Document 72XoKqxYyLzjB6jRaY43EDXe

FILE NAME: Eternit (ETER) DATE: 1952 DOC#: ETER029 DOCUMENT DESCRIPTION: Article from Trade Journal in German Erforschung und Bekm pfung derKrebskrankheit H erausgeber; Schrift! T. A n t o i n e , W ien, B. B r e i t n e r , Innsbruck, H. C h i a r i , W ien, W. D e n k , W ien, E. D o m a n i g, Salzburg, H . F i n s t e r e r , W ien, E. M a i e r , Wien, A . P l e n k Linz, F. W e s s e l y , W ien, E. Z d a n s k y , Wien ter: Dr. Johannes K r e t z , Wien 1. Juni 1952 KuraUl: Krobearzt l\v. er Krebs eine Zu einzelnen ebssterbund bei egen eine *r Alters ei beiden spteren sgruppen n mathetgsorgane fk >gtaenrbelicbhe-i 1 hndigen i dechthin. 1 Mnner i ;ane vom i des als ren sein. 'i ehtigung t Zunahme ' 0 Jahren r raue und. f1 1> it findet Ijl Rachenkis- iowie fr p eJsashorwenie. 1 rzinomen ;en weist f ' hereiches ngen der weniger icn ber die Not ar Friiheugungsrhindern is innerreits be rztlich elbst in dnn als / Zur B e ru fs k r a n k h e it d u rc h Asbest \ '---- ; Von 1 Dr. Karl HJ Sroka, Schaffhausen (Schweiz). Die Gesundheitsgefhrdung dnreli gewerbliche Staubeimvirkang kommt i bekanntlich in sehr verschiedenen Industrien und Gewerben in zum Teil auer j ordentlichem Ausma vor. Es hat der Gesetzgeber dieser 1 atsaehe, welche die 1 Volksgesundheit nur zu eindringlich angeht, auch insofern Rechnung getragen, ) als heute in den meisten Lndern die Gesundheitsschadigungeiii durch Staub 1 mannigfacher Herkunft bzw. Zusammensetzung, so der freien Kieselsure, der t Kieselsureverbindungen (Silikate), von Asbest, Alkalichromaten, Thomasschlacken mehl, Aluminium, Beryllium u. a. als anerkannte Berufskrankheiten in den 'Ver sicherungsschutz einbezogen wurden. Es wird gelegentlich der \ ersuch; unter nommen, diese Staubarten in eine gewisse Rangliste der spezifischen Gefhrlich keit cinzupasson. Dieses Unterfangen erscheint vielleicht als undankbar, immcihm vermag es doch dadurch, da es den Finger auf eine durchgngig schwache Stelle des Gesundheitswesens legt, zur Bekmpfung der Staubkrankheiten beizufrageu. Hier soll die unzweifelhafte Sonderstellung des Asbcststaubes skizziert werden, der durch seine Einatmung die ernsteste Form der Staublwngeuerkranknngen und auch den Lungenkrebs hervorzurufen vermag. Der Asbest ist ein Mineral, das in der Xalur in ungemeinmannigfaltigen Abwandlungen zu finden ist. Immer aber ist es ein Silikat des Mairnesmms von faseriger Beschaffenheit. Diese Faserstruktur gestattet die Verspinnbarkeit, des Asbestes, welcher industrielle Wert noch vielfach erhht, wird durch den relativ hohen Schmelzpunkt, der beim Amphibol- oder llornbiendenasbest bei ziika 0 1150 C, beim Chrvsostil- oder Serpentinasbest sogar um 1550 C liegt, womit ; er fr die Technik eine recht brauchbare Widerstandsfhigkeit gegen mittlere Temperaturen ins Feld fhren kann. Weiterhin tragen die dem Asbest eigene Surefestigkeit und sein geringes AVrmelcit-ungsvermgen zu seiner mit der heut igen Steigerung der Technisierung einhergehenden, immer vielseitigeren Verwendung bei.BDie auf unterschiedlichem Gehalt an Metalloxyden, so Magnesium, _Eisen, Aluminium und Kalzium, beruhenden Varietten des Asbests bedingen die sieh hiernach ausprgende Ausrichtung besonderer Eigenschaften, so da die eine Sorte surefester bzw. feuerbestndiger als die andere ist und umgekehrt. ' Die chemische Analyse des Asbestes interessiert gewi im