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FILE NAME: Welding (WELD) DATE: 1942 DOC#: WELD003 DOCUMENT DESCRIPTION: Journal Article - On The Problems of Health Hazards Incurred in Electro-Welding ON THE PROBLEMS OF HEALTH HAZARDS INCURRED IN ELECTRO-WELDING The Archive for Occupational Pathology and Occupational Hygienfr II: 644-685 (1942), by J. GrHmer. As cited by Doig and Laughlin, asbestos flakes appear in steams during welding particularly, when asbestos enclosed electrodes are used. X-rays, herewithj show pictures resembling those of asbestosis. During his x-ray examinations Saupe , too, came across a welder whose x-ray showed the beginnings of a pronounced asbestosis. Considering that this particular researcher is most experienced in the field concerning asbestosis, his finding should merit the greatest respect. In any case, such-like types of "asbestoses" can occur during electro-welding, even though only in instances, where the work is performed with asbestos encased electrodes. (552 Johannes (Jrmor: Zu 7. K o h len o x y d . Schdliche Mengen Kohlenoxyd sind beim Elektroschweien nicht mu-hgewiesen worden und sind auch durchaus unwahrscheinlich. Plumper. dinck1* nimmt zwar an, da unter gewissen ungnstigen Arbeitsplatz verhltnissen grere Kohlenoxydkonzentrationen vorhanden sein knnen, da die von ihm untersuchten Elektroschweier teilweise ber Schwindel, Kopfschmerzen und Erbrechen klagten. Das kann jedoch durch andere Faktoren bedingt sein und ist nicht fr CO irgendwie beweisend. Er konnte auch Erscheinungen einer erhhten Reizbarkeit des vegetativen Nervensystems mit Sicherheit nicht auf die Einwirkung von CO zurckfhren. Zu 8. A sb e st. Doig und Laughlin7 geben bei Verwendung von gewissen mit Asbest ummantelten Elektroden das Auftreten von Asbe.stflocken in den Schwei dmpfen an. Hierdurch ergben sich Rntgonbilder, die einer Asbestose hnlich sind. Auch Saupe38 hat bei seinen Rntgenuntersuchungen einen Schweier gefunden, der das ausgesprochene Dikl einer beginnenden Asbestose aufwies. Da gerade dieser Forscher auf dem Gebiet der As bestose grte Erfahrung aufweist, so ist diesem Befund besondere Be deutung beizumessen. Jedenfalls knnen derartige ,,Asbestosen" durch Elektroschweien entstehen, allerdings nur dort, wo mit asbestum mantelten Elektroden gearbeitet wird. d) Gefhrdung durch strahlende Energie. Ein Teil der UV-Strahlung trifft immer wieder den Krper des Elektroschweiers, entweder den Nacken, die offen getragene Brust oder das Gesicht, das nicht vllig durch den Spiegel geschtzt wird. Jucken, Rtung, Brunung und Abschilferung der Haut und das Verblitzen der Augen (Ophthalmia electrica) treten immer wieder einmal auf. Das Bild der elektrischen Ophthalmie ist gengend bekannt. Nalanson und Winogorow31 fanden, da die elektrische Ophthalmie auch bei mehr fachen Untersuchungen keine dauernden Schden hinterlt. In 25% ihrer Flle wurde eine sog. ,,chronische Ophthalmie" als eigenartige Injektion der konjunktivalen und ziliaren Gefe beobachtet. Mit der Spaltlampe nachgewiesene feine Linsentrbungen werden nicht mit der Schweiarbeit in Verbindung gebracht. Pozzi34 erwhnt als chronische Schdigung ,,diffuse Skleritis". Starbildung bei Schweiern ist nicht zu erwarten, weil ein lngeres Hineinblicken in den Lichtbogen ohne Schutz nicht, mglich ist19. Als physiologische Wirkung der strahlenden Wrme, kmen jene Strungen in Betracht19, wie sie im allgemeinen bei Wrmeschdigungen gefunden werden, also Wrmestauung, Hitzschlag usw. Als Folge davon sind chronische Schdigungen des Zentralnervensystems zu nennen: ber die Problem e der GesundheitHsehiidijniugcti K. . x Nervse Strungen verschiedener Art, Kopfschmerzen, SchwuwM. y,t,, a barkeit, Intoleranz gegen Alkohol,' Verstimmung, Gedchtnisschwach- imd hnliches. Gerbis11 berichtet ber einen Fall von hartnckig ver laufender Neuralgie des Gesichts nach starker Strahleneinwirkung beim Elektroschweien. Begnstigt werden die Hitzeschdigungen durch -(ilcchte Arbeitsverhltnisse. Die Wirkung der vltmvioletlr Strahlen auf den GesamtOrganismus kann wie folgt zusamiiicngefat w eiden. Schdliche Folgen10 bei intensiver Einwirkung be stehen in Strungen des Allgemeinbefindens und des Zentralnervensystems, sowie in .Strungen der Wrmeregulation. Weiter entstellen Apathie, rasche Ermdbarkeit, verlangsamte Herzttigkeit, niedriger Blutdruck, Senkung des Blutzuckerspiegels, vielleicht als Beeinflussung der Einwirkung des Lichtes auf die Svmpathikusmdigungen der Haut. ber die frdernde Wirkung dev systematischen UV-Bestrahlung belichten Lehmann und Szakal23. Sie finden eine Senkung des Grundumsatzes mit Erhhung iles respiratorischen Quotienten, der auch im Laufe der Arbeitswoche nicht absinkt. Es entstehen demnach eine Erhhung der Kohlehydratdepots und ein subjektives Bedrfnis ntieb Kohlehydraten. Im Arbcitsstoffwechsel tritt eine Verbesserung des Wirkungsgrades und des Erboiungsvermgeiis, eine Steigerung der Arbeitskapazitt und Verminderung der Ermdbarkeit, sowie eine Erhhung der Alkalireserve, Ver minderung von Herz- und Ateinfrecpienz und eine Senkung des Blutdruckes