Document jBdDZke6OGqQBVEB37KoXqYDO
FILE NAME: German Articles - Some with English Translation (GER) DATE: 1949 DOC#: GER009 DOCUMENT DESCRIPTION: Book Excerpt - Cancer with Asbestosis
by K.H. Bauer b). Cancer with Asbestosis. Also h e r e , the original experience
is a professional cancer, lung cancer in the case of asbestos
workers CGloyne 1931, Lit. s. Wedler 19431. Of 29 asbestos workers
given autopsies, 6 had broncial or pleura cancer (Wedler 19431.
The year-long dust damage is essential. As in the case of so
many professional cancers, cancer can occur with asbestosis
even after a long dust-free interval. The time between the
beginning of dust exposure and cancer amounts to between 12 and
42 years. The location of the tumor usually corresponds with the
most serious changes of asbestosis. Histologically, it is a
question of horny plate epithelium carcinomas (Nordmann 1931).
Asbestos cancer can be preceded by precancerous changes. Mechan
ical damage due to many sharp and pointed asbestos crystals and
chemical irritations are the noxious elements which come into
consideration. Nordmann and Sorge (JL941) achieved multicentric
plate epithelium carcinomas in mice in 20% of the surviving animals
by exposing them to asbestos dust. Asbestos in connection with
lung cancer is listed in the professional diseases which must
be compensated for in Germany.
I certify that the staff member who translated the foregoing is thoroughly familiar with the and English languages end that it is a true and complete translation of the corresponding documents
-- ** ------
lan gu a ge Service Bureau, inr. Dupont Circle Building Washington, D.C. 20036
\
Krebs durch cnemische Stoffe.
vitro-Versuche von Carrel und Fischer, die auch von Carrel (1927) nach geprft waren, spter nicht reproduzierbar gewesen. Es erscheint mglich
(Currie 1947), da eine Virusinfektion gleichzeitig erfolgt war. Jedenfalls gengt auch beim Arsen, ebenso wie beim Teer ein rein lokaler,
unmittelbar auf die betreffenden Zellen wirkender Reiz, um Krebse zu erzeugen. Da Arsen allein Krebs erzeugt, beweist, der Arsenberufskrebs; auch hat Cholev/a (1934) allein durch Arsenftterung 3mal experimentell Krebs bei Musen und Kaninchen erzeugt. Auch Leitch und Kennaway (1922) erzielten mit Arsen allein, und zwar mit einer 0,12%igen alkoholischen Lsung von arsensaurem Natrium, nur durch Hautpinselung nach 86 Tagen Hautkrebse.
Autor
Tabelle 42. Experimentelle Arsenkrebse.
Material
Prparat
Ergebnis
A skanazy 1927 . . .
A skanazy Askanazy und Girod Carrel, A. 1925, 1927 Cholewa 1934 . . . F ischer, A. 1927
Rattenftalbrei
Teratoide der Magen wand durch Rattenftalbrei
Mit Cysticercus infi zierte R atten eines refrakt. Stammes
Hhnerembryonal zellen
Unbehandelte Muse und Kaninchen
Embryonales Hh nermilzgewebe
FowLERsche Lsung 1:400000 intra tumoral und in Nachbarschaft nachinjiziert
Arsenhaltige Nah rung
AsjO., injiziert
Arsenige Sure 1:125000 bis 1:250000 mit injiziert
Arsenftterung 1 It--2 Jahre
Arsenpentoxyd 1:400000 in vitro
Umwandlung von Teratomen in Plattenepithelcarcinom
Adenocystome, Spin delzellensarkom mit Metastasen
Cysticercussarkorn
Spindelzellensarkom
2 Lungenblastome, 1 Sarkom des Ohres
Polymorphzelliges Sarkom (metasta sierend)
Da das Arsen direkt mit dem Zellstoffwechsel der Tumoren etwas zu tun hat, scheint aus dem bei Krebskranken durchschnittlich hohen Arsengehalt von 279 mg-% (gegenber 6 0 mg-% bei Gesunden) hervorzugehen (Guthmann 1941). Auch ndert sich der Arsengehalt konform mit dem Fortschreiten bzw. Zurck* gehen der Krebse. Guthmann nimmt an, da der erhhte Arsenspiegel bei Krebskranken aus dem Tumorgewebe selbst gespeist wird, da dieses 25,5mal so viel Arsen enthlt wie das Blut.
