Document 5BVLqMjamOoV04ZGg3X5wN

FILE NAME Brakes BRK DATE 1985 DOC BRK094 DOCUMENT DESCRIPTION Journal Article - Published in German Arbeitsmedizin Organ der Deutschen Gesellschaft fur Arbeitsmedizin e V. Sozialmedizin Pr^/ventivmedizin Organ der ^ sterreichischenGesellschaft f^...rArbeitsmedizin Pr^/ventivmedizin Organ der Deutschen Gesellschaft fur Sozialmedizin e V Organ des Verbandes Deutscher Betriebs- und Werksrzte Berufsverband Deutscher Arbeitsmediziner Betriebsmedizin Arbeitshygiene Arbeitsschutz Rehabilitation Zeitschrift fur Praxis Klinik Forschung und Begutachtung Alfons W. Gentner Verlag GmbH & Co. KG Postfach 688 7000 Stuttgart 1 Organ der Vereinigung Schweizerischer Betriebsarzte Organ der Vereinigung Deutscher Staatlicher Gewerbearzte e V. Organ der Akademie f^...rArbeitsmedizin Berlin Organ der Bayerischen Akademie f^...rArbeits- und Sozialmedizin Munchen Organ der Hessischen Akademie f^...rBetriebsArbeits- und Sozialmedizin e.V Bad Nauheim Organ der Sozial- und Arbeitsmedizinischen Akademie W^...rttemberge V. Ulm Sonderdruck 20. Jahrgang Heft 11 Seite 256-261 November 1985 Aus dem Institut und der Poliklinik f^...rArbeits- und Sozialmedizin der Universit^/t Gie^ enLeiter Prof. Dr. med JOACHIM WOITOWITZ Zum Risiko von Asbestinhalationsfolgen bei Kraftfahrzeugmechanikern in Bremsendiensten von H.-J. ELLIEHAUSEN R. PAUR K. R^ DELSPERGERH.-J. WOITOWITZ Zusammenfassung Bremsbel^/gevon Kraftfahrzeugen enthalten im Mittel 30 % Wei^ asbestChrysotil Mit der Freisetzung von Chrysotilfasern ist bei der Reinigung von Kraftfahrzeugbremsanlagen und bei der Bearbeitung von Bremsbel^/- gen in Kraftfahrzeugwerkst^/ttenzu rechnen W^/hrenddieser Arbeitsvorg^/ngewurden personenbezogen insgesamt n = 86 Staubproben genommen und die mittleren inhalierten Asbestfaserstaub pro Arbeitsgang berechnet Mit Hilfe standardisierter Angaben von n = 205 Kraftfahrzeugmechanikern zur Arbeits- und Berufsvorgeschichte konnten die inhalierten kumulativen Asbestfaserstaub abgesch^/tztwerden Ihr Medianwert lag bei 0,3 ^ 10 m^ Jahre L > 5 mBei einer mittleren Besch^/ftigungsdauervon x -s = 21 -9,8 Jahren ergibt sich mit einer durchschnittlichen Asbestfaserstaub von 0,03 ^ 10 m ein Grenzbereich zwischen der Umwelt- und der in der eigentlichen Asbestindustrie bekannten Gef^/hrdungam Arbeitsplatz Die n = 205 Kraftfahrzeugmechaniker wurden eingehend medizinisch untersucht Ein h^/ufigeresVorliegen asbestoseverd^/chtigerLungenstrukturen konnte im Vergleich mit den R^ntgenbefundeneiner Kontrollgruppe nicht gesichert werden Weder f^...rr^ntgenologischasbestoseverd^/chtigeLungenstrukturen noch f^...rm^gliche restriktive Ventilationseinschr^/nkungenzeigte sich eine eindeutige Assoziation zur inhalierten kumulativen Asbestfaserstaub Damit kann das Risiko einer Erkrankung an Lungenasbestose f^...rdie untersuchten Kraftfahrzeugmechaniker als gering eingestuft werden ) mit finanzieller Unterst^...tzungdurch das Bundesministerium f^...rForschung und Technologie Bonn Projekt 01 VD 2900 Summary Nach epidemiologischen Erfahrungen ist auf der Grundlage unserer Dosisberechnungen