auf. Die Erscheinungen sprechen also fr einen gesteigerten Vagus- bzw. erniedrigten Syinpathikustonus. Im lcukozytaren Blutbilde tritt parallel mit Griimlumsatzsenkung bei gleichbleibender Gesamtloukozytenzahl eine Vermehrung der Lymphozyten und eine Senkung der neutrophilen Leukozyten ein. Gleichzeitig erniedrigt sich die Zahl der Monozyten. Als unmittelbare Folge einer hohen Bestrahlungsdosis wird eine Giundunisatzerhlniiig bei gleichzeitiger Leukozyten Vermehrung (neutrophiler) beobachtet. Mttsrhkon-ski'-3 fand, da durch UV-Bestrahlung das Atenivoluinen, der OsVerbrauoh und der Energieverbrauch herabgesetzt weiden. Kopf- und Halsbestnihhing und Bestrahlung des ganzen Krpers ergaben keine Unterschiede. Lipkouiltsi-h-' besttigte die Wirkung der UV-Bestrahlung, die. wenigstens zum Teil zu gnstigen Ergebnissen bei Elektroschweiern fhrte: Abnahme der Er kltungskrankheiten, hoher Hmoglohingehalt und hohe Ervtlirozvteir/.ahl, hohe Alkniireserve und Erhhung des Katalnseindex. Im allgemeinen werden Votenxst ningen durch Ntrahlcneiiiwirkungen beim Elektroschweien abgelehnt. Holstein14 fand bei keinem seiuer untersuchten Elektroschweier besttigt, da die Zeugungsfhigkeit beeintrchtigt wird. Rsing37konnte nur bei .`5 Elektroschweiern Klagen ber Potenzstnmgen feststellen. Allerdings fanden sieli unter den 400 Befragten eine groe Zahl jugendlicher unverheirateter Gefolgschafts- mitglieder. Auch konnte Humpe.rdinck16 keine sicheren Angaben ber die Abnahme der Potenz erhalten, bei seinen Erhebungen wurde auf groe Mdigkeit und Schlappheit hingenlesen. Die franzsischen Autoren jedoch erkennen eine Entstehung der Impotenz allerdings durch toxische Schden bei Elektroschweiern an (P ozzi9*). Neumann32 gibt einmal absolute Zahlen an, die den Eindruck erwecken, ,,da die Kinderarmut bzw. die Kinderlosigkeit bei den Elektroschweiern besonders hoch ist". (Aus dem Schsischen Forschungsinstitut fr Arbeitsmedizin und Gewerbehygiene in Dresden [Landesgewerbearzt Dr. Brandt] und dem Hygiene-Institut der Universitt Leipzig [Prof. Dr. Dr. Dresel).) ber die Probleme der Gesundheitsschdigimgen beim Elektroschweien *. Von Johannes Gramer. Mit 19 Tabellen (darunter 4 graphischen). (Eingegangen am 1. November 1942.) Gliederung. A. Vorbemerkungen. B. Die bisherigen Erkenntnisse. -- I. Die physikalischen Einflsse. -- II. Die bisher beim Elektroschweien bekannten Gesundheitsschdigungen. -- a) Ge fhrdung durch den elektrischen Strom. -- b) Gefhrdung durch Hitzeein wirkung. -- c) Gefhrdung durch Rauche, Gase und Dmpfe. -- 1. Schwer metallrauche und Oxyde (Eisen, Zink, Blei). -- 2. Mangan. -- 3. Kieselsure. -- 4. Kalziumoxyd. -- 5. Fluorwasserstoff. -- 6. Nitrose Gase. -- 7. Kohlen oxyd. -- 8. Asbest. -- d) Gefhrdung durch Strahlende Energie. 0. Die Ergebnisse einer Untersuchung von 455 Elektroschw eiern. -- 1. Beschwer den der Elektroschweier. -- a) Beziehung zwischen Beschwerden und Be schftigungsalter. -- b) Beziehung zwischen Beschwerden und Arbeitsplatz. -- 2. Die beschwerdefreien Elektroschweier. -- 3. Lebens- und Beschftigungs alter. -- a) Lebensalter. -- b) Beschftigungsalter. -- 4. D ie bisher von den untersuchten Arbeitern berstandenen Erkrankungen. -- 5. Befunde. -- a) Kr permae. -- b) Atemfrequenz. -- c) Blutdruck. -- d) Organbefunde. -- e) Urin. -- f) Blut. -- g) Rntgenbefunde der Lungen. -- h) Bemerkung ber Stoff wechseluntersuchungen. -- 6. Uber die Beziehung zwischen Elektroschweier ttigkeit und Fortpflanzung. -- 7. Besondere Untersuchungsergebnisse bei Elektroschweierinnen. D. ber die hygienischen Verhltnisse in den Elektroschweiwerksttten. E. Zusammenfassung. A. Vorbemerkungen. Die Frage der Gesundheitsgefhrdung der Elektroschweier hat seit lngerem die Gewerbehygieniker beschftigt. Die erste grere zusammen fassende Untersuchung wurde durch Holstein14 vorgenommen. Da das Elektroschweien gerade jetzt in der Industrie einen immer greren Umfang annimmt und deshalb die Frage, ob dabei irgendwelche Schd lichkeiten auftreten, immer weitere Kreise interessiert, so hat die Praxis an der mglichst baldigen Beantwortung dieser Frage ein auerordent liches Interesse. Eine erschpfende und bestimmte Beantwortung ist * D 15. ber die Probleme der Gesundheitsschdigungen beim Elektroschweien. (345 jedoch auch heute noch nicht mglich. Es mssen auch auf diesem Gebiete noch weitere Untersuchungen, vor allem experimenteller Art, vorgenommen werden. Der Zweck dieser Arbeit ist jedoch, zunchst einmal ber das bisher Bekannte kurz zusammenfassend zu berichten, andererseits damit die Ergebnisse an einer groen Reihenuntersuchung zu vergleichen, die sich auf 455 Elektroschweier und Elektroschweierinnen mit zum Teil ber ljhriger Ttigkeit erstreckte. Die bisherigen und die neueren Erkenntnisse mssen ebenso wie die noch offenen Probleme aus dem Grunde gerade jetzt errtert werden, weil sogar schon von einzelnen Stellen gegen die vermeintlichen Gefahren der Elektroschweier entsprechende Schutzmanahmen vorgeschlagen und entsprechende Einrichtungen von interessierten Firmenkreisen hergestellt und propagiert werden. So erzeugte z. B. eine