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ITEM 6
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77018159
tPOSITION OF EPIDEMIOLOGICAL RESEARCH ON VINYL-CHLORIDE-INDUCED
DISEASE!
STAND her epidemioldgischen fopschung uber die vinylchlorid-krankheit
PEIML u; WEBER H
2ENTRALBL ARBEITSMED ARBEITSSCHUT2 PPOPHYL
>HAY 76<
6 <5> P97-104
BOR 010874
Herausgegeben von der Bundesanstalt fur Arbeitsschulz und Unfallforschung
Verlag liir Medizin Dr. Ewald Fischer Band 26, Heft 5, Mai 1976
Zenlrolblati
fiir Arbeitsmedizin Arbeitsschulz und
Vereinigte Zentralblatter fur Gewerbehygiene und Unfallverhutung und fur Sozialhygiene, Gesundheitsvorsorge und Grenzgebiete
Aitt Atm Aufticbttktzirk Att Slaatlidptn Cevttrbrltrttti, DiiiirlAorf lI.nttT Ltd. CcuftrbemeAiititttlAirtktor Dr. mtd. U Html}
Stand der epidemiologischen Forschung fiber die Vinylchlorid-Krankbeit*)
Von W. Rsinl und H. Weber
Das Vinyldilorid(VC)-Problcm hat Modelldiarakter fiir all die diemischen Stoffe, die zunaehst als harmlos galten und sidi im Laufe der Zeit als recht toxisdi erwiesen.
Seit Ende der 20er Jahre wird VC hauptsadilidi zur Herstellung von PVC, einem der gebraudilidisten Kunststoffe, verwendet. VC gait zunichst als relativ harmloses Gas mit narkotisdier Wirkung und geringer spezifisdier Toxizitiit. Zcitweise wurde es deshalb audi als Narkotikum in der Zahnmedizin verwendet.
In den 60er Jahren wurden erstmals von Lefevre [*], Werksarzt der Solvay Belgien, bei 2 Autoklavenreinigern nach einem Unfall Akroosteolysen der Finger, sklerodermieartige Hautveranderungen und Durdiblutungsstorungen beobaditet -- Veranderungen, die dann bei einer Feldstudie im Konzern audi bei anderen Personen fcstgestellt wurden.
Eine erneute Ausweitung dcr Symptomatologie erfuhr das Krankheitsbild, als um die Jafireswcnde 1972/73 von den Bonner Universitatsklinikcn [*]
+) Nadi einem am 14. 11 1975 beim KongreB fur ArbcitssJigtz und Arbeitsmedizin in Dussrldorf gchaltenvn Vortrag
Erkrankungen von Arbeitem einer rheinisdten Kunststoff-Fabrik gemeldet wurden. Das Krank heitsbild umfafite Lebersdiaden im Sinne einer Leberfibrose und einer Leberkapselfibrose, in einigen sdiweren Fallen eine Druckerhohung im Pforxaderkreislauf mit Osophagus- und Magenfundusvarizen sowie einen Milztumor und eine Verminderung der Blutplattdien, mandimal mit Veranderungen der Thrombozytenfunktion ['].
Anfang 1974 wurde die kanzerogene Wirkung des VC bekannt, als Creech [*], Werksarzt der Good rich Comp., Louisville, beridnete, daB 3 Arbeiter der von ihm betreuten PVC-Fabrik an einem Angioendotheliosarkom der Leber verstorben seicn und 1 weiterer an dieser Erkrankung leide,
Kurz vorher hatte audi Maltoni [*] im Tierversudi das gehaufte Vorkommen dieses ungcwbhnlidi seltenen Krebses bestarigt, als er die Versudie Violas ["] und seiner Mitarbeiter uberpriifte, die 1971 bei Ratten nadi einer 12monatigen Exposition gegeniiber 30 000 ppm VC an Haul, Lunge und Knochen Tumoren beobaditeten. Maltoni konnte dann dicse Ergebnisse unter praxisnahen Bedingun-
98 RfclM u. VfcgER / Stand der epidemiologischen Forithung titer dir Vtnyichlorid-Krankheit Zbl- Arbeilimcd 1976
gen, selbst bei Konzentraiionen von SO ppm, nodi bestatigen.
