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FG 5.2
Entwurf fr Helpdesk-Seite - deutsche Beschrnkungsvorschlge
DE
Per- und polyfluorierte Stoffe (PFAS)
PFAS sind eine groe Familie von Tausenden von knstlich hergestellten Chemikalien, die in der gesamten Gesellschaft weit verbreitet sind (z.B. in Textilien, Elektronikgerten, Lebensmittelkontaktmaterialien, Medizinprodukten, usw.).
Alle PFAS sind persistente Substanzen oder werden in der Umwelt zu diesen abgebaut. Werden PFAS einmal freigesetzt, verbleiben sie fr lange Zeit in der Umwelt. Die extreme Persistenz von PFAS, die zu einer irreversiblen Umweltexposition und -akkumulation fhrt, ist ein Grund zu groer Besorgnis.
Aufgrund ihrer Wasserlslichkeit und Mobilitt ist es sowohl in der EU als auch weltweit zu Verunreinigungen von Oberflchen-, Grund- und Trinkwasser sowie von Bden gekommen. Auch in Zukunft werden diese Verunreinigungen weiterhin auftreten. Es hat sich als schwierig und extrem kostspielig erwiesen, PFAS zu entfernen, wenn sie in die Umwelt gelangen.
Darber hinaus wurden fr einige PFAS toxische und/oder bioakkumulative Eigenschaften nachgewiesen, sowohl in Bezug auf die menschliche Gesundheit als auch auf die Umwelt.
Wenn keine Manahmen ergriffen werden, werden ihre Konzentrationen weiter ansteigen, und ihre toxischen und umweltschdlichen Auswirkungen werden nur schwer rckgngig zu machen sein. Deutschland hat daher gemeinsam mit vier weiteren Staaten (Niederlande, Dnemark, Schweden und Norwegen) die Initiative ergriffen, um einen Beschrnkungsvorschlag im Rahmen der Chemikaliengesetzgebung REACH auszuarbeiten.
Beschrnkung unter REACH
Eine Beschrnkung gilt als das effektivste Instrument, um das Risiko von Stoffen wie PFAS, die in industriellen Prozessen, aber auch in Produkten (Gemischen und Erzeugnissen) verwendet werden, zu beherrschen. Darber hinaus wird sie als der effektivste und effizienteste Weg angesehen, um eine so groe und komplexe Gruppe von Stoffen zu regeln, die in zahlreichen Anwendungen eingesetzt werden.
Der geplante Beschrnkungsvorschlag wird sowohl die Herstellung, das Inverkehrbringen als auch die Verwendung von PFAS abdecken. Ausnahmen (mit Bedingungen) fr bestimmte Verwendungen knnten unter bestimmten Umstnden mglich sein, z.B. wenn die Interessenvertreter nachweisen knnen, dass die Emissionen ber den gesamten Lebenszyklus durch geeignete Manahmen minimiert werden und dass die weitere Verwendung von PFAS in der jeweiligen Anwendung fr die Gesellschaft wichtig ist. Denkbare Bedingungen fr Ausnahmen knnten u.a. die Festlegung eines Konzentrationsgrenzwertes oder die Einfhrung einer Kennzeichnungspflicht sein. Weiterhin knnen Ausnahmeregelungen auch zeitlich befristet werden.
PFAS im Anwendungsbereich dieses Beschrnkungsvorschlags sind definiert als fluorierte Stoffe, die mindestens ein aliphatisches Kohlenstoffatom enthalten, das sowohl gesttigt als auch vollstndig fluoriert ist, d. h. jede Chemikalie mit mindestens einer perfluorierten Methylgruppe (-CF3) oder mindestens einer perfluorierten Methylengruppe (-CF2-), einschlielich Fluorpolymeren und fluorierten Seitenkettenpolymeren.
Im Rahmen einer erneuten Befragung [Link] werden die bereits von den Behrden gesammelten Informationen zusammenfassend prsentiert und Betroffene (Verbnde und Unternehmen) sowie Hersteller und Anwender von Alternativen von PFAS gebeten, dazu Stellung zu nehmen und ggf.
FG 5.2
Informationen zu korrigieren oder zu ergnzen. Das Ziel ist dabei, sicherzustellen, dass die bereits vorhandenen Informationen die aktuelle Marktsituation akkurat wiedergeben und verbleibende Datenlcken zu fllen, um im kommenden Jahr einen mageschneiderten Beschrnkungsvorschlag vorlegen zu knnen.
EN
Per- and polyfluorinated substances (PFAS)
PFAS are a large family of thousands of man-made chemicals that are widely used throughout society (e.g. in textiles, electronics, food contact materials, medical devices, etc.).
All PFAS are, or ultimately transform into, persistent substances. PFAS, once released, will remain in the environment for ages. The extreme persistence of PFAS leading to irreversible environmental exposure and accumulation is a reason for major concern.
Due to their water solubility and mobility, contamination of surface, ground-, and drinking water and soil has occurred in the EU as well as globally and will continue. It has been proven difficult and extremely costly to remove PFAS when released to the environment.
In addition, some PFAS have been documented as toxic and/or bioaccumulative substances, both with respect to human health as well as the environment.
Without taking action, their concentrations will continue to increase, and their toxic and polluting effects will be difficult to reverse.
Restriction under REACH
A restriction under the chemicals legislation (REACH) is considered the most effective tool to manage the risk from substances, such as PFAS, that are used in industrial processes but also in products (mixtures and articles). In addition, it is considered to be the most effective and efficient way to manage such a large and complex group of substances that are used in numerous applications.
The envisaged restriction proposal will cover the manufacture, the placing on the market and the use of PFAS. Derogations (with conditions) for certain uses might be possible under certain circumstances, e.g. if stakeholders can demonstrate that emissions over the whole life-cycle are minimised by appropriate measures and that continued use of PFAS in the application is important for society. Conceivable conditions for exemptions could be inter alia the setting of a concentration limit or introduction of a labelling requirement. Derogations can also be time-limited.
PFAS in the scope of this restriction proposal are defined as fluorinated substances that contain at least one aliphatic carbon atom that is both, saturated and fully fluorinated, i.e. any chemical with at least one perfluorinated methyl group (-CF3) or at least one perfluorinated methylene group (-CF2-), including fluoropolymers and fluorinated side chain polymers.
In a new survey [link], the information already collected by the authorities will be presented in summary form and stakeholders (associations and companies) as well as manufacturers and users of alternatives to PFAS will be asked to comment on it and, if necessary, to correct or supplement information. The aim here is to ensure that the information already available accurately reflects the current market situation and to fill any remaining data gaps in order to be able to present a tailored restriction proposal in the coming year.