Mannem, Arbciterin einer Scheuerpuiver-Fahrik fund er die an Anthraco-Silicosis litten. 3 Ca Falle. neben Silieose eine myeloidc Leukaemic. Verf. Haben wir es hier mit mchr oder weniger schliesst hieraus und insbesondere daraus. dass grossen Reihen von Beobachtungen zu tun, aus bei zwei Fallen je zwei voneinander unabhiingige denen hervorgeht, dass nirgvuds ein Hinweis auj Tutnoren vorlagcn. auf die mogliche Gcgenwart hesonders hiiufigrs Zusamnunvurkonmten von Lun- eines ditfusiblen careinoger.cn Agens. Die An- genkrebs und schszerer Stuublunge sieh f.ndet, also haufung von so merkwtirdigen Ca Fallen in nu hts, teas darauf hintceisen tciirde. dass Slaub- *. eincm so kleinem Material ist schr autfallend ! lunge erne Praedisposition fiir Lungenkrebs schaffe, so gibt es ausser den genannten doch cine Reihe anderer VcrotfentHchungen, in denen ftber das Eine sehr wenvolle, auf die englischen Todes- Vorkommen von Lungenkrehs bei Staublungen iuHc-Ausweisc fussende Arbeit vt-rdanken wir berichtet wird. N. M. Kknnawav und E. L. Kknnawav. Sit* Slado.\ berichter fiber 2 Fiille von I.ungen berechnen in sorgfaltiger Weise fiir die einzelncn Ca bei Walliser Kohienbergleuten; der Eine Berufe die nach dem Gesanudurchschnitt erwar- hatte leichte Silieose. der Andere schr aus- tete und die tatsachiieh bcohachtete Zahl von gesprochene Fibrose mit Tbc. . Lungen- und Larynx-Krebsfallen fiir die Jahre M. L. Allen berichtet fiber 2 Falle von 1921-1932 in England und Wales und vlaraus ..hronohiogenem Ca mit Pneumocuniose" bei dann die verhiiltnismassige Haurigkeic des Lun- Kohienbergleuten; der Eine hatte neben einer genkrebses (die in der Gesamtzahl der der ausgesprochenen Anthracose (eigendich Silieose, Bevolkerung 100 gesetzt). Hier sei nur Kef.) ein bronchiogenes Ca der linken Lunge; auf die Hauhgkcit des Lungenkrebses einge- der zweite neben ausgesprochner Silico-Anthra- gangen. Die Verf kommen zu dem Schlusse, eose ein ausgcdehntes Ca des linken Oberlappens dass Aekerbau und Kohlenbergbau ein seltenes mit Metastasen in der rcehten Lunge. In Vorkommen \on Krebs der Lunge (und auch beiden Fallen war die Autopsie gemaciu worden. des l.anrnx) zeigen. und zwar je nach der ver- Der Vert', betont mit Recht. dass die geringe schiedenen Beschariigungsart 56-3S bei den Xahl von primiiren Lungcn-Tumoren unter den ersteren, 3S-71 bei den letztcren. hunderten um Fallen von Pnetimoeoniosen ..Die Verhiillnisse. welciie zur Silieose fiihren. iinur den Kohicnbcrgarbeitefn von Pensylva- seheinen nielu sehr wirksam zu sein im ller\-*r- men, daiiir spricht, dass bdsartige Tumorcn ruten von Lungen- od:r Kehlkopt Ca. aber bei unter iimen nieht hiiutiger sind als unter der den Metallschlcilern ist die Hiiufigkcit des uhrigen fievoikerung. Lungenkrebses mal so iioch wie in dcr A. berichtet von eincm Fraser mil Ciesamtbevdlkerung. Fine Gruppe von Frei- vinem Flatten = Ca des grosaen Bronchus, das lult-Arbeiterr.. die dem Staub uer Strasv aus- Cch ;.ui die rtchte Spitzt* erstrrekte. in der sieh geselzt ist, hat ziemlich Imhe Lungen- ut'-.i v i'' 4*i V . )'' fV't ' J mV ' li f t l 1. i: )I..- e ( t- WltJUl /tel ).. Ti : '-KV \ I : l I II \ \ 1 Im . u n .1. J\.. 1.. Ki u . - /<< i i.iit, an .S///r">. ////</ SHi, It till.. ............. Hen-. 1 <r-:i- >'.i*'.i J:t I-.iilv uu>of u-<cn m ;mini);iilii n IkTiil'* jjihn-ibiTichti-n ' jn.'i-boriov:' v..ii ;c J- .tr/'iichi-n (. Svt - n:uh J.-n turi l>t< nit; Xu'tkmovn tii u. i*>\ ':ncbi-'Vii-ni m-it IWruf Al!- Miinr.iT .<m 20 .1. .luflVMTIs....................... luplvr................................ Amien? kvrarmscho Ar hotter........................... Mvfiillschletfer . Stvinmctzc....................... Sfrtnhrucharboifef . . . Kuhli-nhauer.................. Knhlcn-<XTO*.v>rkubrr* racc-Arhotier .... Ki-hienbe rework- < itsieinshaurt Kohlenberewerk- Schlcppcr ki>hlenberjtorfc-andere umertaiie-Arbeiter . . Prin.stertT. StrasscnbuT. Asphaltirer.................. "'tudtiicho Arheiter Strasscnreinioer. Kehrrichtsammler . . Kutsche?........................... fhauffourv...................... I 1 2SX 7-T- ' iS.tSS 1 i-220 ,'T-177 2.S.474 44M-A44 X?.n7i ' Nl .40T 7.4'*1 `c .V).4S 2>4..t ?o 7 02 MX ") U.A /...hi ^i. r .iu-.'.'v'-m*-v nvn r .iir'u'vMki\-h- t '.iSi -Kill'1 :-<*>; z V. rhijil : 1 f;iuhoki-tt dvr 1 .uncm- krvl><r\ in Jvr IOO \\Q\ s in -. :r 4f' 2`> 1; -K 1 fS 177 i.?t> 1 50 1 52 .,h 22i h: .. J.N 44 -0<* 'T1 142 Kehlkopf-Krehs-Haufigkeit mtt Ausuahmc der Chauffeure, die cine normalc Hauriiikcif hrtben. Im Ganzen wurde koine Arbeit, die intend einer An von Smub ausgesetzt ist, mit sehr hoher Miiufigkeit des Lungen- odor Kehlkopf-Krebses L'of'unden". Mit Recht ausserr. etch die Vertasser vorsichtig urid ziehen nur aus wirkiich grosser DiiTerenz SehUisse, denn die Zahl der Todeslalle in den einzclnen Berufen ist moist so goring, dass dem Zufall cine bctrachtlicho Rolle zugestanden Worden muss. Beiiiegende Tabelle (2). der genannten Yerotfemlichung enrnommen und in Brzug aut` die gcmeldefon SIie-*e-KaUe durch die neuesten Daten (an Stelle alter, im Original* angegebencr) ergunzt, gibt einen Leberblick. Auffallend ist die hohe Verhaltniszahl bei den viol auf dor Strasse Benndlichcn -- aber gerade jene Gruppe mit der hohen Verhaitniszahl hat nur kleine absolute Zahien. Jcdcnfails muss man nach -I! dtm ru dem Schlusse kommen. dess tvenn auch die theorctisehe Miiglichkeit gegeben ist. doss <ttts einer durch Stuubiudurntinn hrrrnrgerufenen Xante in der limncItiai-Schleinihiiut -- ebensa zete uus jedcr andern Xarhe -- srch rin Krebs cntzvichcht hann, in praxi die Stauhlunge im allgemeinen. die Si/imse im bestmdetn kerne Gntndlage fitr Entsfehung run futngenkrebs abgebeu. Ashkst Anders aber lichen die Verhiiltnissc bet ein* zelnen Staubanen, tnshesonderc bcim Asbest. Wir bringen zunachst cine nach Nordmann zusammengestellte Tabelle {;>) oiler seehs Wisher zusammen mit Asbestosis beobachteten Fiille von l.ungcnkrebs. Die Zahl der bishcr i/berhaupt beobachteten Falk* von Asbestosis betriigt nur etnige hundert. Die Zahl der verotfentlichicn Obduktionen hat Egbert 19^5 zusammengestellt. Hr crvvithnt aus der englischen und amerikanischen l.iteratur 22 Falle: dazu kommen seither ein Fall von Lynch und die von Nordmann erwahnten 4 amerikanischen Fitlle, also inseesamt 27 ongiisch-amcrikanisciie I'iille. NordmaNN t * in< nrriiiuu' 1.1 viiiAKni'ii- T.\WU.l.h Hi Nuc!) NiiIMANS, Avttifiu tjt J. Kt i h'J',1\fIrltili;. 4 7. *' -50 Jjhr 1035' '935 1935 1036 193s 1936 Amur Alter Arhciuoieinn I-iKn/zcu (Jrschlcchr Arhfic.-J.iucr tn AsIh-m i'athoioe. .matumischcr lk-fund l.Yveu unti S\smt Amcrika Cj.oyne England CU.OYNV. Enciand Houckt und (/iJobK Amcrika Nohomann (Horme; Deutschland Nokumann Dcuiachland 17 j:"" Mann 3> J- 1-rau 7i J. 'Frau 41 JMann \ur 2i Jahivn 2! J. \<*r 17 Jahrcn X J. vur 15 Jahrcn i J. u. 7 Menace v*r iS Jahrcn iS J. 55 JFrau 55 J- Mann \r>r tX Jahran 7 J. \-ir iS Jahrcn 7 J. - i J.ihrc 3 j janre j Johrv 12 Jahrc Pl.ictcnrptrhc!-Carcuioni Ucchiar L`ntcHapprn Kh-incs I'lattcnepuhel-Carcinom Rvehtcr 0!>.*riappcn Flaucncpithcl-C arcinom Kechn-r Unccrlappcn Adfno-Carcin<u\, Uronch. linker l'nterlappcn mit /ahlrcichcn Mctasta '-n Fiattcncprthcl-Carvinom. Linker L'fttefljppcn tnit Metastascn Hhittcnepithrl-Carcinom. Linker L-'nterlappen mif Kinbruch in UcramiKkel. hat aus der deutschen Literatur iz Fiillc zuwm- mengestcllt, das sind also msgesamt 39 vcroifent- liehte Fiillc. Wood u. Gu>yne beriehten 1934 fiber roo Fiillc von Asbestosis, danimer t2 Todesfalle an Asbestosis und u - an Asbestose a. Tbc. Dann haben sie ro Fiillc obduziert, die sic klinisch nieht beobachtet hatten : ..ausser den oben envahnten Obduktioncn'L Es ist unklae; oh sie die erst envahnten 23 Fiillc obduziert haben. Lanza von der Metropolitan Life Insur ance berichtet, dass hei dieser Ocsellsehaft uj Todcsfiille an Asbestose \orkamen, von dcncn 0 obduziert wurden. Ob cin Teil dieser und welcher Tell in den andern oben envahnten Fallen bercits inbegriffen ist, ist nicht klar. Wir haben also insgesanu 39 genauer ver- d/fcntiiciue Fiillc von Ohduktionen von an Asbestose Verstorhenen. Oil an weiteren obdu- zierten Fallen die 33 FiiHc Wood u. Gloynf. (von denen einzeine wohi in der erst genannien Zahl inbegrifien sind) und die 6 Fiillc Lanza (von einzelnen dieser gilt das ehen Gesagie) odcr nur cin Teii dieser Fiillc zu 'evhnen ist, i?t unklar. Jedeitjuils it*dm IkrhtUtnk :it diesen '/.uhlrti (31). im maximum 7* Obdukldtm-n) die Y.uhi der mit Cti konthinirr(r jehr gross. I nd wenn auch, da dcr /trial) *bci alien klcincn Bcohaehiungsreihcn cine *ehr grosse Rollc spiclt, erst grbssere Bcobachtungsreihcn notuendig sind, uni zu eineni absolm sieheren Sehlussc zu gclangcn, so macht das lusher FcstgeSteUte duch in ItOchstent Crude uuJtruJieiti/ic/i, dass Asbes/osii /Hr Cu Enttcickhmo dispuniert. Dcr Gcgensatz zur .Silicosis liisst sich vicllcicht dadurch crklarcn, dass wiihrend die Wirkung des Quar/es mit Sicherhcit cine chemisehc ist, die Wirkung des Asbcstes vicllcicht :ds rein tnvchaniscli aufzufassen ist (Buhmf). CimOMATKKliBS Iniilteren I'ntersuchungen (R. Fischer, K. B. Lehmann) wird kcinc Knvahnung von Krebs unter Chromat-Arbcitem getan. Aber immerhin ist cs mbglich, dass unter Fiillen von Cachcxie odcr Anaemic, die zum Teil uls Chroin-Oichcxie, Chroni-Anaemic angesuhen wurden, Krebs verhorgen gewesen sein mag. Xuerst war cs die Gcwerkschaft der Arhciter dcr Chemischen Industrie (Deutscher Fubrikarbetter-Vcrhand), die auf Grund von 2 Fallen 1911-12 den VcrJacht aussprachen. dass Ghrotr. zum Lungcnkrcbs tfihrc. lch selbst babe 1932 fiber (1 der Gcwerkschaft verdiichtig ersdicinende FiiUe Lrhcbungcn gemacht : ciner envies sieh als Lungenkrebs, bei einem konnten KfebsMctastasen in dcr Leber festgestcllt werden, der primiire Herd blieb unbekannt. Weiters konnte ich crmittcin. das.