Lederwaren- und Treibriemenfabrik bereits eine bleihaltige Schutzkleidung fr Elektroschweier, die besonders den Zweck haben sollte, auftretende Strahlungen abzuschirmen. Es wurde eine groe Elektroschweierhaube mit Strahlenschutz angeboten, der aus vorwiegend bleihaltiger Metallfolie bestand. Hierdurch sollten ,,die gesundheitsschdlichen Gammastrahlen" vollstndig abgeschirmt werden. Ein weiteres Schutzkleidungsstck fr Elektroschweier war ein Schurz, der aus den gleichen Grnden einen Metallstrahlenschutz im Brustkoller enthielt. In den Werbeschriften wird von ,,durchdringenden kurzwelligen Strahlen", ,,Gamma strahlen, die den Rntgenstrahlen nahestehen", oder auch nur von ,,ultravioletten Strahlen" gesprochen. Die Firma sttzte ihre Behauptungen auf ein Gutachten und Beweise, die ihr ein ,,wissenschaftlicher Mitarbeiter mittels photoehemischer Aufnahmen" geliefert hatte. In einem Schriftwechsel wird weiterhin behauptet, da die ,,UUmstrahlen'' ('!) nicht sofort erkennbare Folgen auf den Organismus und im besonderen auf die Drsenttigkeit hervorrufen. Als Folge davon sollten Neigungen zu Neurosen, Verdauungstrungen, Atembeklemmungen nervser Art, Ermdungs- und Er schpfungszustnde, Verflachung und Strung dos Schlafes oder Strungen der Nierenttigkeit zufolge berladung mit Gewebegiften auftreten. Ferner heit es: ,,Es kann weitergegangen werden, und wir sind berzeugt, da beim ungeschtzten Elektroschweier die dauernd auf das Drsensystem einwirkenden Strahlungen bis zur Sterilitt fhren knnen und da der ungeschtzte Schweier, der berufs mig jahrelang elektrische Schweiarbeiten ausfhrt, geradezu krebsprdisponiert wird." Auerdem soll ,,die Wirkung der unsichtbaren Ultrastrahlen viel gefhr licher sein als die der infraroten, also der Wrmestrahlen, die Hautverbrennungen hervorrufen." Eine wie groe Beunruhigung durch derartige Behauptungen in die Arbeiter schaft hineingetragen wird, geht wohl aus der Darstellung selbst hervor. Gerade in der heutigen Zeit, wo die Schweitechnik einen ungeheuren Aufschwung ge nommen hat und ihre Anwendung auf allen Gebieten in einem Ausma erfolgt, das noch vor Jahren nicht fr mglich gehalten wurde, bedeutet eine derartige auf angeblich positive Angaben gesttzte Propaganda eine starke Gefhrdung der Ruhe und Sicherheit in den Betrieben. Bestehen die Behauptungen zu Recht, dann mten sofort die entsprechenden Vorsichtsmanahmen getroffen werden. Sind sie auf Grund falscher Erkenntnisse oder irriger Schlsse entstanden, dann mu diesen folgenschweren Behauptungen mit aller Energie entgegengetreten werden. Bei weiteren Nachforschungen ergab sich, da die Angaben durch keinerlei beweiskrftige Untersuchungen gesttzt werden, sondern lediglich mit einigen oberflchlichen Versuchen begrndet waren. Aus diesem Grunde war es unbedingt notwendig, die Frage der Gesundheitsgefhrdung der Elektroschweier an Hand 648 Johannes Gramer: Material des Werkstckes und von den verwendeten Elektroden. Dazu kommen noch Verunreinigungen durch Reste von len, Fetten und Farben. Die Konzentration ist selbstverstndlich abhngig von den Arbeitsplatzverhltnissen. In engen Rumen, Kesseln, Tanks und in kleinen Werksttten mit schlechten Lftungsverhltnissen sind die Gefahren grer. Es ist deshalb notwendig, groe, hohe Werkrume fr die Schweier zu schaffen, ferner fr gengend Ventilation und Rauchabzug zu sorgen. Erwhnt sei hier der Schweitisch mit Abzugsvor richtung46. In vielen Fabriken sind diese Forderungen noch nicht erfllt. Das mute ich auch bei meinen Untersuchungen immer wieder feststellen. Der vor das Gesicht gehaltene Spiegel schtzt wohl auch mit vor der direkten Einatmung der Luftverunreinigungen, aber ein groer Teil, Naske30 sagt 3%, gelangt doch hinter den Spiegel und in die Atmungsorgane. ber die Zusammensetzung der Rauche, Gase und Dmpfe herrscht in der Literatur bisher keine volle Klarheit. Deshalb seien nur die neueren Arbeiten erwhnt, die im allgemeinen bereinstimmende Ergebnisse zeigen. Pozzi31 erwhnt das Vorkommen von Ozon, Kohlensure und nitrosen Gasen. Molfino27 stellt im Rauch von Elektroden, deren Mantel reduktionsfhige Sub stanzen enthlt, als hufigste Bestandteile fest: 66% Eisen, 26% Manganoxyd, 5% Silicium, ferner Sulfate. Weber und JendeiS untersuchten eine Anzahl der gebruchlichsten nackten und ummantelten Elektroden und besonders solche, bei denen die Schweier ber Belstigung klagten. Dabei stellte den grten Anteil des Rauches mit 69--75% Eisenoxyd dar. Es folgte Kieselsure mit 18--21% und Mangan mit 1,6--5,4%. Kalziumoxyd schwankte zwischen 1,3 und 8,3%. Sowohl Ozon als auch Stickoxyd wurden im Gegensatz zu Naske30nachgewiesen, wenn auch noch nichts ber die Menge gesagt werden konnte. Humperdinck16 fhrt folgende Analyse von Staub an, der nach Abbrennen von dickumhllten Elektroden zurck geblieben war: Eisen als Fe30 4 . . . 65,78% Mangan als Mns0 4 . . 4,93% S i ..............................4,93% Schwefel als S 0 3 . . 2,60% Weiterhin wurde in den Umhllungen und den entsprechenden Rckstnden zweier anderer ummantelter Elektroden folgender Mangangehalt festgestellt: 1. Umhllung . . . 19,8% Rckstand . . . 