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Stellungnahme Verbot von 10.000 Substanzen gefhrdet Zukunftsbranchen Runder Tisch zum PFAS-Verbotsvorschlag Verbot von 10.000 Substanzen gefhrdet Zukunftsbranchen Runder Tisch zum PFAS-Verbotsvorschlag Ihre Ansprechpartnerin Dr. Elisabeth Musch Tel. 07121 201 - 178 Email Mreutlingen.ihk.de Zusammenfassung PFAS (per- und polyfluorierte Alkylsubstanzen) sind eine Gruppe von Chemikalien, die in vielen Produkten des tglichen Gebrauchs vorkommen. In den Einsatzbereich der PFAS fallen z.B. die unter den Markennamen bekannte Teflon-Beschichtung und die Gore-Tex-Membran, die aus dem Fluorpolymer PTFE (Polytetrafluorethylen) bestehen. Neben dem Einsatzbereich von PFAS in Verbraucherprodukten, wie Outdoorkleidung, Kochgeschirr und Nahrungsmittelverpackungen werden PFAS in einer Vielzahl von industriellen Anwendungen z.B. im Hightech-Bereich, der Medizintechnik und weiteren Industriezweigen eingesetzt. Sie dienen dazu die Sicherheit, Funktion, Haltbarkeit und Lebensdauer der Produkte und Anwendungen sicherzustellen. Das von der EU geplante Verbot der PFAS wrde immense wirtschaftliche Folgen in unterschiedlichen Branchen nach sich ziehen. Seit dem 22. Mrz bis zum 25. September 2023 luft bei der Europischen Chemikalienagentur (ECHA) die ffentliche Konsultation zur Beteiligung an dem Verfahren zur Beschrnkung von PFAS unter der REACH-Verordnung, der Chemikalienverordnung der EU. Unternehmen, Verbnde, Organisationen, Privatpersonen und Behrden sind aufgefordert, sich an der Konsultation zu beteiligen, um Informationen ber Anwendungen zu liefern und auf das Beschrnkungsverfahren einzuwirken. Der Verbotsvorschlag fr PFAS wrde sich wie folgt auswirken: - Kein Ersatz vorhanden oder seitens der Forschung absehbar - Verlagerung der Produktion in Nicht-EU-Lnder - Da der Verbotsvorschlag auch das Inverkehrbringen (einschlielich der Einfuhr) einbezieht, wren die Produktion im Ausland und der Import in die EU nur begrenzt mglich - Klimaschutz braucht PFAS: Zukunftsbranchen in den Bereichen Windkraft, Photovoltaik, Mikrosystemtechnik, E-Mobilitt und Brennstoffzellen sind auf PFAS angewiesen. - Ebenfalls ber viele Jahre als uerst verlsslich bewhrt hat sich PTFE in der Medizintechnikbranche, etwa in der patientenschonenden minimal-invasiven Chirurgie -- sei es in Implantaten (z.B. als Stent-Cover zur Behandlung von lebensgefhrlichen Gefleiden oder der Endoskopie. Die einzigartigen Eigenschaften des Institut fr Nachhaltiges Wirtschaften (IHK-INaWi) Das Institut fr Nachhaltiges Wirtschaften der IHK Reutlingen (IHK-INaWi) begleitet Unternehmen bei der Umsetzung von Klima- und Umweltzielen. Mit den Kompetenzstellen Energieeffizienz und Ressourceneffizienz (KEFF und KEFF+), der IHK-Umweltberatung sowie speziellen Aktivitten und Veranstaltungen rund um den Green Deal hat das IHK-INaWi passgenaue Angebote, die nach und nach weiter ausgebaut werden. Stets orientiert am Bedarf der Unternehmen, ist der Austausch mit der Politik auf regionaler, nationaler und europischer Ebene von uerster Wichtigkeit und wird aktiv umgesetzt. Das Institut begann am 01.12.2022 mit seinen operativen Aktivitten. Aktuelle Aktivitten des IHK-INaWi (Stand: 03.05.2023) IHK-Ausschuss fr Umwelt und Energie IHK-Netzwerk Umwelt Frdermittelberatung Umwelt und Energie Energietisch Zollernalb Energie-Scouts Runder Tisch Gasversorgung inkl. Positionspapier Aktivitten zur geplanten erweiterten Herstellerverantwortung fr Textilien Aktivitten zum mglichen Verbot von per- und polyfluorierten Alkylsubstanzen PFAS (u. a. Teflon) 1 Hochleistungskunststoffes gewhren eine sichere und zuverlssige Behandlung von Patientenleiden - Einhergehende Ausnahmeregelungen mssen ganzheitlich bedacht werden und sind teilweise nicht sinnvoll fr die Wirtschaft und Industrieproduktion Betroffene Unternehmen sind in der Region Neckar-Alb insbesondere den folgenden Branchen zugeordnet: - Medizintechnik - Automotive / Automobilindustrie - Funktionale Oberflchenbeschichtungen - Industrielles Prozessequipment - Energietechnik (z.B. Batterien, Brennstoffzellen und Elektrolyse) - Membrantechnologien (z.B. Wasserbehandlung und Lebensmit- telverarbeitung) - Textilindustrie Erluterungen zu den Substanzen PFAS: Stoffe / Stoffgruppe: PFAS Fluorpolymere als eine Gruppe von PFAS, z.B.: PTFE ePTFE PVDF Markennamen fr PTFE-Beschichtung/-Membran: Teflon Gore-Tex Per- und polyfluorierte Alkylsubstanzen Polytetrafluorethylen expandiertes Polytetrafluorethylen, speziell verarbeitete Form des PTFE Polyvinylidenfluorid 2 Runder Tisch: Branchenbergreifende Beteiligung Quelle: IHK Reutlingen, Ausgehend von der Betroffenheit der Unternehmen der Region Neckar-Alb hat das IHK-INaWi am 26. Mai 2023 einen Runden Tisch unter dem Titel ,,Runder Tisch Teflon, Gore-Tex und Co." organisiert, um ein Vorgehen, beispielsweise im Rahmen der bis zum 25. September 2023 laufenden ffentlichen Konsultation der ECHA zu besprechen sowie die Folgen eines generellen PFAS-Verbots fr die Unternehmen abzustimmen. Aus dem Austausch sind Forderungen hervorgegangen, die im Folgenden dargelegt werden. Beschrnkungsvorschlag und ECHA-Konsultation Die Behrden Deutschlands, Dnemarks, der Niederlande, Norwegens und Schwedens haben unter REACH, der Chemikalienverordnung der Europischen Union, einen gemeinsamen Vorschlag zur Beschrnkung von rund 10.000 per- und polyfluorierten Alkylsubstanzen (PFAS) bei der Europischen Chemikalienagentur (ECHA) eingereicht. Der Vorschlag sieht ein umfassendes Verbot der Herstellung, der Verwendung und des Inverkehrbringens (einschlielich der Einfuhr) von PFAS vor. Die ECHA verffentlichte den Vorschlag am 7. Februar 2023 auf ihrer Internetseite. Seit dem 22. Mrz 2023 luft die ffentliche Konsultation bei der ECHA, an der sich betroffene Firmen, Verbnde, Organisationen, Privatpersonen und Behrden beteiligen knnen. Die Konsultation luft bis zum 25. September 2023. Betroffenen Unternehmen wird empfohlen, an dem Konsultationsverfahren teilzunehmen, um Informationen ber Anwendungen zu liefern und weitere Ausnahmeregelungen oder lngere bergangsfristen