Krebs bei Asbestose. Auch hier ist die Ausgangserfahrung ein Berufskrebs, der Lungenkrebs bei Asbestarbeitern (Gloyne 1931, Lit. s. bei Wedler 194)). Von 29 obduzierten Asbestarbeitern hatten 6 einen Bronchial- oder Pleurakrebs
(Wedler 1943). Wesentlich ist der jahrelange Staubschaden. Wie bei so vielen Berufskrebsen kann es auch bei der Asbestose nach langem, staubfreiem Inter vall noch zu Krebs kommen. Die Zeit zwischen dem Beginn der Staubexposition und dem Krebs betrgt zwischen 12 und 42 Jahren. Der Sitz der Geschwulst pflegt mit den schwersten Vernderungen von Asbestose selbst bereinzustimmen. Histologisch handelt es sich um verhornende Plattenepithelcarcinome (N ord mann 1931)' Auch dem Asbestkrebs selbst gehen prcancerse Vernderungen
voran. A zahlreich! Nordman Asbeststa carcinomi in der L mit aufgi
Chromat.' (1933) 5 1 Vollends Unter sue Lungenk: Nachfors schlgige arbeitern
Die i Hautsch; schleim h Nasenati der Kehl lieh nacl und J on
Die s vor allen des Roh auer at Chromat sondern und in entstann einen Fa krebs zu gesetzt Lungen1
Bishi beschrie schdigt Form ei drer H Platte, diviere Eine t 1 wurde negati
Darml der Li Lunge Weitet
Krebserzeugung durch Mineralien und Metalle.
voran. Als Noxe kommen in Betracht mechanische Schdigungen durch die zahlreichen scharfen und spitzen Asbestkrystalle und chemische Irritationen. Nordmann und Sorge (1941) erzielten bei Musen durch Bestubung mit Asbeststaub in 20% der berlebenden Tiere multizentrische Plattenepithelcarcinome. Die Asbestose in Verbindung mit Lungenkrebs ist unter Nr. 18b in der Liste der in Deutschland entschdigungspflichtigen Berufskrankheiten
c) Der Chromatkrebs. Nachdem frher schon einzelne Lungenkrebse bei
Chromatarbeitern als Berujskrebs gedeutet worden waren, wurden von Betke
(1933) 5 Flle bei Chromatarbeitern eines ehemaligen Grobetriebes beschrieben.
Vollends auer Zweifel gestellt wurde der Chromatkrebs als Berufskrebs durch
Untersuchungen von Alwens, Bauke und J onas (1936). Unter 30 Fllen von
Lungenkrebs entstammten allein 15 Flle ein und derselben Fabrik. Weitere
Nachforschungen haben in Deutschland -- aus dem Ausland fehlen noch ein
schlgige Beobachtungen -- bislang ber 2 Dutzend Lungenkrebse bei Chrom arbeitern festgestellt (s. auch bei P feil 1935).
Die Intoxikation erfolgt durch die Atemwege. Anfangs kommt es neben
Hautschdigungen zu Erosionen, Vertzungen und Geschwren der Nasen
schleimhaut (fast immer mit Septumperforation!), spter dann bei behinderter
Nasenatmung auf dem Wege ber die nunmehrige Mundatmung zu Reizzustnden
der Kehlkopf-, Tracheal- und Bronchialschleimhaut, welch letztere dann schlie
lich nach verschieden langer Latenzzeit (bis zu 19 Jahren!) (Alwens, Bauke
und J onas) zum Bronchialkrebs fhrt.
. *
Die schdigende Noxe sind die freie Chromsure oder Alkalisalze derselben,
vor allem die Bichromate. Die Chromverbindungen gelangen als Gesteinsstaub
des Rohproduktes Chromeisenstein oder als krystallinischer Bichromatstaub --
auer auf die Haut (Ekzeme usw.) -- mit der Atemluft in die Luftwege. Die
Chromate als Noxe sind nicht nur durch die Zahl der zweifelsfreien Flle,
sondern auch dadurch sichergestellt, da sie in obduzierten Bronchialkrebsen
und in den Lungen chemisch nachgewiesen wurden. Die bisherigen Flle
entstammen alle der chromerzeugenden Industrie, nur Baader (1937) teilt kurz
einen Fall der chromverarbeitenden Industrie mit, der wahrscheinlich als Berufs
krebs zu deuten ist: ein Farbmaler, der viele Jahre lang Chromatfarben an
gesetzt und mit der Spritzpistole versprengt hatte, bekam gleichfalls einen
Lungenkrebs.
Bisher ist nur ein Fall von Hautkrebs durch chronische Chromschdigung
beschrieben worden (Welz 1947). Es ist dies verwunderlich, fhrt ja die Chrom schdigung, vor allem bei Galvaniseuren, zu einer als,,Chromkrtze" bezeichneten Form eines chronischen Chromekzems, welches alle Vorbedingungen sekun drer Hautcarcinome liefern drfte. Im Falle von Welz entwickelte sich ein
Plattenepithelcarcinom am Unterarm auf dem Boden eines chronisch-rezi
divierenden anaphylaktischen Chromekzems nach einer Latenzzeit von 8 Jahren.
Eine berempfindlichkeit der Haut gegen Kaliumbichromat und Chromsure
wurde durch vielfache Testung nachgewiesen. Alle anderen Testungen waren
1" negativ. Hautkrebse durch Chromate oder Krebse sonstiger innerer Organe (MagenDarmkanal) sind sonst noch nicht sichergestellt. Entschdigungspflichtig (Nr. 19
der Liste entschdigungspflichtiger Berufskrankheiten) ist bis jetzt auch nur der
Lungenkrebs in Unternehmen zur Herstellung von Alkalichromaten und ihrer | Weiterverarbeitung zu ,,Chromfarben". Die experimentelle Nachprfung der