21,61% 2. Umhllung . . . 15,76% Rckstand . . . 23,52% In den Analysen von Gasen ummantelter Elektroden wurden nur ,,geringe Spuren salpeterhaltiger Substanz" gefunden. Folgende Gase wurden im Orsak-H&inz-Apparat festgestellt: 18 C C03 . . . 0,1 O . . . . 19,8 18 C 0,1 19,4 18 C CO . . . 1,1 N . . . . 73,0 18 C 1,1 79,2 ,,Bei Analyse der Luft hinter dem Schweischirm konnte S 0 2 und CO nicht festgestellt werden, da sie in einer gut durchlfteten Werkstatt zerstreut werden." Rimarski und Konsehak36 fanden Ozon ,,nur in solchen Spuren, da eine Aus- Wertung zur Zeit noch nicht mglich war". Ebenso wurden nitrose Gase in Mengen von 0,0004 Vol.-% gefunden, die in dieser Konzentration eine Schdigung wohl ausschlieen. In den staubfrmigen Verunreinigungen fanden sich in der Haupt sache Eisenoxyd, ferner Kieselsure, Kalk und zum Teil Mangan. Die Zusammen- ber die Probleme der Gesundheitsschdigungen beim Elektroschweien. 6 4 9 Setzung des vom Filter aufgenommenen Sehweirauches von 4 Versuchen ist ins gesamt : Fe20 3 . . 9,43--38,25 % *5ln30 4 . - 1,75-- 9,15 und zweimal 0,1% S i02 . . . 1,25-- 2,19% CaO . . . 15,13--26,0% Bei Spezialelektroden, die auf die Aluminiumschweiung beschrnkt bleiben, wurde Fluorwasserstoff festgestellt. Coltmann und McPherson5 konnten Ozon nicht nachweisen. Die Gefahr der Bildung grerer Mengen von Kohlenoxyd ist beim Elektro schweien ebenfalls wenig wahrscheinlich38. Humperdinck1&glaubt ein gelegentliches Vorkommen von CO annehmen zu mssen. Aus diesen Ergebnissen der neuesten Untersuchungen ber die Zu sammensetzung der Rauche, Gase und Dmpfe, die beim Schweien mit dem elektrischen Lichtbogen entstehen, geht hervor, da zu achten ist auf Schdigungen durch: 1. Schwermetallrauche und 5. Fluorwasserstoff. -oxyde (Eisen, Zink, Blei). 6. Nitrose Gase. 2. Mangan. 7. Kohlenoxyd. 3. Kieselsure. 8. Asbest. 1 4. Kalziumoxyd. Im Schrifttum wird an Schden dieser Art folgendes berichtet: Zu 1. S c h w e r m e ta llr a u c h e und -o x y d e (E ise n , Z in k , Blei). Enzer und Sander9 legen dar, da Schweier, die jahrelang mit reinen Metallelektroden gearbeitet hatten, Fleekelung der Lungen im Rntgen bild zeigen. Diese seien auf das Eisenoxyd zurckzufhren. In einer hollndischen Arbeit42, in der Tierversuche mit Schweidmpfen an Katzen und Kaninchen ausgefhrt wurden, wird von Titus, Warren und Drinker behauptet, da ernstliche Schdigungen der Lungen durch die Schweidmpfe vorgekommen seien, jedoch hierbei Eisenoxyd als Ur sache nicht in Betracht komme. Ablagerung von Eisenoxyd wird weiter hin erwhnt von Molfino27. Auch Koelsch17 stellte Siderosen fest, die allerdings nur durch Schweigase nichtummantelter Elektroden ent standen waren. Beim Schweien an zinkhaltigen Werkstcken kann Giefieber auftreten15,17, 281 34. Holstein15 erwhnt einen Elektroschweier, der ,,Metall dampffieber" hatte. Blei knnte zu Vergiftungserscheinungen fhren, z. B. wenn der Anstrich von Mennige verdampft1S- 18 oder Blei als Ver unreinigung von Zink auftritt2. Quecksilbervergiftungen beobachtete B e in tk e r 2. Besonders erwhnenswert erscheinen die Arbeiten von Tallenbergi0 und Waniek*7. Tallenberg fand bei Elektroschweiern eine Lebersch digung und nahm chronische Metalleinwirkung an. Es wurde eine Strung im Kohlehydratstoff-wechsel durch Belastungsprobe der Leber festgestellt. Insbesondere fand sich eine pathologische Galaktoseausscheidung. Biese 45 052 Johannen CJrSmor; Zu 7. K o h le n o x y d . Schdliche Mengen Kohlenoxyd sind beim Elektroschweien nicht naehgewiesen worden und sind auch durchaus unwahrscheinlich. Humper. dinck19 nimmt zwar an, da untev gewissen ungnstigen ArbeitsplatzVerhltnissen grere Kohlenoxydkonzentrationen vorhanden sein knnen, da die von ihm untersuchten Elektroschweier teilweise ber Schwindel, Kopfschmerzen und Erbrechen klagten. Das kann jedoch durch andere Faktoren bedingt sein und ist nicht fr CO irgendwie beweisend. Er konnte auch Erscheinungen einer erhhten Reizbarkeit des vegetativen Nervensystems mit Sicherheit nicht auf die Einwirkung von CO zuriiekfbren. Zu 8. A sb est. Doiff und Laughlin7 geben bei Verwendung von gewissen mit Asbest ummantelten Elektroden das Auftreten von Asbestflocken in den Schwei dmpfen an. Hierdurch ergben sich Rntgenbilder, die einer Asbestose hnlich sind. Auch Saupe38 hat bei seinen Rntgenuntersuchungen einen .8chweier gefunden, der das ausgesprochene Bild einer beginnenden Asbestose aufwies. Da gerade dieser Forscher auf dein Gebiet der As bestose grte Erfahrung aufweist, so ist diesem Befund besondere Be deutung beizumessen. Jedenfalls knnen derartige ,,Asbestosen" durch Elektroschweien entstehen, allerdings nur dort, wo mit asbestmninantelten Elektroden gearbeitet wird. d ) Gefhrdung durch strahlende Energie. Ein Teil der UV-Strahlung trifft immer wieder den Krper des Elektroschweiers, entweder den Nacken, die offen getragene Brust oder das Gesicht, das nicht vllig durch den Spiegel geschtzt wird. Jucken, Rtung, Brunung und Abschilferung der H aut und das Vcrblitzcn der Augen (Ophthalmia electrica) treten immer wieder einmal auf. Das Bild der elektrischen Ophthalmie