mit 0,02 bis 2 lichen assoziierten Lungenkrebstodesf^/llenje 1000 Verstorbenen zu rechnen zus^/tz- Wirkung der Abriebst^/ubel^/^ stich derzeit wegen des extrem hohen Anteils Die krebserzeugende ausreichend beurteilen Eine kurzer Chrysotilfasern noch nicht ^ nderungder Arbeitsverfahren mu^ f^...rdie Risikoabsch^/tzungzur^...ckliegender Conventional brake linings of motor vehicles include a chrysotil proportion of 30 average The release of chrysotil has to be considered on the percent in an the handling of brake linings purification of braking systems as well as a industry In automechanic 86 personal air samplings were carried The mean inhaled asbestos dosis for each working procedure was calculated In addition occupational history was taken from a group of 205 automechanics Thus their cumulative asbestos fibre dosis was estimated The mean value of 0,3 ^ 106 m x years L > 5 msignify despite a long mean duration of employment ^ mean asbestos concentration of 0,03 ^ 10 mThis result shows that s -- 9,8 years a low classified between the health hazard can be environmentally related risks and the health risk of the workshop place in the actual asbestos Extended clinical examinations of 205 automechanics were performed No significant difference could found in the frequency of suspected radiographic asbestos related in be changes comparison with a reference group Both the frequency of small irregularirregular opacities in chest rays and restrictive changes of lung function were not dependend on the inhaled cumulativ dosis It is suggested that the risk of asbestosis is low in the investigated group of automechanics According to international epidemiological experiences and as the result of our dosis calculation at 1000 deceased additional 0,02-2 cases of death resulting from asbestos related lung cancer can be expected However the carcinogenic effect of high concentrated short chrysotil fibres in the abrasion dust inhaled not be estimated sufficiently Modifications of working procedures have to be respected in the risk calculatciaonn of former years In our policlinic we hetherto observed four cases of malignant mesotheliomas in automecha- nics Einleitung und Fragestellung Wei^ asbestChrysotil wird seit Beginn des Jahrhunderts als Fasermineral in Bremsbel^/geneingesetzt Herk^mmliche Bremsbel^/geenthalten je nach Einsatzzweck zwischen 10 und 50 % Chrysotil Bei einer Stichprobe von Bel^/gen wurden x -s = 30 -11 Gew gemessen 6 Derj^/hrliche Verbrauch von Chrysotil f^...rdie Herstellung von Reibbel^/gen in der Bundesrepublik Deutschland liegt derzeit bei ca. 10 000 t 16 Die Asbestfaserstaub bei der Herstellung von Reibbel^/genist arbeitsmedizinisch hinl^/nglichbekannt 21 Noch nicht abschlie^ endgekl^/rtsind jedoch die Risiken der Anwendung des fertiggestellten Produktes Bei Bremsvorg^/ngenunserer Kraftfahrzeuge werden Asbestfaser Abriebst^/ube in die Umwelt emittiert 13 Ein Teil des Abriebs lagert sich in der Bremstrommel ab Bei der War- tung und Reparatur von Brems- und Kupplungs ist mit einer Asbestfaserstaub der Kraftfahr- zeugmechaniker in