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PFAS-Verbot Geplantes PFAS-Verbot lsst alle Alarmglocken luten Das von der EU geplante umfassende PFAS-Verbot wrde die industrielle Produktion teilweise auf den Entwicklungstand von 1950 zurckwerfen. Die Qualitt der Grundversorgung der Menschen wre an vielen Stellen gefhrdet. Der Maschinenbau fordert daher einen anderen, strikt risikobasierten Ansatz der Regulierung. Press Release 21.06.2023 Fluorpolymere kommen in vielen Dichtungen, Ventilen, Schluchen oder Kompressoren zum Einsatz. shutterstock Das von der EU-Kommission geplante Verbot von mehr als 10.000 chemischen Stoffen der PFAS-Gruppe lsst im mittelstndisch geprgten Maschinen- und Anlagenbau alle Alarmglocken luten. Da Fluorpolymere (Teilgruppe der PFAS: Per- und Polyfluoralkylsubstanzen) in vielen Dichtungen, Ventilen, Schluchen oder Kompressoren zum Einsatz kommen, und es zumeist keinen adquaten Ersatz fr diese Stoffe gibt, "wren fast alle Maschinenbaufirmen in unterschiedlichem Ma von diesem Verbot betroffen", sagte Dr. Sarah Brckner, Leiterin VDMA Abteilung Umwelt und Nachhaltigkeit, auf einer PFAS-Infoveranstaltung des Verbands. "Wir wrden mit den alternativ zur Verfgung stehenden Materialien zum Teil auf den Entwicklungstand von 1950 zurckgeworfen", warnte Brckner. Fast 500 Mitgliedsfirmen nahmen an der Veranstaltung teil - ein Rekordwert, der die groe Betroffenheit der Branche deutlich macht. "In dieser Regulierung findet keine angemessene Differenzierung statt, es ist ein Generalangriff", warnte Dr. Matthias Peters, Manager Global Materials & Compliance von Trelleborg Sealing Solutions. Eine Konsequenz eines so umfassenden Verbots wre, dass die Qualitt der Grundversorgung der Menschen mit Blick auf Gesundheit, Sicherheit oder Nahrung leiden wrde, weil industriele Prozesse gefhrdet wren, erluterte er. ,,Fast alle Maschinenbaufirmen wren in unterschiedlichem Ma von diesem Verbot betroffen." Dr. Sarah Brckner, Leiterin VDMA Abteilung Umwelt und Nachhaltigkeit Unternehmen fordern strikt risikobasierten Ansatz der Regulierung Der VDMA fordert daher einen strikt risikobasierten Ansatz der Regulierung. "Es gibt PFAS-Stoffe, die kein relevantes Risiko fr Mensch und Umwelt darstellen, aber die Langlebigkeit und Sicherheit vieler industrieller Produkte und Produktionsprozesse garantieren. Diese PFASGruppen mssen vom Verbot ausgenommen werden. Einzelausnahmen fr bestimmte Produkte wie zum Beispiel Wrmepumpen fhren in die Irre, weil es allein schon im Bereich der grnen Technologien Tausende solcher Ausnahmen geben msste", betonte Brckner. "Die EU-Behrden berschreiten ihr Mandat. Sie drfen Stoffe, von denen kein relevantes Risiko ausgeht, nicht verbieten", ergnzte Peters. Unterscheidung zwischen Konsumprodukten und Industrieanwendungen Derzeit laufen unter der Regie der EU-Behrde ECHA ffentliche Konsultationen zum geplanten PFAS-Verbot. "Der VDMA begleitet als grter Industrieverband in Europa dieses Thema seit ber 3 Jahren, quasi von der ersten Sekunde an. Wir haben uns bei allen Konsultationen beteiligt und Input geliefert. Aber wir erleben jetzt das komplexeste Verfahren im Bereich der Stoffbeschrnkung, das wir in den vergangenen 25 Jahren gesehen haben", sagte Peters. Ergebnis dieser Konsultationen soll ,,ein mageschneiderter Vorschlag zur PFAS-Beschrnkung sein", hie es auf der Veranstaltung. "Wenn die EU dieses Versprechen ernst nimmt, mssen zum einen die sogenannten 'polymers of low concern' erlaubt bleiben. Zum anderen muss die Regulierung viel deutlicher zwischen Konsum- und Industrieprodukten unterscheiden", forderte VDMA-Expertin Brckner. "Komponenten, die tief im Inneren einer Maschine verbaut sind und ordentlich entsorgt werden, drfen nicht mit Teflonpfannen oder Skiwachsen gleichgesetzt werden!" PFAS-Intoseite Mehr Informationen zum Thema PFAS finden Sie hier. Kontakt Holger Paul Leiter Kommunikation und Pressesprecher @vdma.org