ist gengend bekannt. Nalanson und Winogorow31 fanden, da die elektrische Ophthalmie auch bei mehr fachen Untersuchungen keine dauernden Schden hinterlt. In 25% ihrer Flle wurde eine sog. ,,chronische Ophthalmie" al3 eigenartige Injektion der konjunktivalen und ziliaren Gefo beobachtet. Mit der Spaltlainpe nachgewiesene feine Linsentrbungen werden nicht mit der Schweiarbcit in Verbindung gebracht. P ozzi3i erwhnt als chronische Schdigung ,,diffuse Skleritis". Starbildung bei Schweiern ist nicht zu erwarten, weil ein lngeres Hincinblieken in den Lichtbogen ohne Schutz nicht mglich ist19. Als physiologische Wirkung der strahlenden Wrme kmen jene Strungen in B etracht19, wie sie im allgemeinen bei Wrmeschdigungen gefunden werden, also Wrmestauung, Hitzschlag usw. Als Folge davon sind chronische Schdigungen des Zentralnervensystems zu nennen: Yervse Strungen verschiedener Art, Kopfschmerzen, SchwimM. V.ir, 1 Ilwrkeit, Intoleranz gegen Alkohol, Verstimmung, Gedchtnisschwach- und hnliches. Gerbis11 berichtet ber einen Fall von hartnckig ver laufender Neuralgie des Gesichts nach starker Strahleneinwirkung beim Elektroschweien. Begnstigt werden die Hitzeschdigungen durch schlechte Arbeitsverhltnisse. Die Wirkung der nllraviolellm Strahlen auf den Gesamtorganismua kann wie folgt zusammengofat worden.- Schdliche Folgen" hei intensiver Einwirkung be stellen in Strungen des Allgemeinbefindens und des Zentralnervensystems, sowie in .Strungen der Wrmeregulation. Weiter entstehen Apathie, rasche Ermdbarkeit, verlangsamte Herzttigkeit, niedriger Blutdruck, Senkung des Blutzuckerspiegels, vielleicht als Beeinflussung der Einwirkung des Lichtes auf die Synipathikusendigungen der Haut. ber die frdernde Wirkung der systematischen UV-Bestrahlung berichten Lehmann und Sznkrd*. Sie finden eine Senkung des Grundumsatzes m it Erhhung des respiratorischen Quotienten, der auch im Laufe der Arbeitswoche nicht absinkt. Es entstehen demnach eine Erhhung der Kohlehydratdepots und ein subjektives Bedrfnis nach Kohlehydraten. Im Arbeitsstoffwechscl tritt eine Verbesserung des Wirkungsgrades und des Krhoiuugsvurmgens, eine Steigerung der Arbeitskapazitt und Verminderung der Ermdbarkeit, sowie eine Erhhung der Alkalireserve, Ver minderung von Herz- und Ateinfrecpienz und eine Senkung des Blutdruckes auf. Die Erscheinungen sprechen also fr einen' gesteigerten Vagus- hzw. erniedrigten Sy in jiath ikustonus. Im kukozytren Blutbilde tritt parallel mit Grundumsatzsenkung bei gleichbleibender Gesivmtleukozytenzahl eine Vermehrung der Lymphozyten und eine Senkung der neutrophilen Leukozyten ein. Gleichzeitig erniedrigt sieh (lic Zahl der Monozyten. Als unmittelbare Folge einer hohen Bestrahlungsdosis wird eine Grundutnsatzerhhung bei gleichzeitiger Leukozytenvermebrung (neutrophiler) beobachtet. MoschlMW-iki13 fand, da durch UV-Bestrahlung das Atcmvolumen, der 0 tVerbraiieh und der Energieverbrauch herabgesetzt werden. Kopf- und Halsliestiitbhing und Bestrahlung des ganzen Kr]>eis ergaben keine Unterschiede. LipkmoUsrh*1 besttigte die Wirkung der UV-Bestrahlung, die wenigstens zum Teil zu gnstigen Ergebnissen bei Elektroschweiern fhrte: Abnahme der Er kltungskrankheiten, hoher Hiuoglobingehalt und hohe Ervtlirozytcnzahl, hohe Alkaliicserve und Erhhung des Katahwiiulex. Im allgemeinen werden Poten/,,stonmgen durch St rahleneinWirkungen beim Elektroschweien abgelehnt. Holstein14 fand bei keinem seiner untersuchten Elektroschweier besttigt, da die Zengongsfhigkeit beeintrchtigt wird. Rsing37 konnte nur bei 3 Elektroschweiern Klagen ber Potenzstrungen fest-steilen. Allerdings fanden sich unter den 400 Befragten eine groe Zahl jugendlicher unverheirateter Gefolgschafts- mitglieder. Auch konnte Humpe.rdinck14 keine sicheren Angaben ber die Abnahme der Potenz erhalten, bei seinen Erhebungen wurde auf groe Mdigkeit und Schlappheit hingewiesen. Die franzsischen Autoren jedoch erkennen eine Entstellung der Impotenz allerdings durch toxische Schden bei Elektroschweiern an (P ozziZi) . Neumann34 gibt einmal absolute Zahlen an, die den Eindruck erwecken, ,,da die Kinderarmut bzw. die Kinderlosigkeit bei den Elektroschweiern besonders hoch ist" . 'tv, x ~ ' i 672 Johannes Gramer: wert, wenn diese Frage an einem mglichst groen Zahlenmaterial nach geprft werden wrde. Auf Grund unserer Untersuchungen kann man vermuten, da bei den Elektroschweiern eine Kinderarmut besteht. Damit wrden allerdings die vielfach geklagten Beschwerden eine gewisse Rechtfertigung erfahren. Es mu weiteren Untersuchungen Vor behalten bleiben, welche Ursache hierfr in Frage kommen kann. Es ist die Frage aufzuwerfen, ob nicht durch das Elektroschweien die Stoffwechselvorgnge im Organismus derartig umgestellt werden, da auch die Ttigkeit der inneren Sekretion wie auch der Geschlechtsdrsen beeinflut wird. Andererseits mu auch der Einflu der Mangandmpfe, auch wenn sie nur etwa 5% betragen, in Erwgung gezogen werden. g) Die Rntgenbefunde der Lungen. Meiner zahlenmigen Auswertung liegen 100 Rntgenaufnahmen zugrunde, die im Gerhard-Wagner-Krankenhaus, Dresden, fr diese Arbeit