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FILE NAME: German Articles - Some with English Translation (GER)
DATE: 1943 DOC#: GER044
DOCUMENT DESCRIPTION: Book Excerpt by Dr. Friedrich Boemke - No Translation
Frankfurter ni
Zeitschrift fr Pathologie
B eg r n d et von E ugen A lb rech t Herausgegeben
Bernhard Fischer-W aselsf
Sicbenundfiinfzigster Band Mit 181 Abbildungen im Text
Mnchen Yrc r la g v o n J. F. B e r g m a n n
1943
lymphogene als auch skopisclie Befund in t zur Annahme einer ss vor.
Gehirn mchte ich h Ostertag bei svstenderungen ausserdem nirns. Es sind diese iete, in denen nach dt ist. die sich dam it
i Krankheitsbild zu ine Stauungserscheig erst kurze Zeit vor an eine Reizwirkung colhndalen Zustandsield es fr die Hi wi
sch. Z. Nervenlieilk. 4/6
, E.: Aich. f. Psycli. 66
!)ntertag, II: Zhl. P ath.
Skorpil,
Frankf.
Aus dem Institut fr Allgemeine und Weinpathologie der Militrrztliclien Akademie. (Leiter: Oberfeldarzt Professor Dr. Lauche.)
Asbestosis und Lungencareinom.
Von
Dozent Dr. Friedrich lloemke,
Stabsarzt d. lf.
Mit 3 Abbildungen im Text.
Whrend ber die Klinik und Pathologie der Asbestosis trotz der im ganzen gesehen relativ geringen Zahl von Beobachtungen bereits eine um fassende in- und auslndische Literatur vorliegt, sind die Verffentlichungen ber Asbestosis und gleichzeitig bestehendes Lungencareinom noch recht sprlich. Diese Tatsache mag ihre Begrndung darin haben, dass bisher nur wenige derartige Flle zur Beobachtung gekommen sind. Nach Mitteilungen Baaders sind bisher in der Literatur insgesam t nur 14 Beobachtungen von Asbestosis mit Lungencareinom verffentlicht. Eine zeitlich spter erschienene Arbeit von Linzbach und Wedler fhrt unter Einbeziehung einer eigenen B eob achtung 12 Flle von Lungencareinom bei Asbestosis auf. Zwei weitere Flle wurden krzlich von Welz verffentlicht1.
In einer 1938 erschienenen Arbeit ber den Berufskrebs der Asbest arbeiter nimmt erstmalig in der deutschen Literatur Nordmann Stellung zur Frage des Zusammenhangs zwischen Asbestosis und Lungencareinom. Nordmann bejaht unter eingehender Errterung bereits von anderen Autoren beschriebener und zweier eigener Beobachtungen die Zusammenhangsfrage, whrend die vorangegangenen Verffentlichungen in der auslndischen Literatur sich nur m it einigem Vorbehalt fr einen urschlichen Zusammenhang der beiden Erkrankungen aussprechen. Hinsichtlich der Besprechung der bisher zur Beobachtung gekommenen Flle muss auf die Arbeit Nordmanns, die; eine tabellarische bersicht ber sechs Beobachtungen bis zum Jahre 1938 bringt, und auf die 1941 bzw. 1942 erschienenen Arbeiten von Linzbach und Wedler und von Welz verwiesen werden. Fr die Berechtigung der Annahme eines Zusammenhangs zwischen Asbestosis und Lungencareinom fhrt Nordmann folgende Grnde a n :
1 Whrend der Drucklegung dieser Arbeit erschien eine zusammenfassende Dar stellung ber den Lungenkrebs bei Asbestosis von Wedler (Dtscli. Arch. klin. Med. 191, 189 [1943]), in der 14 Falle von Asbestosis mit gleichzeitigen Lungen-, Rippenfelltumoren tabellarisch erfasst sind. Jedoch sind in dieser Aufstellung die beiden Flle von Welz nicht enthalten, so dass unter Einbeziehung meiner eigenen Beobachtung nunmehr insgesamt 17 Flle bekannt sind.