zweifacher Weise zu rechnen durch - Bearbeitungsst^/ubeder neuen Bel^/geund - Abriebst^/ubebei der Reinigung der Bremsanlagen Bearbeitungsst^/ubeweisen z T. relativ dicke Chrysotilfa- sern einer L^/nge L > 5 ...mauf Abriebst^/ubeenthalten einen hohen Anteil von Chrysotilfasern L /5L /5L /5...m6 13 15 Die These einer vollst^/ndigenmechanischen oder thermischen Umwandlung des Asbestfaseranteils der Bel^/ge beim Bremsvorgang 5 kann daher nach diesen Untersu- chungsergebnissen nicht l^/ngeraufrecht erhalten werden Dabei ist zu ber^...cksichtigenda^ zur Zeit in der Bundesre- publik Deutschland mehr als 200 000 Besch^/ftigteim Werkstattbereich von Kraftfahrzeugbetrieben t^/tig sind 24 Die Absch^/tzungihres Erkrankungsrisikos infolge der AsbestfaGef^/hrdungbesitzt somit erhebliche arbeits- und sozialmedizinische Bedeutung Hier soll ^...ber Teilergebnisse unserer Querschnittsstudie an Kraftfahrzeugmechani- kern in Bremsendiensten nach langj^/hriger Gef^/hrdung durch die genannten Bearbeitungs- und Abriebst^/ube berichtet werden Ausgangspunkt ist die Absch^/tzungeiner individuellen kumulativen Staubdosis Asbestfaserstaub- Dosimetrie 14 Sie ergibt sich aus zeitgewichteten Me^ ergebnissen der Asbestfaserstaub f^...rverschiedene stauberzeugende Arbeitsvorg^/nge Erforderlich sind dar^...berhinaus detailliert erhobene arbeitsanamnestische Angaben Zu fragen ist nach der H^hedes m^glichenTumorrisikos anhand der ermittelten Staubdosis Heranziehen lassen sich hierzu epidemiologische Tumorh^/ufigkeits gen der Weltliteratur Ferner wird das Risiko an einer Lungenasbestose zu erkranken anhand von Befunden der R^ntgen-und Lungenfunktionsuntersuchung in Beziehung zu der im bisherigen Arbeitsleben inhalierten kumulativen Asbestfaserstaub gesetzt Schlie^ lichsollen die eigenen kasuistisch gewonnenen Erkenntnisse bei Mesotheliomtodesf^/llen von Kraftfahrzeugmechanikern in Bremsendiensten in die Bewertung des Tumorrisikos mit einbezogen werden 11 Untersuchungsgut und Methodik Als Querschnittsstudie wurde eine Stichprobe von n = 205 Mechanikern aus Kraftfahrzeugwerkst^/ttenuntersucht Das diagnostische Programm umfa^ teim wesentlichen die Erhe- bung der allgemeinen Vorgeschichte eine k^rperlich nistische Untersuchung eine Hartstrahlaufnahme der Tho- raxorgane die Messung verschiedener pulmokardialer Funktionsgr^^ ensowie die Bestimmung von Labor- werten Das mittlere Lebensalter der Kraftfahrzeugmechaniker lag beix -s = 38,8 -9,9 Jahren Der Gewichts nach Broca betrug x -s = 109,3 -14,7 % Die R^ntgenbefundewurden im Kontrollansatz vergli- chen Hierzu diente eine Kontrollgruppe von n = 101 M^/nnern deren Arbeitsvorgeschichte keine Hinweise auf eine bisher ausge^...btestaubgef^/hrdendeT^/tigkeitenthielt Hinsichtlich des Lebensalters X s 38,5 -Jahre des Indexes x - = 108,3 % besteht Vergleichbar- keit Die Befundung der R^ntgenaufnahmenerfolgte nach der 2 99 - n 95 205 t % I H 1 1 ! ! ' i V t ' 30 30 n 1 Sumenhafigkt ! ' i) H V t 1 ! ! 