Seit der ersten Beobaduung von VC-Schaden in der Bundesrepublik im Jahre 1972 sind insgesamt ca. 250 Verdadusfalle gemeldet worden, davon 225 bis zum 30. 11. 197S in unserem Aufsiditsbezirk, und hiervon die meisten bei Arbeitern der bereits erwahnten rheinisdien Kunststoff-Fabrik. Von dieden 225 Meldungen entfallen 161 auf Personen aus der PVC-Herstellung (Tab. 1) und 64 auf die PVCWeiterverarbeitung.
Die Unterteilung in PVC-Herstellung und PVCWeiterverarbeitung haben wir wegen der untersdiiedlichen Exposition und der in ihrer Intensitat so untersehiedlidien klinisdien Befunde gemadit.
Die Befunde der Personen aus der PVC-Weiter verarbeitung entspradien diskreten Normabweidiungen mit meist geringer Leberkapselfibrose, evtl. audi einer diskreten Leberfibrose, einer leiditen MUzvergrofierung und geringer Thrombozytopenie. Die Veranderungen konnten einer beginnenden VCSdtadigung entsprechen.
Die Arbeitsplatzkonzentrationen an VC, die fur die sdiweren Krankheitsbilder aus der PVC-Her stellung (Polymerisation) verantwortlidi waren, konnten nicht mehr eindeutig rekonstruiert werden, doth diirften sie nach einem bekanntgewordenen Mefiergebnis aus 1969 damals um 500 ppm gelegen haben, mit erheblith hoheren Spiuzen.
In der PVC-Weiterverarbeitung muB man zu nadtst die Heifiverarbeitung frischen, gasreiche PVC-Pulvers von der Warmvcrarbeitung entgaste Materials unterscheiden. Im ersten Fall konnten vor allem an HeiGmisdiern -- fiir kurze Zeit Spit zen erreidtt werden, die den Dauerkonzentrationei in der Polymerisation entspradien. Bei Warmverar beitung entgasten PVC-Pulvers sind heute meist nu wenige ppm oder Spuren von VC nadizuwcisen Bei der Verarbeitung von PVC-Granulat wie aud in der Kaltverarbeitung von PVC sind heute meil bare VC-Konzentrationen nicht festzustellen.
Tab. 1 zeigt, dafi von 161 gemeldeten Verdadits fallen aus der PVC-Polymerisation 120 gutaditlid abgesdilossen sind. In 72 Fallen wurde eine berufs bedingte Sdiadigung bestatigt. Aus der Hohe dei Minderung der Erwerbsfahigkeit (MdE) mag man auf die Sdiwere der Erkrankung mit ihren Riiekwirkungen auf die Berufstiitigkeit sdilieBen. Bei 33 Geschadigten bestand eine MdE von 20 "> und mehr. In 14 Fallen war eine MdE von 60 %> und mehr angenommen worden, also sdiwerere Krankheitsbilder mit erheblidien Ruckwirkungen auf den Einsatz im allgemeinen Arbeitsmarkt. 2 Todesfalle wurden beriidtsichtigt.
Bei der Untersuchung der Expositionszeiten der erkrankten Personen, einsdtliedlich der beiden To desfalle (Tab. 2), zeigte es sich, dafi ein Mann be-
Tab. 1; Berufscrkrankungen durdr Vinyliirlorid (PVC-HerttcIlung) Stand: 30, November 1975 / Nordrhein
Jahr
gemeldete Falle imgesarm
berufjbedingt
?