allgemeinen, wie insbesondere die Arbeitsmedizin, weniger als die Technik, dennoch ist es liir die Gesttndheitsbolange nicht gleichgltig,^ da beispielsweise der Amplubolasbest mit seinen -durchschnittlich 55% Kieselsure immerhin um zirka 1 ,, mehr Kieselsure enthlt als der zur Hauptsache in Kanada gefundene ( lirysostilasbest (zirka 42% Kieselsure), .ledoch pflegt in keiner Asbestsorte die ans Duar/, herstammende freie Kieselsure enthalten zu sein. Dieser Umstand ist deswegen nicht ohne Bedeutung, da die durch Kieselsureverbindungen provozierten Lungen- ll* . - .j ! - A* . , -AAL i'M i :t| U- i.J* i mm f t* ir.s K. H. S r o k a erkrankungen. die Siiikatdsen. .erfahrungsgem nicht das schwere Sc-hdigungs- stadium der durch freie Kieselsure verantworteten Silikose erreichen. Die l'undsicllrn des Asbestes im mitteleuropischen Raum spielen keine wesentliche wirtschaftliche Rolle. Hauptschlich kommt Asbest in Kanada, Sd afrika. Italien mul in Sibirien cor. Wie im bertagebau nach Art unserer Stein- briiclie und Krdcnindiistrie gewonnen, geht am Fundort mir die erste rohe Auf bereitung vor sich, whrend die eigentliche Vorbereitung und Weiterverarbeitung im Rahmen der jeweiligen 'Yerarboitungsindustrie erfolgen mu. da sich diese aiis/.uriehtcn hat in der Methode ihrer Aufbereitung nach dem jeweiligen Ver wendungszweck. '(lesundheitsgefhrdimgen sind also berall dort zu erwarten, wo Asbest durch seine Verarbeitung in irgendeiner Form seine Staubbildung entfalten kann. ln erster Linie ist die Entwicklung des Asbest faserstau! cs verstndlichorweisc zu gewrtigen bei der rohen Aufbereitung mul der Weiterverarbeitung zu den gepr ohne Die Lun: ist. allgemein bekannten Platten, Wie bei verschiedenen Textilfasern auch steht am Anfang der Aufbereitung die Lockerung. Reinigung. Aufschlieung der Asbest- biindel. Diese Ttigkeit an Kollergngen und ffnern geht zwangslufig unter dem Kindnick zum Teil ausgesprochener Staubwolken vor sich. Aber auch das Mischen. Krempeln, Zwirnen. Spulen, Weben der an sich zwar starren, aber langen Asbcst.fasom ist uerst staubgefhrdet. Durch die Einbeziehung von Baumwolle in den Yerarbeittmgsproze'wird die Staubwolke des Asbestes durchgngig nicht sprbar aufgelnckert. Bedenklichere Zusatzstoffe sind aber zuerst Graphit und Paraffin, weniger die den gleichen Zwecken der Festigung, Undurehlssigmaclmng und Erhhung der Gleitfhigkeit dienenden le, Stearin und Wachs. Des weiferen werden fr die Plattenfabrikation auch Schwerspat, Eisenoxyd, Ton. Zellulose i } und andere Substanzen mehr beningezogen, wobei die fr diverse Plattenverwen- dungszweckc weiters gebrauchten Lse- und Verdnnungsmittel, der Benzine. Benzol und seine Abkmmlinge, Ha logen kohlenwasserstoffe und Alkohole usw. ebenfalls die gowerbehvgienische Beachtung verlangen. Zur Fabrikation dieser -Asbestplatten werden die langen Fasern zumeist nach Art der Textilfertigung verarbeitet. Mit Hilfe von Klppelmaschinen webt bzw. flechtet man die Fasern zu Schluchen. Seilen. Schnren. Die krzeren Fasern des; werden- (der Papierherstellung vergleichbar) in der Regel zu Bauplatten. Pappe. eine Karton und Papier verwendet. Hierbei ist nicht weniger die immer gegebene Staubeiiisteluing.zu frchten, d. h. in Rechnung zu stellen. Wir mchten daher nicht weniger nachdrcklich auch aufd ie grundstzliche A'o h een d iyb 'il der Staid>- veehiihniii bei allen weiteren industriellen und gewerblichen