't H .25 1 1.5 2 2.5 3 Kumulative Asbestfaserdosis ...m106F mJahre werden haupts^/chlichmit Runddrehmaschinen bearbeitet Das Entfernen des Abriebstaubes aus den Bremssystemen erfolgt durch Ausb^...rstenund Auspinseln h^/ufigeraber durch Ausblasen mittels Pre^ luft Insgesamt konnten n = 86 Staubproben in Kraftfahrzeugwerkst^/tten w^/hrenddieser Arbeitsvorg^/ngepersonenbe- zogen gewonnen werden Die Asbestfaserstaub tionen wurden auf Membranfiltern gem^/^der Methode im Phasenkontrastmikroskop ausgez^/hlt 1 Eine Faseridentifizierung erfolgte stichprobenartig mit dem Raster- Elektronenmikroskop Die emittierte Asbestfaserstaub pro Arbeitsgang wird als - Konzentration m^ Probenahmedauer min Abb 1 Summenh^/ufigkeitsverteilungder kumulativen Asbestfaserstaub von 205 Kraftfahrzeugmechanikern Der Median betr^/gt0,3 ^ 106 Fasern ^ Jahre L > 5 m99 % aller Kraftfahrzeugmechaniker weisen eine Gef^/hrdungvon weniger als 3 ^ 106 Fasern ^ Jahre auf F^...rzwei weitere Kraftfahrzeugmecha- niker 1 % ergeben sich aufgrund der anamnestischen Angaben 7 bzw. 13 ^ 10 Fasern ^ Jahre Klassifikation Bundesrepublik 18 Die Filme der Kraftfahrzeugmechaniker wurden zun^/chstgemeinsam mit einem Zweitbeurteiler bewertet Lesung Unabh^/ngig davon erfolgte eine weitere Codierung der R^ntgenbilderBLesung bei der die Zugeh^rigkeitzur Gruppe der Kraftfahrzeugmechaniker oder der Kontrollpersonen unbekannt blieb berechnet Asbestfasern einer L^/ngeL /L /5 ...mbleiben im folgenden au^ eracht Ergebnisse Arbeitsplatz- und Berufsvorgeschichte Insgesamt ergaben sich n = 459 Besch^/ftigungsverh^/lt- nisse Die mittlere Besch^/ftigungsdauerunter AsbestfaserGef^/hrdungbetrug ^ -s = 21,0 -9,8 Jahre In Pkw- Werkst^/ttenwurden x -s = 5 -5 Werkst^/tten-s = 3 -4 Bremsreparaturen pro Woche ausgef^...hrtDas Reinigen der Bremstrommeln erfolgte zu etwa 75 % durch Ausblasen mittels Pre^ luft Bremsbel^/gevon Pkw wurden im Vergleich zu Lkw h^/ufiger ^...berschliffen 32 % zu 25 Bel^/ge von Lkw werden heute in 64 der Werkst^/tten ^...berdreht Bel^/gedagegen nur in % der Werk- st^/tten Arbeitsplatz- und Berufsvorgeschichte Mit Hilfe eines standardisierten Fragebogens wurde eine detaillierte Arbeitsplatz- und Berufsvorgeschichte erhoben Erfragt wurden Besch^/ftigungs- und Arbeitsplatzverh^/ltnisse mit Asbestfaserstaub bei Bremsen- und Kupplungsreparaturen Besonders interessierten die H^/u- figkeit und die Zeitanteile derartiger Arbeitsvorg^/nge Asbestfaserstaub Die Staubkonzentrations erfolgten sowohl im Hinblick auf die - Bearbeitung neuer Bremsbel^/geals auch die - Entfernung des Abriebs aus Bremstrommeln Trommelbremsbel^/ge werden im allgemeinen mit Schleifmaschinen oder von Hand ^...berschliffen Trommelbremsbel^/gevon Lastkraftwagen und Omnibussen Tab 1 H^/ufigkeitverminderter d 10 % oder mehr unterhalb des Mindestsollwertes der Tabellen 2 liegender Werte der Vitalkapazit^/t FVC in Abh^/ngigkeit vom Lebensalter und der kumulativen Asbestfaserstaub mit einer Grenzziehung beim Median = 0,3 x 10 m^ Jahre vgl Abb ) bei = 205 Kfz- Mechanikern in Bremsendiensten Kumulative Asbestfaserstaub Zur Dosimetrie wurden zun^/chstdie Asbestfaserstaub zentrationen phasenkontrastmikroskopisch f^...r verschiedene Arbeitsg^/ngeund Fahrzeugtypen bestimmt