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Friedrich Boemke,
Auch l>ci der im ganzen relativ geringen Zahl von Beobachtungen von AsbcstosistodeKfllen ist. der Prozentsatz an Asbestosis mit gleichzeitigem Lungeneai'einoni ungewhnlich hoch. Gloyne beobachtete bei 50 Obduk tionen von Asbestosis in 0 Fallen, also bei 12%, ein gleichzeitig bestehendes Lungencareinom. Nordwann errechnet bei einer allerdings geringen Gesamt zahl von Asbestosistodesfllen !7%, bei denen gleichzeitig ein Lungencarcinom vorlag. Weiterhin weist Nordwann, darauf hin, dass die Hallte der an Asbestosis und Oarcinom Verstorbenen von den in seiner Arbeit angefhrten Beobach tungen relativ jung war, bzw. ein Lungencarcinom in einem Alter bekam, das fr das bliche Auftreten dieser Gareinomform nicht typisch ist. Als wesentlicher ist jedoch die auffllige Beobachtung zu werten, dass bei fast allen Krebstrgern eine ziemlich gleichmige Zeitspanne seit dem Beginn ihrer T tigkeit in einer Asbestfabrik bis zu ihrem Tode an einem Lungen carcinom vergangen ist. Nordwann hat dafr die Durchschnittszahl von 18 Jahren errechnet und festgestellt, dass diese Zahl fr die Hlfte der von ihm angefhrten Beobachtungen genau zutrifft. Bemerkenswert ist auch die Gleichartigkeit des makroskopischen und mikroskopischen Bildes der Mehr zahl der beobachteten Flle. In 5 von 0 Fllen lagen bei den von Nordmann geschilderten Beobachtungen Plattenepithelcarcinome vor, und ebenso hufig war ein Lungenunterlappen der Ausgangspunkt des Carcinoms. Auch bei dem Fall von Linzbach und Wedle,r und in einem der von Welz beschriebenen Flle handelt es sich um Plattenepithelcarcinome im Bereich des rechten Lungenunterlappens. Schliesslich betont Nordwann, dass wiederholt ein ,,multipler Ausgangspunkt" dos Carcinoms in den Lungen nicht auszuschHessen war und hlt das multiple metaplastische Plattonepitholearcinom geradezu fr charakteristisch fr die Asbestosis. Nordwann und Sonjc gelang es auch, im Tierversuch ein- Lungencarcinom durch Asbeststauh zu erzeugen.
VVenn auch auf Grund der Untersuchungen Nordwann* und der genannten Arbeiten von Baader, Linzbach und Wedler, Welz und Gloyne in der Frage des urschlichen Zusammenhangs zwischen Asbestosis und Lungencarcinom keine wesentlichen Zweifel mehr bestehen, so erscheint es doch bei der geringen Zahl der verffentlichten Flle berechtigt, eine eigene hierher gehrige Beob achtung mitzuteilen.
Ein am 24. Mai 1872 geborener Mann arbeitete vom September 1924 bis zum 1. Februar 1935 in einer Asbest fabrik als Krempier, Im Februar 1935 trat Arbeits unfhigkeit ein. Die Beschwerden des Patienten bestanden in Atemnot und Husten bei sehr starker Kurzatmigkeit. Das Krpergewicht betrug (il kg. ('ber den Lungen bestand eine mittelstarke diffuse Bronchitis, das Herz war nicht verbreitert, die Rntgenaufnahme der Lungen im Juli 1935 ergab einen sehr stark verbreiterten Hilus bei einer vermehrten Lungenzeichnung. Die klinische Diagnose lautete seiner Zeit auf eine Staublunge mit chronischer Lungenblhung. Da es sich jedoch um eine Asbeststaublunge handelte, wurde zunchst die Anerkennung als entschdigungs pflichtige Berufskrankheit nach den damals geltenden Bestimmungen abgelehnt. Im weiteren Verlauf der Erkrankung trat jedoch gem der dritten Verordnung ber
Ausdehnung der I Entschdigung h/
Bei einer in Atemnot , die siel Husten. Der Bin betrug bei strk-t kapazitiit der Lun schall ber den I. gerusch in der dichte Hasselgeri druck betrug 120 feinst fleckigen Sei erneut die Dingo, erwerbsunfhig b. wiederholt in rzt dng bei einem Aufenthalt beding
Am 22. Mi Er gab an. untei / er ber Schmerze sei kurz erwhnt seine Mutter im A leben, lvinderkra und Nikotin-Alm der Aufnahme b< sein Gewicht bet umschriebene obi auf der linken Ivo sehr schadhaft, hinten rechts in sohiebliehkeit wai unteren Lungeng die von der Mitt fremitus war reo eine abgesebwc: Die Herztne w 135/70 mm Hg. 1 des Hftgelenks i normal auslsbar Im linken Oberst
Klinisch \
angenommen.
Die Leich
H. Kr. Berlin.
B efund1: Leiche eine
Im Bereich des Zehnpfennigstck
1 Das Obdu Arbeit wesentlich.
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Asbestosis und Lungencarcinom.