zu fordern. Dem vorgeschlagenen Verbot liegt zugrunde, dass die Anreicherung von PFAS in der Umwelt verringert werden soll, da die EU die Gefahr sieht, dass diese Substanzen Umwelt und Gesundheit schdigen knnten. Der Verbotsvorschlag steht im Kontext mit der EU-Chemikalienstrategie fr Nachhaltigkeit, die Teil des europischen Grnen Deals ist. Sie zielt darauf ab, ,,die Brgerinnen und Brger sowie die Umwelt besser vor schdlichen Chemikalien zu schtzen und Innovationen durch die Frderung der Verwendung sicherer und nachhaltigerer Chemikalien voranzutreiben" (ECHA 2023). Gefhrdungen der Umwelt werden darin gesehen, dass sich PFAS in der Umwelt kaum abbauen, sich in Bden anreichern und ber das Wasser oder die Luft verteilen. Menschen knnen PFAS vor allem ber Lebensmittel und das Trinkwasser aufnehmen. Im Krper knnen diese persistieren und bioakkumulieren. Als Gesundheitsrisiken werden verminderte Wirkungen der Immunreaktion, Auswirkungen auf verschiedene Organe (Leber, Schilddrse) sowie das ungeborene Leben (teratogen), das HerzKreislaufsystem, die Entstehung von Krebs und Vernderungen des Fettstoffwechsels aufgefhrt (ECHA 2023, Bayerisches Landesamt fr Gesundheit und Lebensmittelsicherheit, ARD-Mediathek/Umweltbundesamt). 3 PFAS haben jedoch besondere physikalische und chemische Eigenschaften, wofr sich nicht so leicht und nicht in kurzer Zeit Alternativen finden lassen. Viele PFAS zeichnen sich durch eine hohe Temperaturstabilitt und UV-Stabilitt aus. Sie sind wasser-, schmutz- und fettabweisend und resistent gegen aggressive Chemikalien. Differenzierte Begutachtung der rund 10.000 PFAS Die Definition fr die rund 10.000 einbezogenen PFAS in dem Beschrnkungsdossier ist angelehnt an die von der Organisation fr wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) im Jahr 2021 verffentlichte Definition. Es wird jeder Stoff einbezogen, der mindestens ein vollstndig fluoriertes Methyl- (CF3-) oder Methylen- (CF2-) Kohlenstoffatom (ohne daran gebundenes Wasserstoff-/Chlor/Brom-/Iod-Atom) enthlt (OECD 2021). Nach dieser Definition bilden PFAS eine breite Gruppe von Stoffen, darunter flchtige und nichtflchtige PFAS, anionische, kationische, zwitterionische und nichtionische Stoffe, Polymere verschiedener Art sowie Nicht-Polymere, amphotere Flssigkeiten (Tenside) usw. mit unterschiedlichen Kettenlngen und Fluorierungsgraden. Die Gruppe der PFAS kann daher nicht einfach durch bestimmte physikochemische Eigenschaften charakterisiert werden, sondern ist weitreichend unterschiedlich. Dennoch haben die PFAS oder ihre Abbauprodukte als gemeinsames Merkmal eine sehr hohe Persistenz (ECHA Dossier: 14). Die hohe Persistenz, die Mobilitt und die Bioakkumulation von PFAS stufen die Autoren des Dossiers als entscheidende Gefhrdungspotentiale ein. Da die Stoffgruppe der rund 10.000 PFAS ber ein chemisches Strukturelement definiert wird, enthlt das Beschrnkungsdossier keine vollstndige Liste der betroffenen Stoffe. Es werden beispielhaft Stoffe im Dossier aufgefhrt. Betroffenen Unternehmen wird empfohlen im Einzelfall zu prfen, ob ihr Stoff die im Dossier definierten Strukturelemente aufweist (BAuA 2023: 4). Durch die Erfassung der 10.000 PFAS in ihrer Gesamtheit als Stoffgruppe wird eine differenzierte Begutachtung und Bewertung einzelner Stoffe und deren Eigenschaften erschwert, wenn nicht sogar behindert. So werden etwa verschiedene Fluorpolymere, die der Definition zufolge unter die Gruppe der PFAS fallen, als Substanzen von geringer Besorgnis, ,,Polymers of Low Concern" (PLCs) eingestuft, wenn ihre Wirkungen auf Umwelt und Gesundheit unerheblich sind. Diese Fluorpolymere sind nicht mobil, sie sind ungiftig, nicht bioakkumulierend, nicht wasserlslich und im menschlichen Gewebe lsen sie sich nicht auf. Auf der Grundlage dieser Einstufung empfiehlt die OECD PLCs in ihrer Verwendung weniger stark zu regulieren (OECD 2009: 9f). Beispiele fr Fluorpolymere sind PTFE (Polytetrafluorethylen) und PVDF (Polyvinylidenfluorid), die in der Medizintechnik, Analytik und verschiedensten anderen industriellen Anwendungen eingesetzt werden. Um den Einsatz von PFAS in Verwendungen hinsichtlich ihres Nutzens, ihres Gebrauchs und ihrer Erfordernis, sowie ihrer Gefhrdung fr Umwelt und Gesundheit bewerten zu knnen, erscheint die Erfassung als Stoffgruppe nicht zielfhrend. Dieses Vorgehen mit der Erfassung einer ganzen Stoffgruppe ist erstmalig. Bisherige Beschrnkungsverfahren gem Art. 68 Abs. 1 der REACH-Verordnung richteten sich gezielt auf die Verwendung bestimmter Stoffe und ihres Risikos fr die menschliche Gesundheit oder die Umwelt. Eine differenziertere Beurteilung der in dem Dossier erfassten PFAS-Stoffe ist daher folgerichtig. 4 Auswirkungen eines Verbots von PFAS Kein Ersatz: Fr Verwendungen in verschiedenen Sektoren sind Polymere wie PTFE, PVDF und weitere PFAS alternativlos, so etwa in der Medizintechnik sowie fr spezifische Oberflchentechnologien in der Elektronik-, Automobil-, Halbleiter- und Chemieindustrie und in der Membrantechnologie. Projekte zur Substitution sind nicht weit fortgeschritten und ein belastbarer Zeitplan ist nicht gegeben. Verlagerung in Nicht-EU-Lnder Ein Verbot von PTFE und weiteren PFAS fr verschiedene Anwendungen und Anwendungsbereiche htte immense wirtschaftliche Auswirkungen auf Verwendungen, auch wenn fr diese Ausnahmeregelungen gelten. Die Produktion von PFAS wrde sich vollstndig nach China bzw. Asien verlagern, wo etwa PTFE schon aktuell vorwiegend hergestellt wird. Damit wrde sich das Verbot auf die globalen Marktentwicklungen auswirken. Neben der Produktion von PFAS wre durch das Verbot auch der Import von PFAS als Stoff an sich, einem anderen Stoff als Bestandteil, in Gemischen und in Erzeugnissen auf der Basis der definierten Konzentrationsgrenzen nur bedingt mglich. Es ist zudem davon auszugehen, dass die Produktqualitt darunter leiden wird. Als Folgen ergeben sich daraus negative Auswirkungen auf das Gesundheitssystem, die Gefhrdung von Arbeitspltzen in Unternehmen, eventuelle Betriebsschlieungen, und die Abwanderung von Unternehmen ins Ausland. Diese Entwicklungen