So betragen z B. im Mittel die lichtmikroskopisch gez^/hltenChrysotilfaser f^...rden Arbeitsvorgang des Ausblasens der Bremstrommel bei Pkw 4,7 x 106 m^ min bei Lkw 5,3 ^ 106 mx min Der Vergleichswert beim ^ berdrehenvon Bremsbel^/genlautet 8,6 ^ 106 mx min Die mittlere Asbestfaserstaub pro Arbeitswoche lie^ sich unter Zuhilfenahme der arbeitsanamnestisch angege- benen Zahl reparierter Fahrzeuge und der Zeitanteile der jeweiligen stauberzeugenden Arbeitsverfahren absch^/tzen 7 Unter Ber^...cksichtigungder Dauer s^/mtlicherbisheriger Besch^/ftigungsverh^/ltnissemit Asbestfaserstaub dung wird die kumulative Asbestfaserstaub individuell berechnet Abb 1 Die Abbildung zeigt die resultierende Summenh^/ufigkeits- verteilung F^...rdie 205 Kraftfahrzeugmechaniker betr^/gtder Medianwert der inhalierten kumulativen Asbestfaserstaub- Dosis 0,3 x 106 m^ Jahre L > 5 ...m } Eine kumulativ inhalierte Dosis von Lebensalter Jahre 3/0 30-40 40-50 > 50 Gesamt FVC ist FVC soll 9/0 % Asbestfaserstaubdosis L > 5 m Insgesamt 106 mx Jahre < 0,3 0,3 n % n % n% 0:28 2:41 2:21 8 0 4,9 9,5 25,0 0:11 3:39 5:34 2:23 0 7,7 14,7 8,7 0:39 | 5:80 | 7:55 | 4:31 0 6,2 12,7 12,9 6:98 6,1 | 107 9,3 205 7,8 106 mx Jahre L > 5 ...m entspricht einer einj^/hrigen Asbestfaserstaub mit der derzeit maximal zul^/ssigenKonzentration in H^he der Technischen Richtkonzentration TRK f^...rChrysotil von 106 mL > 5 m In unserer Stichprobe ergibt sich bei einer langen mittleren Besch^/ftigungsdauervon x -s = 21,0 -9,8 Jahren eine durchschnittliche Asbestfaserstaub von 0,03 x 10 m d ein Grenzbereich zwischen der sonst bekannten Gef^/hrdungam Arbeitsplatz und der Umwelt 20 23 a ... [ USAS T^ Sin 2 38 38- 80 60 Rontgenklassifikation ILO 1980 Bundesrepublik C7 Kontrolle EEa Lesung MMB B Lesung 101 205 205 40 20 0/1 1/0 Lungenstruktur 1/1 a Tab 2 Lungenstruktur als H^/ufigkeit kleiner unregelm^/^ iger Schatten der Gr^^ esnbzw. t Streuung 1/0 oder 1/1 in Abh^/ngigkeit vom Lebensalter und der kumulativen Asbestfaserstaub bei n = 205 Mechanikern in Bremsendiensten mit einer Grenzzie- hung beim Median === 0,3 ^ 106 m^ Jahre vgl Abb ) Lebensalter Jahre 3/0 30-40 40-50 > 50 Gesamt Lungenschatten der Gr^^ esn bzw. t Streuung 1/0 oder 1/1 Asbestfaserstaubdosis L > 5 106 mx Jahre < 0,3 0,3 n % n % 4:28 3:41 2:21 8 14,3 7,3 9,5 37,5 | 0:11 | 4:39 | 5:34 | 6:23 0 10,3 14,7 26,1 m| Insgesamt |n 4:39 | 7.80 | 7:55 | 9:31 % 10,3 8,8 12,7 29,0 12:98 = 12,2 | 107 14,0 205 13,2 Abb 2 Lungenstruktur als H^/ufigkeitkleiner unregelm^/^ igeLrungenschatten der Gr^^ esn und t in den Streuungskategorien 0/0 bis 1/1 bei n = 205 Kraftfahrzeugmechanikern in Bremsendiensten und der Kontrollgruppe von n = 101 Besch^/ftigtenohne Staubgef^/hrdung am Arbeitsplatz Fehlerbalken des 95 -Vertrauensbereiches nach der Verteilung Bez^...glich A- und Lesung der R^ntgenfilmes Text Tab 3 Einflu^ von ^ bergewichtanhand des Indexes und der Rauchgewohnheiten auf die Lungenstruktur als kleine unregelm^/^ igSechatten der Gr^^ esn und t Streuung 1/0 und 1/1 bei = 205 Mechanikern in Bremsendiensten Abk NR 1 Nichtrau- cher R 4 Zigarettenraucher