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PRODUKT & TECHNIK
Spezielle Walzenbeschichtung fr definierten Feuchtmitteltransport
PATENTE UND GEBRAUCHSMUSTER (43). Die Erfindung bezieht sich auf eine Druckmaschinen-Walze mit einem Bezug aus fluorelastomerem Material zur bertragung von Feuchtmittel oder Farbe/Lack auf einen Drucktrger. Die Verwendung derartiger Beschichtungen aus Fluorelastomer, insbesondere durch einen Fluorkautschuk, ermglicht einen sehr definierten und stets gleichbleibenden Transport des Feuchtmittels oder der Farbe/des Lackes (erteilt wurde das Patent mit der Nr. DE 20 2005 021 487 U1 der Weros Dienstleistungen GmbH, Melle).
Der Erfindung liegt laut Patentschrift die Aufgabe zugrunde, eine Feuchtmittelund/oder Farb-/Lackbertragungseinrichtung in Form einer Walze fr Druckmaschinen bereitzustellen, die ber lange Zeitrume auch bei sich ndernden Prozessbedingungen wie Klima- oder Temperaturschwankungen ein konstant gutes Druckergebnis ermglicht, insbesondere auch hinsichtlich der Farbqualitt im Mehrfarbendruck, die ein sehr gutes Rckspaltverhalten aufweist, eine deutlich erhhte Lebensdauer bei unvernderten Eigenschaften insbesondere hinsicht-
lich der Hrte und der Benetzbarkeit mit Feuchtmittel und/oder Farbe/Lack aufweist und die eine einfache Wiederherstellung bei betriebsbedingtem Verschlei ermglicht.
FLUORELASTOMER. Dazu wird eine Walze bereitgestellt, die eine durchgehende, den Bezug aus elastomerem Material berdeckende Oberflchenbeschichtung aufweist, die ein Fluorelastomer enthlt oder vollstndig aus diesem besteht. Das Fluorelastomer kann aus einem oder mehreren Elastomeren, ausgewhlt aus der
Die neuartige Elastomerwalze
Kurzdarstellung Die Darstellung zeigt schematisch eine Querschnittsdarstellung einer erfindungsgemen Walze, wie sie als Feuchtmittel- oder Farbbertragungswalze in einer Offset-Druckmaschine einsetzbar ist. Die Walze weist einen Kern 2 aus einem formstabilen Material wie einem Hartkunststoff oder Metall, beispielsweise Stahl oder Aluminium, auf. Auf dem Kern 2 ist ein Walzenbezug 3 aus einem elastomeren Material aufgebracht, wobei zwischen Kern und Bezug eine Haftmittelschicht (nicht dargestellt) vorgesehen ist. Der Walzenbezug kann aus einem geeigneten elastomeren Material, beispielsweise Acrylnitrilbutadienkautschuk (NBR), Butylkautschuk oder dergleichen bestehen. Der Bezug weist eine radiale Strke von etwa 10 mm und eine Hrte von rund 30 Shore A auf. Auf dem Walzenbezug 3 ist mittels einer Haftmittelschicht (nicht dargestellt) eine Beschichtung eines elastomeren Fluorkautschuks in
Form eines Latex aufgebracht. Die Fluorkautschukbeschichtung ist fllstofffrei und weichmacherfrei und weist eine Dicke von etwa 25 m auf. Die uere Oberflche der Beschichtung 4 aus elastomerem Fluorkautschuk bildet unmittelbar die uerste Oberflche der Walze, die mit dem Feuchtmittel beziehungsweise Verdruckmittel in Kontakt kommt.
Ideen fr die Technik von morgen
DD-Serie Wir geben Einblick in die
Patent- und Gebrauchsmuster-Aktivitten
unserer Branche.
Folge 42 Rotationsdruckverfahren DD 09 Folge 43 Walzenbeschichtung DD 11 Folge 44 Buchproduktionsprozess DD 13
Gruppe elastomerer Fluorkautschuk oder Polyfluorsilicon, bestehen.
BESONDERE ANPASSUNG. Im Gegensatz zu beispielsweise teflonbeschichteten Walzen wird durch das erfindungsgeme Fluorelastomer laut Patentschrift eine Oberflchenbeschichtung bereitgestellt, die wie auch der die Beschichtung tragende Bezug selber aus einem elastomeren Material besteht. Hierdurch ist eine besondere Anpassung der Walzenbeschichtung zu dem Bezug aus elastomerem Material gegeben, wozu beispielsweise Teflonbeschichtungen oder andere Beschichtungen aus nicht-elastomeren bzw. plastisch verformbaren Polymeren vllig ungeeignet wren. So ist eine hohe dynamische Belastbarkeit der Walzenoberflche gegeben, was sowohl fr die Verdruckmittelverarbeitung im Walzenspalt zweier gegeneinander arbeitender Walzen (Nip) als auch im Falle von Gummitchern von wesentlicher Bedeutung ist. Durch die vergleichsweise dnne Oberflchenbeschichtung werden so die elastischen und/oder dynamischen Eigenschaften des Bezuges nicht beinflusst. Ferner konnte festgestellt werden, dass durch die erfindungsgeme Verwendung derartiger Beschichtungen aus Fluorelastomer, insbesondere durch einen Fluorkautschuk, ein sehr definierter und stets gleichbleibender Transport des Verdruckmittels bzw. Feuchtmittels erzielt werden kann, so dass beremulsionen des Verdruckmittels mit Feuchtmitteln, die zu Einbuen der Druckqualitt fhren, sich auch bei unterschiedlichsten Prozessbedingungen vermeiden lassen. Hierdurch kann die Druckqualitt verbessert werden und es lassen sich insbesondere auch strende Einflsse durch uere Bedingungen auf das Druckergebnis vermeiden.
Frank Lohmann
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Deutscher Drucker Nr. 11/26.3.2009