Document LzQnmv9KdqGQgL8O5oYnJ4Kg
tJber den Lungenkrebe bei Asbeetoee.
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Im Peritoneum bestand eine ausgedehnte Tumoraussaat. mit Ascites. Der linke Pleuraraum enthielt einen ErguB Ton 50 ecm. Kompeneatoriscbes Empbysem
der linken Lunge. Lie kachektische Frau starb an Kxeislauischw&che iniolge der Lu ngenerkrankung.
Die zweite Beobacbtung stammt von Alwens. Die Sektion nahm FischerWasels vor. Ich kam ala Gutacbter mit dem Fall in Berilhrung. Der BOjahrige Mann (13.8.81 bis 19.9.41) batte bis '/ Jahr Tor dem Tode 42 Jahre in einer Asbestkautacbukabteilung gearbeitet. Er erkrankte im Januar 1941 unter zunehmender Atemnot und Gewichtsabnahme mit den Zeicben eines linkaaeitigen Pleuraergusse8. Absolute Dampfung, aufgehobenes Atemgerauach und Rechtsverdrfingung dea Herzens. Der Auswurf entbielt reichlich Asbestkdrpercben. In dem mehrfach durch Punktion abgdasaenen, gallertigen, rotlichen ErguB. wurden reichlich Tumoizellen gefunden. Uber der rechten Lunge unten waren vereinzelt leinblasige Raaselgerausche zu horen. Die Blutsenkung stieg scbnell an. Im Aus'vurf keine Tuberkelbacillen. Rbntgenologisch wurde eine Asbestose mittleren Grades festgestellt und im rechten Hilus eTtl. der Prim&rtumor vermutet. Die ' Sektion deckte eine leichte Asbestose mit einem diffusen primaren schlcimbildenden Driisenzellcarcinoin der linken Pleura von grdfltenteils adenomatbsem Charakter und Metastasen an der Baurhseite der linken Zwerchfellkuppe, der Serosa des klcinen Beckens und der Brustmuskulatur links aul. Das Sektionsprotokoll der Brustkorborgane sei im einzelnen angefuhrt. da bisher daruber niebt beriebtet wurde.
Brustsektion. PanniculuB adiposus maSig entwiokelt. Thorax ist maBig gew&lbt und elastisch. Rippenknorpel sind gut zu durchschneiden. Daa Zwerchfell steht rechta in H6he lies 5. Intercostalraumes; auf der linken Seite ist es nach unten umgeklappt und ragt welt in die BaucbhOhle hinein. Sein untere.r Pol steht hier tiefer als der Beckenkamm. Bei der Pneumothoraxprobe entweichen anB der linken Pleurahohle fast 3000 ecm einer gelblich-braunen, fadenziehenden FlOssigkeit. lias ganze Mediastinum ist nach rechts verdrangt. Das Herz hangt tropfenfOrtnig im Mediastinum; seine linke Kante liegt in der Mittellinie. Die rcchte Lunge ist bis auf geringe strangformige Venvachsungen frei in der Pleurahohle. In der Pleura costalis finden sich bis handflachengroOe. derbe, weiBe.'sehnige Platten mit einzelnen knollenfOrmigen ebenso derben, weiQen Knotcben. In der Pleura des rechten Lungenoberlappens sieht man eine grofJe strablige Xarbe.' Auf der Pleura der rechten Lunge erkennt man einen feinen, mafiig feat b&ftenden grauen filzigen Belag. Die rechte Lunge selbst ist Ton gehflriger GrSBe und mittierem Luft- und Flvissigkeitsgehalt. Die Pleura uud die Schnittflache zeigen eine maQig starke, schwarze, netzfdrmige Zeichnung. Im Qbrigen ist das Lungengewebe Ton roter Farbe. Herderkrankungen sind nicht nachzuweisen. Im Unterlappenast der rechten Lungenarterie haftet auf der Intima ein kleiner hraunroter Blutpfropf. Die Lungenarterien sind leer. -- Die linko Pleura ist in ganzer Ausdehnung schwartig verdickt. Auf der Innenflache findet man massenhaft dicht beieinander stehende, bis walnuBgroBe Knollen mit maulbeerartiger Oberflache, bestehend aus einem gallertigen -- auf der Schnittflacbe weiflen -- Geschwulstgewebe. Dieses sondert beim Durchschneiden eine fadenzicbende FluBsigkeit ab. Xeben dem Tumorgewebe sieht man ebenfalls einige eehnige Platten wie rechta. Das Geschwulst gewebe dringt an keiner Stelle tiefer in die Unterlage ein. Tor allem nicht in das Lungengewebe. Xur im Bereich der eingangs envahnten Hautknoten an der linken Bnistscite findet man Geschwulstknoten in der Zwischenrippenmuskulatur. Die linke Lunge ist stark atelcktatisch und nur mit einer strangfbrmigen Verwachsung an der Brustwand adherent. Das Lungengewebe ist von zah-fester Konsistenz, graurStlicher Farbe und' zeigt auf Schnitt- und Oberflache eine schwarze, netzartige Zeichnung, die etw&s dichter ist als die der rechten Seite. Im Lungengewebe selbst nirgends Tumor, Trachea, Bronchien heider Lungen sind von gehdriger Weite und
Jlciitwhcx Art hir f. kiln. Med. 191. Mil.
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