wrden sich wiederum nachteilig auf die Wirtschaft und Infrastruktur in Deutschland und Europa auswirken. Wettbewerbsfhigkeit und Innovationspotentiale der europischen Industrie wrden leiden. Klimaschutz braucht Fluorpolymere Mit dem europischen Grnen Deal mchte die EU bis 2050 Klimaneutralitt erreichen. Der Ausbau grner Technologien ist eines der strategischen Ziele des Grnen Deals. PTFE und weitere Fluorpolymere werden aufgrund ihrer besonderen chemischen und physikalischen Eigenschaften fr verschiedenste Anwendungen in den Bereichen Energie und Umwelt genutzt, so z.B. fr Anwendungen fr E-Mobilitt (Batterie), in der Energieerzeugung (Brennstoffzelle, Wasserstoff/Sauerstoff-Elektrolyse, Windkraft), bei der Fertigung von Computer-Chips und Hochleistungselektronik und der Umwelttechnologie. Damit wre auch der Umwelt- und Klimaschutzbereich von dem Verbotsvorschlag betroffen. Die im Grnen Deal verankerten Klimaziele wren ohne den Einsatz von Fluorpolymeren in nachhaltigen Technologien nicht erreichbar (Bayerische Chemieverbnde, GKV 2023, PROCESS v. 06.03.2023). Ausnahmeregelungen nicht sinnvoll Mchte man einzelne Anwendungsfelder fr PTFE, PVDF und andere PFAS bedingt durch Ausnahmeregelungen behalten, so ist es absehbar, dass die chemische Industrie dennoch die Produktion von Rohmaterial einstellt. Fr mengenmig kleinere Anwendungsbereiche lohnen sich die Anlagen nicht. Ausnahmen eines Verbots von PTFE, PVDF und weiteren Fluorpolymeren beispielsweise fr Anwendungen im Klimaschutz oder in der Medizin sind wirkungslos, wenn das Grundmaterial nicht vorhanden ist. Schon heute sind die Lieferketten angespannt, weshalb eine Ausnahmeregelung und damit einhergehend eine groe Reduktion der Produktionsmengen diese Lieferketten endgltig verndern kann. Dies ist insbesondere in regulierten Industrien wie der Medizintechnik kritisch, da Lieferantenwechsel (zeit-)aufwendige regulatorische Prozesse nach sich ziehen. Darunter leiden Langlebigkeit und Nachhaltigkeit, Produktsicherheit und in der Medizintechnik vor allem die Patientenversorgung. Es ist zudem offensichtlich, dass die bergangsfristen fr Ausnahmeregelungen von bis zu 12 Jahren zu kurz bemessen sind. Die Erforschung und Entwicklung von Alternativen, die es mitunter noch gar nicht gibt, bentigen einen weit lngeren Zeitrahmen. In der Medizintechnikbranche kommen darber 5 hinaus die Dauer der Zulassungs- und Genehmigungsverfahren hinzu, insbesondere bedingt durch die Medical Device Regulation MDR, die die Medizintechnikunternehmen bereits vor immense Herausforderungen gestellt hatte und noch immer stellt. Vor diesem Hintergrund muss im Rahmen des Beschrnkungsverfahrens unter der REACH-Verordnung fundiert abgewogen werden zwischen den mit PFAS verbundenen Umwelt- und Gesundheitsgefhrdungen auf der einen Seite sowie der Notwendigkeit und dem Nutzen in kontrollierten Anwendungen von PTFE, PVDF und weiteren PFAS auf der anderen Seite. PFAS-haltige Produkte und Technologien knnen Leben retten, garantieren Langlebigkeit und damit Nachhaltigkeit und knnen Sicherheit und Schutz fr die menschliche Gesundheit und Umwelt bieten. Unsere Forderungen PFAS werden seit den 1950er Jahren aufgrund ihrer besonderen physikalischen und chemischen Eigenschaften in vielen Produkten und Anwendungen verwendet. Ein so umfassender Verbotsvorschlag, wie er von Behrden aus Deutschland, Dnemark, den Niederlanden, Norwegen, Schweden nun eingebracht wurde, htte verhindert werden knnen. Daten und Informationen ber industrielle Anwendungen und Produkte htten weit frher in den Jahren zuvor von Unternehmen eingeholt werden knnen und nicht erst jetzt im Rahmen der Konsultation eines Verbotsverfahrens. Dem Verbotsvorschlag liegen als entscheidende Kriterien die hohe Persistenz und Mobilitt von PFAS sowie die kontinuierlichen Emissionen whrend Herstellung, Verwendung und in der Abfallphase zugrunde, die die Autoren des Beschrnkungsdossiers als fr die menschliche Gesundheit und Umwelt gefhrdend einstufen. Die Definition von PFAS erfasst rund 10.000 Stoffe als Stoffgruppe, worunter etwa auch die Substanzen der Fluorpolymere wie z.B. PTFE und PVDF fallen. Es erscheint unbedingt erforderlich, die PFAS-Stoffe differenzierter zu betrachten, um den Einsatz von PFAS jeweils spezifisch in Verwendungen hinsichtlich ihres Nutzens, ihres Gebrauchs und ihrer Erfordernis sowie ihrer Gefhrdung fr Umwelt und Gesundheit bewerten zu knnen. Die Notwendigkeit und der Nutzen in den Anwendungen verschiedener Sektoren mssen grndlich und fundiert gegenber den von den Stoffen ausgehenden Gefhrdungen fr Mensch und Umwelt abgewogen werden. (1) PFAS differenzieren - Ausnahmeregelung fr Fluorpolymere ermglichen Aktuell enthlt der PFAS-Regulierungsvorschlag keine Differenzierung von langkettigen Fluorpolymeren, so z.B. PTFE oder PVDF, gegenber kurzkettigen und volatilen PFAS. Fluorpolymere sind nicht substituierbar und werden in unterschiedlichen wissenschaftlichen Studien als nicht schdlich eingestuft, wie dies bei anderen PFAS der Fall ist. Fluorpolymere, klassifiziert durch die OECD sollten als Polymers of Low Concern (PLCs) und damit als sicherer Werkstoff, von der PFAS-Regulierung jetzt und auch zuknftig ausgenommen werden. Auch sollten die PFAS-Substanzen in Monomere und Polymere kategorisiert und differenziert betrachtet und bewertet werden. Dabei muss bercksichtigt werden, dass die Monomere unter streng regulierten Produktionsbedingungen und Kontrolle potenzieller Emissionen weiterhin zur Synthese der Polymere verfgbar sein mssen, damit dringend notwendige Ausnahmen fr Fluorpolymere berhaupt technologisch umsetzbar sind. Wir fordern, dass kein generelles PFAS-Verbot umgesetzt wird, sondern die Substanzen kategorisiert sowie differenziert betrachtet und bewertet werden. Fluorpolymere sollen aus dem Verbot als Polymers of Low Concern (PLCs) ausgenommen werden. 