Verwenduugsbereicheii von Asbestmaterin! verweisen, Wir denken in diesem Zusammenhang etwa an die Bauindustrie, wo Asbest nicht nur als Zo.satz zum Zement zum Einsatz kommt, oder au die chemische Industrie, die beispielsweise Kunststoffen, so Kunstharzen, erhht!' Festigung durch Asbestbeimischuug verleiht. In der Elektrotechnik, im Maschinen- und Apparatebau wie im Laboratoriumsweseu stellt Asbest einen Mittelpunkt der Isolier- und Dichttmgstoehiiik dar. Asbest kann dos weiteren noch als Brems- bnndmatord. als Kupphmgsbelag, als Filter (sowohl in der Filtrierung von Obst- sfton, beispielsweise zur Imprgnierung keimarmer Sfte, als auch in der Ent keimung des Wassers in der Abwasservenvertung). schlielich im Feuerschutz wesen, in der Textil- und Papierindustrie wie im Rahmen aller Hitzeberufe, gerade der Metall- und Glasindustrie, als Wrmeschutz und Wrmeisolierstoff zum Ge brauch irelaugen. Zur Berufskrankheit durch Asbest ll>9 ' hdigungs- Die Aufnahme des Magnesiumsilikates geschieht in Siaublorin. Es billigt die Wirkungsweise des Asbestes eine beraus charakteristische Berufskrankheit 4 den keine 4 nada, Sd- zustande: die Asbestose. .Mit dem Einatmungssog dringen die Asbestfasern bis in die Lunge vor (vorausgesetzt, da sie hierfr klein genug sind) und bohren sieh I erer Stein * durch die Atembewegungen in das interalveolre Gewebe der Lungen ein, so in rohe Auf mehr akuter Form oder bei individuell bzw. konstitutionell berempfindlichen - rarbeitung Personen eine interstitielle Lungenentzndung verantwortend. Fr gewhnlieh ,! sieh diese bleibt es aber bei Husten und Auswurf mit Beklemmiingsgel'iililen bis zu ans : gen Ver- geprgter Schmerzhaftigkeit im Brustraum, wobei gleichzeitige Nachtschweie ohne nennenswerten auskultatorischen und perkussorischen Befund -typisch sind. v.'o Asbest Die Ansiedlung der Asbestnadeln ruft die diffuse Infiltration der Lunge durch teil kann, * Lungenfibrose und -Zirrhose hervor, die histologisch eine Bindegewebswuchcnmg liehenveise ist. Diese bindegewebige Durchsetzung kann mehr oder weniger die gesamte ug zu den 1 Lunge ergreifen, bezeichnend ist aber der Befall der unteren Lungviiabsclmitte, steht am der Peripherie, wo sieh durch fibrse Adhsionen gerne Bronehiektasirii lieraus- er Asbest I bilden, sowie die Affcktioncii der llcrzumgebung. Die Anseizung der fibrse an ul'ig unter den Herzrndem zieht die Ttigkeit des Herzens verhltnismig frhzeitig in auch das % Mitleidenschaft, was sieh als Atemnot, schon bei geringeren Anstrengungen ber langen daumwolle j kundtut. ... Der Asbestarbeiter pflegt zuerst ber den ihn wegen seines aidallsweisen ngig nicht Auftretens bengstigenden Husten zai klagen. Der Auswurf ist sehr qulend, weil aphit und festhaftend nm fzhe. damit schwor abhustbar. eher geballt. denn schleimig, und igmachung von grauem Aussehen. Krperliche Anstrengungen wie Wetterwechsel verschrfen s weiteren den Hiistenzustaiul, der seine Zuspitzung bei Nebel. Nordostwind mul kal'er . Zellulose Nsse erfhrt. Nebenher existiert stechende Schmerzhaftigkeit in der Brust. ciiverwen- Die mit der Dauer der .Beschftigung mit Asbest fortschreitende Atemnot: ist. Benzine, begleitet von sprbarem Rckgang des Allgemein- mul Krltc/.ustandes i iit 'hole nsw. Zyanose, Gewichtsabnahme. Abmagerung. Appetit- und Schlaflosigkeit. Marng- keit und leichter Ermdbarkeit. Verminderung von Arbeitsfhigkeit, iiinl Leistungs I u zumeist