tur Anerkennung als Berufskrankheit
vorgesdilagen
h nein
bei den anerkannren BeruFskrankheiten liegt eine Minderung der
Erwerbsfahigkcii von 20 oder mehr vor
1972 1973 1974 1975
1
01
10
39
0 38
32
7
74 4 30 21 41
47
13
0 18
1 28
4 +2* 0
nodi nidii abgtuhlossen
0 0 12 29
161
5 72
54 66
33 + 2*
41
Anaahl der all enrtdiadigungspnidiiige Berufskrankheit auf Grund von VC-Einwirkung anerkannten Fallc und Hoke drr Min derung der Erwerbsfshigkeit
unier 20 /. -- 23
20 V.-- 14
25 V.- 1 30 V,-- 1
40 V. 3 50 V.-- 0
60 / -- 3
70 V. -- 7
80 V. -- 2 85 V. -- 1 100 v,,-- | v, 2
(Hinterbliebenenrcnte)
BOR 010876
Rum u, WtBEfc 1 Sijnd der epidemiologudien Fandrung uber die VtnylditortJ-Ktinkbeit Zbl- Arb-.'i:irtKil 1976
reits 1969 an einem Angiosarkom vcrstorbfn i$t. Nadi den Literaturangaben mufi man mindestens eine Latenz von 8 Jahren zwisdien Expositionsbeginn bis zum Auftreten von Angiosarkomen annehmen, so dafi die gefahrlidit Exposition in dlesem Falle bereits 1961 zu unterstellen ist.
Untcr den heute wesentlidi verbesserten Arbeitsbedingungen diirften organisdie Sdiiiden nidir mehr zu erwarten sein. Ober eine Krebsgefahrdung lafit sich nadi heuuigem Wissen allerdings nodi keine endgiiltige Aussage machen.
Tabclle 3
Von 64 Verdadusmeldungen aus der Weitcrvc arbeitung jind 41 gutachtlidi abgesdilossen. Eit enisdiadigungspflichtige Bcrufskrankheit mit ein, MdE von 20 */* oder mehr wurde in keinem Fa -- weder von den mcldcnden Arzten, nodi von du Gutaditern -- angenommen. In mehreren Falle haben wjr eine weitere Oberpriifung durdi ein zu saczlidics Gutaducrgremium von Hepatologen voi gesdilagen, zumal uns der diskretc Befund nidit gt niigend beiveiskraftig ersdnen Im iibrigen ware darumer audi 5 Personen, bei denen eine VC-Expu sicion nidit nachgewiesen werden konnte. Die Grofi zahl der Meldungen stammt aus der Weitcrverarbei tung der sdion erwjihnten rheinisdien Kunststoff
ZibL dtr
Tabelle 4
Wildlr
_&** TIt II | M i 1 If 4 u #
hftuUmn
Gesarmzahl 955 ioa,oot;. VC-Verdadit
Deir_id-.r Griedien Turken sonsiige 586 179 139 59 61,36*. 17,91 >. 14,55*/* 6.18*/*
43 12
100,00 %
25
Anted der Verdadmfalle zur Nanonaiitat
31 3 2 64,58 *,'* 6,25 */. 4,17*/.
5,03 0
2,05"
18,36 *,* 2,lfc */ 3,19 "/*
NauonalitaHverieilung und gemeldcte VC-VerdadmfaUc in einem PVC-iirrvt'rjrbctiendcfn Verk. Stand, 1. 10 1975
Angiosarkome der Leber
Ausvertung von 32 Fallen der bekannigewordencn toJLdi verlaufenden 44 Erkrankungen zwiitiien 1954 ynd 1974 nadi
Alter, Exposition und Latenz
Durchidimttsalter b Tod. 47 Jahre
Aliersspannc.
36--71 Jahre
Expositionsspanne
4--30 Jahre
ExposltlQl^vdurch&chm(l,. 16 Jahre
Latenzspannc:
8--30 Jahre
Laienzdurdivdiniu.