6 (2) Verbot gegenber gesellschaftlichen Nutzen, etwa in den Bereichen Patientenversorgung, Branchen mit Zukunftsprodukten und Klimaschutz, abwgen Die Anwendungen in Industriesektoren und fr verschiedenste Produkte mssen strkere Bercksichtigung finden. Der Fokus auf die hohe Persistenz und die Emissionen der PFAS, ihre Ablagerung in der Umwelt sowie die Gefahren fr Umwelt und Gesundheit sind zu eng gefasst. Viel strker mssen der Nutzen und die Erforderlichkeit in den verschiedenen Anwendungen der Medizintechnik (hier ist etwa die Persistenz bei Implantaten gewnscht, die Gleiteigenschaft, Biokompatibilitt und Persistenz bei Fhrungsdrhten und Schluchen) sowie fr spezifische Oberflchentechnologien in der Elektronik-, Automobil-, Halbleiter- und Chemieindustrie und der Membrantechnologie bercksichtigt werden. Fr die Produktsicherheit, die Materialqualitt, Haltbarkeit und Nachhaltigkeit, und im Bereich der Medizintechnik zum Schutz der Patienten und zur Sicherung der Patientenversorgung sind Fluorpolymere wie PTFE und PVDF und weitere PFAS unersetzlich. Wir fordern, dass bei den Erwgungen eines Verbots der gesellschaftliche Nutzen einiger Substanzen, wie beispielsweise die individuelle lebensrettende Patientenversorgung und der Klimaschutz zwingend mit bedacht wird. Hightech-Produkte - Made in EU - drfen nicht vom Markt genommen werden. Sonst leiden Wirtschaftlichkeit und internationale Wettbewerbsfhigkeit der in der EU-ansssigen Unternehmen dramatisch. (3) Kontrollierten Einsatz und Entsorgung bercksichtigen Im Umgang mit PFAS sollte ein risikobasierter Ansatz verfolgt werden, der darauf beruht, dass der Einsatz von PFAS unbedenklich ist, wenn die Stoffe nachweisbar kontrolliert eingesetzt werden und ihre sptere Entsorgung reguliert abgesichert ist. Forschungsergebnisse zu optimalen Bedingungen und Technologien bei der Verbrennung von PFAS-haltigen Materialien im Abfall wie die des Karlsruher Instituts fr Technologie (KIT) sollten strker bercksichtigt werden (siehe KIT). Wir fordern Ausnahmen fr einen definiert kontrollierten Einsatz inkl. umweltschonender Entsorgung. Unternehmen, die diese Auflagen nachweislich erfllen, soll die Verwendung von PFAS oder spezieller PFAS-Substanzgruppen erlaubt bleiben. (4) Ausnahmeregelungen ganzheitlich bedenken und angemessene bergangsfristen gewhrleisten Da es zur Zeit keine Alternativen gibt und diese in Forschung und Entwicklung auch nicht absehbar sind, sollten fr die oben beschriebenen Verwendungen von PFAS in den Bereichen der Medizintechnik, funktionalen Oberflchenbeschichtungen und Membrantechnologien, im Bereich von Automotive / Automobilindustrie, der Textilindustrie und der Wasseraufbereitung weitestgehend Ausnahmen gewhrleistet werden oder sichergestellt werden, dass angemessene bergangsfristen eingerumt werden. Dazu mssen Abhngigkeiten in der branchenbergreifenden Logistikkette bercksichtigt werden. Eine Ausnahme in einer Branche kann gegebenenfalls nicht wirksam sein, wenn das Material aufgrund des Verbots von Anwendungen in anderen Branchen nicht mehr verfgbar ist. Wir fordern eine ganzheitliche Betrachtung von Ausnahmeregelungen und eine Anpassung von bergangsfristen. bergangsfristen von mehr als 12 Jahren sind erforderlich. Insbesondere fr die Medizintechnikbranche sollte eine zeitlich unbefristete Ausnahme gestattet werden. Hier gilt es zu bedenken, dass die regulatorischen Prozesse der Medical Device Regulation (MDR) oftmals mehr als 12 Jahre in Anspruch nehmen knnen. 7 (5) Standortsicherung - Wirtschaftlichkeit und internationale Wettbewerbsfhigkeit gewhrleisten Der Verbotsvorschlag bezieht sich auf die Herstellung, das Inverkehrbringen (einschlielich Importe) und die Verwendung von PFAS in der EU. Die damit verbundenen Folgen mssen strker in den Blick genommen werden: die Herstellung von PFAS wrde sich vollstndig nach Asien und weitere Lnder auerhalb der EU verlagern. Da auch der Import von PFAS von der Beschrnkung erfasst ist, wrde die Verlagerung der Produktion ins Ausland zu Engpssen der verfgbaren Stoffe fhren. Es ist zudem mit Auswirkungen auf die Qualitt der Materialien zu rechnen, da europische Normen auerhalb der EU nicht bindend sind. Des Weiteren wrden die Kosten steigen, in Deutschland und Europa mssten Betriebe schlieen und ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter entlassen. Bereits jetzt ist die Abwanderung, aufgrund des drohenden Verbots, von Industrien ins auereuropische Ausland gegeben. Damit gehen Expertise und Know-how verloren. Wirtschaft und Infrastruktur in Deutschland und Europa sind stark betroffen. Von einer verstrkten Abwanderung von Industrien ist auszugehen. Wir fordern, dass bei allen berlegungen zum PFAS-Verbot Wirtschaftlichkeit und internationale Wettbewerbsfhigkeit der Unternehmen mit bedacht werden. Es kann nicht sein, dass die in der EU verbotenen Substanzen und Produkte nur noch in Nicht-EU-Lndern, so zum Beispiel in Asien und UK, eingesetzt und produziert werden drfen. (6) Klimaschutz strken Der Verbotsvorschlag basiert auf der EU-Chemikalienstrategie fr Nachhaltigkeit, die Teil des europischen Grnen Deals ist. Das PFAS-Verbot steht jedoch im Widerspruch zu den Klimazielen des europischen Grnen Deals. Die EU setzt sich zum Ziel bis 2050 klimaneutral zu sein. Dazu bentigt es den Ausbau von Erneuerbaren Energien. Aufgrund ihrer besonderen Eigenschaften werden Fluorpolymere fr PV-Module, Windenergieanlagen, Brennstoffzellen, Wasserstoffanwendungen und Computer-Chips bentigt. Die im Grnen Deal verankerten Klimaziele lassen sich ohne PFAS nicht realisieren (Bayerische Chemieverbnde, GKV 2023, Process). Wir fordern, dass die Klimaschutzbestrebungen im Rahmen des Green Deal durch das PFASVerbot nicht behindert werden. (7) Forschungsaktivitten strken und subventionieren PFAS sind aktuell nicht substituierbar. Angemessene Alternativen zu entwickeln, scheint aktuell nicht umsetzbar. Aufgrund der hervorragenden Materialeigenschaften der Fluorpolymere und da es keine Notwendigkeit durch die politischen Rahmenbedingungen gab, wurden bisher kaum Forschungsvorhaben zu potenziellen Alternativen durchgefhrt, sodass die Forschung hier auf Grundlagenniveau beginnen muss. Es gibt nur sehr wenige Projekte und potentielle Substitute weisen selbst Gefahren fr Umwelt und Gesundheit auf. Dennoch sind ffentliche und private Forschungsaktivitten im Bereich der PFAS-Alternativen zwingend notwendig und zu verstrken. Wir fordern, dass das Land Baden-Wrttemberg, der Bund und die EU Forschungsgelder zur Entwicklung von PFAS-Alternativen zur Verfgung stellen. 