willen. Tn solchen lteren Fllen bleibt, der objektive Befund weiterhin reibt, I inen webt drftig: ber der Lungt* ist abgesehwchtes bis rauhes Atmen zu vernehmen, I o'ir Fasern desgleichen Giemen, Pfeifen, Brummen und Hasseln. Das Rntgenhild ergibt | ii. Pappe. einen hnlich geringfgigen Befund, was aller keineswegs bedeutet, da der im- | gegebene "j gengende Aufschlu durch physikalische wie rntgenologische Untersuchung, | I teil daher /er Slav.b- | -bereichen der so auffllig im Gegensatz zum subjektiven Sehlechtbefinden des Asbestkranken steht, auf eine nur bedeutungslose Lungenerkrankmig zu schlieen das Recht gibt. Ganz im Gegenteil mchten wir den Asbcststaub als durchaus gefhrlicher unschuldigen als den au sieh genug bedenklichen kieselstirelialtigen Quarzstaub. wo Asbest Der Erfahrene wird zudem auch im Rntgenbild bald einen brauchbaren j ehemiselie ,, . Helfer der Prophylaxe finden, wobei als Grundvoraussetzung der Film notwendig ; Festigung >f. denn die Durehleurhtung gengt fr gewhnlieh nicht. Wenn auch sowohl inen- und das sogenannte Schneegestber und die .tumorartigen Vernderungen der Silikose milkt der fehlenfwie andrerseits die entweder diffuse Feinfleekung und wabenfrmigo Netz- 1s rems- zeiehmmg der betroffenen Lungenbezirke anfnglich nur schwach angedeutet sind, von Obst- aus ihrer Feststellung wie aus der meist uncharakteristisch verstrkten streilen- der E nt formigen Limgenzeichmtng mit den verstrkten und verbreiterten, in den llilus : uersehutz- < eimiiiidenden und austretenden Gefen, deren Schatten beileibe eiieiilalls nicht de. gerade hart, sondern stets verschwommen und nicht verdichtet bleiben, ist doch die laufende zum Ge- rztliche Zustaiidskoiitrolle ohne weiteres gegeben. Mir, zunehmender Yor- sehlecbterung sich emsiellende wolkige Verschleierungen wie die Vertiefung und ri 170 f\. II. S r o k a Umfangszunahmc der im Anbeginn mir hirsekorngroen Kntehenbilduugen regione /,ii stets- dichteren l,'lecksrhatten. alr niemals etwa zu geschwulstartigen Ver entstell schattungen. (rgi'ht*n dann das immer typischere Bild der Asbestlungo, die bevor tierend zugt symmetrisch, also beiderseits die unteren Limgenregioneu verndert. Jetzt beschl wird das Bild auch noch verdeutlicht durch ein vikariierendes Emphysem der oberen und Sp Lungenbezirke. nadeln Es wurde hier trotz gewisser Raumbeengtheit ausfhrlicher auf das Krank- lieh sei heit.sbild omgegangen. weil wir glauben, da der Vorbeugung angesichts der ver Seite d hltnismig aussichtslosen und dazu nur symptomatischen Behandlung in Zukunft samme grere Bedeutung zugemessen werden mu. da mit der fortschreitenden Techni prozess sierung und Industrialisierung unserer Zeit auch die immer umfangreichere gewerb diese ( liche Nutzung des Asbestes zur Verschlechterung der Gesundheitsverhltnisse arbeite beitragen wirrt. Nach den bisherigen Erfahrungen berall auf der Welt kann fgiger kein Arbeiter eines Asbestbetriebes damit rechnen, auf die Dauer vom Asbest malige staub unbeeinflut zu bleiben: alle Berichte lauten vielmehr dahin, da nach durch eigentl schnittlich JO Jahren Arbeit vor Asbest keine Lunge mehr frei ist. von den spe Unter! zifischen Asbestvernderungen, im Mittel sind die einschlgigen Beschwerden diese I nach etwa drei- bis fnfjhriger Berufsttigkeit zu erwarten. Ein besonders un glcklicher Umstand ist dazu noch in der Tatsache zu sehen, da -- wenn erst gewerl: einmal gengend Asbestnadeln