ExR & ehemalige Raucher Anamnestische Angaben N = 117 der Untersuchten waren Raucher 57 % 34 Exraucher 17 % und 54 Nichtraucher 26 % ^ berchronischen Husten berichteten 36 der Kraftfahrzeugmechaniker 17,6 % Chronischer Auswurf wurde von 17 8,3 % Atemnot von 14 der untersuchten Personen 6,8 % angegeben Lungenfunktionsanalyse Die Werte der forciert exspiratorisch gemessenen Vitalkapazit^/tFVC wurden den Mindestsollwerten der Tabellen 2 gegen^...bergestellt Es erfolgte Umrechnung auf Bedingungen Bei 16 Probanden 7,8 % fand sich eine Unterschreitung dieser Werte um 10 % und mehr Die H^/ufigkeit dieses Hinweises auf eine m^gliche restriktive Ventilationsst^rungwurde getrennt nach Altersklassen und der kumulativen Asbestfaserstaub mit einer Grenzzie- hung beim Medianwert von 0,3 ^ 106 m^ Jahre ...mberechnet Tab 1 L> 5 Die Tabelle zeigt da^ in den h^herenAltersklassen eine Verminderung der FVC h^/ufigerbeobachtet wird Dagegen l^/^ stich eine Zunahme der H^/ufigkeitdieses Befundes mit der insgesamt bisher im Berufsleben inhalierten Faser- menge h mit der kumulativen Asbestfaserstaub nicht uneingeschr^/nkterkennen Thoraxbefunde In der Fall- und Kontrollgruppe kamen im wesentlichen kleine unregelm^/^ igeSchatten der Gr^^ ens oder t zur Beobachtung Arbeitsmedizinisch ist es zweckm^/^ igdie Streuungskategorien 0/0 und 0/1 einerseits sowie 1/0 und 1/1 andererseits zu betrachten Streuungskategorie 1/1 wird im allgemeinen beim Vorliegen der sonstigen Voraussetzungen als Zeichen einer r^ntgenologischleichten Lungenasbestose angesehen Bei Kategorie 1/0 ist differentialdiagnostisch eine beginnende Asbestose zu erw^/genKategorie 0/1 gilt als Streubereich der normalen Lungenstruktur 0/0 Die Ergebnisse der Streuungsbewertung gehen aus Abb 2 hervor Wie Abbildung 2 zeigt lag bei 96 % der Personen in der Kontrollgruppe eine Streuung 0/0 oder 0/1 vor Die Ver- Broca- Index % < 130 = 130 Insgesamt Rauchverhalten NR R und Exr Insgesamt Lungenschatten der Gr^^ esn bzw. t Streuung 0/0 u 0/1 1/0 1/1 Insgesamt n % n % n % 169 82,4 20 9 4,4 7 9,8 | 189 3,4 16 92,2 7,8 178 86,8 27 13,2 | 205 100,0 50 24,4 4 128 = 62,4 23 178 86,8 | 27 2,0 54 11,2 | 151 13,2 | 205 26,4 73,6 100,0 gleichszahl bei den Kraftfahrzeugmechanikern betr^/gt 86,2 % Lesung bzw. 86,7 % Lesung Kodierungen 1/0 und 1/1 fanden sich in % bei der Kontrollgruppe gegen^...ber13,8 % Lesung bzw. 13,3 % Lesung bei den Kraftfahrzeugmechanikern in Bremsendiensten Die 95 -Vertrauensgrenzen der Verteilung zeigen da^ ein h^/ufigeresVorliegen kleiner unregelm^/^ igeLrungenschatten in der Fallgruppe der Kraftfahrzeugmechaniker nicht zu sichern ist Zus^/tzlichwurde die Abh^/ngigkeitdie- ser Befunde von der Asbestfaserstaub untersucht Tab 2 Die H^/ufigkeitvon Lungenstrukturen der Streuung 1/0 und 1/1 weist ^...berwiegend eine Zunahmetendenz mit dem Lebensalter auf Demgegen^...berl^/^ t sich eine Zunahme mit der kumulativen Asbestfaserstaub nicht sicher erken- nen Hieraus folgt da^ andere Faktoren f^...rdie r^ntgenologische Strukturvermehrung neben dem Risiko einer Erkran- kung an Lungenasbestose in Betracht zu