*. unter 120 Todesiallen an Krkrankungen dcr Atmtmgsorgjine in einem chcmischcn Bet rich 3 2.5 auf chcmaligc Chromat-Arhciar liclcn, win 44 Todcsfallen an GcsehivuLt dc^ X'cixiaintngstraktes 5 11.4 Krst spiitt-r haben die Fabrikiirztc dci Cliemischen Industrie ihr Wissen und ihre Erfahrungen der Allgemeinlieit zugiinglich gemacht. Fff.h. berichtet erst 1935 aus dem 1923 still gelcgten Bctrieb (l.udwigihafen), aus dem die erst envahnten Todcsfiille der (iewerkschaft stammten, tiber ; weiterv an l.ungenkrehs verslorhene Arbeitcr. Au> ciuctn 19:1 gvschlosseiten lie- { f ^1 >* j \ 'fio I . TFt TKV trich ((riesheim i bcrichicn \i.utns. Bai'KF u:kI J< ina- fiber i; voii I .ungenkrebs. darutMer hctrafcn 6 rkromurbeiter. Ui'nn auch die* Verfasser meinen, dass es durchaus mbgiieh sot, Jass auch fur die (thriven y Fitllc eine Chratn- Sehuaigung in Betracht koTnmt uiid'Jass cine solcht* zunachst als Arheits-1 lypothese niitxlich sci, so erschein: nach den von den Yerfassorn gebrachten Krankengesehichten dies durchaus umvahrscheinlich. und zwr.r tnnso mehr. als von diesen 9 Arbeitern nur hei cinetn einzigen (einem Saixsaure-Arbeiter) Nasenseptum-per- f'oration, angegehen wird. die wir kaum bei einem Arbeiter, der auch nur eir.ige Zei: in einem aiten stauhreichen Chromat-Bctriebe gearbeitet hat, vermissen. Wenn wir also aueh nur 6 der von Alwens und Miturbeitern ver- dffentlichten Faile von Chrom-Krebs (davon bei einem der i.ungenkrebs sehr fraglich) (Tabelle Fall 4) gelten lassen kdnnen, so is/ diese Zahl dock aufftdlend lunh. Gross h:u (nach Angabe von Alwkns und Miturbeitern) auch tiber einzelnc Fallo von ttroncbialkrebs in zwei weiteren Betriehen herichtet. In einer spateren Arbeit geben Ai.wf.ns und Jonas den genauen Befund, einschliessiieh Obdfiktions- hefund und chemische Cntersuchung eines der schon in der ersten Verdtfetubelnmg envalmten Arbeiters wieder. Trotzdem seit Aufhoren der Chromarbeit 6 Jahre vergungen wuren, wurden in der Lunge 2 mg. Chrom gefunden. Heute liegen demnach uber mindestens 15 Faile von Lungenkrebs untcr Chromarbeitem Berichte vor. Immerhin cine recht auffallende Zahl. Nach meinen eigenen Ertahrungen (siehe auch Fall 4 der Tabelle ! ) durfte auch der Krebs der Verdauungsorgatie unter den Chromarbeitem heumders h.hifig sent. brvL'ihnt <ei hier nehenhei die ih-ohuehumg l). Newman's. der hei einem (`hromfarhen-Arbetier ausser der Septum Perthrationein Adeno-Careinom derunteren Musehei hind. Kiurheit bnn nur geschaffen sverden, wenn von nun an nJIe verstorbenen Arbeiter. die tniluT oder in der letxten Zeit (lurch eimge Jahre Chromarbeit vcrrichtef haben, zur OhJuktinn gelangen. Heme leben noeh zahlrciche' Arbeiter, die unter den fruiter ungunstigen Yorhiiltnisscn in Chromat erxeugenden und verarbeitenden Betriehen genrbeitet haben und cine voile KlursteHung der Frage isf noeh tnoglich. In den modernen Chrombetrieben ist die Staubgefahr ungemein viel goringer als :n den aileron. On in I'ulge dieser Betriebsverandeningcn die Krcbsgvfahrdung geschwunden, liisst sieh heute noeh nicht *agcn. Durch die Deutsche ill. Yemrdmsng fiber Ausdchnung der Lnfallversiehenmg auf Remfskrnnkheiten vom ih.XH.^b ist der Lungenkrebs in Betriehen der Chromat-Frzcugung in die I.istc der zur Kntschadigung bcrechtigenden Berufskrankhciten aufgenommen wurden. Durch diese Bestimmung ist slie CIrundlagc fur die genaue Durohforschung jedes einzelnen verdnehtigon Falles und damit auch die Crundlage fur cndgiltige Klarstelhing geschatTen worden. AUe die hisberigen Beobachtungen bexichen sieh auf niit der Chrinruit^Erziugung beschaftigte Arbeiter; tiber mil der Chromatertccrtdung heschiUtigte Arbeiter iiegt hisher ausser der unklaren Angabe Newman's nur eine Angahe vor. Baadkk erwahnt einen Lungen krebs bei einem Arbeiter. der vide Jahre lang Chromat-Farben aneesetzt und mit der Spritxpistole verspravt hatte. Wenn auch, wie Baaoek* Tabeli^ IV Mach Alwens, Backe und Jonas. Archiv j. Cnverbipathologic. 7. S. u>37. j.H. M.O. I..K. O.Sch. Interval! Dauer d. zwischen Arbeit i. Aufhdren d. Chroraarbetricb Arbeit u. Tod Jahrp Jahre 3152 41 : Iz in ft a? -- Interval! zwischen ersten Lunaen- T<*le*alter Symptomen und Tod Jahrr 4': 1 . : i Jahre fto >?3> 50 RAV. K.W. : 40 -- 1 . fto .* fti Cfl d. Rcdifcn ('nuri:iptvn-V. -nehus u. Tin' Ca d. I.inhon OSH*rlappcnlir*.nchus. Cnrcrfappfn*Ur<im;h]al*Krft> rrut zahlrvtchvn MrtasM5fn. Roentwnol. : Linker Brunch. Ca. Parknloe. anaromiv-'hfs erimares Pancreas Ca; in Lur.ee mukmskopisch nicht! Inaeh Ronrsenbehand- iunc }). Ucchn*r L'nrcrbppcn Bronchus C.i. Rcchu-r l 'ntcrlappvn Bronchus Ca. ( -i J nri* itntn : icnc : i nu vki'-hs 2<>\ hinzufiigt, diese Einzelbeobachtung keiue \\*r- Bei einem Meerschwemchen enuo.inucn mulallgemeinerung gcstattct, so wiiren Joch auch npie Adniomc der Lumre; ein .inderes. das Chronur verarbeitemie Arhoitcr in die nben ;uu.h 140 Tagcn getbUrt wurde, zagte Ueher- aneeregten Erhebungen einzube/.ichen. produktion von Bronchial-Epithei, das in's peri- bronchiale (iewehc eindrang. Nakano Misao OGNERATORflASli. Koill li.N.'TArii, Tr-R, hat Bei intravendsen Steinkohlenteer-lnjcktionen 4 Tekroamiw------------------------- unter <*5 Kaninchen bei 8 Ticren Lungenkrehs gosehen. J. M. Sciiabajj hat 31 Meersch- S. Kl'ROda und K. Kawahata. den Acr/ten wcinchcn durch einen Stich in die Trachea eines grossen jananischen Stahlwerks riel auf, erwarmten Stcinkohlenteer eingespritzt und die dass sic in 3 Jahren 12 Lungenkrebs-Fiiile im Lungengewcbe eimretenden A'eninderungen uus ihren Krankengeschichten und bei Jer studiert und konnte gcschwulst-iihnliche, aber Durehuntersuchung der Oencratorgy.s-Arbciter sicber cntziindliche Veranderungen kurz nach gefunden haben -- neben 3 andern Krebs- der Kinspritzung feststeilen. aber auch bei bis erkrankungen. Enter 61 bosartigen Geschwul- zu 14 monatiger Beobachtungsdauer konnte er sten, die 1931-35 unter iS.coo Arbeitern des keinc Gescbwulstbildung finden. Nach seiner Stahhverks vorkamen, fanden sich 12 Lungen- Anschauung hat der Steinkohlenteer einc allge- krebse und diese samtlich bci Gcneratorgas meine, aber nicht lokale cancerogcne Wirkung. Arbeitern. Enter der grossen Zahl von andern \V. CL Garosciiin und J. A. Pu;alkw, die Arbeitern : lloehofen-Arbeiter, $tahlgieserei- Stcinkt>hientcer direkt ins Lungengewebc ein- Arbeiter. die heisse Diimpfe und Staub ein- spritzten. seien hier nur erwahnt; sic konnten zuatmen haben. wurde dieser Krebs nicht acypische Epithel-Wucherungen, aber keinen beobaehtet. Das Gcncratorgus enthalt 0.7 Krebs erzeugen. J. B. Mi'RPHY und It. Stvrm Teeruiimpfe. haben durch Teer-Pinselung der Haut bei Im ,.Lancet" wird uber einen Gaswerks- bo-7S ihrer Versuchstiere (Miiusc) Lungen- arbeiter berichtet. der wahrend 26 Jahren viel Tuniorcn orzeugt. Auf alle ahnliche Kxperi- M mit Teer gearbeitm and reichlieh Teerd&npfe mentv einzttgehen, ist hier nicht der Ort. eingeatmet hatie. Er hatte an einem Scrotum- Hs seien aber noch Experimcnte von J. A. Epitheiion gelitten, das operiert und vollkominen Camphti.!., tiber ..Hautkrcbs und Ateigerung geheilt war. Kr starb dann spater an einem der Haufigkeit primarer l.unyen-Tumoren primaren Lungenkrehs. bei Miiusen, die dew Staub geteencr Strassen Rodenacker berichtet uher einen Arbeiter, ausges<*tzt wurden11 envahnt. llautkrebs ent- der 12 Jahre in einer Ziegelei. cS Jab re in eincr wickelte sich bei ~o'\, der uberlebenden diere, Brikett-Fabrik, 20 Jahre in ciner Anilin-Fabrik die Hatiriukeh des Lungen-Adenoms betrug das gearbeitet hatte und bei seinetn itn 69. Lebens- 10 tache wie bei den KontroJI-Tieren. Der jahr emgetretenen Tod, neben Zeichen einer Tcervzebait des Staubes betrug 2 *),,. Die Staublunge und einer Lungen-Tbc. ein Ober- Staubmentren, denen die ausgesetzt waren, lappen-Sarcom autwics. . warvn s<' gross, wie sie beim Menschcn kaum Koelsch erwahnt einen 4$ Jahre alten Schlos- vorkommen durfren, weshalb sich \'ergleiche ser, der 24 Jahre in eincr Teerprodukten-Fuhrik mit den W-rhaltnvsscn bei letzterem kaum ziciien arbeitete und an Lungen-Sarcom starb. lassen (>b dies letzterc Ansicht des Aucors oder Die Zahi der Beobuchtungen beim Menschcn des Rcferenten. konnte ich, da mir das Original ist also reeht gering, die JJcobuchtungen von nicht zugiinglich ist.. nicht ermittcln). Eine Kt'RODA u. Kawahata sind -- trotz der Statis- W'trkung der Ausputf-Gase von Explosions* tisch reeht unvollkommenen Art ihrer Ver- Motorcn konnte Campbell bei ahnlichcn Vcr- cjffentfi'chung -- gewiss aurfallend, sie sagen uns suchen nicht t'esistellen. aber dol*h nicht mehr als dass den Krankhcits- Allen iliesen 'rier-Expcrimenten gegeniiber und Sterblichkeitsverhaltnissen der (Generator- sci bciout. dass so gross auch das Materia! ist, Arbciter tceitcr naehgegangcn xccrdcn solite. das iihrr Hautkrcbs bei den verschi*-tit nsten Jem Nicht gering ist die Zahl der Ticrexperimentc Tecntauh utui Pcciistaub und Tetrddmpfen uber Tcerwirkung als L'rsache der Kntstehung jusge.scuu-n Arbeitern (Brikette-Arbeiter, Ar- vao .i-jjngen-Tumorcn : X. Ki.mi*ka hat 4 Ver- beiter in Korkstein-Eabriken. Pechlucker, Teer- suchstieren rohen Kohien-Teer durch cine Tra- Arbeiter) wrdlfentlicht wurtie, ts mir dock nicht cheotomW-Wundr in die Lunev eingehlasen. H< //<to;, ciur i rro.Ortif/ichunauf :uhudcn, in der 1.. i'l l TKY uhri nl<rrh.