im Lungengewebe vorhanden sind -- die Asbestose europa sich gelegentlich selbst nach Aufgabe d e r Asbestarbeit noch entwickeln kann. nhme Was naturgem unser Verlangen nach mglichst frhzeitiger Erkennung (siehe schritt Rntgenfilm) nur zu eindringlich unterbaut. Wirk Auf eine typische Besonderheit der Asbesteinwirkung ist noch hinzuweisen, der Ji nmlich auf die Bildung der A xht'ztkiprrchen im Gewebe, die sieh als brunliche ungeei (auch hellfarbige) Gebilde von keiilen-. Iiantel-, spindel- oder rollenfrmigem Aus treffen sehen sich in der Lunge entwickeln. Diese krpereigenen Gebilde von '20 bis 150 Mi es wci kron (1 Mikron = J/10oo m m ) Lnge und zirka 10 bis oO Mikron Breite drften aus den mit dem iVsbcststaub eindringenden Asbestnadeln im Gewebe zusammen der M< dem is flieen. womit gewisse Einkieselung und Eiweiumhiillung der einzelnen Nadeln w nsc wie ihrer Gesamtheit verbunden sind, als Ausdruck der Gegenwehr des Organismus, also S' die Asbestnadeln aufzulsen. Im Verlaufe der Asbestauflsung infolge Eiwei androi einwirkung drften die Metallatome des Eisens, Magnesiums, Aluminiums und mithin Kalziums in die Eiweihlle alnvanderu. whrend das Kieselsuregerst, im Durch sollte schnitt zu zirka 50% im handelsblichen Asbest enthalten: Serpentinasbest 41,84%. sibirischer Asbest 41.02%, blauer Kapasbest 51,1% und Anphibolasbest bis zu 54.0%, nach anfnglichem Erhaltenbleiben ebenfalls langsam zerfllt und in kol loidem Zustand sk-h auf das Bindegewebe niederschlagen drfte. Diese Asbest krperchen findet man im schwer abhustbaren Auswurf, wie sie im Rntgenbild ebenfalls ausfindig zu machen sind, sinngem auch im Lungenpunktat. L>ie An wesenheit der Asbestkrperchen lt sich im Auswurf (Punktat) durch die Berliner blaureaktion (verdnnte Salzsure und Ferrozyankali) nachweisen. Aus dem Wissen um den Entstehungsmechanismus der Asbestkrperchen wird klar, da im Auswurf nicht nur die spteren Asbestkrperchen, sondern auch die ursprnglichen Asbest fasern ausgehustet werden, die eine Gre im Mitt el von zirka 2 bis 6 Mikron besitzen. Und da natrlich nicht alle Asbestfasern (schon nicht wegen ihrer etwa behindernden Gre) zwangslufig bis in das Lungengewebe prakti vertra betrifp achtui homei Schad vor A: Asbes da . diagni dieser aus je wnsc Vordringen knnen, sich vielmehr in der Schleimhaut der oberen Luftwege wie durch Verschlucken (seltener) auch im Magondartnkanal. dann in der Augenbinde haut niederzuschlagen pflegen, sind entzndliche Reaktionen seitens dieser Organ- i| 0, * ' : mbildungen ' rtigen Ver . die bevordert. Jetzt > der oberen J lias Krank ; as der ver in Zukunft - en Techni- re gowerb. rrhltnisse Welt kann x. an Asbest .cil durclii n den spe| 'schwerden | mulers unl wenn erst Asbestose i min kann, i iig: (siehe i nziiweisen, r brunliche iu'ci Aus , iis 150 Mi- iirften ans : usammon- n Nadeln mmismus, c Eiwei ! iun.s und t im Durch t4I.S4%. '! bis zu ni in kol : :r Asbestf mtgenbild \ 1>ie An ; Berliner- uperchen i auch die Iltel von ; lion nicht engewebt' : wege wie i tenbinde'( Organ- Zur Berufskrankheit durch Asbest 171 regionen in der Asbestarbeit durchaus erwartungsgem. Ein bezeichnendes Bild entsteht noch durch Einspieen der Nadeln in und unter die Haut. Die hieraus resul tierenden sogenannten A sbestw arzen sind berhaupt das Berufsstigma des Asbest beschftigten. In schon existierende Hautverletzungen. Schrunden, Rhagaden, Risse und