ziehen sind Zu pr^...fensind besonders das ^ bergewichtund die Rauchgewohnheiten Tab 3 Die Mechaniker mit einem Broca > 130 % haben relativ h^/ufigereine h^hereStreuung der kleinen unregelm^/^ igeLnungenschatten 7 : 9 gegen^...ber20 : 169 Auch f^/lltauf da^ sich unter den Untersuchten mit den verst^/rkten Lungenstrukturen h^/ufiger Raucher und Exraucher befinden als unter Untersuchten mit der Streuung 0/0 oder 0/1 4 Diskussion und Schlu^ folgerungen Bereits 1976 wurde in einer epidemiologischen Studie aus den Vereinigten Staaten von Amerika ^...berAsbestinhala- tionsfolgen im Kraftfahrzeughandwerk berichtet 8 Bei ^...ber einem Viertel von n = 90 langj^/hriggef^/hrdetenMechanikern fanden sich auff^/lliger^ntgenologischeVer^/nderungen im Sinne einer mindestens fraglich beginnenden Lungenasbestose Diese amerikanischen Erfahrungen soll- ten wegen unterschiedlicher Konstruktion der Bremssysteme einer anderen Zusammensetzung der Bremsbel^/ge und abweichender Fahrgewohnheiten nicht ohne weiteres auf die Verh^/ltnissein Europa ^...bertragenwerden 13 Ein vergleichbar relativ hohes Erkrankungsrisiko konnte weder in der Bundesrepublik 21 noch in der Schweiz 3 bei fr^...her durchgef^...hrtenUntersuchungen aufgedeckt werden Unsere hier vorgelegten Ergebnisse zeigen weder f^...r asbestoseverd^/chtigeLungenstrukturen noch f^...rdie Vitalkapazit^/t eine eindeutige Assoziation zur im bisherigen Berufsleben inhalierten Dosis Asbestfaser St^/ube Vielmehr bleiben Einflu^ faktorenwie das Lebensalter ^ bergewicht und die Rauchgewohnheiten zu diskutieren Das Risiko einer Erkrankung an Lungenasbestose kann nach den vorliegenden Befunden offenbar selbst f^...rlangj^/hrigberufserfahrene Kraftfahrzeugmechaniker arbeitsmedizinisch als gering eingestuft werden Diese Annahme wird arbeitstechnisch gest^...tztdurch das Ergebnis einer relativ niedrigen individuellen kumulativen Asbestfaserstaub- Dosis Sie entspricht etwa 1/10 der kumulativen Dosis die wir fr^...her f^...r Dachdecker beim Trennschleifen von Asbestzement auf Baustellen ermittelt haben 19 Hieraus l^/^ tsich folgern da^ Kraftfahrzeugmechaniker im Bremsendienst hinsichtlich der Asbestfaserst^/ube in den Niedrigdosisbereich zwischen der Umwelt- und der sonst bekannten Faserstaubgef^/hrdung in der eigentlichen Asbestindustrie einzuordnen sind 20 Unsere bisherigen Dosisberechnungen lassen sich einer Absch^/tzungdes Lungenkrebsrisikos f^...rKraftfahrzeugmechaniker zugrundelegen Nach den von SCHNEIDERMANN zusammengestellten epidemiologischen Erfahrungen 17 ist hiernach mit 0,02 bis 2 zus^/tzlichenassoziierten Lungenkrebstodesf^/llenje 1000 Verstorbene zu rechnen Einschr^/nkendsind jedoch zwei Sachverhalte zu bedenken Das Kurzfaserproblem und die ^ bertragbarkeitDer extrem hohe Anteil kurzer Chrysotilfasern in den Abriebst^/ubenaus Bremstrommeln 7 kann derzeit hinsichtlich seiner krebser- zeugenden Wirkung pr^/ventivmedizinischnoch nicht ausrei- chend bewertet werden Er blieb daher bei der Risikoab- sch^/tzungunber^...cksichtigtFerner ist zu fragen ob die von uns f^...rdie 205 Kraftfahrzeugmechaniker retrospektiv