IS Jahre
Nadi emer Aufitellung von Floyd
USA
16 Falle
Canada BRD
10 Falle 6 Falle
Frankrcitii
2 Fall.
Tidicdioilow
2 Falle
Groftbriiannicn 2 Falle
Italien
2 Falle
Sdivscdcn
2 fralU
Norwejjen
1 Fall
Rumanian
1 Fall ____
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mgBmw* - *- v-r:
010878
bor
lilii i ill
2bl. Arbcitvmcd. t976'5
Kunl u Vswfc Stmtl Jtr epidrmioiogndxn Fondfung uher die Vtnylehlorid-Kfjnkheii
101
Fabiik. Die narionale 2usammeji.vtzung ist untersdiiedlidi. Tab. 3 zcigi eine auffallende relative Haufigkcit d<" Meldung griediisdicr Arbeiter aus dcr PVC-Weiterverarbcitung. Es bcstcht daher der Verdadit, dafi bier audi nidit-beruflidie Ursachen die Erstarrung der Meldungen bceinflussen.
Vorstrhcndes betraf nur die organisdien Sdiiidigungen. Nun zu den Angiosarkomen der Leber. Nath Lloyd ['] sind bis beute 44 Fiille von Angiosarkomen der Leber bei VC-exponierten Personen in der Welt bekannt.
Von 32 Fallen liegen uns Angaben iiber Alter, Exposition und Latenzzeit vor (Tab. 4), darunter audi 6 Falle aus der Bundesrepublik [*]. Aus der graphiseben Darstellung ist zu erkennen, dafi sdion nach einer 4jahrigen Expositionszeit und einer 8jahrigen Latenz die Erkrankung auftrat. Aus einer Aufstellung von Lloyd geht hervor, dafi Angiosarkome der Leber audi bei sedis Personen vorgekommen sind, die aufierhalb der Polymerisation gcarbeitet baben, z. B. in der Herstellung monomeren VCs Oder bei sonstiger Handhabung von VC. Dazu gehdn audi ein Mann aus Deutschland, der VC als Treibgas abgefiillt hat. Bemerkenswert sind aber 2 tddliche Erkrankungen an Angiosarkom der Leber bei Personen, von denen eine PVC-Sadte und die anderc PVC-ummantelte Kabcl gefertigt hat.
Da die Zahl der in der thermisdien PVC-Wciterverarbeitung Beschaftigten hohcr als die der Polymerisationsarbeiter sein diirfte, sind also in der Weiterverarbeitung nach den bisherigen Literatur-Angaben nur ganz wenige Personen an Angiosarkom der Leber erkrankt, Umerstellt man einen beruflidicn Zusammenhang, so wurde dies bedeuten, dafi die Hohe der Konzentration im VC-Luftgemisdi fijr die Entstehung von Angiosarkomen wesentlidi ist.
Bei unseren Ermittlungen liber die Todesursachen in der rheinisdien Kunststoff-Fabrik ficl uns auch die todlidi verlaufene Erkrankung an malignem Hamangioendotheliosarkom bei einem Manne auf (M., geb. 11. 6. 1912, gest. 24. 1. 1971 , der weder in der Polymerisation, nodi in der ihcrrr.;sdien Weiterverarbeitung besdiaftigt war. Von ih-- selbst und unter seiner Anleitung wurden Handlaure'aus PVC versdiiedener Farbe gestapelt, sortiert L'.d in sogenannten Handlaufringen von 25--50 1/i. Meter in Drahtkorben cingelagert, Audi die K-Jlegen iro Werk bestiitigten mir, dafi Herr M. nit- als aufier halb dieses Arbeitsplatzes tatig war, A i Arbeits-
platz selbst, der sicb an dcr Grenxc des Wcrkes am Walde und etwa 1 km von der PVC-Fabrik entfernt befand, wurden kcine PVC-Konzenrrationen festgestellt.
Bei Herrn M. traten Mine Juli 1970 starke Sdimerzen in der linken Lunge beim Atmen und Husten auf. In der Folge wurde ein Tumor im lin ken Obcrbaudi beobaditet. Bei der Operation am 9. 10. 1970 fand sidi ein kopfgrofier, wie eine Ovarialzyste anmutender Tumor, der vom retroperitonealen Raum auszugehen sdiien. Trotz Punktion und erheblidier Verkleinerung war der Ursprung des Tumors nidit feststellbar. Im Bereidb des Leberhilus war er von sebr harter Konsistenz.