Spalten, vor allem im Bezirk der Zwischenfingerspalten, dringen die Asbest } nadeln ein. schieben sich unter der Haut fort, bis sie entweder unter der fr gewhn lich Schwielen- und narbenreichen Flche des Handtellers oder an der Hohlhand seite der Fiimer und beim schuhlosen Schaffenden unter der Fusohle sich an- sanuneln. worauf das benachbarte Krpergewebe mit chronischen Entzndungs prozessen antwortet. Hier hilft uns nur der chirurgische Eingriff weiter, damit diese Granulationsgeschwulst restlos ausgekratzt werden kann. Fiir den Asbest- "i arbeiter wie fr seine Gesundheitsfrsorge ist es wichtig, auch an sich gering- | fmgeren Verletzungen sofortige volle Aufmerksamkeit zu schenken und liir jedes malige sachliche 'Wundversorgung bedacht zu sein. Es liegt sinngem die Annahme eigentlich nicht fern, da sich aus solchen Asbestwarzen bzw. asbestgeschdigter Unterhaut die bsartige Neugoschwulstbildung aufpfropfen knnte. Jedoch sind diese bisher nicht mit Sicherheit zur Beobachtung gekommen. Nach Lage der Dinge ruht das Hauptgewicht der Bekmpfung von Asbest- j gewerbekrankheiten auf der P ro p h yla xe. Hierfr sind in allen Lndern Mittel europas eingehende Richtlinien erschienen, welche sowohl die allgemeinen .Ma nahmen der Staubbekmpfung aufzeigen wie alle erfolgversprechenden Eitr/.i I- schritte au .Maschinen und sonstigen Einrichtungen, wie drittens die lYfung d-r Wirksamkeit von Entstaubungsvorrichtungen, des weiteren die Besehltigung der Jugendlichen.'deren Arbeitszeit bekanntlich unter IS Jahren als gesetzlich ungeeignet anzusehen ist, schlielich das \ erhalten der Asbestarbeiter selbst be treffen: damit die Frage der nur zu oft leidigen persnlichen Hygiene. Gewi, es werden lobenswerterweise solche Bestimmungen entworfen und gedruckt, m der Mehrzahl der Flle auch allen interessierten Stellen zugnglich gemacht, trotz dem ist darber Klage zu fhren, da derartige Richtlinien mich immer nicht das wnschenswerte Allgemeingut von Arbeitgeber wie Arbeitnehmer geworden sind, also sowohl auf seiten der Betriebsleitung, des Technikers und Ingenieurs, wie andrerseits beim Arbeiter, seinem Betriebsrat und der Gewerkschaft, in Zukunft mithin durchaus noch in ,,Fleisch und Blut'1 bergehen sollten. Aber gleichfalls " sollte sich nicht weniger der in der Region von Asbestindustrien ortsansssige praktische Arzt fortan noch strker mit den Gesundheitsproblemen des Arztes vertraut machen. Bus die Z u sa m m en h n g e u n d bergnge zu r Ijim genkrebtbiM ung betrifft, so sin d diese, unbedingt z u bejahen, da hierber zusammenstimmende Beob achtungen vorliegen. Es tritt der Lungenkrebs nach Asbest in Form des ver hornenden Plattenepithelkarzinoms, fr gewhnlich dazu multipel, auf. Solche , Schadensauswirkung drfte aber im Mittel wenigstens einige Jahre Dauerarbeit vor Asbest voraussetzen. Erfreulicher stellen sich dagegen die Beziehungen zwischen Asbestose und Tuberkulose dar. Wenn auch naturgem Flle zu beobachten sind, da Asbeststaublungenerkrankungen zusammen mit tuberkulsen Prozessen zu diagnostizieren sind, so mchten wir aber doch nicht die gegenseitige Begnstigung dieser Lungenkrankheiten behaupten wollen; vom arbeitsmedizinischeu Slandpunkt 1 aus jedenfalls nicht die Frderung der Tuberkulose durch Asbest. Doch wre es wnschenswert, ber diese Beziehungen von fachrztlicher Seite mehr zu erfahren. Anschrift des Verfassers: Unterstadt An, Seliaffhaitsen (Schweiz).