8 Betroffene Unternehmen in der Region Neckar-Alb Der Vorschlag zur Beschrnkung von PFAS bedeutet fr Unternehmen der Region Neckar-Alb, die PTFE, PVDF und andere PFAS in ihren Produkten und Verfahren verwenden eine existentielle Bedrohung ihrer Unternehmensttigkeit und ihres Standorts in Baden-Wrttemberg bzw. in Deutschland / Europa. Alternativen stehen zum gegenwrtigen Zeitpunkt und in mittelfristiger Zukunft nicht zur Verfgung. In der deutschen Forschungslandschaft finden sich bisher keine erfolgversprechenden Anstze der Erforschung von Materialien, die ber die gleichen physikalischen und chemischen Eigenschaften verfgen wie PTFE, PVDF oder andere Fluorpolymere und diese Substanzen somit ersetzbar machen wrden. Aufgrund aktuell mangelnder Alternativen ist vorhersehbar, dass es zu einem hheren Wartungsaufwand, schnellerem Verschlei und einem frheren Austausch von Produkten kommen wird. Hhere Abfallmengen sind die Folge (K-Zeitung v. 24.03.2023). Betroffene Unternehmen stellen sich nicht kategorisch gegen ein Verbot von PFAS. Da jedoch keine gleichwertigen Alternativen vorhanden sind und in der Forschung auch keine erkennbaren Entwicklungsaussichten sind, sehen sie eine Notwendigkeit in der weiteren Verwendung von PTFE, PVDF und anderen PFAS in ihren Produkten und Technologien. Im Folgenden werden vom Verbotsvorschlag betroffene Unternehmen der Region Neckar-Alb mit ihren Produkten und Anwendungsbereichen vorgestellt: Unternehmen aus dem Bereich der Medizintechnik Bentley InnoMed GmbH Bentley InnoMed GmbH ist ein 2009 gegrndetes, international agierendes Medizintechnikunternehmen mit Hauptsitz in Hechingen. Das Unternehmen ist spezialisiert auf die Entwicklung, die Herstellung und den Vertrieb von innovativen Implantaten zur minimalinvasiven Behandlung von Geferkrankungen. PTFE ist fr den Einsatz von Stentgraftsystemen in Gefen essentiell. Insbesondere muss das Cover des Stents, dessen Basis PTFE ist, als knstliche Gefwand den Blutfluss in Lsionen wie z.B. Aneurysmen zuverlssig ber Jahre hinweg rekanalisieren, da sonst eine Ruptur des Gefes mit potenzieller Todesfolge des Patienten droht. PTFE ist biokompatibel, bestndig in anspruchsvollen Umgebungen, langlebig (kann Gefrisse zuverlssig abdichten), weist einen niedrigen Reibkoeffizienten auf (notwendig fr das sichere Fhren des Implantats zum Implantationsort) und hat eine sehr geringe Steifigkeit. Durch die geringe Steifigkeit ist das Material expandierbar in eine fibrillre Struktur, sodass sich eine semipermeable Membran aus expandiertem PTFE (ePTFE) ergibt. Diese Membran kann bei der Implantation (Expansion des Stents) ohne Lochbildung, bei geringen wirkenden Krften um mindestens 300% plastisch gedehnt werden. Trotz dem Dehnen bleibt der Abdichteffekt der Membran gegenber der Gefwand erhalten, wobei die Porositt gleichzeitig ein Einwachsen der Zellen in das Implantat ermglicht. Da sich das ePTFE plastisch dehnt, resultiert eine geringe Rckstellkraft auf die gedehnte Stentstruktur, sodass das Implantat sicher verankert im Gef sitzt. Eine wichtige Eigenschaft, die ebenfalls auf der geringen Steifigkeit des Materials beruht, ist die Flexibilitt, welche das Passieren enger Gefanatomien und -radien ermglicht. Alternativen mit denselben Eigenschaften - Biokompatibilitt, chemische Bestndigkeit, niedriger Reibkoeffizient, geringe Steifigkeit und hohes plastisches Dehnvermgen vereint in einem Material - gibt es nicht, sodass auf PTFE nicht verzichtet werden kann. Ein generelles PFAS-Verbot wrde hierbei die individuelle lebensrettende Patientenversorgung verhindern (siehe Bilder von Produkten im Anhang). https://bentley.global/start 9 BOWA-electronic GmbH & Co. KG Das 1977 gegrndete Unternehmen BOWA-electronic mit Sitz in Gomaringen ist Hersteller und Vertreiber von Automotive- und Medizin-Produkten. Die Anwendungen im Bereich BOWA Automotive werden unter Punkt 4 ,,Unternehmen aus dem Bereich Automotive" erlutert. BOWA Medical ist ein international erfolgreicher Entwicklungspartner und Endgerte-Anbieter fr Hochfrequenz- und Ultraschallchirurgie-Systeme. Innovative Produkte, die eine optimale Sicherheit, Bedienkomfort, Reaktionsschnelligkeit und Flexibilitt bei der offenen sowie der laparoskopischen Chirurgie fordern, werden am Standort Gomaringen (Deutschland) entwickelt und gefertigt. Substanzen der Stoffgruppe PFAS sind nicht nur Bestandteile von Elektronik-Bauelementen, welche z.B. in Hochfrequenz-Generatoren zum Einsatz kommen, sondern auch Grundstoffe fr Hochleistungskunststoffe, die in einer Vielzahl von medizinischen Instrumenten und Kabeln Verwendung finden. Auch hier sind PFAS-haltige Materialen wegen der hohen elektrischen Durchschlagsfestigkeit, Temperatur- und Chemikalienbestndigkeit fr Produktqualitt und -Sicherheit unabdingbar. Ein PFAS-Verbot htte drastische wirtschaftliche Folgen fr die Unternehmensgruppe. http://www.bowa-automotive.com/technologie.html https://firmeneintrag.creditreform.de/72810/7270393582/BOWA_AUTOMOTIVE_GMBH EPflex Feinwerktechnik GmbH Das Unternehmen EPflex Feinwerktechnik GmbH, Medizintechnikunternehmen mit Sitz in Dettingen an der Erms, entwickelt und produziert seit 1994 Fhrungsdrhte, Steinfangkrbchen und Zubehr der hchsten Qualittsklasse fr die minimalinvasive Medizin. Die Anwendungsbereiche sind in der Urologie, Gastroenterologie, Interventionellen Kardiologie, peripheren Angioplastie und weiteren minimalinvasiven Anwendungen. Die Beschichtung mit PTFE ist zur Optimierung der Produkte von EPflex erforderlich, da bei den Drahtprodukten fr minimalinvasive Chirurgie die Reibung verringert und damit ein Einfhren ohne Gewebeschden garantiert werden kann. Auch bei Stilets und geschliffenen Drahtprodukten fr Katheter wird PTFE eingesetzt und ist unersetzlich. Ein generelles PFAS-Verbot wrde hierbei die individuelle lebensrettende Patientenversorgung verhindern (siehe Bild von