Obwohl die Rekonvaleszenz zunadist gut verlief, verstarb der Patient am 24, 1. 1971. Aufgrund der histologisdien Untersudiung des Tumorpunktates wurde die Diagnose .malignes Hamangiosarkom dcr Leber* gestellt.
Um iiber die Berufsbedingtheit der beobachteren Angiosarkome etwas aussagen zu konnen, mufite zu nadist die spontane Morbiditatsrate an Angiosar komen der Leber festgestellt werden. Auf unsere Verattlassung haben Rein und Hutu ['] 30 000 Autopsieprotokolle des Pathologisdien Universitatsinstituts Diisseldorf aus den Jabren 1954--1974 auf das Vorliegen primarer maligner angiomatoser Tumoren der Leber durdigesehen und dabei 6 Falle oHne erkennbare beruflidie Gefahrdung festgestellt. Das entspridit einer spontanen Rate dieser Lebergesdiwiilste von 0,2 V Ahnlidie Ergebnisse erbradite audi eine Studie, die in Heidelberg durdtgefiihrt wurde.
Eine interessante Mitteilung erhielr idi von Va lentin ["], der mit seinen Mitarbeitem erwa 12 000 Obduktionsprotokolle des Erlanger Pathologisdien Universitaisinstituis aus den Jabren I960--1974 durdisah. Man fand 15 Fiille von Angioendotheliosarkomen, und zwar 8 Gesdinnilste dcr Leber uod 7 Gesdiwiilsrc der Sdiilddriise, bei Personen, bei denen weder ein Arsen- oder VC-Kontakt, nodi eine Tborothrastmedikation ursadilidi in Berradit kam. Eigenartigerweise stammten alle Personen mit Angiosarkomen der Sdiilddriise aus dem Sudetenland. Es sdieint daher, dafi bei diescn Tumorcn audi geographisdie Faktoren eine gewisSe- Rolle spielen konnen, wobei idi daran denke, dafi im Gebict des Kaiserv aides und in Joadiimsthal im Sudetenland radioaktive Einwirkungen moglidi sind.
Beriidcsiditigt man nun die niedrige spontane Morbiditais- und Mortalitiiisrate von Angiosarko-
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102
RtlNL u. ^EBER / Stund dtr tpidemiolo^i,ij'en Fondiung tiber die Vtnylchlorid'Krankhrtt
Zbl, Arbcicsnicd. t976 5
men der Leber iiberhaupt, und die so niedrige Mor-
Linen erhohlen Tuwiorbefslt zcigtcn folgendi: Orgsne
biditats- und Mortalitatsrate bei Personen in der PVC-Weiterverarbeitung (im Gegensatz zur Poly merisation), so unterliegt es keincm Zweifel, dafi Personen mit langerem und hdherem VC-Kontakt einem huheren Risiko unterworfen sind, an Leberangiosarkomen zu erkranken. Ob auch noA bei den heutigen, erhebliA verbesserten Expositionsbedingungen ein crhohtes Risiko der Erkrankung an
Gehifn und Nerveruytrem Respiranacwrakt Leber Lymphausdies und himutopoctisiiies System
( 3 . 0,9) (12 7.7) ( 7 : 0,7) ( 4 : 2,5)
Bei den 10 beobaAtctcn Hirntumoren handcltc es siA in 8 Fallen um ein Glioblastoma multiforme. Ein untersAicdliAes Krebsrisiko in den einzelnen Fabriken war niAt festzustellen.
Angiosarkomen besteht, wird erst die Zukunft
Beide amerikanisAen Mortalitatsstudicn zeigen
zeigen.
somit einen erhohten Tumoranteil an den Todes-
Nadi Bekanntwerden der Leberangiosarkom-Erkrankungen in Deutschland wurde in der Bundesrepubiik im Sommer 1974 ein Jteiliger ForsAungsauftrag an
ursaAen. VC ist damit verdaAtig, ein ursaAlidier Faktor in der Athiologie des Krebses zu sein.