\ hr/ r/nrm <-,}i!in: Arin/fcr ha!tnism:issig cross i>t. Saupv hat i.i>t die hmih/r! jcuitlr. W.ire ('chertraguMg *les l er* can/e Bdegschaft (4c. Arheiteri einer -\rsen- K\|*eritncim-!l gelutulcncn aul den Mi-n>chcn hutte untersiicht. Kr land zahlreiche fl.iut- mbglich. so mii.-sten solehe Fiillc M<:h zahireich veriindcrungen, auch Hyperkeratoson, t'lcera rinden. __ __ _ und Perforation der Nasen-Seheidewand. Kernel l Imgewiesen sei hier darnut. dass vcrsefiiu- rontgenologisch Ieichte Pneumokoniosen. aher dene Autorv.n in dem qradgi-nr/; Anforrrkehr keb'erlei Anhaitspunkt fur Lungenkrebs. Audi oiler /hr Tctrung (hr Strussen cine l`r<ache der he: 5 invaliden Huttenarhcitcm hestand kein (scheinbaren) Yermehrung des Lungenkrehses Yerdacht uut Lungenkrebs. Hingegcn verof- sehen wollcn. tentliehre er zwei ihm von Sehmorl zur \*er- Diesc ursiiehliehe Yerkmiptung /weier .reitlieh fiigung gestehte Obduktion>-Prorokolle von 1 (vieUcicht) parallel gchender Geschehnissc is: an Lungenkrebs verstorbenen Huttenarbeitcrn. ein in der Medizin !eider hiiuHg genug vor- I.eider ist weder das Jahr der Obduktion noch # komnunder Fehler. den A. Gottstkin einmal naheres fiber Dauer und Art der Beschiiftigung tretfer.il dadurch gokennzeichnet hat. dass or angegeben. Saupc meint. es muss otfen gelassen darlegt, dass in den Jahrzehnten des starken werden, oh ein Zusammenhang zwischen der Ruckgangs der The. Sterblichkeit die Kalb- [..ungenkrebs-Krkrankung und der Berufsarbeit Heisch-Preise stark stiegen -- sind dcshalb vorliegt. steigende Kalbfleisch-Preise das beste Mirtel Noch nicht aufgekliirt ist das Yorkommen von gegen The. ? Ich erinnere auch daran, dass Krebs der inneren Nase und der Lunge in in der Zeit des Aufkommens der Appendix- einem Betrieb der Sickel-RtijfinieruHg, mir dem Operationen, die angehiiche Zunahme der sich die englische Gewerbeaufsicht seit dem Appendicitis durch eine Zunahme des Ge- Jahre 1932 beschaftigt. Seit 1923 sind dort brauchs von Email-Geschirr, dassich nhsplittert, 2i Fiille von Krebs der inneren Nase, 21 von zu erklaren versucht xvurde. . Krebs der Lunge vorgekommen. Es sind von <C Was die Zunahme durch Ausputfgase anhelangt, so sei nur darauf hingewiesen. dass diese iiberhaupt keinen Stotf enthalten, von dem his der Gewerbeaufsicht, der Betriebs-Leicung und dem Werksarzt cingehende Erhebungert und Untersuchungcn gcmucht worden. Die Yer- f jetzt nachgewiesen wurde, dass er Krebs- haltnisse in iihnlichen Betrieben wurden durch- enstehung begiinstigt. Nach einer grossen Un- forscht, ohne dass andenviirts ahnlichcs gefun- tcrsuchung aus dem Reichsgesundheitsamt und den wurdc. Die Cntersuchung der venven- der Chemischen Industrie (Toxikologie u. deten Stoffe auf Radioactivitiit fuhrte zu einem Hygiene des Kraftsfanrenvesens. Schriften aus negativen Ergebis. Auch alle andern Cnter- d. Gesamigebiet der Gewerbehvgiene. I left 20. suchungen vermochten nicht eine Erklarung zu .Springer 1930) bestehen die Abgase vorwiegend bringen. aus N5 Wasserdsimpfen, CO*, CO und nur zu Ceber ein merkwurdiges \*orkommnis berich 0.01-0.33 0 < a,,s schwer fluchtigen orgnnischen tet Dreifuss : Eine 44-jiihrige Frau und ihr Verbindungen. Dann kommt auch hei un- 36-jiihriger Bruder litten an Lungenkrebs. zweekmassiger ReguUcrung Ausstossung von Sic hatten bis zu ibretn 12. Lcbensjahr unverhnmntem Brennstotf hinzu. A her weder massenhaf't Eiscnoxyd Fe. 03 (ein Poliermittel) von dem letzteren (Benzin, Benzol, Alkohol) eingeatmet. Eine Schwester, die der Eiscn- noch von de.n envahnten Bestandteilen ist oxvd-Einatmung nicht oder nur tvenig ausgc* hekannt, dass sie Lungenkrebs zu erzeugen im setzt gewesen war, erkrankte nicht; eine. nicht Stande sind. zu dcrsclhen Familie gehdrige 33 jiihrige Frau, die ebenfalls der Eisenoxyd-Hinwirkung aus- Vhkschikdhnks gesetzt gewesen war. erkrankte ebenfalls an Lungenkrebs. Envahnt sei noch ein anderer a is Errcger Kikcth erwahnt einen 30 jiihriger: Chemiker, von 1 iautkrehs -- auch hei interner Kinnahmc -- der monatelang der Einatmung von Dichlorae- bekunnter StofT, das Arsenik. Bisher liegt nur thylen, Tri- und Pentachioraethan und Hexa- eine einzige Angabe uher das Yorkommen von chloraethan-Dampfen ausgesetzt war und dann Lungenkrebs bei Arsenik-Arbeitem vor. wah- an l^ungenkrcbs erkrankte. Derselbe Yerf. rend die Zahl der Haurscbadigungen und auch enviihm auch. dasser unter 246 von ihm ertassten ( der Ilautkrehse, fiber die berichtet wird. ver- Fallen von Lungenkrebs 5 Cigarrcn-Arbeiter oi-:k nFKcn.K'in- i.!-nm-:nkhmi> -n.' !unu; cine ..bcruriiche Abhiingigkeit kunnte or In Leber. Knuchcn, Eierstdckcn, Nchen-Nieren niehi beohuchten" sagte er diesbezugiich tnit fanden sich Mctastasen. vnllcm Recht. Aber Wfli.kk erw-ihnt dunn Jic.se Zahl ais bemcrkenswert. N.JKOI.okf berichtet iiber Lungenkrebs bci einem durch 20 Jahre tiitigcn Autofiihrcr -- ,.cs wird ehronischc Reizung der Bronchien durch Ein Chemiker, der fruhef in einem derartigen Betrieb beschuftigt gewesen war, starb an Lungenkrebs. Vorher waren an den Fingern krebsartige Wucherungen aufgetretcn. Envahnt sei hier, dass in diesen Bctricbcn Bcnzindampfe angcnommcn". Diesc Einzdheobachtitngen sagvn tins naturlidi -ur nichls iiber den '/.usnmmeniuint> zxzisdten tier Evkrankung and der aiigvsdwltligten ('rsaciiv. auch eine andcre eigenartige Erkrankung der Lunge beobachtet wurde. Kin 'Techniker starb nach 4 jiihriger Arbeit an Lungen-Fibrose; seine Assistvmin erkrankte nach ehensolanger Arbeit Da niemand wird hehuupton kdnnen, dass und starb nach zweijuhrigem Leiden an der- gechlorte Kohienwassorstoffc, Bcnzmdiimpfe u.s.w. mil Sicherheit \or Krebs schiiczen, so ist cs uur selbstverstiindlieh, dass einmal aucb ein Lungenkrehs bet einem Menschen beohachlet wird, der mil dicser. Dingen zu tun hat. seiben Erkrankung. Auf andere in RadiumBetriebcn beobachtete Erkrankungen, insbesondere auf die hiiufig heobachteten Bluterkrankungen einz.ugehen ist hier nicht dcr Ort. ! ler\-orgehoben muss werden, dass die Zahl dieser Betriebe und die Zahl der in ihnen Radii iactivi? Scbstanzkn i'ND RaJUUMKMANATION beschafiigten Pcrsoncn gering, auch die Dauer der 'Tdtigkeit dieser Betriebe noch keine lange ist, dass also bisher keine grbsscre Zahl von Ganz anders aber al.s mit dem EinHuss dcr Pcrsoncn dieser benitliehcn Gehihrdung ausbisher erwahnten Stotfe verhalt es sich mit dem gesetzt war. EintUiss von Radium, radioactiven Substanzcn und der Radiurt-Emanution, auf die Krens- m Entstehung. Dass durch Eimvirkung von Kadioactiven Subsrnnzen maligne Tumoren entstehen, haben die traurigen Erfahrungcn an dem Leitcr und Eine grosse Zahl von Personen aber hat insbesondere in truherer Zeit und jahrzehntelang an Orten gearbeitet, an denen sie radioactivem Staub und Radiumemanation hei berg- an den Arheiterinnen einer Leuchtzirferblatter- mannischer Arbeit ausgesetzt waren (und noch Fabrik, um dcren Aufdeckung und Durch- sind) infolge der Radioactivitat des Gestcms, forschung sich II. S. Maryland so grosse Verdienste envorben hat, in erschreckender Wcise gezeigt. Es sind neben einer Reihe fruhzeitiger, aber doch erst nach einer gewissen Latenzzeit uuftretenden Krscheinungen ais Spatererscheinungen -- 0 und mehr Jahre nach Kinsteilung der gefiihrlichen Arbeit auftretend -- der Grubcnluft und des Gruhenwnssers. Der Sehnceben'er Bergbau besteht seit 1-440. Erst wurde Kuplcr und Eisen, bald aber Silber, daneben Kobalt und Arsen gesvonnen. Jctzt wird vor allem Wismuth, daneben noch Arsen und Kobalt gewounen. Wcnn neuere Autoren der Meinung Ausdntck geben, dass schon Ostcosarcome (9 Falle) beobachtet worden. Paracelsus in seiner Schrift ,,Von der Bergsucht 4 dicser Kranken wiesen auch Metastasen in und anderen Bcrgkrankheiten", erschienen 1567, den Lungen auf. (Vergl. auch Teluky, Wiener iiber den Lungenkrebs Sachsischer Bergleute klin. Wochenschrift 11)57. vor allem aher H. S. berichtet hat, so kann dem nicht beigcstimnit Maryland). werden. Paracklsus hat seine Erfahrungen in Primarer Lungenkrebs wurde bei wit der vieljahrigem Aufenthak in den Alpenliindem Herstelluni und Wtitenerarbeitung von Radium- gesammelt, hat die sudeuropiiischen Lander Pracparuten Beschaftigten beobachtet (E. ,\m- und Lngurn hereist und wenn er auf diesen zkl). Eine l.ahorantin starb nach (ansc'neinend) ic jiihriger Arbeit, wiihrend der sie nor mi den ersten unci letzten jahren mit hochaetiven Reisen auch durch die ,,Meissnerischen" Bergc kam, so kann doch mit Sicherheit gesagt werden, duss sich seine Beschreihung nicht aul cine dort * Praeparaten zu tun butte, an einem vom linken vorkonunende streng drtlich uingrenzte KrankLnterlappen-Bronchus ausgehenden Krebs, der heit, aul l.ungenkrebs. bezog. sondern auf eine sich iiber den ganzen Hilus lungs der 'Trachea weit icrbreite'e. iibcrall zu heobachtende, auf bis in die Hdhe des Kehlkopfes ausgebrettel. ilie Siaublunge. `.lie 'sllicosc. Wold isr anzu- auch m den ilcrzbeuu! eingehrochen war. nehnieti. d;^s C. I.. i`k. Bergarzt in I . IT I l'K\ Ar.nabc;g in S.tchscn 177c m >emcm Buch jede Beng-numns-IAunilie. die in die Obduktion ..We (IcsurKihcii \Jcr Ik-rgivuic" dvn I.ungcn- des verstorbenvn Bergmans einwilligc. Mark krd's mitheschriebcn h.ii. Da/iir ;ibcr. miss ci erhulten solle. :hn von den Siiico.