Produkt im Anhang). https://www.epflex.com/ https://www.bioregio-stern.de/de/datenbank/unternehmen/epflex-feinwerktechnik-gmbh Erbe Elektromedizin GmbH Als inhabergefhrtes Familienunternehmen, das 1851 in Tbingen gegrndet wurde, entwickelt, produziert und vertreibt Erbe Elektromedizin GmbH weltweit chirurgische Systeme fr den professionellen Einsatz in den unterschiedlichen medizinischen Bereichen. Erbe beschftigt weltweit ber 1500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, davon ber 900 in Deutschland. Rund 170 Personen arbeiten in Forschung und Entwicklung. Das Portfolio umfasst Gerte und Instrumente fr die Elektrochirurgie, Gefversiegelung, Plasmachirurgie, Kryochirurgie und Hydrochirurgie. Anwendungsbereiche sind hauptschlich in der Allgemeinchirurgie, Gastroenterologie, Gynkologie, Pneumologie und Urologie. Nahezu fr alle Anwendungen des Unternehmens werden PFAS, vor allem Fluorpolymere wie PTFE, PFA und FEP eingesetzt. Am Beispiel einer APC-Sonde (Argon-Plasma-Koagulation) lsst sich die Notwendigkeit in den Kombinationen der stofflichen Eigenschaften veranschaulichen: elektrische 10 Durchschlagsfestigkeit, Gleiteigenschaften, Biokompatibilitt, chemische Resistenz und Temperaturbestndigkeit sind unabdingbar. Ein Ersatzmaterial ist hierfr nicht vorhanden. Die Anwendungen dienen dem Patientenschutz und retten Leben. Ein generelles Verbot von PFAS wrde dazu fhren, dass rund eine Million Operationen pro Jahr vorerst ersatzlos wegfallen wrden. Erbe Elektromedizin GmbH (Zitat): "In seiner aktuellen Form kann das Verbot von PFAS eine existenzielle Gefahr fr unser Unternehmen darstellen. Leider haben wir derzeit keine Materialalternative gefunden, die die vielfltigen technischen Anforderungen erfllt. Das bedeutet, dass jedes Jahr etwa eine Million Operationen mit Instrumenten von Erbe nicht mehr durchgefhrt werden knnen. Diese Situation bedroht sowohl die Gesundheitsversorgung der Patientinnen und Patienten als auch die Arbeitspltze hier in der Region. Wir stehen vor einer Herausforderung, bei der wir dringend Untersttzung und Lsungen insbesondere im Bereich der Materialforschung und entwicklung bentigen, um diese Bedrohung abzuwenden." https://de.erbe-med.com/de-de/ https://www.bioregio-stern.de/de/datenbank/unternehmen/erbe-elektromedizin-gmbh Maquet Cardiopulmonary GmbH Maquet Cardiopulmonary GmbH die zum schwedischen Konzern Getinge AG gehrt, hat seinen Standort in Hechingen / Bodelshausen. Sie bieten unter anderem Produkte und Technologien fr kardiovaskulre und kardiothorakale Eingriffe an und sind somit wesentlicher Medizintechnikhersteller fr Herz-Lungen-Behandlungen. Fluorpolymere sind fr die Verwendungen fr Herz-Lungen-Behandlungen und Behandlungen in der Pflege unabdingbar. In den Produkten von Maquet sind die Membranen aus PTFE, Kanlen und Anlagen mit PFAS beschichtet. Die individuelle lebensrettende Patientenversorgung wrde erheblich darunter leiden, wenn es zu dem Verbot kommen wrde (siehe Bild von Produkt im Anhang). https://www.getinge.com/de/ Unternehmen aus dem Bereich der Funktionalen Beschichtungen und Technologien ADELHELM Unternehmensgruppe Das international ttige Unternehmen Adelhelm Kunststoffbeschichtungen GmbH, das seit 1971 besteht, entwickelt und fertigt funktionale Beschichtungen von Oberflchen. Das breite Spektrum an antihaft-beschichteten Formwerkzeugen, Chemikalienschutzbeschichtungen und Antihaft-Beschichtungen wird in den verschiedensten Bereichen und Branchen, wie etwa der Automobil-, Halbleiter-, Chemie- und Lebensmittelindustrie sowie der Medizintechnik eingesetzt. Ein mgliches Verbot von PFAS htte substanzielle Auswirkungen auf die Dienstleistung bzw. das verwendete Produktportfolio des Unternehmens. Fluorpolymere werden vom Unternehmen bewusst und begrndet fr seine Produkte eingesetzt, wo dies erforderlich ist, um die Materialsicherheit und Qualitt zu gewhrleisten. Ein Verbot von PFAS wrde dazu fhren, dass sich durch Verlagerung der Produktion nach Asien aufgrund defizitrer Standards die Verarbeitungsqualitten verschlechtern. https://www.adelhelm.de/startseite.html 11 Berghof Fluoroplastic Technology GmbH Seit ber 50 Jahren entwickelt und produziert die Berghof Fluoroplastic Technology GmbH (www.berghof-fluoroplastics.com) als Teil der Berghof Gruppe kundenspezifische, innovative Materiallsungen aus Polytetrafluorethylen (PTFE) und anderen Hochleistungskunststoffen in einzigartiger Qualitt. Aus diesem Werkstoff und seinen Compounds werden Halbzeuge und Fertigteile gefertigt fr den Maschinenbau, die Automotive Industrie, die Chemietechnik, die Halbleiter- und Hochspannungstechnik und fr Anwendungen im optischen Bereich. Unsere Lsungen sorgen fr technische und wirtschaftliche Verbesserungen und unsere langlebigen Produkte tragen zu nachhaltigeren Industrieprozessen bei. Die Anwendungen von Berghof Membrane Technology werden unter Punkt 3 ,,Unternehmen aus dem Bereich der Wasserbehandlung / Filtrationstechnik" und die Anwendungen von Berghof Products + Instruments unter Punkt 6 ,,Unternehmen aus dem Bereich der Labortechnik / Analytik" veranschaulicht. Alle umsatzrelevanten Produkte der Berghof Fluoroplastic Technology enthalten das Fluoropolymer PTFE. Ein Verbot von PTFE htte fr die gesamte Berghof Gruppe fundamentale Auswirkungen auf das Produkt- und Dienstleistungsangebot und htte in letzter Folge eine Produktionsverlagerung auerhalb der EU als Konsequenz. https://www.berghof-fluoroplastics.com/ Rudolf Gutbrod GmbH Die Rudolf Gutbrod GmbH in Dettingen an der Erms besteht seit 1964 und beschftigt aktuell 120 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Als familiengefhrtes Unternehmen verarbeitet Gutbrod seit 60 Jahren Fluorpolymere fr alle Branchen der Industrie. Das Unternehmen verfgt dementsprechend ber langjhrige Erfahrungen in der Oberflchentechnik mit Fluorpolymeren. Gutbrod ist stets am neuesten Stand der Technik und dessen Weiterentwicklung orientiert, sodass hier umfassende Expertise ber die Stoffe und deren Anwendbarkeit besteht. Die Beschichtungs- und Auskleidungstechniken sichern einen Antihafteffekt, geringe