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ECP 6 February 2024, Frankfurt 20-21 February 2024, online CHEManager 8/2023 INNOvAIION CHEManager PITCH 8thECP 6 February 2024, Frankfurt 20-21 February 2024, online Seite 9 Pionierarbeit fr die Batterietechnologie der Zukunft Neue Klasse von anorganischen Batterieelektrolyten fr die nchste Generation der Elektromobilitt nnolith entwickelt und produziert Batteriezellen, die Elektrofahrzeuge leistungsfhiger machen und so zur weiteren Verbreitung der Elektromobilitt beitragen. Das 2018 gegrndete Start-up mit Sitz in Basel leistet Pionierarbeit fr eine vllig neue Batterietechnologieplattform. Die eigentliche Innovation ist eine Klasse von anorganischen Batterieelektrolyten, die in der deutschen Forschungs- und Entwicklungseinrichtung in Bruchsal realisiert werden. CHEManager befragte den wissenschaftlichen Leiter, Laurent Zinck, und den Leiter Industrialisierung, Michael Hassler, zur Technologie und ihrem Potenzial sowie den Plnen und Zielen. CHEManager: Innolith wurde 2018 gegrndet. Was ging der Grndung voraus und was waren seitdem die wichtigsten Meilensteine? Laurent Zinck: Die leitenden Mitarbeiter vonInnolith besitzenjahrzehntelange Erfahrungin der Entwicklung und dem Bau von Batterien, basierend auf neuartigen anorganischen Elektrolyten, sowie im Scale-up von chemischen Prozessen. Die 2018 entdeckte dritte und hochleistungsfhige Generation der Technologie bedeutete einen besonderen Meilenstein. Damit war klar, dass ein Einstieg in Mobilittsbereiche wie Automotive oder Aviation mglich ist. Der Durchbruch in Form einer neuartigen Kombination eines fluorierten Leitsalzes mit einem bekannten anorganischen Lsungs- mittel ermglicht bisher unbekannte Leistungsbereiche: bis zu 30% mehr Energiedichte, hohe Stabilitt sogar bei hoher Spannung bis zu 5,0 V sowie Schnellladefhigkeit der Batterien bei tiefen Temperaturen. Was ist das Besondere an Ihrer ,I-State` genannten Technologie beziehungsweise dem Elektrolyten? Michael Hassler: Die bisher einzige in groem Stil kommerzialisierte Technologie fr Lithiumbatterien setzt auf organische, brennbare Elektrolyten und verwendet hauptschlich Lithiumhexafluorophosphat, LiPF6, als Leitsalz. Mit dieser Kombination sind nur begrenzte Leistungsdichten von maximal 200 bis 250 Wh/kg mglich, was Elektrofahrzeuge schwer macht. Die I-State-Techno- Laurent Zinck, Chief Scientist, Innolith logie verwendet einen nicht brennbaren, anorganischen Elektrolyten basierend auf einem fluorierten Leitsalz. Hierdurch werden in Anwendungssimulationen mit bereits im Pilotmastab produzierten Batterien Leistungsdichten von 300 bis 350 Wh/kg erreicht. Wo stehen Sie bei der Entwicklung? M.Hassler: Inunserem Labor inBruchsal stellen wir Batterieserien zur Testung her. Innolith hat mehreren potenziellen Kooperationspartnern Michael Hassler,Head ofIndustrialization,Innolith Muster der Batterien zur Verfgung gestellt, die bereits geprft wurden und bereits alle Anforderungen fr den Langzeitbetrieb bestanden haben. Wir registrieren sehr groes Interesse an der I-State-Technologie fr die nchste Generation der Elektromobilitt auf der Strae aber auch in der Luft. Wie schtzen Sie das Marktpotenzialfr Innolith ein? M. Hassler: Bei der Entwicklung unserer Technologie haben wir neben der stark verbesserten Leistungsfhigkeit der Batterie darauf geachtet, dass sie skalierbar und kosteneffizient ist. Daher