Ausdehnung der Unfallversicherung auf Berufskrankheiten vom Dezember 1936 eine Entschdigung bzw. eine Anerkennung der Asbestosis als Berufskrankheit ein.
Bei einer im Juli 1937 erfolgten Untersuchung bestand weiterhin erhebliche Atemnot, die sich bei geringsten Anstrengungen steigerte, sowie starker qulender Husten. Der Brustkorb weitete sich bei der Atmung nur sehr wenig. Der Umfang betrug bei strkster Ausatmung 91 cm, bei strkster Einatmung 93 cm. Die Vital kapazitt der Lungen betrug 1,3 L gegenber einem Sollwert von 3,2 L. Der Klopf schall ber den Lungen war beiderseits hinten unten etwas abgeschwcht, das Atem gerusch in der Ausatmung verlngert und verschrft, bei der Einatmung waren dichte Rasselgerusche zu hren. Die Herzgrenzen waren nicht verbreitert, der Blut druck betrug 120/70 mm Hg. Rntgenologisch waren beide Lungenfelder berst mit feinstfieckigen Schatteneinlagerungen, die sich nach unten zu verdichteten. Es wurde erneut die Diagnose ,,Schwere Asbeststaublunge" gestellt und der Patient fr vllig erwerbsunfhig befunden. Im weiteren Verlauf seiner Krankheit war der Patient wiederholt in rztlicher Behandlung. Im August 1939 trat eine Gallenblasenentzn dung bei einem Gallenblasensteinleiden ein, das einen 14tgigen Krankenhaus aufenthalt bedingte. Dabei bestand eine erhebliche Kreislaufschwche.
Am 22. Mrz 1943 wurde der Patient erneut in ein Krankenhaus aufgenommen. Er gab an, unter Zunahme des Hustens und der Atemnot zu leiden. Ausserdem klagte er ber Schmerzen im linken Bein, sowie ber Naehtsclnveiss. Aus seiner Anamnese sei kurz erwhnt, dass er zwei gesunde Shne hat, sein Vater starb mit 91 Jahren, seine Mutter im Alter von 76 Jahren, f n f Geschwister im Alter von 57 bis 78 Jahren leben. Kinderkrankheiten hatte der Patient angeblich nicht durchgemacht. Alkohollind Xikot in-Almaus bestand nicht. Eine venerische Infektion wurde verneint. Bei der Aufnahme befand sich der Patient in einem stark reduzierten Allgemeinzustand, sein Gewicht betrug 54,5 kg, es bestand eine leichte Dyspnoe und Cyanose. Eine umschriebene oberflchlich ulcerierte Verdickung der Kopfschwarte in Scheitelhhe auf der linken Kopfseite wurde als Furunkel gedeutet. Das Gebiss des Patienten war sehr schadhaft. Die untere Lungengrenze war vorn rechts im 6. Jntercostalraum, hinten rechts in Hhe des 10., links in Hhe des 11. Brustwirbeldorns. Die Ver schieblichkeit war links zwei Finger breit, rechts bestand keine Verschieblichkeit der unteren Lungengrenze. Auf der rechten Seite lag eine Klopfschall Verkrzung vor, die von der Mitte der Scapula nach unten an Intensitt zunahm. Der Pectoralfremitus war rechts hinten unten abgeschweht. Auskultatorisch bestand rechts eine abgesehwehte Atmung, links waren feinblasige Rasselgerusche zu hren. Die Herztne waren bei regelmigem Rhythmus rein. Der Blutdruck betrug 13.7/70 mm Ilg. Leber und Milz waren nicht vergrssert, das linke Bein war im Bereich des Hftgelenks nur unter Schmerzen aktiv und passiv beweglich. Die Reflexe waren normal auslsbar. Eine Punktion der rechten Pleurahhle ergab blutiges Exsudat. Im linken Oberschenkel wurde rntgenologisch eine Tumormetastase nachgewiesen.
Klinisch wurde ein Lungencarcinom auf dem Boden einer Axbentonis
Die Leichenffnung wurde am 7. April 1943 vorgenommen. (S.-Nr. 98/43
H. Kr. Berlin, Obduzent: Doz. Dr. Boemke). Dabei ergab sich folgender
Befund 1: Leiche eines alten Mannes in sehr schlechtem Krfte- und Ernhrungszustand.