Reibung, Chemikalien- Korrosionsschutz und die Reinheit der zu produzierenden Produkte. Keine anderen Oberflchen-Lsungen knnen die Eigenschaften der Fluorpolymer-Oberflchen nur annhernd erreichen. In den letzten Jahren hat sich die Rudolf Gutbrod GmbH auf die Beschichtungen und Auskleidungen fr Produktionsanlagen der Zukunftstechnologien:" grner Wasserstoff, Batteriezellen, Semiconductor und Photovoltaik" spezialisiert. Mittlerweile gehren die Beschichtungen und Auskleidungen in diesen fr die gesellschaftliche Zukunft elementar wichtigen Branchen zu den Kernkompetenzen der Rudolf Gutbrod GmbH. Ein Verbot htte drastische wirtschaftliche Folgen fr das Unternehmen, die nicht nur die Produkte und Services betreffen, sondern den gesamten Unternehmensbetrieb, der sich speziell auf Fluorpolymere spezialisiert hat. Gutbrod ist verunsichert in der Umsetzung von Investitionsvorhaben. Breite Verunsicherung besteht auch unter der Belegschaft hinsichtlich zuknftiger Beschftigungsaussichten. https://www.gutbrod-ptfe.de/home-de.html 12 Unternehmen aus dem Bereich der Wasserbehandlung / Filtrationstechnik Berghof Membrane Technology GmbH Berghof Membrane Technology GmbH (www.berghofmembranes.com) bietet eine ausfhrliche Produktserie von Rohrmembranmodulen an fr die Filtration und Separation von industriellem Abwasser und Prozessstrmen. Die Ultrafiltration (UF) Rohrmembranen, mit blicherweise 5 oder 8 mm in Rohrdurchmesser, werden in Crossflow-Membranfiltration betrieben in der Inside-Out Konfiguration. Die chemisch-stabilen PVDF und PES Membranen (PES = Polyethersulfon) zeichnen sich aus durch die Robustheit und das niedrigen Fouling-Potential, welche notwendig sind um die anspruchsvollen Aufbereitungsprozesse in verschiedenen Industrien, wie Molkereien, Lebensmittelindustrie, die (petro)chemische Industrie, Bergbau und Sickerwasseraufbereitung, zu bedienen. ber 90% aller umsatzrelevanten Produkte von der Berghof Membrane Technology enthalten das Fluoropolymer PVDF!! Ein Verbot von PVDF htte gravierende Auswirkungen auf die Wirtschaftlichkeit und die internationale Wettbewerbsfhigkeit (siehe Bild von Produkt im Anhang). https://www.berghofmembranes.com/ MEMOS Membranes Modules Systems GmbH Das im Jahr 2002 gegrndete und international aufgestellte Unternehmen MEMOS Membranes Modules Systems GmbH ist auf dem Gebiet der Membrantechnologie ttig und fertigt fr die Ultrafiltration Rohrmembranen und Rohrmodule vor allem fr die Wasser/Abwasserbehandlung und Fruchtsaftaufbereitung. Fr die Membranen wird das Polymer PVDF verwendet. Das Unternehmen MEMOS GmbH ist damit direkt von dem Verbotsvorschlag fr PFAS betroffen. Die hochwertigen MEMCROSSProdukte (fr die Crossflow-Filtration) und MEM-SUB Produkte (fr die getauchte Anwendung), welche weltweit im Einsatz sind, knnten nicht mehr gefertigt werden. Ein Verbot htte drastische wirtschaftliche Folgen fr das Unternehmen (siehe Bild von Produkt im Anhang). https://www.memos-filtration.de/index.html Unternehmen aus dem Bereich Automotive BOWA-electronic GmbH & Co. KG Das 1977 gegrndete Unternehmen BOWA-electronic mit Sitz in Gomaringen ist Hersteller und Vertreiber von Automotive- und Medizin-Produkten. Die Produkte im Bereich BOWA Medical sind unter Punkt 1 beschrieben. BOWA Automotive hat seine Expertise in der Entwicklung und Produktion im Automobil-Sensorik-Segment von Bremsbelag-Verschleisensoren. Seit 1990 erfolgt die Produktion ausschlielich am Standort Poznan (Polen). Innovationskraft und Know-how in den Technologien Kabelverarbeitung, Kunststoff-Spritzguss sowie Automatisierung machen BOWA Automotive zum Top-Anbieter und begehrten Tier-1 / Tier-2 -Lieferanten in der Automobilindustrie. 13 Fluorpolymere Materialien aus der PFAS-Stoffgruppe werden fr die Gestaltung von Isolierungen fr elektrische Kabel verwendet, um die extremen Anforderungen an Temperatur-, Vibration- und Chemikalienbestndigkeit im Automotive-Bremsen-Bereich zu erfllen. Ein PFAS-Verbot htte drastische wirtschaftliche Folgen fr die Unternehmensgruppe. http://www.bowa-automotive.com/technologie.html https://firmeneintrag.creditreform.de/72810/7270393582/BOWA_AUTOMOTIVE_GMBH Unternehmen aus dem Bereich der Textilindustrie Bekleidung Bei Bekleidung, Schuhen und Ausrstungen sind Gore-Tex und Co. im Outdoor-Bereich weit verbreitet. Es gibt in den letzten Jahren Entwicklungen bei Firmen wie Vaude, Gore-Tex und NOPMA Technische Textilien, die ihre Produkte ohne kologisch bedenkliche PFCs (per- und polyfluorierte Chemikalien / PFAS) herstellen bzw. beabsichtigen herzustellen. Technische Textilien Ein weiterer Bereich, der von dem Verbotsvorschlag betroffen wre, sind die Bereiche von Spezialtextilien und das Anwendungsfeld bei technischen PFAS-Textilien. Spezialtextilien etwa in der Medizin, bei der Feuerwehr, im Forst und Straenbau und bei der Polizei sind auf die Beschichtung mit fluorierten Chemikalien angewiesen, um Sicherheit gewhrleisten zu knnen (Spektrum online vom 03.04.2021). NOPMA Technische Textilien Carl Meiser GmbH & Co. KG Das Unternehmen Carl Meiser GmbH&Co.KG wurde 1952 gegrndet und hat seinen Sitz in Albstadt. Es entwickelt und produziert hochtechnische beschichtete Funktionstextilien, wofr bei Sonderanwendungen PFAS-Substanzen verwendet werden. Einsatzgebiete sind Luftfahrt, Automobil, Schutzausrstung, Defence, Mbelbau und die Caravanindustrie. Ein Verbot htte drastische Folgen fr die Kunden von Carl Meiser GmbH. Das Unternehmen wird dann gezwungen einen Produktionsstandort mit Entwicklung auerhalb der EU zu etablieren. https://www.carl-meiser.de/ Unternehmen aus dem Bereich der Labortechnik / Analytik Berghof Products + Instruments GmbH Mit mehr als 50 Jahren Erfahrung bietet Berghof Products + Instruments GmbH (www.berghof-instruments.com) eine umfassende Kompetenz in der Herstellung von Reaktorsystemen und Druckbehltern. Mit unseren Laborgerten bauen unsere Kunden auf Hchstleistung. Innovative Gertekonzepte beheizen und kontrollieren chemische Reaktionen fr die perfekte Probenvorbereitung in der 14 Spurenanalytik und der Synthese unter erhhtem Druck. Aus unserer eigenen