angefertigt wurden. Herr Prof. Dr. Raupe hat bereits das Wesent liche ber die rntgenologischen Befunde verffentlicht38. Er schildert dort das Lungenrntgenbild der Elektroschweier folgendermaen: ,,Man findet in einer groen Anzahl von Beobachtungen die Lungen gefzeichnung sehr erheblich vermehrt, die einzelnen Strangschatten verbreitert, oft etwas verwaschen. Das Netzwerk der feineren Lungen zeichnung ist teils engmaschig, teils grberwabig. Nicht selten beob achtet man zwischenliegende, geringe bis mige Schleierungen, welche gern die unteren Lungenabschnitte, namentlich neben den Herzrndern, einnehmen. Seltener sind sie in Hilusnhe lokalisiert. Fleckenschatten sind in einer ganzen Reihe von Fllen anzutreffen; sie liegen in den Mittel- und Unterfeldern, seltener auch in den Oberfeldern. Ihre Gre ist teils sehr gering, stippchenfrmig, teils wird Mittelgre er reicht. Grobe Herde sehen wir nicht. Die Begrenzung der Herde ist manchmal verschwommen, manchmal leidlich scharf. Gelegentlich fllt eine vermehrte Strahlendurchlssigkeit der Lungenoberfelder auf. Die Lungenwurzelschatten sind meist verbreitert und mehr oder minder verdichtet." ber die Hufigkeit dieser rntgenologischen Vernderungen gibt die Tabelle 15 Auskunft. Die Aufteilung_erfolgte gleichzeitig nach der Berufs dauer, die 1--22 Berufsjahre umfat. Man ersieht aus der zahlenmigen Zusammenfassung, da ber 50% eine Verbreiterung der Lungenwurzel schatten, 38% Fleckenschatten, 37% eine engmaschige Lungenzeichnung und 22% neben den Herzrndern geringe bis mige Schleierung auf weisen. Hinsichtlich der Abhngigkeit der Erscheinungen von der Be schftigungsdauer lt sich auf Grund der Zusammenstellung nichts aussagen. Im ganzen kann man dabei nicht von einem sehr eindrucks vollen, aber immerhin doch auch nicht normalen Rntgenbild der Elektroschweier reden. " ber die Probleme der Gesundheitsschdigungen beim Elektroschweien. 673 Tabelle 15. Berufs Fall jahre zahl H ufigkeit der R ntgenbefunde, a u fg e te ilt nach Berufsjahren Lungengelflzeichnung sehr erheblich Termehrt S tn mg* scha tten ver brei tert ver wa schen N etzw eik der feineren L ungenzeichnung eng grber- ma schig wabig ZwischonUcgcnde geringe bis mige SchleieruEg im Lungenabschnitt neben Herzrndem in Hilusnhe Flekkenschatten Lungen W urzel schatte ver brei V* die tert bis 1 13 0 4 25 3 7 24 2 ,, 10 12 1 13 6 -- ,, 16 10 5 ,, 19 9 5 ,, 22 1 -- Sum m e 100 16 __ 3 _ -- -- -- 8 -- 11 -- -- -- 6 i -- -- 4 -- 2 i i 2 -- -- 4 .3 1 -- i 2 39 3 . 3 3 5 i 6 14 - 5 2 10 14 2 --- 7 6 5 -- 4 6 2 -- 3 4 1 --- 5 5 -- -- -- 1 22 3 38 53 1 1 Die ,,Zusammengefaten Befunde" der einzelnen. Aufnahmen sind in der Tabelle 16 geordnet, und zwar wieder nach Beschftigungsjahren. Ohne jegliche rntgenologische Vernderung sind nur 16% der Bilder. In 42% der Flle finden sich vermehrte Lungenzeichnungen und leichte Unsauberkeiten, in 36% der Flle reichliche Unsauberkeiten, starke Unsauberkeiten und uerst unsaubere Lungenzeichnungen. bereinstimmung mit dem Bild einer beginnenden Silikose zeigen 9 Flle. Es gleichen etwa einer Silikose I 6 Flle und einer Asbestose j . 1 Fall. Auerdem finden sich folgende Nebenbefunde: Pleuritische Residuen (14%), ltere Spitzentuberkulose (16%), alter Primrherd (10%). Je Tabelle 16. Z u sa m m e n g e fa te R n tg e n b e fu n d e . B e sc h ftig u n g salter bis bis bis ) bis bis bis bis bis 1 ' 4 7 i 10 13 16 19 22 JahrJahre JahrejJahre Jahre JahrejJahre Jahre i F a U z a h l................................. 13 | 25 24 | 12 6 10 9 i Ohne B e f u n d e ..................... 5 ; 3 7 ! 1 0 0 0 0 Vermehrte Lungenzeiehnungen, leichte Unsauberkeiten 5 14 9 3 2 62 l Reichliche Unsauberkeiten, starke Unsauberkeiten, uerst unsaubere Lungen zeichnungen ..................... 3 i 10 8! 4 3 34 1 Bilder einer beginnenden Sili kose (0--I) gleichend . . Bilder etwa einer Silikose I gleichend ............................. i; i -- :-- 3 j 1 __ 1| 2 1 21 _ 2 -- Bilder etwa einer Asbestose gleichend . . . . . . . . j_ __ - 1 1 __ __ Summe 100 16 ' 42 36 9 6 1 (374 Johannes Gramer: einmal finden wir Bronchuserweiterungen, Emphysem und Struma sowie bei 5 Fllen Herzvernderungen. Die Abhngigkeit der festgestellten Rntgenvernderungen von der Beschftigungszeit ist nicht erkennbar. Silikoscgrad Prot.Nr. : 32 Arbeits platz j WK Berufs- j j Lebens alter jahre j Jahre i i ! 25 Tabelle 17. S ilik o s e - und Brust umfang: Spiro meter wert ! 89/102 5300 Puls/ BlutMin. 1 druck 72 100/60 30 j WK i ! 21 ! WK 3 27 ; 88/100 3900 1 . 5 34 1 96/101 4700 70 100/70 72 140/60 0---1 i 47 ! 322 i i 89 WK !1 6 F 7 K 8 45 93/98 3100 84 150/100 37 4200 84 130/90 31 90/98 3300 SO 110/40 25 WK 15 31 97102 4300 84 160/70 312 F 16 38 84/93 4900 64 120/80 318 F 17 50 85/91 4700 68 125/80 fast I 26 F 9K 19 52 86/94 3500 72 170/80 7 25 91/96 2900 80 130/65 190 W 8 38 97/101 3700 114 130/70 I 75 F 10 56 102/108 3500 76 175/80 10 K 12 42 99/102 2900 . 