-en ^virmn' h.n (thlig) ist ICint* Dissertation Am kk's (.Munehen uSS4> kem Anhaksponkr zu rinden. In svinen Be- bcschreil)t einen Schneebcrger Fall ais ..I.vm- r-ebreibungvn rindet man sen*---bHbsvh--tim4 phosarcoma fibromiuodes". <ch:irr das Asthma montanum. ehuraktensien Ueder die Wissenschaft, die zu jvner Zcit dure!-. Atcmnnt und KreisiaufbeschwercJcn (also ganz haeteriologisch intercssiert war. noch auch Silicose). gel'enm von der ..Bcrgsticht" tnii die eben erwachendc Sozialpolitik ktimmerte Firbcr u.s.w. (also Tr.berkulosv, beziehw. Sili- sigh in den niichsten Jahrzehnten um den eotnhcrkulnsc t. Ihe ersten siehvren Angaben Achneeberger Lungcnkrebs. 191 j und 1912 tiber den I-ungenkrehs der Schneeberger Berg* hat auf meinc .Anregung Ahnstein-Wif.n cine leute verdunken wir llnsSE, Bezirksarzt in Keise in jene (legend unternommen und uber Sehw.irzcnberg. mu] 1 I.ahtimj. (Bergar/t in deren iCrgvbr.is berichtet. IIkssf u. IIahtim; Sehneeberg). Die Gruhen. in denen ut alletn batten die 1869-18-^ vorgekommenen Todrs- Kohalt gewonnen wurdc. heschaftigtcn dumals talle an ..Bergkrankheit*' mit 110 angegeben. 600-700 Bergler.te. Der Lungenkrebs sei bis Arnstein hringt -- die Zahl der Bcrgleute war vor 17 Jahren unerkannt geblieben und uitrde aHmahlich gesunken und betrug 1912 mir mehr zur Schwindsucht gerechnct. Ks sterben jiihr- 2S0 Mann -- genaue Daten, denen wir folgendcs !ich 28-32 Bergleute, davon 21-24. an Lungen entnehmen : Von den Bergleuten waren nach krebs, also rund 75 rtu. Die Krankhcif trat den ar/.tlichen Totenschcinen gestorben : meist nach mehr als 20 jihriger Arbeit nut*. ,,Aile Arbeiter, die nicht verunglucken oder von intercurrcntcn Krankheiten dahingcratft [S75-tS<}+ xR>5-t>i werden, gehen an Krebs zugnmde". AIs Symp- tome werden angegeben : Stechen auf der Brost, Atembeengung, Husten. In selrenen Fallen An Lunirenkreb........... 154 ..iWnrferrio'*................ X Andere I,unecnkrankheu?n . . 111 122 2 72 kommt e$ vor, dass bis zum Tode alle Svmptome Sonstiyc Todwursachcn .... 110 HA ( fehlen, so, wenn ein wenig entwickelter Tumor Zusammcn . jfl* 2H2 die Wandung eines grosseren Gefasses durch- bricht und zu rotlicher Lungenblutung bihrt. Es sir.d daher 44 beziehw. 41 % der Meist bekommt der Kranke ein bleiches Aus- Todesfalle als an Lungenkrebs erfolgt. aus- seKen, oft treten direkte Symptom* des Tumor* gewiesen, aber ein nicht unbetrachrlicher Teil auf : Ansehweilen der Venen,. Oedctnc; Brust- der an ,,bergfertig" und der an ,,andem Lungen- sehmcrz ist fast stets vorhanden. ebenso Dvsp- krankheiten'* (Jestorbenen fallt wohl auch auf noe; Fieber fehlt haufig. Die Dauer der den Lungenkrebs. - Krankheit vcm Zeitpunkt. da sie zur arztlichen Untcr den von Arnstein untersuchten bt Kenntnis kommt bis zum Tode betriigt gewtilm- Arheitern zeigten <> cine stemalc, parastemale lich'^-f'A Jahre. In einem Falle bctrtig sie oder paravertebrale Schall-Verkurzung. 9 inten 3 Jahre. 20 Obduktionen wurden -- zum 'Foil sive Spitzen- oder Basisdiimpfung. Eine sichere von \Vhic;et -- vorgenommen. Sie ergahen Deutung der Befunde war nicht moglich. Ein meist .J.ymphosarcom'* von Tauhen-Li bis 46 jahriger Bergmann, der 29 Jahre gearbeiret Faustgrosse. meist nur cinseitig an der Lungen- hatte. zeigte hei der Cntersuchung nur eine wurzel, ausgehend von den Bronchial-Lvmph- Jitfuse Bronchitis. Die ein Jahr spSter vorge- driisen. In einem Falle fand Weigekt ..multiple nommene Obduktion ergab : die Hilusdnisen Krebse der Bronehialdriise und der Pleura" die von cincr graugvlbon 'Fumormasse eingenom- er als Knriothel-Carcinoni hezeichnct. Als die men. die mit den grossen Bronchier. und direkt schiidicende I.'rsuehe wird das Arsen (Jefiissen und den angrenzenden Teilcn der angenommen. Auf ihre Anfrage in Orten mit Lunge fest venvachscn war; ausserdem zahl- * ahniichem Bergbau. so auch in Jnuchimstal, reiche kleine Knoten in der Lunge und auch crhickcn sic die Antwort, dass Lungenkrebs in der Leber. Arnstein nimmt als primaren dort nicht vorkomme. Bemerkenswcrr ist noch, Sitz den rechten Unterlappcn an, un.d zwar ein dass der Verwaltungsrat zur Kliirung der Vcr- nicht verhomendes Platten-Epithel-Carcinom hiiltnisse der Gruben. den Beschluss fasstc. dass mit sarcom-ahnlichen Metastasen, wie sie bci \ i>u< iii-:HU;i.'rnj' i.r.\M-:NKi<M *<'S i.ung'mkvebs auch sclmn vim andcrn : Coiin- clavicul. noeli zicmiich normalen Behind gehen iiHM. SiKB, u.s.w. hochrichcn wurdcn. also kdnnen". 1 lirn- oder Mcningeal-.Metastasen, nieht cin Lymphsarcom. In der Disku>sin Lel>er-.Veta.stusen wurden nie gefunden; in in der Dcutschcn pathologisehen Gesellschaft zwei Fallen v/irhandene Xebenniertn-Mcrasta- uies Kkskl darauf bin. duss auch ein als Lymph- sen hliehen klinisch unerkannt. Fine Metustase sareom.gedcureter altercr Fall von Suhueebergcr hihrte zu einer Spontan-Frakuir des Ober* Lungenkrebs nach neueren Lntersuchungen schenkcls. Bei einem, vielleicht auch bei cincm sichcr ein Lungenkrebs gewesen sei; bei dem zweiten Fall gritF der Tumor auf die Spciserbhre Kail Arnsteins denkt vr an die Mbglichkeit, iiber. Von den sonst heohachteten l.ungen- dass 2\vei selbsiandigc Pro'/.esse nebeneinander Carcinomcn unterscheidet sich der Sehnee- vorlagen. berger Lungenkrebs nach Angabc der Autoren Makuaketj- Ihi.k; hringi ncK-n einer Sta- ..am moisten durch seineti Verlauf. Dieser tistik des Lungcnkrebses. die niedrigere Zahlen ist einmal gekennzeichner durch die sich uber aufiveist als die Arnsteins. einen Bericht iiber vide Jahre erstreckenden Lungen-Svmptome 2 von ihr unrcrsuchte ,,Bergfertige" an Lungen- und dann noch durch die vcrhaltnismiissig lange krebs lcidende Bergieute. eine Krankengeschich- Zeit, die vom Beginn der Vcrschlechterung bis te nebst Obdukcions-Protokoll, das ein Platten- zum tbtlichen Ausgang Uegt. Im Obrigen ist Epiihcl-Carcinom naehwies, ferner ein Section- es nieht von der Hand zu ueisen, dass der protokoll, bei dem die Verb nach lunger Cbcr- Sehneeberger I.ungenkrehs in dem pneumo- legung zu dem Schlusse kotnmt, dass es sieh koniotiseh veranderten Gewel^e langsamer um cin kleinzelliges Lymphsarcom handelc. 15a wiichst als ein anderer Lungen-Tumor. So ist Verfasscrin die mikroskopischen I'ntersuciiun- nieht daran zu zweifdn. dass in dem einen gen unter der I.eitung von Schmokl durch- unserer Falle die Krkrankung liinger als 2, fuhrte. sind beide Fiille unter die den Untcr- vielleicht sugar 3 Vj Jahre vor dem 'Podc bereits suchungen Sehmoris ztigrunde liegenden Fa lie bestanden hat". Dus erste Stadium mit Atem- aufgenouunen. ;c not dauen mehrere Jahre, selbst bis 20 Jahre II. Beykeitnek bericluet iiber einen 69 jah- und- sind die Beschwerden wohl mit grosster rigen Schneeberger Bergmann, bei dem sieh Wahrseheinlichkeit auf Pncumokoniose zuritek- 2 Jahre vor seincm Tode Zeichen von Lungett- zuluhren; das zweitc Stadium ist wohl durch Tumor funden. Die Obduktion ergab neben die Kntwiekiung des Carcinoms bedingt. sehwerer Pncumokoniose und The. ein plattcn- Rontgenologisch sail man in 8 Fallen (darunter Kpithel-Carcinom der rechten, ein Zylinder- 4 Sectioneti) Verschattungen, die sich auf Tcile Zellen-Carcinom der linken. Lunge. oder auf das ganz.e Gehiet eincs Lungenlappens 1922 hahen auf Veranlassung des damaligen erstrcckten. (Zuruckzufiihrtn auf consecutive Ti suchsischen Landesgewerbearztes, Pro!'. Thiele, Atdcctase und pneumonische Veranderungen). die Professoren Ro.stocki, Saupk u. Schmorl in 5 Fallen (alle obduciert) waren Huhner-Ei- eingehende Untersuchungen angesteih (1926). bis Manner- Faust-grosse Schattenbildungcn an Die Belegschaft betrug 1921 149, 1936 nurmehr den Lungenwurzeln 211 linden, bei denen die i 54 Mann. 154 Mann, darunter 32 Berginvalldc merkwiirdig seiiarfe Begrenzung auftici. Ks ` i und o aus andern Orunden AusgescUiedene handelte sich um mSchtige Drusen-Metastasen 1 wurdcn klinisch und rontgenologisch untcrsucht. an der Lungcnwurzel. wahrend der primiire Die Arbeitszeit hatte zwisehen 10-45 jahre Tuimir im RdntgenbiUl y.urucktrat -- ausser hetragen. durchschnitthch 25 Jahre. Bei '.7 bei einer grossen 'I'umor-C.'avcrne. 