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Auswirkungen einer Beschrnkung von Fluorpolymeren auf Handelsunternehmen und ihre Rolle in der Lieferkette ITS GmbH Stellungnahme zum BESCHRNKUNGSBERICHT ANHANG XV ber per- und polyfluorierte Alkylsubstanzen (PFAS) Zusammenfassung ITS GmbH versteht sich als kompetenter Partner zur Optimierung der Beschaffungsprozesse ihrer Kunden. Wir bndeln die Auftrge unserer Kunden und liefern je nach Bedarf aus eigener Fertigung und/oder Komponenten von selektierten Kooperanten. Die breite Produktpalette umfasst sehr komplexe Bauteile, auch Baugruppen, die in Einzel- oder Serienfertigung hergestellt werden, aus Elastomeren, Kunststoffen und Metallen. Unser Vertriebsschwerpunkt liegt in erster Linie bei Dichtungen, welche sich meist in statischen Anwendungen (Rohrleitungen - Behlter) bei Kunden befinden, z.B. Anlagen- und Maschinenbau, der Chemie und Petrochemie, Automotive, Kraftwerke und Rohrleitungsbau. Im Einklang mit unserer Umweltverantwortung erkennen wir die Notwendigkeit, Bedenken in Bezug auf bestimmte PFAS anzugehen. Als KMU, das erst krzlich auf den Vorschlag zur Beschrnkung von PFAS aufmerksam gemacht wurde, mchten wir die besonderen Eigenschaften von Fluorpolymeren im Vergleich zu anderen PFAS hervorheben, die sie zur einzigen machbaren Option fr die Aufrechterhaltung der Wettbewerbsfhigkeit der Branche und die Frderung von Innovationen machen. Darber hinaus betonen wir die entscheidende Rolle von technischen Hndlern, insbesondere KMUs, in der Fluorpolymer-Lieferkette, die durch ihre technische Expertise und ihre Fhigkeit zur Realisierung von Skaleneffekten basiert. Dieser Beitrag zur ffentlichen Konsultation der ECHA zur Beschrnkung von PFAS folgt der Einreichung der European Small Business Alliance for Fluoropolymers (ESBAF) und appelliert an die EU-Regulierungsbehrden, Fluorpolymer aus der vorgeschlagenen Beschrnkung von PFAS auszunehmen. Das derzeit in Erwgung gezogene PFAS-Beschrnkungsdossier stellt eine existenzielle Bedrohung fr kleine und mittlere Unternehmen (KMU) dar, die das Rckgrat der europischen Industrielandschaft bilden. KMUs sind entscheidende Treiber fr wirtschaftliches Wachstum, Innovation und Beschftigungsmglichkeiten innerhalb der EU. Da die Europische Union (EU) ihre industriellen Ziele und ihre strategische Autonomie anstrebt, ist es unerlsslich, ein sensibles Gleichgewicht zu finden, das industrielle Unabhngigkeit sicherstellt, Innovation frdert und die Lebensfhigkeit von KMUs gewhrleistet. Die Europische Kommission hat in einem krzlich verffentlichten Bericht die beispiellosen Herausforderungen anerkannt, denen sich KMUs angesichts wirtschaftlicher Unsicherheiten gegenbersehen. In diesem Kontext stellt die vorgeschlagene REACH-Beschrnkung fr Per- und Polyfluoralkylsubstanzen (PFAS) eine ernsthafte Bedrohung fr die zahlreichen KMUs dar, die auf Fluorpolymere wie FKM und FFKM in ihren strategischen Lieferketten angewiesen sind. Diese Fluorpolymere bilden die Grundlage wichtiger Sektoren wie Halbleiter, Pharmazie, Chemie, Lebensmittelindustrie und Medizintechnik und vielen anderen. Whrend bestimmte strategische Endverwendungen unter der vorgeschlagenen Beschrnkung von Zeitablufen profitieren, befinden sich KMUs, die den komplexen Rest dieser Lieferketten ausmachen, in einer prekren Lage. Eine bemerkenswerte Lcke im aktuellen Konsultationsprozess besteht darin, dass Vertreter innerhalb der Lieferkette nicht bercksichtigt sind. Technische Hndler spielen fr Enduser aus verschiedenen Branchen eine entscheidende Rolle bei der Sicherstellung der Verfgbarkeit von fluorierten Produkten (FPs). Ihre einzigartige Position ermglicht es ihnen, das richtige FP-Produkt an spezifische Endnutzungsanforderungen anzupassen, eine wesentliche Voraussetzung, die in Hochleistungsanwendungen unverzichtbar ist. Leider bercksichtigt das PFAS-Beschrnkungsdossier nicht die Komplexitt der FP-Lieferketten und die wesentliche Rolle der technischen Hndler. Wir bei der ITS GmbH, einem in Deutschland ansssigen technischen Hndler mit 10 Mitarbeitern, legen Wert auf Nachhaltigkeit und Umweltverantwortung. Wir sehen es als unsere Verantwortung an, fr unsere Kunden umfassende Informationen aufzubereiten und Handlungsempfehlungen abzugeben. Dazu gehrt auch das Engagement zur Beseitigung von PFAS, wo immer mglich. ITS arbeitet mit der Lebensmittel- und Getrnkeindustrie, der Pharmaindustrie, der Farben- und Beschichtungsindustrie, der Chemieindustrie und der Halbleiterindustrie zusammen und beliefert die grne Energieindustrie. Es gibt keine Alternativen zu fluorierten Dichtungen fr diese Hochleistungsanwendungen. Unsere Schlsselbotschaften zum PFAS-Beschrnkungsdossier: Es gibt keine Alternativen zu fluorierten Dichtungen fr Hochleistungsanwendungen: Fluorpolymer, wie sie in Hochleistungsanwendungen verwendet werden, bieten auergewhnliche Eigenschaften wie die beste chemische Bestndigkeit, hohe Temperaturen (bis zu 325 Grad Celsius), Alterung und Witterungseinflsse sowie einzigartige physikalische Eigenschaften. Diese Polymere bleiben stabil, wenn sie hydrophoben Lsungsmitteln, Suren, Basen und deren Kombinationen ausgesetzt sind. Die starke C-F-Bindung in Fluorpolymeren verbessert ihre Fhigkeit, hydrolytischen und oxidativen Einflssen standzuhalten. Eine Beschrnkung der Verwendung von Fluorpolymeren ohne tragfhige Alternativen wrde technologische Fortschritte behindern, die Produktinnovation einschrnken und die Wettbewerbsfhigkeit der europischen Industrien insgesamt gefhrden. Darber hinaus knnten Alternativen zu Fluorpolymerverbindungen durch weniger leistungsstarke Stoffe hinsichtlich Gefahren fr Bedienungspersonal und Umwelt sowie fr Nachhaltigkeit bedauerliche Folgen haben, denn nur die strukturellen Eigenschaften von Fluorpolymeren gewhrleisten die sichere und nachhaltige Verwendung von Produkten in chemischen Prozessen. Technische Hndler bringen notwendiges technisches Know-how in die Lieferkette ein: Technische Hndler tragen entscheidend zum technischen Know-how in der Lieferkette bei. In Anwendungen, in denen O-Ringe in Bezug auf den Wert als C-Teile, aber in Bezug auf die Leistung als A-Teile betrachtet werden, ist die Auswahl des richtigen Produkts und Materials von entscheidender Bedeutung. Technische Hndler sind in der besonderen Position, das technische Know-how zur Versorgung verschiedener Endverwendungen zu akkumulieren. Sie stimmen die Produkte und Materialien auf die Anwendung ab, damit die technische Leistung sowie die Sicherheit und den Umweltschutz gewhrleistet ist. Das Ersetzen von fluorierten Produkten in solchen Endverwendungen htte schwerwiegende Konsequenzen: Eingeschrnkte technische Leistung: Die Verwendung von nicht fluorierten O-Ringen und anderen Dichtungen in Anwendungen, die hohe Chemikalienbestndigkeit erfordern, fhrt zu einer Quellung der Werkstoffe und letztendlich zum Versagen der Dichtelemente. Erhhtes Umweltrisiko: Die reduzierte chemische und thermische Bestndigkeit von nicht fluorierten Elastomeren in Dichtungen wie O-Ringen fhrt zu vermehrter Abfall-erzeugung, Ressourcenverbrauch und Energieverbrauch fr Wartung und Austausch. Es erhht auch das Risiko von schdlichen Substanzemissionen und Umweltverschmutzung durch mgliche Leckage. Gesundheits- und Sicherheitsrisiken fr Arbeitnehmer: Die verringerte thermische und chemische Bestndigkeit in nicht fluorierten Elastomeren birgt erhebliche Gefahren fr die Arbeitssicherheit, erhht das Risiko von Leckage. Technische Hndler ermglichen Skaleneffekte und sofortige Verfgbarkeit: Technische Hndler tragen dazu bei, Skaleneffekte fr Dichtungen wie z.B. O-Ringe in Hochleistungsanwendungen zu erzielen. O-Ringe, insbesondere solche aus FFKM- oder FKM-Verbindungen, werden oft in geringen Mengen, aber in groer Vielfalt nachgefragt. Technische Hndler sammeln die Nachfrage von mehreren Kunden, was es ihnen ermglicht, grere Mengen fertigen zu lassen und eine Vielzahl von Produkten auf Lager zu halten, wodurch die Kosten gesenkt und die Wettbewerbsfhigkeit der europischen Industrie aufrechterhalten wird. Darber hinaus spielen technische Hndler eine entscheidende Rolle bei der Sicherstellung sofortiger Produktverfgbarkeit, insbesondere fr komplexe und spezialisierte Komponenten wie fluorierte Dichtungen. Sie tragen zur unterbrechungsfreien Produktionsprozessen bei und ermglichen den Zugang zu Ersatzteilen. In Anbetracht der oben genannten berlegungen fordern wir die EU-Regulierungsbehrden auf, Fluorpolymere aus dem Anwendungsbereich der vorgeschlagenen Beschrnkung von PFAS auszuschlieen. Whrend es wichtig ist, potenzielle Risiken im Zusammenhang mit bestimmten PFAS anzugehen, ist es gleichermaen entscheidend, die Komplexitt der Lieferkette und die Rolle der darin ttigen Technischen Hndler zu erkennen, da die gesamte Lieferkette wesentlich zur Funktionsweise der Gesellschaft und zur Frderung einer wettbewerbsfhigen europischen Industrie beitrgt. Durch den Ausschluss von Fluorpolymeren aus der vorgeschlagenen Beschrnkung werden europische KMUs in der Lage sein, ihren Beitrag zum Wohlstand der Gesellschaft, zum wirtschaftlichen Wachstum, zur technologischen Entwicklung und zur Schaffung von Arbeitspltzen fortzusetzen. Dieser ausgewogene Ansatz gewhrleistet die Nachhaltigkeit und Wettbewerbsfhigkeit der europischen Industrien und setzt Umweltverantwortung und Sicherheit an die erste Stelle.