Ln Bereich des .Hinterhauptes auf der linken Kopfseite in Scheitelhhe ein etwa zehnpfennigstckgrosser oberflchlich ulcerierter Bezirk mit umschriebener Ver-
1 Das Obiluktionsprotokoll wurde bei der Wiedergabe bis auf die fr die vorliegende Arbeit wesentlichen Befunde gekrzt.
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F riedrich linpm ko,
dickung der Kopfsehwarte. Hei Einschnitt ist das Gewebe hier markig weisslich, Hei Ko/ifseklion kein wesentlicher krankhafter Hefnnd.
Brusthhle: Zwerchfellstand rechts (!., links 5. Zwischenrippenraum. Heim Lsen des Hrnstheins (piillt ans der rechten Brusthhle gelblichrtliche Flssigkeit. Beide Lungen sind ausgedehnt fliiehenhaft mit der Brustwand verwachsen, vor allem die rechte, die ausserdem sehr ausgedehnte Verwachsungen mit dem Zwerchfell zeigt. Der Herzbeutel liegt in knapp Leiehenhandtellergrsse vor und enthlt wenige Kubikzentimeter einer klaren sersen Flssigkeit. Herzbeutelinnenllche blass, glatt, spiegelnd. Im rechten Brustfellraum insgesamt etwa 1000 ccm einer gelblichrtlichen klaren Flssigkeit.
Ihrz: Knapp leichenfaustgross, Fpikard zart, blass, glatt , subepikardiales Fett gewebe sehr gering entwickelt. Herzffnungen normal durchgngig, Herzhhlen links normal weit, der rechte Ventrikel erscheint gegenber der Norm im Verhltnis zur Herzgrsse erheblich erweitert , vor allem im Conus arteriosus pulmonalis. Herz wandstrke normal. Herzmuskulatur auf der Schnittflche gleichmig braun rtlich. Die normal weiten Kranzarterien haben eine zarte, blasse Intima. (Jewicht: 240 g .
Lunyen: Die rechte Lunge ist stellenweise aus den Verwachsungen zwischen Pleura costalis und Pleura visceralis kaum lsbar und m it dem Zwerchfell so fest verwachsen, dass dieses im Zusammenhang mit der Lunge
herausgenommen werden muss. Die1 Pleuraspalten zwischen den einzelnen Lappen sind obliteriert. Die Pleura ist nach unten zunehmend weisslich ver dickt. Im Bereich des unteren Teiles des Unterlappens und der Basis ist sie bis zu 2 cm dick, von tumorartiger derber, teils auch markiger Beschaffenheit und von weisser Farbe. Nur im oberen Teil der rechten Lunge schimmert stellenweise eine schwarze Feldcriuig durch. Das Gewebe der rechten Lunge
erscheint ini ganzen verdichtet, stellenweise derb, besonders der rechte Untcr-
lappen ist von fester Konsistenz. Auf der Schnittflche ist die rechte Lunge teils schiefergrau, teils mehr graurtlich mit ausgedehnter schwrzlicher Pigm entierung und vor allem im Bereich des rechten Unterlappens von einem
dichten, derben, weisslichen Maschen werk durchzogen (s. Abb. I). Die linke Lunge zeigt an der Oberflche gleichfalls Verwachsungsreste,
jedoch in sehr viel geringerer Ausdehnung, als die rechte. Die Pleura ist von hellgrauer Farbe m it schwarzer Felderung. Stellenweise erkennt man ein
weissliches Maschenwerk, vereinzelt auch kleine weissliche Knotenbildungen. Auf der Schnittflche ist das Gewebe der linken Lunge schiefergrau bis braun rtlich, fleckfrmig schwarz pigmentiert. Vereinzelt sind auch hier weissliche Gcwebszge, vor allem im Bereich des Unterlappems, erkennbar. Im ganzen ist die linke Lunge nicht von so derber K onsistenz wie die rechte, jedoch auch verdichtet, stellenweise finden sich aber noch normal lufthaltige Gewebsabschnitte, zum Teil ist das Gewebe, vor allem im Bereich des linken Lungen oberlappens auch luftkissenartig geblht.
Die Bronchien sind im ganzen normal weit, werden jedoch im Bereich des rechten Unterlappens von derben weisslichen Gewebsziigen ummauert. Ihre Schleimhaut ist gertet imd geschwollen. Die normal weiten Verzwei gungen der Lungenarterie zeigen stellenweise leichte gelbliehe Intimaver
dickungen. Fin mn.se
Lungengewebes nicht
das Lungengewebe m
diffus von Tumorwiu
Vorjirssert, derb, an
Gewebsziigen durchst
Mundhhle und // haften Vernderungen.