Weitere epidemiologisAe Studied werden durAgefiihrt von
Prof. HenSChler, Wurzburg (Metabolismus des VC)/ Prof. Lehnert, Hamburg (Literaturdokumencation und Gasanalytik) und Dr. Reinl, StaatliAer Gewerbearzt, Diisseldorf (Epidemiologie),
a) CEFIC (Cons. European de Federation dc ('In dustries Chemique, b) IARC (Intern. Agency of ResearA on Cancer / Weltkrebszentrum in Lyon), c) CIA (Chemical Industries Ass. Ltd.),
vergeben.
d) SOLVAY-Gruppe, e) SPI (Society of the Plastics Industries).
Bereits zum Zeitpunkt der Erteilung des ForsAungsauftrages lag erne von Tabershaw, Cooper Ass. Inc. ["] erstellte Studie aus den USA vom 3. 5.
Ergebnisse dieser Studien sind mir bisher noA niAt bekannt geworden.
1974 vor. In der historisA prospektiven Mortalitats-
Unsere Studie, die vom Minister fur Arbeit, Gc-
studie wurden 8 384 e.xponierte Personen aus 35 Fir-
sundheit und Soziales NRW initiiert 1st, erstreAte
1 :
men der PVC-Herstellung erfafit. 352 Personen waren verstorben, bei einer Todeserwartungsrate von
siA zunaAst auf die Ermittlung der Mortalitiit der Arbeiter aus 12 Fabriken, in denen S-, E- und Masse-
467. Somii waren wemger Tote beobaAtet worden,
PVC sowie Copolymerc hergestellr wurden und
als naA der Alterszusarr-nenserzung zu erwarten
werden sowie einen Gasabfiillbetrieb. Unterstiitzt
war. DoA zeigte es S;A, dafi die standardisierte Mor-
wurden wir dabei in dankenswerter Weise von den
talitatsrate (SMR) bei Personen mit bdsartigen Ge-
zustiindigen Werksarzten, die uns die Unterlagen
sAwulsten mit steigender Exposition zunahm. In
samtliAer Toten mit Sterbeurkunden sowie der ge-
der Gruppe der 5 Jahre und linger Exponierten
werbliAen Anamnese liefenen. Zum Teil haben wir
wurden 36 statt 26,11 erwarteter Todesfalle gezahlt.
uns selbsr in die Ermittlungen eingesAaltet. In einem
Werk unseres AufsiAtsbezirks haben wir auA die
Die Mortalitat durA Krebs der Verdauungsorgane
Abteilung PVC-Weiterverarbeitung erfafit sowie
einsAlieGliA Leber, des Atemsystems, des Gehirns und niAt-spezifizierter Regionen sowie Sarkome
als 3. Gruppe die Personen, die weder in der PVCPolymerisation noA in der PVC-Weiterverarbeitung
des Lymphsystems sAienen mit der Dauer der Ex
besAaftigt waren.
position zuzunehmen. Neue Angiosarkome der Le ber wurden bei dicsen Erminlungen niAt entdeAt.
In der statisrisA-epidemiologisAen Auswertung wurden wir unterstiitzt von den Herren Prof. Rep-
AuA von der NIOSH ["] liegt eine prospek-
ges, AaAen, P. D. Dr. Brunner, AaAen, Dr.
tive Kohortenstudie vor, urn das AusmaG der neo-
Frentzel-Beyme, Heidelberg, und P. D. Dr. Grei-
plastisAen Wirkung auf VC-expomerte Personen
ser, Dusseldorf. Letzterer niinmt zur Zcit die Aus
zu bestimmen. Ls wurden tier Firmen erfafit, die
wertung vor.
ZwisAen 20 und 32 Jahren produzierten und 1974
Unserc Studie ist noA niAt abgesclilosscn, da
250, 75, 250 und 230 Polsmerisationsarbeiter be-
ernes der grofieren Werke die Ermittlung dcr To-
sAaftigten. 136 Personen waren verstorben, statt
desursaAen noA nicht beendet hat. Bis heure haben
der erwarteten 126,3 Todesfalle. Die Gesamtzahl
wir bei einer Grundpopulation von 7 362 Personen
der malignen Tumoren als TodesursaAe betrug 36
272 Todesfalle VC-exponierter Personen erfafit
start dcr erwarteten 23,5.