3 Patientcn bestand reine Pncumokoniose (bei 4 davon (2 Svetmnvn) v.figten im Rbnigenbild grob- eiiiuickcite >ieh spsiter ein Tumor), bei 17 knotige. 2 ditfuse . Schattenhildungcn. Neben hestami Pncumokoniose mil tnmorarrigem dem Tumor mulct sich immer mehr oder beiiatieii. weniger stark ausgesprochen Pncumokoniose. Aur Grund ihrer Urlahrungen sahen Kostooki V<m 154 L'ntersuchten sind in der Beohach- und Saite als ..den am meisu n fur Tumor tungszeit von 3 1 , Jahren 21 gestorhen: bei spreehenden Befund intensive Diimpfung im alien 13 Ohduzierten wurde die DiagniAsc ! Bert-ich der ohcren l.ungcnpartieu mil stark l.ungen-C'avcitum: durch die Sectiw sichcrge- abgescinvael'tem oder aufgehoher.em Atmungs- stellt. Dazu konunen von den S nieht sceierten uerausch uud uutgehobenem Simim-Fremitus Fallen mindesiens 2. bei denen die Diagnose an. wohei Fossa supraspmata n;;d Fossa >upta- J.ungen-C'arcinom** sehr \-.ahrsclieinlicit war. 1'^ : I ' k ' IN wiiren dcnmuci: *t .1 !1*-r i il!t- mi Careinmn zunk'k/.j'iiim-n. Das durchscimirtiiciir I 'i!r>..ilic d-r .111 I .untit'ii -('.ircinom vtt -^'.riH-fKT. Ilerglciite u ar tt Jahrc. tier iiheste h`>. dor jiing>te 37 Jahrc. *?i tier Versorhenen \\ aren nochinT'nktiven Dien>t, finer liartc 10 Jahrc gearbeitet unci hutte vor 15 Jahren Jen Bergbau vcrIa*>ctK finer hutte 17 Jahre gearbeitet unci war 22 Jahre vom Bergbau lorn; diese heiden batten auch Pncu- mokoniose. Die iibrigen 5 waren Invaiide. Cher das patholog. anatomische Uild hvrieh- let Schmnrl auf flrund von jt, d:\runter i<> von ihm selbst hearheiteten Fallen : Her Tumor sass in 12 Frdlcn in der linken. in > Fallen in der rechten Lunge. Sichere Fntseheuiung uber den Ausgangspunkt war in 15 Fallen moglieh, und zwar schien der Tumor in <j Fallen von den grosseren Bronchten. in 6 vom Lungengewebe ausgtgangen zu sein. Meist waren die Oe- schwiilstc sehr derb; Gcschwiilste von tnehr Schwainm-Charskter wurden nur seiten gefun- den. Tumoren. die von den Bronchien aus- gegangen zu sein schienen, wucherren moist lungs der Bronchial-Verzweigungen. Cber- greifen auf Herzbeutcl und Herz selbst. IHcta- stasen in Lunge, Leber. Knochen. Ncben-Nicrcn wurden beobachtet. In 6 FitHeii fund sich Kombination mit Lungen-Tbc. Alle Geschwiilste envieson sich ids ochte epitheliule Gcschwiilste. also ids Carcinome. 3 davon gehorten zu don kleinztlHgcn Tumoren. Finer von diesen war oin Scirrhus, die heiden andem glichen den von Wcigert ais Lvmph- sareotn angesprochenen Gcschwiilsten, doch Hess sich ihr earcinomatoser Ciiaracter mit Sicherheir feststcllen. In 12 Fallen lag Platten- Epithel-Krebs vor, von denen 7 Yerhornung aufwicsen; (t Falle waren als Carcinom. simpl. zu bezeichnen. In 6 Fallen fanden sich neben dem Haupt-Tumor Geschwulst-I lerde, die einen so abweichenden Charaktor aufwicsen. dass man einen zweiten primitron Tumor annehmen muss. In 2 Fallen war tier Haupt- Tumor ein Ca simplex, nusserdc-m fanden sich kleine Knoten von verhornendem IMatten-Kpi- thel; es fanden sich Metastascn von bcider Art. In cinem andem Fade zeigte der Haupt-Tumor den Charakrer des verhomenden Flatten-Kpi- thelioms; daneben fand sich oin Kirschkom- grosscr scirhoser Krebs-Knoten. Im 4. Fade fand sich nchen cinem typischon Platten-Fpi- thel-Krchs als Haupt-Tumor ein wenig aus- gedehnter kleinzclltger Tumor von eaninnnia- II :u. In dio-vr 4 Fallen i.tnden >icli M'-tastascn beider Art. Ferner land sich bet cinem kleitv/ellijen Carcinom cine aus PlattenI-.puhel hvstchcnde Metastase; derdazu gehnnyr Ilaupthcvvl konnte nicht gefunden werden. Schlicsslich kind sich bei cinem Platten-HpithciKrebs in cinem in der Lungenspitze gelegenen schwieligvn amhracotischcn Herd ein Scldeimhi blendes y.ybnder-Zeilcn-Carcinom. Schmori. hebt hervor. wic autTallend das \ orkommtm von 2 Prim;ir-Kreb<en in cinem und demselben Organ helm Schneeherger l.ungenkrebs ist. also ein Yorkommnis, tlas so*wt nur sehr seiten beohachtct wirtl. Hr unti-rsuchtc daraufhin 21 anderc Kiillc vtm l.ungcnkrebs auf das Genauestc. konnte aher mchrfache Primiir-Tumoren in keinem Fall aurtinden. Hr betont dabei. wie sehr man sich hei Cnicrsuchtingcn davor luitcn miissc. sich von adeno ma tbsc Bildungen vortiiuschenden Structuren irrefiihren zu lasscn. Fs liisst heim Schnee herger Lungenkrcbs der Umstnnd, dass dor zweito Krebs sehr klein war, oft nur mikroskopisch gefunden werden konnte. daran denken, dass er sparer entsranden. vielleicht auch, dass seine Fntwicklung durch den ersten Krebs gehemmt war. Schmorl betont. dass allc von ihm untcrsuchtrn Neitbildungen in Schneeberger Bcrgmanns-Lungen Lungcn-Krcbse wa ren, und vermutet. dass die fniher von andem gcsfellte Diagnose I .ymphosarcom auf cite damalige uuvoHk)tnmcne Cntersuchungstechnik zuriickzufuhren war. Knviihnt sei noch. tlass in 5 Fallen sich cine miissige Ablagerxtng von Stein- und Kohlenstauh fand, in t4 Fallen eine Starke, beziehw. hochgradige Anthracochalicose. * Nicht writ von Schneeberg liegt der Johann Georecnstaedter Gruben-Bezirk. Der dortige Ciaibenarzt gab an, dass er unter den Bergleuten wiihrend seiner 25 jahrigen Tatigkcit etva to FaUe von Lungenkrcbs gesehen hat. wahrend dieser sonst unter der Bevolkerung nicht vorkomtne. Bei eincm Steiger war durch Ohduktion Lungenkrebs festgcstellt worden. Dies vcranlasste Koptocki und Saupe (roA) die gesamte Belegschaft, 35 Bergieute und 3 Invaiide zu untersuchen. Abgesehen von geringen tuberktilosen Yerundcmngen fand man 2 ansgesprochene. 4 leichtcre und 3 beginnende Staublungen. Bet cinem Arlteitcr wurtle ein Magen-Careinom gefunden. Die Yerfasser hal- DTK RFNt'H.inil. ! ''Mil It* -^7 'cn cs nicht fur ausgochlossen, Jass, *riher der ausgehend vum linken Ober- lipmv bus mit I [.micenkrcrbs dort nftrr vorgekomnien ist: Metastasen in den hvniphdrii-en. in Sciiilddnisc aber sei er jemals >o luutig wie in mui Neben-Xicfen. Der zweitc Fall gibt Sduieeberg geuesen. Dor (ehait tier (>niben- klinixchen Be fund und Diagnose des in der lult an U.idiuni-Kmanatiou isi viol germger als Tabelle 5 als tlritlcn erwuhnten wiedcr. m Schueeberg (siehe Seito 250). l)a> Ministerium fur otfentliciie Arheiten und das (jeMiiulheitsministcrium, untersttim 'ami 1 Vdlkcrbund. veranlasste vveitere Erhebungen. In der nuchsten Nahe von Schneeberg liegen A. 1'uifjjAN, (der den erst erwuhnten Fall an die Radium-lvurorte Braubach tind Oher- die Klinsk gewieson hatte) und Makkl nahnren se Ulema. 50 km. von Schneeberg entfernt, ini die l.'nursuchung (phvsikalisch und rbntgeno- .ieutschen '1'tril der Tschecho-SIovakei Hogt logisch) von alien Bergarbeitern (523 Pcrsonen) i S(. Jouchimstlul mil seincn Kuranhgen und untl die \<n .S3 Pensionisten vor. seinetn Bergwerk. In diesem Ber^werk wurde Nacli deni Berichte von Pirchan und Sikl friiher, ebenso wie in Schneeberg Silber. dann wurde unter den ersteren kein verdsichtigcr Fall Nickel. IsobuU und Wismuth-Ens gewonnen; gefunden, unter den letzteren 3; bei 2 von dicsen heuie dient os vor allcm der Gewinnung von konme die Diagnose durch Autopsie bestiitigt I Uranpechblende (U3 Os). Wie schon ohcn werden. So relativ gfmstig dicse Ergebnisse 4 erwahnt wurde dorr 1921 das Vorkommen von schicnen -- das Ergebnis der vorgenommenen i Lungenkrebs in Ah rede gestellt. ebenso auch Obduktionen war ein gunz amlcres. `Von 19 noch spater, wenn auch nach der Angabe des wahrcr.d der Beobachtungszeit 1929-1930 vor- l Bezirksarztcs Dr. Mahler und des Chefar/tes gekommenen Todesfallen von Bergarbeitern der Bruderlade Dr. Xitzl schon lange bekannt konnte bei 13 vine Obduktion vorgenommen war, dass vide Arbeitcr im Alter von 30-40 Juh- werden; bei y land sich Lungenkrebs; von den ren unter Erscheinungcn von Anaemie. Mattig- restlichen 4 war tiner durch Unfail, einer durch keit, Brustschmcrzen und Atemnot zugrunde chronische Pneumonic, 7.\vei an The. gestorben. gehen. Die erscen Falle von l.ungenkrebs Von den nicht Ohduzierten war bei keineni kli- verdtfentlichte J. I.O'VY 1929. Kin Arbeitcr, nisch Vcrducht auf l.ungea-Careinom festgestollt 1905-1914 in I'ranfabrik und dcm Kadium- worden. A her nach Ansicht der Verotftntlicher Laboraturium heschiiitigt, litt schon damals an kann cr bei den moisten nicht mit Sicherheit Brustbeschwerdcn, machte den Kricg mit, dann in Abredc gestellt werden. 193132 starben arbeitete er als Bcrgmann. Im Dczember 192O 12 Bcrgletuc. Bei 9 von ihnen wurde die stclUen siclt emsto Krschemungen ein, Juli 1927 klinisohe Diagnose Lungenkrebs gestellt, aber starb cr. Die Obduktion ergab Ca. bronchialc. koine Obduktion wurde vorgcnoinnien. Die 1 Tabks.ce V 1 Nach PiwilAN und .-Im- J. Cniuo. t`>. ** A 3 AlitT Ikschal- Pen- Oiiucr Sitz des Tunof> 1 ti?un^s- fionicit der ! duucr >eit Knmkiu-it MetaM;:>en Mikn>k<>pi.he IV tumie Juliri- J;shre Jahre 40 1 i t it ( J;hre Linker ()herl-npen. !