80 140/80 I--II 317 W MF Asbestose 194 K 18 39 93/100 3800 96 190/110 6 -43--- 4900 10 38 86/91 4600 104 130/60 Die 15 Flle, die von den 100 Aufnahmen bereinstimmung mit den bekannten Silikosebildern zeigen, sind noch einmal in der Tabelle 17 herausgestellt. Hinzugefgt wurde eine Silikose I--II. Dieser Fall wurde auch bereits von Saupe verffentlicht38 und entstammt .dem Material ber die Probleme der Gesundheitsschdigungen beim Elektroschweien. 6 7 5 von Landesgewerbearzt Dr. Brandt. Es handelt sich um den Elektro schweier M. F., der bei den Betriebsreihenuntersuchungen des Schsi schen Forschungsinstituts fr Arbeitsmedizin und Gewerbehygiene mittels des fahrbahren Rntgengertes erfat wurde. Die Schirmbildaufnahme astbestosehnliche Lungenrntgenbilder. Beschwerden Frherer Beruf Allgemeiner Zustand Lungen, Au.sk. ; und Perle | Soustiger Rntgenbefund !i Husten, Auswurf Hilfsarbeiter gesund, frisch, krftig j Husten, Auswurf HeizungsMonteur krftig j Magenbeschwerden f .. j Husten, Auswurf Kupfer schmied Betriobsselilosser gesund, krftig krftig i Husten i Klempner krftig , Rckenstechen, : Brustschmerzen, 1 Husten Monteur krftig | Husten, Auswurf Schlosser gesund, frisch, krftig Husten, Auswurf, Maschinen nicht sehr krftig Brustbeklemmung schlosser keine Zuschlger in Schmiede o. B. Auswurf, Husten Bcker o. B. Husten, Auswurf, Maschinen Nachtschweie bauer krftig i Husten, Auswurf Zuschlger krftig ; Husten, Auswurf, Zuschlger Bruststechen krftig Husten, Auswurf, Kurzatmigkeit, Herzklopfen Kessel schmied krftig Auswurf Schlosser krftig Schmied f l Husten Autogen- | Untergewicht ; Schweier 1 (Struma seit Kindheit) 0 ., o. B. o. B. . B. o. B. o. B. o. B. o. B. o. B. o. B. o. B. o. B. o. B. o. B. o. B. o. B. groes Herz, pleuritische Residuen zwei Rundherde (Tbc.) sublobulre Herde, rechts infraklv. Bronchuserweit., mitralkonfiguriertes HeTz (gro) alter Primrherd rechts pleuritische Residuen links minimaler Spitzen befund und eine Grofilmaufnahme, die Dr. Nettermeyer, Leipzig, anfertigte, zeigten in guter bereinstimmung das Bild einer Silikose I--II, so da der Verdacht einer beginnenden Staublunge der zustndigen Berufs genossenschaft gemeldet wurde. Der Schweier war gelernter Schmied r,76 Johannes Gramer: uncl hat den Beruf bis 1933 auch aUsgebt. Er ist seit 5 Jahren Elektro schweier. In seiner Arbeitsvorgeschichte findet sich trotz eifrigsten Nachforschens keine andere Ursache fr das silikosehnliche Rntgenbild. Unter den Fllen mit silikosehnlichen Vernderungen finden wir Elektroschweier mit einer Berufsdauer von 1-- 19 Jahren. In der Arbeitsvorgeschichte finden wir keine hinsichtlich der Silikoseentstehung wichtigen oder belastenden Berufe. Es waren auch keine anderen Um stnde zu finden, wie z. B. Arbeitspltze in der Nhe von Sandstrahl blsern oder Guputzern, die die silikosehnlichen Bilder erklren knnten. Es kommt als Ursache demnach nur das Elektroschweien in Betracht. Es sind Arbeiter der verschiedenen Arbeitsgruppen vertreten, auch solche, die zumeist im Freien schweien. Im allgemeinen liegen bei diesen Elektroschweiern auch keine besonderen Beschwerden oder Befunde vor, die den Allgemeinzustand oder die Arbeitsfhigkeit wesentlich beein trchtigen. Auch sie klagten, wie die brigen, hufig ber Husten, Aus wurf und Brustbeschwerden, aber auch nicht mehr als die anderen. In der Literatur herrscht bisher keine Einheitlichkeit darber, wie die besonderen Rntgenbefunde der Elektroschweier zu deuten sind. Zu dieser Frage haben bisher nur wenige Autoren Stellung genommen. Wie schon erwhnt, erkannten bereits Enzer und Sander9 die hnlichkeit ihrer Rntgenbefunde mit silikotischen Vernderungen an. Die von ihnen untersuchten 26 Arbeiter hatten eine Reihe von Jahren mit reinen Metallelektroden geschweit. Chemische Untersuchungen der Elektroden hatten die Silikatfreiheit ergeben. Bei der Sektion eines Arbeiters, der an einer Lungenentzndung gestorben war, ergab die chemische Unter suchung des Lungengewebes nur einen geringen Kieselsuregehalt. Auf Grund dieser Tatsachen kamen die Verfasser zu dem Resultat, da die im Rntgenbild sichtbaren Fleckenschatten nur von kleinsten Eisen oxyddepots herstammten, aber keine Fibrosen verursachten. Demgegen ber wird in einer hollndischen Arbeit44Eisenoxyd als schdliche Ursache verneint, und zwar auf Grund von Versuchen mit Schweidmpfen an Katzen und Kaninchen. Allerdings scheint es sich hierbei um kurze Versuche gehandelt zu haben; "die- in erster Linie die toxische Seite bercksichtigten. Doig und McLaughlin7 berichten ber klinische und rntgenologische Untersuchungen von 16 Elektroschweiern. Sie fanden in keinem Falle ein normales Rntgenbild, sondern kntchenartige Ver nderungen, die am meisten einer Silikose hneln, ohne da das klinische Bild hierzu pat. Sie haben auch die hnlichkeit der symmetrischen Marmorierung mit Miliartuberkulose hervorgehoben. Diese Elektro schweier hatten jedoch mit Elektroden gearbeitet, die durch Asbest hllen geschtzt waren. Dabei ist der eine Befund^von Herrn Professor Sawpe bemerkenswert, der nach unserer auf Tabelle 17 gegebenen Zu sammenstellung als letzter Fall ebenfalls ein asbestosehnliches Bild bei ber die Probleme der Gesundheitsschdigungen beim Elektroschweien. 