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Auf Anfrage eines Kantonslabors hat das BLV die erhhten PFAS-Gehalte in Fischen aus einem Teich, in welchem Hobbyfischer angeln, sowie in Familiengrten an einem Standort auf ihre gesundheitlichen Risiken bei deren Konsum beurteilt. Lebensmittel fr die private Verwendung fallen nicht unter die Lebensmittelgesetzgebung. Die Daten stammen von zwei unterschiedlichen Labors (keine behrdlichen Labors) und es liegt bisher nur eine sehr beschrnkte Anzahl an Proben vor. Fr die Beurteilung wurde die tolerierbare wchentliche Aufnahmemenge (TWI) von EFSA (2020) fr die Summe von PFOS, PFOA, PFHxS, und PFNA verwendet, welche bei 4.4 ng pro Kilogramm Krpergewicht und Woche liegt. Fr die anderen gemessenen PFAS wurden die jeweils tiefsten toxikologischen Referenzwerte verwendet, welche von nationalen Behrden (z,B. US EPA) abgeleitet wurden und in einer Arbeit von Brown et al. (2020) zusammengestellt sind. Bei den Verzehrsdaten an Gemse wurde u.a. auf die Daten der nationale Ernhrungserhebung menuCH Bezug genommen. Die PFAS-Werte in geschlten Kartoffeln lagen unter den jeweiligen Bestimmungsgrenzen. Dies im Gegensatz zu den ungeschlten Kartoffeln, bei deren Verzehr der EFSA-TWI berschritten wurde. Eine TWI-berschreitung konnte auch bei Hochverzehrern von Stangensellerie festgestellt werden. Beim Verzehr von Mangold bzw. Grnkohl wurden die toxikologischen Referenzwerte nicht berschritten. Die Gehalte an PFOS in Flussbarsch waren massiv erhht und die Risikobewertung ergab, dass sofortige Risikoreduktionsmassnahmen (sprich ein sofortiges Fischereiverbot) notwendig sind. Es zeigte sich, dass fr die Risikobewertung der Fisch- und Gemseproben die Gehalte der vier von EFSA bewerteten PFAS massgebend sind. Es wre von Vorteil, wenn in solchen Fllen auf standortspezifische Verzehrsdaten zurckgegriffen werden knnte. Diese liessen sich abschtzen, indem per Kurzinterview bzw. durch Fragebgen bei den Hobbygrtnern die ungefhren Ernteertrge pro Jahr und bei den Hobbyfischern die jhrlichen Fangertrge erhoben werden. Im betroffenen Kanton sind weitere Messungen zu den PFAS-Belastungen in Lebensmitteln geplant, so dass sich die Reprsentativitt der Daten mittelfristig verbessern wird.