- pit.ird- Pbnen-Luuhel ( a. 1 4 Mi.lUi.r Linker < *bef- u. L'mer- i .vinphknoten. Kmxhoii Klein/elk-n-t a. luppen. Lt-lH'f. Sehilddruse. Puncrvus. > I 14 / V Julio Kechu-r Ohvr*. linker PL lira. Pericurd. K!emzeiien*t'.i ti. Lnterlanpvn. .Neix-rsniere. I'laiUi'-Lpuhi 1 i'u!"., :>: i ; D Jahre Linker Pleura. Lir.ke Pleura. -phi-s Pleui.i. Va, +0 15 :c .Monate Linker I'nterlappen. Pii t.ns. I.eher. Wirhel- Kicii./eiiefl t a. I VI < 7 . 10 U oehen Rethter L ncerlari'en. 'iiule. Lv:nphdrii*e .:;phdrue. KnKhen. KL>n/elien Ca. t 4<> l T 7 Moiuiu- Reehler l `nlei I .t :>er. P:.nkr ,:v Nvo . Kiein/.eilfu ( j. 1 >uikI> OUIII. 16 7 1 1 Monate Linker (Htvrtuppvu- KiukIwii IMatn-n-Kpuilel < .I. i>7 Ri-ehti-r l 'nterlappvn. 1.' ntphkfKMe;:. 1 .ei.ei\ Kiein^viien t ... Lune. . Mil/. { ;i>s n ; '<'1 \ < rl:tsser geben von iedem uhihi/trftvn Fall *in* eingelicnde. mit anatomircheu \bbikhmg'-n wr<chene Darstellung. U'ir geben tin- von ilmen gebrachte tabellari>che Xus.immenstellnng der Krehsfalle in etwas gekiirzter Form wieder. Bei dem 3. Full ist bemerkenswcrTv-das*-rwei primare Tmnoren vorhanden wareti : im rechten l/nterlappcn ein KleinzellciM 'areinmn, im linken Oberlappen ein Platten-Kpithel- Carcinom. . Jn den Obduktionsberichten rinden wir nur schr spiirliche Angabcn fiber Pneumoconiosen : in Fall 1 cine ausgesprochene Amhraeose tier peribronehiaien Lymphdriisen, in Fall 3 einige Verhurtungcn im linken Oberiappen. aber sonst nur miisstge Anthracose, im Fall 7 massive Anthraeose. Man muss es wohl dahingestellt sein lessen, oh tatsflchlich so geringc Zeichen der Staubeinutmung vorhanden unren. oiler oh bei der Obduktion der Krebs die jjanze Auf- merksumkeit absorbierte. Dies ist um> ivanr- seheinlicher, als Ziel nngibt, dass von den Untersuchten fast 60 rontgenologisch Stnub- lungc erkennen Hess. Allerdings war ein gr>s- scr Teil der Obduzicrtcn ..Zimnierhauer'k gehort also nicht zu den deni meisten Stftub ausgcsetzten Haucm. Autfallend ist auch, dass die klimsche und rontgcnologische Cntersw- chung so viel weniger Carcinom erkennen Hess (unter 332 Untersuchten activen Herglcutcn nicht einer), als man -- wenn man dazu das Hrgebnis der Obduktion halt - hiitte envarten vniissen. Ich babe bereits an andercr Stelle (1937) darauf hingewiesen, dass hier woh! Art der L'ntersuchung (nur Durchleuchtungr) odor geringc Ert'ahrung der Untcrsucher sehuldtru- gend find. Ebenso erscbeint es wohl nicht sehr wahrseheiniich, dass die Krankheit in den Fallen 1, 3, 4 so viele Jahre gedauert hat. In diese Zeitdauer sind wohl die Jahre vorhergehender pncumokoniotischcr Beschwerden oder die der ehronischen Bronchitis eingereehnet. Blutuntersuchungen erguben mussigeAnactuie (Woujrich). \on der Fntdcckung des Schneebcrger l.ungenkrebses an ist vie! uaniber gemutmasst worden. welches die L rsaehe lies Lungenkrebses gerade in diesem Rergwerk sei, eines Leidens, das sonst nirgends beobachtct wonlen war. Man duchtc an die Wirkung von Puivenlampf'en. an Arsen, an Schimmelpilze. an die Wirkung von Kobalt und Nickel, man hat Tierivsneri- iiu-nu- angrsiellt. man hat Anhugcn an atulere. diesvlben Lr/.e gewnmvndc Borgwerke gerichtcf. Da wurde mm -- naclulem mehrfache Anfragen dort verneinoml beantwortet worden wjren -- festgestcllf, dass auch in Joaehimsthal LungenKrebs hitufig s**i. Damit war nun ein deutlicher Fingerzcig gegeben : Joaehimsthal. dieGewinnungsstellc dcs Radiumhaltigen CranpeehKrzes, zttgleicli ein beriihmtes Radium-I leilbad, und Schneebcrg, in dessen unmittclharer Xahe zwei andcre Radium-Biider, Rrauhach und Oherschlemn Hcgen. beiden Rergwerkcn ist eines gemeinsam : Die hohe Radio-Activititt ihres Gesteins, der hohe Gehalt ihres Wassers und der Orubenluft an Radium-Emanation. I.rnwu; und I.orinsfr (Zcitschrift (Hr Physik, 22. 178, 1924) fanden in der Grubenluft in Schneeberg 1.1. 3.3. 16.4 und 50 Mache-Finheit Raiiimn-Fmanatioti im liter l.uft, in eineni andern Schacht 14.2. 16.7 und 24.1. Neitzel (1937) fand in einem bei den Rerglemen als hesonders schiidlich angesehenen Stollen 35-44 M. F.. an einem Montag (iibern Sonntag war die l.fiftung abgestellt) in M. K. In den Inhalaiorien der Kurortc Rraubach und Oberschlenta betriigt die Rmlium-Fmanation nur to M. F. Fin durch den ganzen Berghau zichendes Cirubemvasser hatte 70 Mache Einheiten per liter. Der gesummelte Bohrstaub enthiilt 2.4 tnai io-n gr. Radium per gramm (}estein cegenuber 2.5 mal 10-13 bei gewohnlichem (Jranit. Bniot'NKK fand in Joachimsthal in tier hurt vor den Bohrldchem 8.65-24.6 Einhetten, in den Grubenwissem 1.7- 83 Einheiten pro liter, in einer Quelle 406 u. 1380. Erwiihnt sei, dass in Johann Oeorgcntaa! der Gehalt der Grubenluft meist 1.8- 6.6. nur in einem Fall 40 M. E. betrug. dass im Grubenwasser nur einige M. E, vor handen sind. F. Carozzi hat ausgcrechnet. dass wenn die l.uft selbst nur to Mache Einheiren im Liter enthalt, taglich 33.600 Einheiten, im Jahre 10 Millionen Einheiten vom Arheiter durch die Atmung aufgenommen werden. Dazu kommt noeh die Aufnahme durch die I Iaut. I-egt sehun der L'mstand, dass Lungenkrebs biiher nur bei den Bereleuten dieser benachbarten Gruben. Sehneeherg und Joaehimsthal mit ihrem hoch radioactiven Staub. ihrem reichen Gehalt von Radium-Emanation in l.uft und Wasser beobachtet wurden, den Gedanken nahe. dass dieser Lungenkrebs durch RadiuniWirkung verursacht sei, so hat diese Anschauung ni:i< 0i-!<i:n.ienh i i n.i-:nkki;h> <( nicht nur dadvtrch cine weitere Stutze crhalten, dess die Versuehe der Krklarung auf andere Art gescneitert sind, sondern sic hat ihre Bekriiftigung darin gelunden. dass Luttgenkrebs auch bei andern. Radium Kmunation_ausgeseizten Personen (Angestelltc dcr Fahrtkcn zur Erzeugung von Radium-Praeparuten) beobuchtet wurden. Hinzugefugt sei. dass dcr Gmstand. dass wir nicht schon mehr Fiille aus den letztercn Betrieben kennen. auf die gcringe Zalil der in diesen Betrieben beschaftigten Personen und , deren relativ kurze Arbeitsdauer zuriickxtiliihren ist. Dcr Umstand aber, dass uns aus dem Personal dcr Radiunt-lleilbader und aus den neu cntdcckten nun bergbaumiissig betricbencn Lagerstiitten radioactiver Erze bishcr kein Krebsfall bekannt geworden ist. erklart sich eben daraus. dass alle diese Betriebv noch zu kurze Zeit in Tatigkeit ind. als dass in ihnen Krebs hatre entstehen kdnncn. Wenn wir dcmnuch als feststehend annehmen kdnncn, dass dcr Lungenkrehs dicser Bergleute ein Radiuni-Krebs ist, so sind doch noch cine Reihe von Fragen zu Idscn : Ist es die Aufnahme von Radium*activen Staub, der die Frkrankung verursacht ? sind es die RadiumEmanationen von Luft, Wasscr, Gestcin, wie Nejtzhi. (1937) annimmt? Welches ist das Schicksal der Radium-activen Substanx im Korper ? Auch die Fragc ist aufzuwerfen, oh auch die Bewohner von Gegenden mit Radio-activem Boden haufiger an Krebs erkranken als andere. Der Bezirksarzt von Schneeherg. K. Lanck gibt an. lass jenc Gegenden seines Bexirks. deren Boden radium-reicher ist, fast 3 mal so l.nhe Krebs-Krkrankungsxitfem zeigen als die radium-armen Gegenden. Aber seine Zahlen (insgesamt 266 Falle) sind, wie er selbst sagt. 7.\t klein, die Fehlergrenze daher sehr cross. Auch der Bczirksarzt von Joachimsthal. Mahi.mn, tribi in seinem Bcricht an den Vdlkerbund an. dass in -seinem Bcttirk vor 1927, also schon zu einer Zeit, da der I.ungenkrebs der Bergleute noch nicht als solcher diagnostiziert wurdc. die Krebs-Sterhlichkcit um rtinu 75 hhci war als im Gcsunttstaat. ,Vielleicht also. Jj?.* weiterc Forschtingen nach dicser Richtung bin einzelne Punkte des grossest Krebs-Problems aufzuklaren int Standc sind. hs wejocn dcrzvu ant Yeranlassung des Deutschen Reichsausschtisses fur Krebsbckiimpfung umfasser.de l.ntersuchungen uher den Kreb> im Schneeherevr Gebiei durchgc- fiihrt. A. Brandi berichtct : Sic umlassen : 1) Strahlenmcssungen der (irubenluft, des Gcsteins und des Sruubes. Mcssungen iiber den Emanationsgchah der Kin- und Ausat- mungsiuft der Bergarheiler. Ferner auch Mes- sungen des Kmunationsgehuhes dcr I.uft in Wohmmgen. in detten Krebskrunkc starben, JurchgeUihrt von Professor Raj i:\vski. 2) Kli- nische l. ntersuchungen der Bergleute. ein- schliesslich gi-runer Rbntgemintersuchung (Pro- tes.sor Sai im:) und genauer Blutuntcrsucluinc- Obduktion iedes verst orbenen lietgniann.-, glcichgilrig ob noch ucti\ oder invalid. 3) Statis- tische Krhcbungcn in dcr Gesanubevdlkerung. 4) Tierexperimetudlc Unrersuchungen. Tierexpcrimentellc Untersuchungen sind schon trtiher vielfach ungcstellt worden. Schon Arnstein hat V'ersuche mit den Schimmelpilxcn der Schneebcrger Gmben gg- macht. Lowy hat radioactiven PechhlendenStaub 23 Karinchcn und 34 Ratten injiziert und bei eincm Kaninchen an dcr lnjcctions- Siellc papillare Wuchcruncett gefunden. lnha- lationcn und intratrachcalc Injectionen ergeben keinen Krt'olg. Sciimittmann hat Tiere durch langc zeit (bis zu zwei Jahrcn) Schneebcrgcr Bohmtehl einatjuen lasscn. und zwar (> ver- schiedenc Sorten. Bei den zwei Sorten mit groberem Arsengehalt entwickdten sich Kpithei- Prollferationcn, bet den undent Sorten emstan- den uieselben Kpithel-Vcrandcrungen, wenn man dem Futtcr Arsen heisetzte, aber bei gcwdhnlicher Strasscnstaub-Kinattnung mit Ar- scn-1*wttcrung wtirden itie iihnliche Lungen- X'eranderuttgett iteobuehiet. K> i>vt (.letnnacit unwahrscheinlich. ..dass das Arsen das einzige tider wesentliche Kpithel-Wachstum anregendc Agens des Schneebcrgcr Staubes isf. Welcher andere Bestandteil des Staubes von Wichtigkcit ist, hrsonders die Wirkutia .ler Emanation muss dcntnach noch stmliefT werden. 