Die parat rachen lt sistenz und zeigen a Schnittflche eine grn liehe Farbe.
Bauchhhle: MHz: (Iberflche r auf einen das Niveau et v. ragenden, etwa 1 cm im messet' messenden wer Herd. Farbe sonst bla -- Konsistenz mittelfest. Schnittflche ragt der b< bene Herd etwa in der nung einer Erbse in da gewehe hinein. Sonst d< Trabekelzeichming, mail liehe Folli kelzeich nung. Pulpa nbstreilbar. In dt Vene flssiges dunkelrott Gewicht: SO g. Mai/i n. Darm,Ot kr Colon transversum find ein von der Umgebung sei gegrenzter erbsengrosser, licher, die Serosa etwas \ bender Knoten. Sonst Dnn- und Dickdarm ft krankhaften Verndet Die Lymphknoten des derb, auf der Schnittfhe Pankreas: Frei cot Leber: Zeigt an der zahllosen teils derben, ft Daneben findet sich brat Zeichnung. (Jewicht: 157
Gallenblase: Norma ziehende (alle und einzel Narbeithildungen.
Nebennieren: Nach Nebenniere zeigt auf det Mark deutlich abgrenz.hu linsengrosser weisslicher F
pe hier markig weisslich.
ehenrippenraum. Heim blichrtliche Flssigkeit, il verwachsen, vor allem lit dem Zwerchfell zeigt, or und enthlt wenige 'iinnenflehe blass, glatt, m einer gelblich rtlichen
tt. subepikardiales Fetturehgngig, Herzhhlen der Norm im Verhltnis iosus pulmonalis. Herzhe gleichmig braunilasse Intima. Gewicht:
den Verwachsungen lsbar und mit dem nhang mit der Lunge rischen den einzelnen hmend weisslieh verund der Basis ist sie i rkiger Beschaffenheit ten Lunge schimmert ln* der rechten Lunge ders der rechte Unterist die rechte Lunge lehnter schwrzlicher uerlappens von einem is. Abb. 1). Is Vorwac hsu iigsreste,
Die Pleura ist von ise erkennt man ein he Knotenbihlungen. Idefergrau bis braun1 auch hier weissliche kennbar. Im ganzen ! die rechte, jedoch il lufthaltige Gewebsh des linken Lungen-
n jedoch im Bereich ebszgen ummauert, mal weiten Verzweigelblichc Intimaver-
Asbcstosis und Lungcncarcinom.
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dickungen. Ein umschriebener Tumor ist im Bereich der Bronchien oder des
Lungengewebes nicht feststellbar. Man lmt vielmehr den Eindruck, als ob
das Lungengewebe unter besonderer Bevorzugung des rechten Unterlappens
diffus von Tumorwucherungen durchsetzt ist. Die Hiluslymphknoten sind
vergrssert, derb, auf der Schnittflche grauschwrzlich, von wcisslichen
Gewobsziigon durchsetzt.
Mundhhle und Halsorganc: Bis auf ein sehr schadhaftes Gebiss frei von krank haften Vernderungen.
Die paratraehealen Lymphknoten sind leicht vergrssert, von derber Kon sistenz und zeigen auf der Schnittflche eine gruuweissliche Farbe.
Bauchhhle: M ilz: Oberflche glatt bis auf einen das Niveau etwas ber ragenden. etwa I cm im Durch messer messenden weissliehen Herd. Farbe sonst blassrtlich. Konsistenz mittelfest. Auf der Schnittflche ragt der beschrie bene Herd etwa in der Ausdeh nung einer Erbse in das Milzuewebe hinein. Sonst deutliche Trabekelzeichnung, mig deut liche Follikelzeichmmg. Keine Pulpa abstreifbar. In der Milz vene flssiges dunkelrotes Blut. Gewicht: .SOg. Mai/i n, Dann.ii'i krne: Im Colon transversum findet sich ein von der Umgebung scharf abiregrenzter erbsengrosser, weisslicher, die Serosa etw as vorulheuder Knoten. Sonst Magen, ])iinn- und Diekdarm frei von krankhaften Vernderungen. Pie Lymphknoten des fettarmen Gekrses sind teilweise leicht vergrssert, derb, auf der .Schnittflche weisslich. Pankrea.*; Frei von krankhaften Vernderungen. Leber: Zeigt an der ( Iberflche und auf der Schnitt flche eine Durchsetzung mit zahllosen teils derben, teils markigen erbsen- bis kirschgrossen weisslichen Knoten. Daneben findet sich braunrtliches Lebergewebe mit eben erkennbarer Lppchenzeielmung. Gewicht : 1570 g. Grosse Gallenwege normal weit und durchgngig.