677 einem Elektroschweier fand. Ferner erwhnen noch Weber und Jewde48 in ihrer Abhandlung: Es wird zu prfen sein, ob eine Silikosegefhrdung der Elektroschweier in Betracht kommt, und zwar auf Grund der chemischen Untersuchung auf Kieselsure; denn sie fanden bei ihren Untersuchungen den beachtlichen Wert von 18--21% Kieselsure. Auch mir bekannt gewordene Analysen von viel gebrauchten Elektroden weisen einen verhltnismig hohen Kieselsuregehalt auf, der sich den Werten von Weber und Jewde48 nhert. Aus bestimmten Grnden knnen diese Analysen hier nicht mitgeteilt werden. Koelsch17 hat in seiner Arbeit ber die Eisenstaublungen bei Elektro schweiern hierzu eingehend Stellung genommen. Er untersuchte Elek troschweier, die mit nichtummantelten, sog. blanken Elektroden arbei teten, die aus reinen Eisenstben bestanden. Die rntgenologische Untersuchung ergab silikosehnliche Rntgenbilder. Die Verschattungen erklrt er lediglich durch die Einatmung von Eisen bedingt. Dabei nimmt er an, da es nicht zu einer Wucherung des Bindegewebes kommt bzw. zu einer generalisierten Fibrose des Lungengewebes wie bei der Kieselsurestaubeinwirkung, sondern lediglich zu einer ,,rtlichen binde gewebigen Umhllung". Koelsch betont ausdrcklich, da sich seine Schlsse ,,natrlich nur auf die Arbeit mit reinen Stahlelektroden ohne Ummantelung beziehen". Da jedoch heute der Gebrauch der ummantelten Elektroden auerordentlich hufig ist, so ist fast stets auch ein gewisser Kieselsuregehalt bei den ummantelten Elektroden vorhanden und mu deshalb bei der Klrung der Rntgenbilder bercksichtigt werden. Andererseits ist die Frage noch zu errtern, die bereits frher schon in der Literatur von einzelnen Autoren7 errtert worden ist, ob es sich nicht bei den fraglichen Rntgenbildern mglicherweise um chronisch pneumonische Vernderungen durch die beim Schweien auftretenden nitrosen Gase handeln kann. In dieser Richtung deuten auch unsere Auf stellungen ber den Zusammenhang der gefundenen rntgenologischen Erscheinungen mit den Beschftigungsaltern. Gerade hierbei knnen keine Abhngigkeiten irgendwelcher Art festgestellt werden, d. h. also, da diese Tatsache gegen eine chronische Aufnahme von Gas- und Staub mengen spricht. Sie knnten vielmehr dahin ausgewertet werden, da einzelne Reizungen zu bestimmten Zeiten bei den Schweiern aufgetreten sind und dann derartige Zustnde in der Lunge hervorgerufen haben. Dabei wre die Beschftigungszeit vollkommen bedeutungslos; denn aus der Tabelle 16 ergibt sich, da Bilder, einer beginnenden Silikose gleichend, bereits nach 1 bzw. nach 4 oder 7 Jahren aufgetreten sind. Bilder, die etwa einer Silikose I gleichen, wurden nach 7 und 10 Jahren be obachtet. Noch eindrucksvoller ist jener Fall mit dem Bild einer Sili kose I--II, die in Leipzig bei den Betriebsreihenuntersuchungen ermittelt wurde (S. 675). Hier war der Betreffende nur 5 Jahre Elektroschweier. Vergleichen wir damit die Staubexpositionszeiten der Arbeiter, die in 684 Johannes Gramer: Wiederholte Untersuchungen von Elektroschweiern eines Umschu lungslehrganges ergaben insbesondere eine Verminderung der Monozyten nach 7wchiger Ttigkeit. Von 100 Rntgenaufnahmen der Lungen zeigen nur 16% keine Ver nderungen durch die Elektroschweierttigkeit. Unter den brigen kommen Bilder vor, die in 9% einer Silikose 0--I, in 1% einer Silikose fast I, in 5 % einer Silikose I und in 1 Fall einer beginnenden Asbestose hneln. Auerdem wurde ein Elektroschweier erwhnt mit einem Rntgenbefund, der einer Silikose I--II gleicht. Zu diesen Lungenbefunden fehlen klinische Vernderungen im Sinne einer Silikose. Die Beschftigungszeiten scheinen auch gegen den silikotischen Charakter der Vernderungen zu sprechen. Es wird errtert, ob nicht vielmehr diese Zustnde als Endergebnisse gewisser bronchopneumonisclier Einzelreizungen angesehen werden knnen. Eine Kinderarmut scheint bei den Elektroschweiern zu bestehen. Eindeutige Feststellungen konnten aber aus unserem Material nicht ge troffen werden. Es mte gerade dieses Problem bei einem viel greren Untersuchungsgut weiter verfolgt werden. Frauen reagieren im Berufsbeginn mit starken allgemeinen Erschei nungen und werden besonders durch Regelstrungen beeintrchtigt. Da Befunde und Beschwerden teilweise vom Arbeitsplatz abhngig sein knnen, wurde bereits erwhnt. In einem Vergleich zweier Ab teilungen mit verschiedenen Lftungsanlagen konnte die Abhngigkeit der Beschwerden und Befunde von der Lftung besonders eindeutig bewiesen werden. In den meisten Betrieben wurden ungengende hygienische Verhltnisse vorgefunden. Es wird deshalb auf wirkungs volle Lftungseinrichtungen hingewiesen. Dagegen ist ,,bleihaltige Strahlenschutzkleidung1` berflssig. Literaturverzeichnis. 1 Adler-Herzmark, Jenny: Zbl. Gewerbehyg. 16 (N. F. 6), 193 (1929). -- 2 Beintker, Erich: Jahresberichte ber die Ttigkeit der preuischen Gewerbe medizinalrte whrend des Kalenderjahres 1927, S. 152. -- 3 Beintker, Erich: Zbl. Gewerbehyg., N . F. 9, 207--211 (1932). -- 1 Chrometzka: Dtsch. Arch. klin. Med. 179, 569 (1937). -- 5 Coltmann, B. W. and H. G. McPherson: J. industr. Hyg. 20, 465 (1938). -- 6 Crmer, G.: Arch. 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