Anwendungskompetenz entstehen Produkte, wie wir sie uns selbst und unseren Kundinnen und Kunden wnschen: leistungsstark, sicher, langlebig. Die technischen Anforderungen im Bereich der Spurenanalytik (z.B. Messen der Grenzwerte der Schwermetalle in Kinderspielzeugen, Nahrungsmitteln oder Medikamenten) oder im Bereich der Grundlagenforschung (u.a. Katalysatoren, Wasserstoffanwendungen) erfordern den Einsatz von Hochleistungswerkstoffen wie z.B. PTFE. Alle umsatzrelevanten Produkte von der Berghof Products + Instruments GmbH enthalten das Fluoropolymere wie PTFE. https://www.berghof-instruments.com/ Unternehmen aus anderen Bereichen / Sonstige Industrien Des Weiteren sind die Eigenschaften von Fluorpolymeren wie Langzeitbestndigkeit, Wind- und Wasserdichtigkeit auch erforderlich im weiten Anwendungsfeld bei technischen PFAS-Textilien wie textile Brennstoffzellenmembranen, Textilien fr die Heigasfiltration, fr zivile und militrische Luftfahrtanwendungen oder auch fr Frderbnder in der Lebensmittelverarbeitung (Spektrum online vom 03.04.2021). Ein Verbot von PFAS htte hier eine einschneidende Wirkung auf das verfgbare Produktportfolio in Europa. 15 Anhang Bilder von Anwendungen / Produkten: Bentley InnoMed GmbH Bildunterschrift: Montage Stent Expansion; Bentley InnoMed GmbH EPflex Feinwerktechnik GmbH 1 Bildunterschrift: Fhrungsdrhte, Steinfangkrbchen; EPflex Feinwerktechnik GmbH 16 Maquet Cardiopulmonary GmbH Bildunterschrift: Quadrox-i Oxygenatoren mit Hohlfasermembran fr Patienten jeder Krpergre Neugeborene, Kinder, kleine Erwachsene und Erwachsene, Maquet Cardiopulmonary GmbH Berghof Membrane Technology GmbH Bildunterschrift: links: Hyperflux Membranmodule; rechts: Filtrationsanlage; Berghof Membrane Technology GmbH Berghof Fluoroplastic Technology GmbH Bildunterschrift: links: div. Permeaflon PTFE Filter und Formteile, Mitte: PTFE-Pumpenauskleidung (chemische Industrie), rechts: PTFE-Prozessbehlter mit div. Zubehrteilen (Halbleiterindustrie); Berghof Fluoroplastic Technology GmbH 17 Berghof Products + Instruments GmbH Bildunterschrift: links: speedwave Mikrowellenaufschlusssystem mit PTFE Druckbehlter zur Probenvorbereitung; Mitte: All in One System Heizen-Rhren-Regeln von Hochdruckreaktoren (BRHS) mit PTFE Innenauskleidung zur Durchfhrung von Chemischen Reaktionen; rechts: Niederdruckreaktor, mit PFA Innenbeschichtung zur Durchfhrung von z.B. Einlagerungsversuchen/Materialtests; Berghof Products + Instruments GmbH MEMOS Membranes Modules Systems GmbH Bildunterschrift: Membranmodul MEMCROSS mit austauschbaren Membranelement; MEMOS Membranes Modules Systems GmbH 18 Quellen ARD-Mediathek: Panorama: Das Jahrhundertgift. Vom 29.09.2022. BAuA: https://www.baua.de/DE/Services/Presse/Pressemitteilungen/2023/02/pm08-23.html BAuA: FAQ zur PFAS-Beschrnkung In https://www.reach-clp-biozid-helpdesk.de/Shared- Docs/Downloads/DE/REACH/Verfahren/Beschr%C3%A4nkung/FAQ-PFAS.pdf?__blob=publicationFile&v=2 Bayerische Chemieverbnde: Ende der Fluorchemie in Bayern? Wohl kaum ein ,,Green Deal"! In https://www.bayerische-chemieverbaende.de/presse/ende-der-fluorchemie-in-bayern-wohlkaum-ein-green-deal/ BMUV: https://www.bmuv.de/faqs/per-und-polyfluorierte-chemikalien-pfas DIHK: https://www.dihk.de/de/themen-und-positionen/europaeische-wirtschaftspolitik/echa-veroeffentlicht-vorschlag-zur-beschraenkung-von-pfas-92218 ECHA: Chemikalienstrategie fr Nachhaltigkeit. In https://echa.europa.eu/de/hot-topics/chemicalsstrategy-for-sustainability ECHA: https://echa.europa.eu/de/-/echa-publishes-pfas-restriction-proposal ECHA (2023): ANNEX XV Restriction Report. Proposal for a restriction. In https://echa.europa.eu/registry-of-restriction-intentions/-/dislist/details/0b0236e18663449b Gesamtverband Kunststoffverarbeitende Industrie e.V. (GKV): Kein Green Deal ohne Fluorkunststoffe In https://dein-kunststoff.de/kein-green-deal-ohne-fluorkunststoffe/ Gore-Tex Brand: https://www.gore-tex.com/de/nachhaltigkeit/die-umwelt-schuetzen/chemischenfussabdruck-reduzieren Karlsruher Institut fr Technologie (KIT): Grundlagenuntersuchungen zum thermochemischen Abbau von PFAS in Labor- und Technikumsanlagen zur Ermittlung optimaler Verbrennungsbedingungen bei der thermischen Behandlung von PFAS-haltigen Abfallstoffen. KIT.K-Zeitung v. 24.03.2023: Fluorpolymere haben in PFAS-Restriktion nichts verloren. In https://www.k-zeitung.de/fluorpolymere-haben-in-pfas-restriktion-nichts-verloren Bayerisches Landesamt fr Gesundheit und Lebensmittelsicherheit. Iin https://www.lgl.bayern.de/lebensmittel/chemie/kontaminanten/pfas/et_pfoa_bewertung_nach_hbm_2.html / https://www.lgl.bayern.de/lebensmittel/chemie/kontaminanten/pfas/index.htm OECD (2009): Data analysis of the identification of correlations between polymer characteristics and potential for health or ecotoxicological concern. Paris: OECD. OECD (2021): Reconciling Terminology of the Universe of Per-and Polyfluoroalkyl Substances: Recommendations and Practical Guidance. OECD Environment, Health and Safety Publications, Series on Risk Management No. 61. Organisation for Economic Co-operation and Development. PROCESS (Fachzeitschrift Chemie-Umweltchemie) v. 06.03.2023: Aus fr Fluorpolymere - Green Deal in Gefahr? Warum Fluorpolymere essenziell fr die Umsetzung der Ziele des EU GreenDeals sind. In https://www.process.vogel.de/pfas-fluorpolymere-ewigkeitschemikalien-dyneonstandort-schliessung-gendorf-green-deal-a-4aa7260d0fcd8627927e142c4ab3dd65/ Spektrum.de : Beschichtete Textilien. Die dunkle Seite der pflegeleichten Welt. In https://www.spektrum.de/news/textilien-das-problem-mit-den-pfas/1851181 Umweltbundesamt: https://www.umweltbundesamt.de/tags/pfas 19 Impressum Herausgeber: Institut fr Nachhaltiges Wirtschaften der IHK Reutlingen (IHK-INaWi), Hindenburgstr. 54, 72762 Reutlingen Redaktion: Dr. Elisabeth Musch Mitarbeit: Dr. Stefan Engelhard, Birgit Krattenmacher Titelbild: - stock.adobe.com Juli 2023 (Version 3.1) Alle Rechte vorbehalten. Nachdruck und Vervielfltigung auf Papier und elektronischen Datentrgern sowie Einspeisung in Datennetze nur mit Genehmigung des Herausgebers 20