Gallenblase: Normal weit, enthlt wenige Kubikzentimeter braungelbe, faden ziehende Galle und einzelne Cholesterinsteine. Die Schleimhaut zeigt einzelne kleine Narbenbildungen.
Nebennieren: Nach Lage und Grsse von normaler Beschaffenheit, die rechte Nebenniere zeigt auf der Schnittflche eine mig lipoidhaltige von blassgrauem Mark deutlich abgrenzbare Kinde, in der linken Nebenniere findet sich ein etwa linsengrosser weisslieher Knoten, sonst wie rechts.
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Friedrich Boemkc,
Xiere.n: Fettgewebskapseln gering entwickelt. Bindegewebskupsel leicht ab ziehbar. (Wisse normal, Konsistenz mittelfest. In beiden Nieren linden sieh einzelne bis zu erbsengrosse weissliehe Knoten, sonst mig deutliche Mark-Rindenzeichnung in normaler Anordnung. Nierenbecken und freieren von normaler Weite mit zarter, blasser Schleimhaut. Gewicht der rechten Niere KM) g, der linken SO g.
Harnblase und deschlerhtsorgane: Frei von krankhaften Vernderungen. Oie abdominellen Li/m/Aknoten sind zum rl'cil vergrert, auf der Schnittflche markig weisslich.
(rosse Blutgefsse,: Bis auf einzelne leichte gelbliche IntimaVerdickungen ini Bauchteil der Aorta frei von krankhaften Vernderungen.
Skeletsgstem: Im linken Femur findet sieh im proximalen epiphvsrcn Teil auf die Weichteile bergreifendes, zum Teil zerfallendes markig weissliches Tumorgewebe. Ebenso sind die Wirbelkrper im Bereich der unteren Brust- und in der Lendenwirbelsule von weissliehen Tumorwucherungen durchsetzt. Desgleichen zeigen zahlreiche Kippern zum Teil eiche, zum Teil derbere umschriebene Tumoru ucherungen, stellenweise bis zu Kirschgrsse und mit entsprechender Auftreibung.
Fr die histologische Untersuchung wurden von den Lungen zahlreiche
grosse Ubersichtsschnitte angefertigt und mit Hniotoxilin-Eosin und nach
ran diesem gefrbt und ausserdem an diesen Schnitten die Herliner Blau
reaktion ausgefhrt.
Der recht'! Untei'lappon zeigt ausgedehnte librs veriimlerte Bezirke, liier ist es zur Entwicklung eines teils zellarmen hyalinen, teils auch zellreichercn Binde gewebesgekommen. Dieses Bindegewebe durchsetzt in breiten Strngen den ganzen Unterlappen. Vielfach findet sich in den Bindegewebsziigen eine entzndliche Zellinfiltrution, vorwiegend aus Rundzellen. Massenhaft lassen sich im Bindegewebe Asbestnadeln und Asbestosiskrperchen vom typischen Aufbau nachweisen. Stellen weise sind ganze Nester von Asbestosiskrperchen erkennbar. Ausserdem findet sich anthrakeltisches Pigment; bei der Berliner Blaureaktion lsst sich dieses ohne weiteres von den Asbestosiskrperchen unterscheiden. Neben der Fibrose des Lungengewebes finden sich in Schnitten vom rechten Unterlappen auch ausgedehnte zapfen- und strangfrmige Wucherungen von grossen epithelialen Zellen, die regellos infiltrierend das Gewebe durchsetzen. Diese epithelialen Zellen zeigen stellenweise eine strkere Polymorphie und zahlreiche Mitosen. Verhornungen sind nicht nachweisbar. Ver einzelt ist ein Einbruch der epithelialen Zellwucherungen in Gefsswnde, sowie auch in das Lumen von Gefssen feststellbar. Vielfach wuchern die epithelialen Zell verbnde auch deutlich in Lymphspalten in der Umgebung von Gefssen. Besonders ausgedehnt sind die epithelialen Wucherungen in und unter der Pleura. Auch im Bereich von epithelialen Zellnestern und Strngen lassen sich sehr reichlich Asbestosis krperchen nachweisen (s. Abb. 2). Normal lufthaltige Alveolen sind in Schnitten aus dem Bereich des rechten Unterlappens nicht mehr erkennbar.
