Document 70eR7LXm0vv6BZMO8wb9knkp6
. Cber deu Lungenkrebs bei Asbeatoee.
195
ubertreten. Aber auch im Interstitium findet man ubera.ll locker verstreut scbleirobildende Gescbwulstrelien. Xur an wenigen Stellen findet man aolide Epithetformutioncn ohneSchleimbildung nach Art einesCarcinoma solidum. DieGeechwulst findet sich liberal! in der Pleura panetabs und visceralis links und ist stellenweise gering in die subpleuralen SchicMen des Lungengewebes hineingewuchert. Hier findet man sie besonders in den (jepten und vereinzelt aucb in Lymphbahnen.
Diagnose: Primares scltleimbildendes Driisenzellencareinom der Pleura. grdBtenteils von adpnomatbsem Cliarakter.
Dir fraglichen glasigen Knbtcben von der Bauehseite der linken Zwerchfellkuppe und von der Serosa des kleinen Bevkens erweisen sich mikroskopisch ala .Metastasen vom gleirhen Bau wie der Primftrtunior.
Damit sind die lusher lieobachteten und in der Weltliteratur bckannt gewordenerv Kfille von Lungen- und Bru&tfellkrebs bei Asbestose erscbdpft.
Als einzige hal>en lusher Xordmann und Sorge den Versuch unternommeu, tierexperimentell an wciBvn Miiusrn die ZiiRummenhangafrage zwiscben Aabeststniibinhalntinn mid Lungenkrebs zu bcarls-iren. .Sir setzten 150 Mause zu ihren Versm-hen n und best&uhien sie entsprechend der durcbschnittlichen Lebenaund Arlieitsdauer des Mnsehen zivisehen l1.1, und 3 Monaten. CU*r die Halite der Tiere starli vorlier. Keines libeileblc die Inlmlniion lunger nls 9 Miniate. 20". der ubcrlubvndeu Tim- iviesen ein verliornendes inultizentrisebes Plattenepithel. earrinom und 42--37". epiiheliale Neubililungcn aller Stadion auf. Damit soil die urvaelilielie Beileulimg des Asbcststmibos fur das primare Lungcncareinom des Asln-starlteiters ex|n-iinieiilell gvstutu werden. Die Zahl tier endgfiltig durcb den Versueh gebraehten 'Here, utis ilenen die ubigen Zahlen erreehurt wurden, ist sehr" klein. Xur 2 -Tiere batten Xrubildungeii. die als Krebs angesproclien wurden. Die Autoren iviesen selbst auf die S'ehivierigkeit der Abgrenzung von einfachen Metaplasien bin. Es muQ einein erfabrenen Morpbologcn und Sachkenncr iibc-rlassen bleibcn zu entscheiden. wieweit die Scblusae der Experimentatoren berechtigt >ind und wieweit die erforderlichen VorsichtsmaBregeln beziiglich Einbeitlichkeit und Brauchbarkeit des TiermateriaU lieobachtet imrden und wieweit in diesen Orenzen.Spontantumoren in den Bereich der Erwagnngen gezogen werden roiissen. .Xordmann und Sorge sind hierauf kurz eingegaugen.
Auffallig ist, dafl man sonst bisbrr bei den Tierexpcrimenten mit Asbeststzub, die allerdings unter anderen Gesichtspunkten angestellt wurden, offenbar ahuliche Beobachtungen nieiit gemaebt bat. Auch ist man bei versehiedenen Tiersektionen (Hunde, Ratten), die an Tieren vorgenommen wurden. die in Asbestfabriken lebten, auf solcbe Beobachtungen niebt gestoBen.
Wenn man von einem Berufskrebs in einer bestimmten Arbeitergmppe spreehen will, so wird man zun&chst den statistischen Beweis
erbringen niussen, daB dor betieffende Krebs in groBerer Haufigkeit als in anderen Bemfs- und Bevolkpningsgnippen vorkommt, -wobei die
Fordemng nach einer moglichst gleichartigen Alterezusammensetzung
bei den Vergleich;;zahlen sebwer zu erftilJen sein wird. Der statistische
Weg hat auch /iir die Asbestose noth cine weitere unverkennbare Schwierigkeit. Es wird sich bei dioser an sich seltenen Krankheit immer nur um kleine absolute Zahlen handeln konnen. Eine einzige Beobachtung als Zufallsereignis kann dabei schon recht groBe prozenbu&le Versehiobwngen herbeifiihren. Weiter wird man mit Nordm&nn beviicksichtigen mfissen, daB besonders in den letzten Jahren der Arbeiterwechsel in den Asbestfabriken die Ergebnisse im negativen Sinno
13*
ASv-ilrjr.