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ECHA Public consultation on the restriction for PFAS 20.09.2023 Nitrochemie Aschau GmbH Tel. 0049-(0)8638-68 0 Fax. -100 www.nitrochemie.com Comments on the public consultation on PFAS restriction Die Nitrochemie mit Standorten in Wimmis in der Schweiz und Aschau, Deutschland, ist ein weltweit operierendes Technologieunternehmen mit den zentralen Geschftsfeldern Antriebssysteme und chemische Zwischenprodukte. Mit richtungsweisenden Investitionen in moderne Fertigungsanlagen und zukunftsorientierten Technologien gehrt die Nitrochemie in diesen Bereichen zu den international fhrenden Unternehmen. Die Nitrochemie ist ein Gemeinschaftsunternehmen des Rheinmetall Konzerns und der RUAG MRO Holding AG. Bitte finden Sie im Folgenden unsere Eingaben/Kommentare zu verschiedenen Aspekten in denen die geplante PFAS Beschrnkung unsere Anlagen und Produkte betreffen wrde. Bedeutung fluorhaltiger Polymere fr den sicheren und genehmigungskonformen Betrieb vom chemischen Anlagen Zum sicheren und effizienten Betrieb unserer chemischen Produktionsanlagen sind bestimmte PFAS-Produkte unverzichtbar (z.B. in Form von PTFE in Dichtungen, Ventilen und Beschichtungen). Die Beschrnkung htte gravierende Folgen fr die Dichtigkeit und Bestndigkeit (und damit Sicherheit) der Anlagen, bestehende Genehmigungen und unsere Produktionsprozesse. Fluoropolymere sind in vielen Anlagen nach derzeitigem Stand der Technik nicht ersetzbar. Alternativen zeigen erhebliche Nachteile. Unsere Anlagen unterliegen auerdem aufwndigen und langwierigen Genehmigungsverfahren, in denen geprft wird, ob das Betreiben der Anlage sicher ist. Eine nderung an bestehenden Anlagen (z.B. der Ersatz smtlicher PFAS-haltigen Teile) wre daher selbst bei Verfgbarkeit von Alternativen sehr teuer und zeitaufwndig und wenn berhaupt nur mit auerordentlich hohem Aufwand mglich. So sind z.B. PFAS-basierte Dichtungen in vielen Fllen zwingend erforderlich um einen sicheren und genehmigungskonformen Betrieb unserer Anlagen zur Produktion von bestimmten chemischen Zwischenprodukten zu ermglichen. Z.B. sind so gut wie alle Ventile welche korrosiven Stoffen, wie z.B. Chlorosilanen, ausgesetzt sind und hohe Anforderungen an die Dichtigkeit besitzen mit PTFE beschichtet oder bestehen vollstndig aus PTFE. Ein Wegfall dieser Produkte wrde vermutlich dazu fhren, dass die hohen Dichtigkeitsanforderungen des Arbeits- und Umweltrechts (z.B. TA-Luft) nicht mehr dauerhaft und zuverlssig eingehalten werden knnten. Analoges gilt fr PTFE-ausgekleidete bzw. beschichtete Rohrleitungen und Schluche. Ein Verbot von PFAS in Bauteilen von Chemieanlagen htte vermutlich keinen Effekt auf die Emissionen von PFAS, wrde aber im Gegenzug die potentiellen diffusen Emissionen anderer gefhrlicher Stoffe aufgrund der geringeren Dichtigkeit erheblich erhhen. Daher sollt die Verwendung von Fluorpolymeren in Anlagen grundstzlich von der Beschrnkung aufgenommen werden. Die Produktion und der Einsatz von PTFE-haltigen Anlagenteilen muss in der EU weiterhin mglich bleiben. Fluorhaltige Gase (F-Gase) in technischen Klteanlagen In industriellen Klteanlagen sind F-Gase fr die Verwendung in geschlossenen und die Rckgewinnung am Ende der Lebensdauer vorgesehen. Diese F-Gase sind nicht fr die Freisetzung in die Umwelt bestimmt. F-Gase sind bereits durch die Verordnung (EU) Nr. 517/2014 (F-Gase Verordnung) und die Richtlinie (EU) Nr. 2006/40/EG (MAC-Richtlinie) streng geregelt, die ihre sichere Verwendung whrend des gesamten Lebenszyklus gewhrleisten. Diese bestehenden Verordnungen knnten durch die neue PFAS-Beschrnkung ausgehebelt werden. Es darf keine Doppelregulierung erfolgen. Zu bestehenden Regelungen/Beschrnkungen darf kein Widerspruch entstehen. Die bestehende Regulierung von F-Gasen ist bereits sehr eng gefasst und fhrt zu laufendem Investitionsaufwand bei der Klteerzeugung ohne messbare Produktivittserhhung. Sollten FGase nun ganz verboten werden, so wren die bereits gettigten Investitionen in neue Anlagen mit F-Gasen gem den geltenden Regularien bereits wieder obsolet. Insoweit wre eine zustzliche bzw. doppelte Regulierung durch die PFAS Restriktion fr die chemische Industrie in Europa in hchstem Mae kontraproduktiv. Daher sollten bereits anderweitig regulierte Chemikalien, wie z.B. fluorhaltige Gase fr Klteanlagen, von der Beschrnkung ausgenommen werden. MTV decoy flares in military aircraft Magnesium/ Teflon/ Viton (MTV) is a pyrotechnic charge, which is especially used for decoy flares. This kind of decoy flares are still a standard load in counter measure systems of aircrafts and helicopters as protection against ground-to-air or air-to-air missiles. As still many infrared seekers of first and second generation are used on missiles, MTV flares are not obsolete. Today they are often used in a mix with spectral flares in a so called cocktail solution. Teflon and Viton are essential for the function of the flares. They act as intrinsic fluorine source. The combustion of the magnesium together with the PTFE has a very high reaction enthalpy, which provides an extremely high emissivity. This is essential for the effect of those flares. In parallel fluoroelastomers i.e. Viton act as binder for the magnesium and PTFE. The very low ignitability of these two fluoropolymers is important for the safe handling of the flares. At the moment those MTV flares cannot be replaced by other flare solutions and a development of a suitable solution cannot be done within the next ten years. Such a development will cost billions of Euros, as flight tests have to be performed. Therefore, this specialized application should be excluded from the scope of the proposed restriction. Wir beantworten gerne auf Nachfrage alle Ihre mglichen Rckfragen zu den oben geschilderten Anwendungsfllen.