Der rechte berlappen zeigt histologisch ein hnliches Bild, jedoch ist hier die Fibrose weniger ausgesprochen, stellenweise sind noch normale Alveolen erkennbar, an einzelnen Stellen auch emphysematische Bezirke. Die epithelialen Wucherungen sind gleichfalls nicht so ausgedehnt wie im Unterlappen, durchsetzen aber auch herd- und strangfrmig regellos vorwuchernd das Gewebe. Asbestosiskrperchen finden sich ebenso reichlich wie im Unterlappen. Stellenweise, vor allem in einem bersichtsschnitt von der rechten Lungenspitze, berwiegen die entzndlichen Zell infiltrate, die hier aus Rundzellen und gelappt kernigen Leukocyten bestehen. Ver einzelt sind im Bereich von Asbestosiskrperchen auch Fremdkrper-Riesenzellen nachweisbar.
In Schnitten aus de starke Fibrose des Gewi Wucherungen linden sich sehr dicht beieinanderliegei ihrem Lumen dicht mit ent ist stellenweise mehrschiel epithels in zahlreichen unt< zeigt ausser normal weitei matische Bezirke und libre auch hier strangfrmige ep Lunge sind zahllose Asbe-
Es wurden aussen! haut und das linke Fei
Abb. Hechte!' Lnngeirantei
logischen Untersuchung wie in den Lungen. Der Befund ist im Zusamnv
P a th o Asbestosis der Lut umtose des rechten I brigen Luiigenlappen. flchenhaften Verwachw Linksseitige flchenhaft Bronchiolitis, bronchopi tische Herde in beiden Carcinom-Metastasen in
dogeuebskapseln leicht abI Nieren finden sich einzelne ehe Mark-Rinden/.eich nung
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Asbestosi und Limgonearcinorn.
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ln Schnitten aus der linken Lunge fllt im Unterlappen vor allem eine sehr starke Fibrose des Gewebes mit reichlichen Gefssbildungen auf. Epitheliale Wucherungen linden sich hier nur an einzelnen Stellen. Auffllig sind zahlreiche, sehr dicht beieinanderliegende Querschnitte durch Bronchien und Bronchiolen, die in ihrem Lumen dicht mit entzndlichen Zellansammhingen angefllt sind. Ihr Epithel ist stellenweise mehrschichtig. Metaplasien sind jedoch im Bereich des Bronchial epithels in zahlreichen untersuchten Schnitten nicht nachweisbar. Der linke Oberlappen zeigt ausser normal weiten vielfach mit Leukoevten ausgefllten Alveolen emphysematische Bezirke und fibrs vernderte Lungenabschnitte. Ganz vereinzelt finden sich auch hier strangfrmige epitheliale Wucherungen, ln smtlichen Schnitten der linken Lunge sind zahllose Asbestnadeln und Asbestosiskrperchen erkennbar (s. Abb. 3).
Es wurden ausserdem histologisch zahlreiche innere Organe, die K opf
haut und das linke Femur untersucht. berall fanden sieh bei der histo-
Alili. 2. liecht e r l.iliiKcnan! erta p p e n . AKhcsIoKiskrpeiehen iniierliiilli von ( 'nrciim im vuchcriingcn.
logischen Untersuchung carcinomatse Wucherungen vom gleichen Aufbau wie in den Lungen. Der brige bei der histologischen Untersuchung erhobene Befund ist im Zusammenhang dieser Errterungen unwesentlich.
F atliologisch - an atom isch e D ia g n o se: Asbestosis der Lungen m it Fibrose des Lungengewebes, diffuse arcinomatose des rechten Liuigeiuinterlappens, Cfircinomwucherungen in den brigen Lungenlappen. Ausgedehnte rechtsseitige Pleuracarzinose m it flclicnhaften Verwachsungen. Rechtsseitiger Hydrothorax (etwa 1000 ccm). Linksseitige flchenhafte Pleuraverwachsungen. Eitrige Bronchitis und Bronchiolitis, broncliopneumonische Herde in beiden Lungen. Emphysematische Herde in beiden Lungen. Dilatation des rechten Herzventrikels. Carcinom-Metastasen in den thorakalen und abdominellen Lym phknoten, in
tt V
\
r>7
Friedrich lioem ke,
der Milz, in beiden Nieren, in der linken Nebenniere, in der Leber, in der Diekdarmschleimhaut, in den Kippen, in der Wirbelsule, im linken Keimir und in der Kopfsei)warte. Cholelithiasis, clironisehe Cholecystitis. Geringe Arterio sklerose der Aorta und der Verzweigungen der Pulmonalarterie. Sekundre Anmie, Kachexie.