sehen wir fr uns signifikantes Marktpotenzial. Welche Erfahrungen haben Sie als Unternehmer bislang gemacht, welche Hrden liegen noch vor Ihnen? L. Zinck: Innolith konnte ber Jahre auf die Untersttzung eines groen Privatinvestors vertrauen, der erhebliche Mittel in die Entwicklung dieser vielversprechenden Technologie investierte. Jetzt stehen allerdings die Kommerzialisierung und Lizenzierung unserer Technologie an, wofr zustzliche Finanzmittel und skalierungserfahrene Kooperationspartner bentigt werden. Eine weitere Herausforderung ist die Entwicklung einer effizienten und kostengnstigen Synthese unseres verwendeten Leitsalzes, die in den groen Mastab, das heit >10.000 t/a, skaliert werden kann. Hierfr sind anspruchsvolle Synthesen im Bereich der Fluorchemie notwendig. Innolith entwickelt die Synthesemethoden in Kooperation mit deutschen Universitten und arbeitet auf exklusiver Basis mit Synthesedienstleistern zusammen, die unseren Prozess nutzen. ZUR PERSON Laurent Zinck ist Mitglied des Verwaltungsrats von Innolith und Forschungschef des Innovationszentrums in Bruchsal. Der Erfinder der I-State-Technologie promovierte in Elektrochemie an der Universitt Witten-Herdecke und beschftigt sich seit ber 20 Jahren mit der Entwicklung von Batterien. ZUR PERSON Michael Hassler promovierte 1987 am Karlsruher Institut fr Technologie (KIT) in Organischer Chemie und arbeitete mehr als 35 Jahre in der chemischen Industrie, davon lange Zeit bei der heutigen WeylChem-Tochter Allessa. Seit Ende 2021 leitet er bei Innolith die Industrialisierung der Elektrolyte. Was sind Ihre nchsten Ziele? M. Hassler: Da im Batteriesektor keine kleinen Brtchen gebacken werden, sondern der Markt inzwischen ber Terawattstunden redet und Gigafactories entstehen, sind die notwendigen Investitionen fr das Scale-up erheblich. Hierfr bedarf es langfristiger Kooperationen mit Partnern, an denen gerade gearbeitet wird und fr die es bereits vielversprechendes Interesse gibt. BUSINESS IDEA Anschub fr die Elektromobilitt Innolith entwickelt und produziert Batterien, die auf einer neuen Klasse von anorganischen Elektrolyten basieren. Die patentierte Zusammensetzung bietet einzigartige Eigenschaften, die von blichen Elektrolyten nicht erreicht werden. Die von Innolith entwickelte I -State -Technologie verwendet einen nicht brennbaren, anorganischen Elektrolyten basierend auf einem fluorierten Leitsalz. Hierdurch werden in Anwendungssimulationen mit bereits im Pilotmastab produzierten Batterien Leistungsdichten von 300 bis 350 Wh/kg ermglicht gegenber Leistungsdichten von maximal 200 bis 250 Wh/kg bei blichen organischen Elektrolyten mit Lithiumhexafluorophosphat (LiPF6) als Leitsalz. Das bedeutet eine Einsparung von rund 30% im Gewicht und im Verbrauch teurer Ressourcen (inkl. Lithium, Nickel und Kobalt). Entsprechend werden auch die damit ausgestatteten Elektrofahr- und -flugzeuge wesentlich leichter und effizienter. Dazu kommen noch weitere Vorteile wie die Be- und Entladbarkeit bei sehr tiefen Temperaturen (bis -40C im praktischen Betrieb) sowie die Nichtbrennbarkeit des Elektrolyten und damit auf Systemebene ein erheblich reduziertes Brandpropagationsrisiko. Der Elektrolyt ist bei Spannungen bis 5,0 V stabil, wodurch Abbau- oder Zersetzungsreaktionen vermieden werden. Die I -State-Technologie verbindet die Benutzerfreundlichkeit und die Kostenvorteile bei der Herstellung von Batteriezellen - wie bei der bestehenden Li-Ionen-Technologie - mit der Nichtentflammbarkeit, der hohen Spannung und der hohen Leitfhigkeit, wie sie von der Solid-State-Technologie versprochen werden -- sie hat das Beste von beidem und ist gleichzeitig sofort einsatzbereit und bleibt kostentechnisch wettbewerbsfhig. Die Batterien sind - im Gegensatz zu anderen diskutierten Technologien wie die erwhnte Solid-State-Technologie - marktreif und knnen in kurzer Zeit in Groserie im Gigawattstunden-Mastab produziert werden. I 0 84111114III/ 7V Im Forschungs-& Entwicklungszentrum in Bruchsal stellt Innolith im Labormastab Elektrolyt her, mit dem anschlieend Musterzellen gefertigt werden. Innolith Science and Technology GmbH, Bruchsal www.innolith.com INNOLIT" Die beiden Geschftsfhrer des deutschen Innolith-Forschungs-8 Entwicklungszentrums in Bruchsal, Markus Borck (I.) und Laurent Zinck (r.) ELEVATOR PITCH Vom Patent zur Groserie Die Grnder des Schweizer Startups Innolith haben in frheren Unternehmen bereits an anorganischen Elektrolyten geforscht. Mit dem 2018 entdeckten und in den Folgejahren optimierten, hochleistungsfhigen Elektrolyten gelang der Durchbruch. Innolith hlt 400 Patente und Patentanmeldungen, wovon 327 schon erteilt worden sind. Der Forschungschef und Mitgeschftsfhrer des Innovationszentrums in Bruchsal, Laurent Zinck, ist der leitende Wissenschaftler hinter der Batterietechnologie und der Erfinder der I -State -Technologie. In Bruchsal stellt das Unternehmen Musterzellen her, die zu Testzwecken zahlreichen potenziellen Kooperationspartnern zur Verfgung gestellt wurden. Hierunter befinden sich groe Automobilhersteller, Batterieproduzenten sowie Unternehmen, die Pionierarbeit in der elektrischen Luftfahrt leisten. Gerade letztere Anwendung - bisher noch eine Nische, aber stark wachsend - bentigt hochleistungsfhige Batterien, die derzeit kommerziell noch nicht zur Verfgung stehen, so dass hier mit der I -State-Technologie ein Durchbruch erzielt werden kann. Innolith verwendet ausschlielich marktbliche Materialien und Rohstoffe. und sieht fr seine Technologie ein signifikantes Marktpotenzial. Dieser Markt wird in absehbarer Zeit nach Firmenangaben mit jhrlich ca. 30 % wachsen. Meilensteine . 2018: Grndung von Innolith . 2019 - 2022: Entwicklung und Patentierung der I -StateTechnologie 2021: Inbetriebnahme der Batteriefertigung in Bruchsal, Lieferung von Musterzellen an potenzielle Kunden Ab 2022: Notierung der Elektrolytfertigung bei CMO-Partnern in Europa . 2022: Patentierung von Schlsseltechnologien zur effizienten Fertigung des fluorierten Leitsalzes . 2023: MoUs mit potenziellen Partnern fr die Kommerzialisierung der Technologie Roadmap . 2023: Abschluss der Kooperationsvereinbarungen mit potenziellen Partnern 2023 - 2024: bertragung der I -State -Technologie auf andere Batterieformate . Scale-up von noch leistungsfhigeren Varianten, die im Labormastab bereits erfolgreich getestet werden . 2024: Skalierung der Elektrolytfertigung in den kommerziellen Mastab (mit CMOs) . 2025: Inbetriebnahme einer ersten kommerziellen Produktionsanlage fr Batterien im Bereich >300 MWh/a 2027: Inbetriebnahme einer Gigafactory >10 GWh/a SPONSOREDBY HAFEN STRAUBING-SAND BIOCAMPUS MULTIPILOT RUHiteR4 IP PAT EN TA N WALT E SIEMENS Werden Sie Premium-Sponsor des CHEManager Innovation Pitch! Weitere Informationen: Tel. oder + + + www.chemanager-innovationpitch.de + + +