'Cber das Krgrbm.s der in letzter Zeit im Rahmett dev envahnten grosszttgi^ett Krhe- bungen vorgenommenen \'ersuche mit dem Halten von Mausen in den Scitnceiiertrer Ciruben. berichtet I)iiu\kKT : 4N Mm>e aus last titmorfreien Stantmen waren im N er.mcii. von denen 2S zur Untersucluinu kamen. Bei 7 Ticren konnte nach Tagen rumor geimtden werden. bei zweien davott dr'ppelte an versebiedejien Organon, in zwei Fallei' bestanden sichete epitheliale 1 .utiuen-'l`mn<ien. in 2 Fallen t iochw iil>tc vies Mediastinum, in i. i ! kV ; u ciuucn Tmn<:.,!rfi'j'- Vrr.iudcfungcn des ivmpathisehen Svsuuus Bei lust alien Ticrvn wickluiig <U's l'i.K htrii>i.dcr Bi'inciiialc ircitiotns. Ztschr. /. Krrhsfnrufi . JJ. 10t/-l22. loti. 4 uan-n .inch Sehilddriisen-Veriinilcningen. Verf. kdinmt v.u dem Schhissc. class als citv/iges .Moment von ursiichliehcr Redcutung tier Radiumgehalt der < iruhenlniruinyiTNchcnrisT;-- ` Reriehte iiber die amiern 1km m Reichs.iusschuss veranlussten I'ntcrsuchungen werden Ilf'viiritiM'H, H.. Multiplicitii? wo t'arcinomrn i^ci cinem h'all von sogenamuen ..Schneebererr' I.imqenkrebs mtt Tuberkulose. I'irrhmcs Arch., .'to. 230-243. 1924. Boumk. A., Silicosis. Recorils of die mtenutumal conlerence held at Johannesburg 1950. ^49. International Labour office, Geneva, i folgen. So durf'en wir Imffcn. bald weitere Bkanht. A.. Bertcht iiber die ini Schneebetqer Gebiet Aufkiiirungen zu crhaltcn. auf Vernnlassung des Reichsausschusses t'iir Krebs- forschung durchgefiinncn I'nrersuchuneen. Zeit- JJTKRATCR CBER BERITSKRKRS DJ-R Ll.'NHK schr. f. Krrhsforse/it/rt~, 47. ic.S-rtt. 1938. BhcKKRank, The occupational incidence o* prim.iry lung cancer. Onart. J. Med., T. 31-40. u>;,2. '* l I Ai.i.EN, M, I,.. 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In einem One. in dem das Vorkommen von 1-ungenkrebs unter den Bcrgleiiten noch vor to Jahren von den Aemeu in Abrede gcstellt wurde, ist nun festgestcilt wnrden. dass ungefahr 3/4 dieser Bergleute an Lungcnkrebs steroen. Dabei sind aile ausseren Vcrhaitnissc unverandert gehticben, ni<r dir Diagnosestettung hat sick gedndert--dank der Fortschritte unserer medizinischen Erkenntnis, insbesondere der Rontgenologic. Diese Tatsachen. die in Orten fcstgestellt wurden. in denen das gehaufte Vorkommen von Stnnblunge, beziehtmgsweise Lungcnkrebs doch sehon friiher zur richtigen Diagnosestellung- luitte fuhren kdnnen. mussen uns fkcptisch macltctt gegrn die Behauptungcn ron der (>r?r/irtwt des antienvarts dueh nur sporatlisch auftretenden Lungenkrehses. 4) Ohwold <*s theoreusch mdgiich ist und in vereinzelten Fallen auch tatsacblich heobachtet wxirdc. dass aus Staubuhlagerungen in Lunge und Lymphdriisen sich Krebs entwtckclt, zeigt doch die gmsse Seltcnheit des V'orkommens von Luneenkrt-hs vinrer den so zahlreichcn Staubluneen. dass prukrisch die Stauhhmge, auch die 4>Hir<ne, Kfine Be- >r : ' { i ? ^ j 1 | j ,, < . ' ; \ : . . , nru iinirri ir:ir. i ivofnkkfh' dentin/mV dtlS 7.uslutidek<itiwteii deS }.uit"eitkn bsrs hill. ;) Nur der Asbest-Staub, Jer vieUeicht im (jecensatz. zum Quarzstauh --rein mechamsch rci/cml wirkt. schemt die Kntstcbung des 1-ungenkrcbcs anzureeen. Aber auch um dies als feststehcnd anzusehen. sind noch weitere t ntersuchun(tfii notwendig. ..4.; Aucl der Clinanut-Ataub .c<7i*7///_das_hncs{ehcn von Lungenkrehs. vieUeicht auch das I'.mstenen von Krebs andcrcr Organc anzuregett. Auch bier sind noch weitere I'ntcrsuchungen notwendig. 5) Dir fiber das Kmsiehen wm Lungenkrehs durch (lenenitorgase und durch hei der Xie/ieliiaffinienwg cntstehenJen Siotfe in dcr I.iterator enthaHenen Angaben sind chon uusre>chend, um Anrexrunc zu weiterer Forschung zu cehen. Den uber andere Case und Siotfe in dcr l.iteratur emhaltenen Angaben knmmt keinerlci, auch kcinerlci heuristische Bedcutung zu. b) Radioactin Subsianzcn, vor allem Radium* emanation wirken in ganz ausserordentlitItem Masse Lungenkrehs erzeugend. Ks ist stets iahrelanges. mcist janrzehntelanges Ausgesetztsoin diesen Scnfidigungen notwendig. ehe cs zur Kntstehunu von Lungenkrehs kommt, dcr sich aber- wie dies bei Benifskrebs iiberhaupt hiiutig--oft erst iange nach Aufbbren der unmittelbaren Schiidigung entwickelt. Auch acheint das Wachstum des Krebses oft nur langsam forr/.usehreitert. Immer entsteht cchter Krebs, die histologischcr. Formen dcsselben aber sind verschieden und in einer betriiehtliehen Anzahl dcr Kailc entsteh.cn in der Lunge zwei Krebsherde von histolugisch verschiedenem Bihle. Sehr zahireich sind die onter den Eergarbciiern von Schneeberg und Joachimstlul. zwei Orien mic radio-activem (Jcstein und stark Radium-emanation haltigem (jrubenwasser und (Irubenltm bcobachtcten Fiille von Lungenkrebs. 7) Weitcre Forschungen iiher Jiese RadiumWirkungen sind notwendig und auch schon im (jange. Sic kdnncn. ul^er die Krkiurung von Bcrufs-Sehiidigtmgen hinaus vieUeicht auch Krklarung iilHT Krebs-1 {uniting untcr der Bevulkenmg bringen. Sl'MMARY 1) The history of professional pathology teaches us .hat. where .20 years ago no anthracosis nor e\cn lung tuberculosis had been glinted out, today hundreds f.. jjjng infections are diagnosed and recognised as professional diseases. in one locality where, to rears ago. a case of cancer of the lungs was much debated, it may be established today that the death ot ; 4 of the population is due to pulmouan cancer. The outward circumstances have not changed, but thr means of diagnosis have />* m betten d thanks ro the progress of medical knowledge aiul especiallv tliat of radiologv. In certain localities v.herc it is recogniseJ that anthracosis and especiallv lung cancer is frequent, exact diagnoMS having previous!-, been made. niiijii/iin/i`>iis thr iuiri tin- ></ these canters should lean us Mi-pr/iai. the cancers appearing in a sporadic lorm. 2! in spite of experiments and the theoretical possibility of seeing cancer provoked bv dust deposits in the lungs and the Ivmphoid glands, anthracosis degerating to cancer is rare. Practically,-- anthracosis and silicosis have no influence on the appearance of lung cancers. :) Asbestos dust which has. perhaps, ctmtiurv to ijuariz dust, an irritating mechanical effect; seems to inductive the beginning of cancer. Supplemen tal research is Mewled its this Jirection. 4) Chrome dust seems to favor lung cancers and perhaps the cancerization of other organs. 5) 'Flic data in the literature on the appearing of pulmonary cancer by the action of gases and of matter originating in nickel refineries, are enough for flirt her research. f>) Radioactive materials and in particular radium emanation, produce cancers of the lungs. I'nder the influence of direct causes, cancer de\elopes only after many years and often many years after the retirement of the worker. Lung cancer seems always to present the same histological forms but in a great many cases two cancerous centers of different histological figures form in the lung. Through radium emanations in the air and water of the mines <f Schneeberg en Joaehimsthul, there have been noted many cases of pulmonary cancer. 7) The Author advises the continuation of the research on radioactive action now underwav in the cases of professional cancer and others. RKSrMI-N 1) La hisioriu vie ia patologia profesional nos enscha que alii, domic liace 20 anos. no $e conocia tin solo caso de antracosis. ni stquicra se hahia senalado la tuberculosis pulmonar. se describen actualmente ccntemtres de afecciones pulmonares que son uiagnosneudas v calthcadas dc enfcrmedadcs protcsionales. Hn una loculidad donde, hace to anos. hahia sido :n:y Jiscutido un cancer de pulmbn. sc compmeha hoy. la nmrtaiidad vie ios t 4 vie la p<>blaci)n por cancer pulmonar. l.as cirv unstancias exteriores no hsui variado, iinitament: ban uu on ado Ins ntedios dr diagili/stie-i, gracias a !<> prvigresos vie nucstros vonocimient<>s medicos \ >*bre todo a la radioloeiu. Kn cimas iocalidades dmule actualmente se admite que las antracosis \ principalmente ios caneeres pulmonares sou frectientea. debemos sin embaic*'. aenurr ft; \rebticwnn las ufirillaciotte: -nhi, rl lr ' ! i l* * <, v ti * $ t # * ^74 I . TFI.CKV iini> ))>" ill ' >}". , inr,. i. >. r! 11 if vgur.uuontc depvnde k nc a!i> !i,ii !.j mi diagnostic* exact**. ! --!<> c.incvr> .ijMu ccit l<rmy esporndica. .\ pvs.tr i!c la* cxpci 'ciu i.ts v do la posilitlidad ?c*rica vie prn\<<ear el Lunev. i.r deposit** Jc pnlv. hi In* puhtiMiifs v i-n !>* g.ii'.glios linliuivos. las nwracosis qwe <iogcierm*--rrt v-.mevr.' son raras. IVaeticimetue. las amrao'^is v ia> silicosis nn tienen ninguna inriueMvia la upyricidn del Lncv de pulmun. 