Auf Grund des makroskopischen und vor allem des histologischen Befundes muss angenommen werden, dass es sieh im vorliegenden Fall um ein Lumjenmrrinom als Folye einer Asbeslosis handelt. Wie in einem der Flle Nordmanns liegt offenbar auch in diesem Fall eine multieentrisehe Entstehung des Careinoms im rechten Lungenunterlappen vor. Ein umschriebener E n t stehungsort des Careinoms war nicht nachweisbar. Bei den Tumorwueherungen
Abi. 3. L inke L unge. H aufen von A sbestnsiskrpereheti in den Alveolen.
handelte es sieh wie bei fast allen der bisher beschriebenen Flle um ein Plattenepithelcarcinom, whrend sonst bei primren Lungencarcinomen bekanntlich kleinzellige, wenig differenzierte Carcinomformen auftreten. Auch im Hinblick auf die von Nordmann erwhnte Zeitspanne, zwischen Beginn einer T tigkeit in einer Asbestfabrik und Tod an Lungencarcinom besteht eine bereinstimmung zu der Mehrzahl der bisher beschriebenen Flle. Nordmann hat, wie oben erwhnt, eine Durchschnittszahl von I8 Jahren errechnet. Diese Zeitdauer trifft auch fr den vorliegenden Fall zu. Vom Beginn der Ttigkeit in einer Asbestfabrik bis zum Tode vergingen im vor liegenden Fall genau 18 Jahre und 7 Monate. Auch in der Mehrzahl der bisherigen Beobachtungen war ('in Lungenunterlappen der Ausgangspunkt des Careinoms.
ber die Bi/ijden sehr a Ergebnis diese ausfhrlich ln Schaft der Asl Grundlegendes sure die hau| auffllig, dass keine hufige Wedler betone! lunge ehemisci
Es wird i D ie .Entstehum. Es wird daran pathologisch-ai der Mehrzahl <
HainIrr, /'.
2 9 0 . 2 SO (1 0 3 3 ).
(ieworhopnth. 0. Briihjc: Ann. Kcp Gloyne: Tuberele Vircliows Arcli. 2t Nordmtmn: Kt krankliciten Frau
168 (1941).
80, H. I (1939). Klinik der Lunget (1942).
F r a n k f u r te r ZtMtscln
(Irr )eber, in der Dickiin -uiken Femur und sfitit Geringe Arterio s i la'terie. Sekundre
tu des histologischen voiliegenden Fall um Wie in einem der Flle icentrische Entstehung n umschriebener E ntii Tumonvucherungen
fkj.
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heuen Flle um ein i Lungencareinomen informell auftreten. Zeitspanne, zwischen
an Lungeneareinoni bisher beschriebenen ts/.ahl von iS Jahren nden Fall zu. Vom le vergingen im vor in der Mehrzahl der
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Asbestosis und Luiigencarcitiom.
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Ober die Natur der Asbestosiskrperchen haben Berger, Sundius und Bygden sehr ausfhrliche und grundlegende Untersuchungen angestellt. Das Ergebnis dieser Untersuchungen ist in der Arbeit von Linzbuch und IVedler ausfhrlich besprochen. Zu einer etwa vorhandenen cancerogenen Eigen schaft der Asbestosiskrperchen sagen jedoch diese Untersuchungen nichts Grundlegendes aus. Bei der Annahme, dass bei der Asbestosis freie Kiesel sure die hauptschlichen Lungen Vernderungen hervorruft, ist es immerhin auffllig, dass bei der Silicose der Lungen gleichzeitig auftretende Carcinome keine hufige Erscheinung sind. Wahrscheinlich spielen, wie Linzbach und Wedler betonen, fr die Entstehung eines Carcinoms in einer Asbeststaublunge chemische und mechanische Schdigungen des Gewebes eine Rolle.
Zusammenfassung.
Es wird ber einen Fall von Asbestosis mit Lungeneareinoni berichtet. Die Entstehung des Lungencareinoms wird auf die Asbestosis zurckgefhrt. Es wird darauf hingewiesen, dass der vorliegende Fall in klinischer und pathologisch-anatomischer Hinsicht eine weitgehende bereinstimmung mit der Mehrzahl der bisher verffentlichten Fllt" zeigt.
L itera tu r ve rzeic h nis.
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F r a n k f u rte r Z e itsc h rift fiir 1"n !ln il11" i e . Bll. 57.
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