abge- sch^/tzte Asbestfaserstaub uneingeschr^/nkt auf den gro^ enPersonenkreis der derzeit und insbesondere fr^...hert^/tigenKraftfahrzeugmechaniker ^...bertragenwerden kann So ist im Vergleich zu ^/lterenUntersuchungen 4 5 15 in den letzten Jahren ein deutlicher R^...ckgangAsbestfa- gef^/hrdenderArbeitsvorg^/nge festzustellen 7 Die Gr^...ndeliegen u a in ge^/ndertenBearbeitungsverfah- ren und der zunehmenden Konfektionierung der Bremsbel^/ge Speziell bei Ber^...cksichtigung der Arbeitsvorge- schichte bestehen Hinweise daf^...rda^ die heute gemesse- nen niedrigen Asbestfaserstaub wohl nicht uneingeschr^/nkt auf die Arbeitsplatzsituation vergangener Jahrzehnte ^...bertragenwerden k^nnen Einen ernstzunehmenden Hinweis auf das Tumorrisiko sehen wir schlie^ lichin bisher vier allein in unserem poliklinischen Patientengut beobachteten t^dlichenMesotheliom- erkrankungen bei Kraftfahrzeugmechanikern aus Bremsen- diensten 11 Derartige kasuistische Beobachtungen liegen auch von anderen Autoren vor Lit. bei 11 NICHOLSON et al 9 sch^/tzenda^ z B. 1987 in den USA bei ^...ber1 Million Kraftfahrzeugmechanikern mit 115 Mesotheliomto- desf^/llenzu rechnen sei Mesotheliomerkrankungen bei Kraftfahrzeugmechanikern verdienen wegen des Dosisbereiches besondere ^/rztlicheBeachtung Auch hier gilt da^ allein die Diagnose Mesotheliom den Verdacht auf eine Berufskrankheit begr^...ndet und der Arzt unverz^...glichseiner gesetzlichen Verpflichtung zur Berufskrankheitenanzeige nachkommen sollte 22 Dar^...berhinaus sollte aus pr^/ventivmedizinischerSicht die Substitution asbesthaltiger Reibbel^/geweiter z^...gigvorangetrieben werden Bis zum vollst^/ndigen Asbestersatz in Reibbel^/genm^...ssenin den n^/chstenJahren die vorhande- nen und vorgeschriebenen M^glichkeitendes technischen und medizinischen Arbeitsschutzes ausgesch^pftwerden Auch Fragen des Umweltschutzes angesichts der AsbestfaEmission bei Bremsvorg^/ngenim Stra^ enverkehrbleiben zu beachten 13 Literatur 1 Asbestos International Association AIA Reference method for the determination of airborne asbestos fibre concentrations at work- places by light microscopy Membrane filter method London 1979 - 2 Berufsgenossenschaftliche Grunds^/tzef^...r arbeitsmedizini- sche Vorsorgeuntersuchungen G 1 Ausgabe 1981. 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VALENTIN et al Untersuchungen ^...berdie Gesundheitsgefahren durch St^/ube asbesthaltiger Bremsbel^/ge Forschungsbericht Asbest Schriftenreihe des Hauptverbandes der gewerblichen Berufsgenossenschaften e V. Hrsg Bonn 1978. 22 WOITOWITZ H.-J. R. PAUR et al Dtsch med Wschr 10 1984 363-368 - 23 WOITOWITZ H.-J. K. R^ DELSPERGERet al Asbeststaubbela- stung am Arbeitsplatz Me^ werteder internationalen Literatur Nr 10 der Schriftenreihe Gef^/hrlicheArbeitsstoffe der Bundesanstalt f^...rArbeitsschutz und Unfallforschung Dortmund 1983. 24 Zentralverband des Kraftfahrzeuggewerbes Bonn Mitteilung vom 18.8.1983 18.8.1983 18.8.1983 Anschrift f d Verfasser Prof. Dr. med H.-J. WOITOWITZ Institut und Poliklinik f^...rArbeits- und Sozialmedizin Aulweg 129 6300 Gie^ en