3) Ei pnb'n dv .I'ln'u'it'i -.j'u- ijiii/a tonga. contra- riamente al poivo ik cnar/**. mi etceto nwoanicn irritunte, pareve inlincm ur i.t up.irieidn del cancer. Hn e>U' Scflfido. se MU CSt)l:lciMlCS Cni- plememarias. 4) El dr tT.ini'i pnneo b\ orccer cl cancer dc pulmdn v quiza la eyneerr/.acidn de oirn* orgy nos. Tamblen aqui sc irnponen nuevas investigaeionc?. 5) Los datos dc b literatur.t sohre la aparicidn del cancer pulmonar la aevinn dc gases y dc mutrrias prncedrntes dr rrfinrriiri dr 'lUfticl, autorivao llevar a cabo investbaeinnes uheriores. f>) Imx uihs/awuts radtinutivas y pyrtieubrmente las emanaeiones dc radio. pr<>duccn cunceres tie puintdn. Bajo la infiuencia dc eausas immediatas, cl cancer solo se desarrolla despues dc muchs anos, a menudo. varios despues del reciro del ohrero. El cancer de pulmdn psrece presenter siempre las mismas formas histoldgieas. annque en gmn numero dc casus se forman en el pulmdn do? foeos cancerosos con figuras histnldqicas diterentes, Debidos a las emanaciones dc Radio en el aire v el agua tie las minas dc Schnechcrg y Joachimsthal. sc han enmprobado muchos casus de cancer de pulmdn. El A. preconiza la ennrinuaeidn de las investi- gacioncs en eurso solve la action nulinncfiva, en los casus dc canccrcs profesionaics x* de ntrn origen. RliSl'MK Ctrc etabli plus tot. ks utfirnuittur- i,j- }'uu^m, ntoii-, dr < /it >n-//\ lai?\rr si rp'ii(/irs, ces cancet paraiss.int sous lormv sp^miliipit. 2) Malurc les experiences el la p*i~-.i!tilite tiieoruiin dc voir !e cattcer provotpie par les depots tie poussiert tlans les pouruons t ks clanties iymplmides. k-s antbrjcoso. Jeccnerant et? cancers, sont rares. Pratiqucinent. les anthracoses ct les silicoses n'ont aucune inriuencc sur rapparition ties cancers du poumon. ;) I.-i fHiuxriirr d'itsf>rsfv qin a pctit-etre, contraircmerit a la poussierc de quart/, un etfet rnecantquc irritant, semble inthictuvr !`.*pparitam du cancer. Dans ce sens, des recherjics supplerncntaircs s'impiscju. 4! las fxiusdrri dr rfirntur senihlc Javoriscr les cancers du poumon ct pcui-etre la cancerisatinn tl'antres orjjancs. lei aussi. s'imposent dcs recherchcs noux'elles. 5) l.cs doimees de b littcrature sur rapparition du Cancer pulmonaire sous I'actum dcs ur et des maturrt pntvrnani dcs rujftiicncx dc nickel. su/Escnt jxiur des recherches ultcricures. d) l*s substances radinuciives ct purticulicrement les emanations de radium, pmduisent des cancers du poumon. S<us Tirirtuence de causes imnirdiafes, le cancer ne se developpe qu'aprcs de longues annccs et souvent plusieurs annees apres le retrait de I'ouvner. Le Cancer pulmonaire semhle toujours presenter les memos formes histologiqucs mais dans un grand nombre tie cas. il se forme, dans le omtmnn, deux foyers canccrcux a figures histologiqucs diffcrenres. Grace aux emanations de Radium dans Pair ct I'eau des mines de Schnceberg ct Joachimsthal. on v a ermstate heauenup de cas Je cancers pulmottaires. 7) I/A. prcconise b continuatiou des rechcrches en cours, Mir Paction radiouetixe, duns les cas dc cancers prokssionnels ct autres. t) L'histoirc dc b p.uholngie profcssionnclle nous apprend que b, ou il y a 2c aits. aucun anthnicose ni meme tie tubercuioso pulmonairc n'avait tire sigitalc. des centaines d'affcctins pulmonaires sont tiia^nostiquees ct etablies tmntmes mahuiies profvssionnciles. Dans uttf kwylitc, *, tl v a to ans, ttn cancer tin fvmmttn avatr ;'tc fort dtscuic. on constate auiourdM-mi, b monaliid dcs : 4 de i:t population par t".ncer pulmonairc. l.es circonstance.' cvtcncurcs n'oor pas earn-, srult. rnovnis dr diii^ansiii *./ twirtr-irs cr.tcc aux progres de nos couttaissanccs medictilcs ct surtout a b mdiolo>te. Dans certaiocs hnalites, mt il e.st rtabli que les anthracoses ct principalemcnc les cancers pulmonaires sont IVt-qurnrs. Ic diagnostic' exact axant pet UlAS^UNTD lai storia della patologia professionals c'insMgna che la dove 20 anni fa non era statu segnalato nessuu caso di antracosi e nemmeno Ji tuhercolosi polmonarc sono state tliagnosticate e determinate come mabttic profcssionali centinaia di atfe^ioni polmonari. In ana localith dove to anni fa un cancro del polmone era stato molro <liscussn si coistata ogffi la rnortalita dei 3 4 della popnbzionc per ennem pulmonarc. t. Lc circostanze cstcriori non sono variate, soitanto i mezzi di diagnostica sono miqlkiratt grazie ai nrogressi dellc nostro conoscenzc medichc c stipra* rutto alia rauiologia. In verte localifa dove c stahilirn rhe le aturacosi i J i \ \$ 1 i4 3 m-:i< HFKl'R.lCHI- t.UN;KNKKKH> -75 irincipalmc'iitc i cancri pulinotiari sono frcquenti, ndo.-' diuenostica csutta ari'crmata piu proto. . jffen7 azioni sull'aumemo di questi cancri ci Jebbono Iasciare scettici, comparendo questi cancri sotto forma sporadica. 2. Malgradu ic esperienze e ia pn^ihilita teoricu di insorgenzu di cancri provocati da deposits di polvere nei polmoni c nelle glandule liutariche, le dfuracoi degeneranti in cancro sono rare. Praticamente. le antracosi e le stHc<i non hanno nessun'influenza sulla comparsa dei cancri del polmone. p lai polvere di amianto che torse, coiurariamente alia polvere di quarzo. ha un etfetto meccanico irri- tante. s^mbra che infiuenzi la comparsa del cancro. Sono necessarie ricerche supplememari ir. questa Jirezione. - -c 4. polvere di cromo pare che favori&ca i cancri del polmone e torse la cancerizzazione di altri organi. Anchc qui si impongono nuove ricerche. 5. 1 dati della letteratura sulla cmnparsa dei cancro pulmonare sotto 1'azione di gas e di materie provenienti dal la raffinatura del nichel bastano per ricerche ulteriori. h. Le sostanze radioactive e particolarmente le ematmzinni di radio producono cancri del polmone. Sotto I'intiuenza di cause immediate il cancro non si sviluppa che dopo lunghi anni e spesso dopo multi anni dal ritiro dal lavoro deU'operaio. H! cancro pulmonare sembra presentare sempre le Y e forme istologjche nu in un gran numero di si tormano nei polmone 2 focolai cancerosi a struttura istologica different*; a causa dellc einana- zioni di radio neH'aria e nell'acqua nelle minicre di Schncebcrg e Joachimsthal si constant) parecchi casi di cancro pulmonare. 7. L'Aumre preeonizza la continuazione di ricerche in corso sull'azione radioattiva in casi di cancro professional e in altri casi. \vrantmitTb dii.imu m,.\i.u\mj Tacroi y an rpaKoaon u u ocoocnutjc 1 u A'TfiMiiwx paxoB, BupaaoTaa- iiioaoi pamuiH au.intocniK.: ubiHv^tjaeT wac uctauaj bi h KcirniMccuiiMtt k ymcpac.xciinio ; pca.NbHONt imiibiiucDiuj qacruTb! srux pax^H. O1111 ucc /Kc ocraiorcn cupajitqccKiiMti. 2. HccMorjiH na iiMciomncca sKcnepnMciiTu it Ha TeopiTimccKvio uosmo^khoctb BonmtKito- seHUH paa na ihjmbc iibiAeauix oca^xoe b AefKitx 11 Aii\t<J>C/KCA<ma>: tipenpomcHue atripaKoaa it jj:ik Hao.Mo.iacTot pcano. Ha upaKTtiKc anrn.iK<mbi u niAiiKozbi .\erKJix hc iiMeioT BAiiHHint 11a uormiiKHoBeimc AcrosHoro pana. 3. AcwcTOBaa ntub, s utauhuc ot Kuap- uesoii, umcct MCxauimccKir pa34paacaioiuiie CBortcma u 011a. nostuu.MOMy, coaeiiciuvcr BOBHttKiiouoittK) Acronnoro puna. B 3tom nanpa- 3.\CHim HCOtlxO^JlMW HOUbiC ItCCACJOBaHim. 4. XjwiMOBaa nbiAb iirpaer pc>Ab b nosn- Aetimt ACi'oMHoro puKn, a mo>kct t3brrb n puna jpynix npraitoB. 3acn. tohcc HecGxojiiMbi uoHbie iu: ac.vmaims. 5. JlMoioiuitec.H Airreparype jaHHwe o BoimiiKiioucmm pana .\crxnx n04 F-AUjtHiteM rana it jpynix upojyKTOu, otjpaaviouuixcfl npti cvopaGiTKc mtKCAa aocraroMHo cepbeaHio. Mioobt caeAari. >Ke.\aTe.'.biioiMH 4a\Liieiiuiitx mc.xcjnuaittiH. 6- Pa.\m>aKTUHHMe ntMuccnia, b ocoGchhocth SMaHauitH pu4wa. Morvr nusaarb iioflavcHitH) AcroMHoro puna. II04 u;csceHHMX awiue Henoc- PE3IOME JKUCTBCHHUX iiptJHiill ])QK AClKltX paSBUBaCTVH Aitiub MCpea Muorc act h qaere AHiiib sepea lICTOpUH liptxJmUTUAunilt ItOKtUbtiUlCT, HTO uccKOAbKo act t;im rjc 20 act Haaaj tic OTKpbibu.\<k l hu aatmoro itcxa. yxj.a pa6oHcro ojiioru cavshh upod)Ci'ci:ou:i.\bHoro aitrpaKona Lite1/ni'iccKiic <|>opMu AeroMiioro puna 11AU TyocjjKVAraa. tum b uacTi.jHiu.ee opCMx you- J.OBO.\btt ttoCTOHltUbi. Ho BO MHOfUX C.\VMaX H HaBAitaacri): iipcxjtoecHouaAbHbrfi xupuKTcp Acnciix BoaiutKacr aua caMOCTOflT(b\biibLX paten- iteAux emeu c.\\tae Aenmtiux aaoOACuutimi. bwx oqara HeiunnaKouoro crpocHitx. H \ternn k nt. r.ic ciue 10 act tta;ut,x Kuat/ittii hAai*n,\apH uaAHMtno ^Manautm lAyuaii act**h 1 uhij iukd Kbt;uau;L\ I'mmrimc, iwa.tyxc it ito.ie Illncct"jeproBCKitx 11 Iloax- tu.m renepi. oK.naAocb. mo * acero iuuc.utijih HMCTa.\U Ki:x py.xHUKoB, tum TaperutTpupoBUHO VMlipaCT 1 >T j.'UKa A(TKOl" BHeiUHiir NiAo&UA (K t> 10-i*KC. UO MHoro CAvuacw aciomhoco paua. 7. Ato|) cMmaei c.\aTC.\bnbiM ripn/xoA- TOALKO YAVqniJlAIkL MChUbl pUCHi KUiawaHIl.T xceHnc apou;o,tmuuxcfl u itacrOHUtec apcMH usarojapfl ycn'exaM uaiuux ueatnutucKitx nos- pa6o<` o pa.ituiaKTumibtx ^aKTopax b 4c.se tiamm, ucooeuno ;kc OAanuapx pa.iuoAonm. KoiiHiiKHourmni iino<|ierei:oiia \i.;n.i\ .1 4pynix , IlfKoitlphfX \HVII!"1 JUS. !.(< \ UlAiU'b paia it. 13