Diese Todesfalle wurden altcrs-stanel.ii Jisiert, d. h.
p
J1 ; '1 le's,, -*"r zv ;
jV
- :
BOR 010880
/.bl ArbcmmeJ. 1976'5
Kms'i u Wf&f* / Su/td dcr cpidrmiologiichtn Fonchung ubcr dir VinyldiUirid-Krinkhtu
103
es wurdcn zunachst einma] alle jetzt und friiher Be* sdiaftigtcn mit einer Mindestexpositionszeit von eincm halben Jahr ermittelt, dann die Todcsfiille der entsprcdienden Altersklasse dcr mannlidien Bevolkerung nadi der jeweils gtiltigen Bundesstatistik gegeniibergestellt und mit deren Mortajitatsrate verglidien.
Urn die allgemeine Mortalitat und die Krebsmortalitat zu bestimmen, haben wir uns auf die Auswertung der Jahre 1968--1974 besdirankt, weil in den friiheren Jahren zum Teil erheblidie Liitken in der Ermittlung der Todesursadien bestanden und die Todesbesdieinigungen nidit mehr greifbar warcn.
Die exponierte Population wies eine relative Mortalitat von 0,64 auf, also eine erheblidi geringere Mortalitat, als zu erwarten war. Die Griinde fiir diese relativ niedrige Mortalitat liegen wahrsdieinlicb in einer Dunkelziffer bei der Erfassung der Toten. Diese Auffassung wird bestatigt durch das allgemeine Mortalitatsrisiko fiir 2 Werke, bei dencn wir sidier sind, daG dort sehr eingehend retherdiiert Worden ist. Bei diesen Werken betragt namlidi das allgemeine Mortalitatsrisiko 0,9--0,95 und entspridit damit fast der Bundesstatistik.
Wir beredineten noch das relative Mortalitatsrisiko durch bdsartige Gesdiwiilste, wobei wir nur die Personen erfafiten, die zum Zeitpunkt der Er mittlung mindestens 5 Jahre im Werk beschaftigt waren- Es betrug 0,7.
Gliederte man allerdings das vorliegende Mate rial in 2 Gruppen, namlidi cinmal die 30--50jihrigen und zum anderen die iiber SOjahrigen, so beStand ein relatives Mortalitatsrisiko in der 1. Gruppe von 1,16 und in der 2. Gruppe von 0,59. FaGte man nun allc Tumoren des Verdauungstraktes zusammen, so zeigte sidi ein etwas erhohtes relatives Mortalitatsrisiko von 1,13. Bei Gruppenaufgliederung dagegen zeigte sich bei den 30--50jahrigen ein relatives Risiko von 2,34 und bei den SOjahrigen und alteren ein soldies von 0,84 (Tab. 5).
FaGte man die Tumoren des hamatopoetischen und des lymphatisdien Systems sowie die systemisdien Tumoren zusammen, so lag das relative Ri siko bei 1,42, ohne wesentlicbcn Untersdiied in den er^iihnten Aitcrsgruppcn. Ein erhohtes Mortalitatsrisiko an Lungcnkrebs konnte nidit gcfunden werden.
Aufgrund unserer bisherigcn Studien crgab sich somit nur in der Altcrsgruppe der 30--SOjahrigen ein erhohtes Mortalitatsrisiko fiir Tumoren des Ver dauungstraktes und systemisdie Tumoren, nitht da gegen -- wie bei den Amerikanern -- ein erhbhter
Tab. 5; Todesfalle durdi Malignome des Verdauungstrakirs bei Arbeitnehmern der PVC-Industrie mit zumindest Siahriger Betriebszugehbrigkeit, unteneilt nadi Beobaditungs- und Erwartungswerren sowie Ahersgruppen bis bzw, uber SO Jabre.
Jahr
1968 1969 1970 1971 1972 1973 1974 Reh Ris.
his 50 Jahre
B
1 0,37 1 0,42 0 0,43 2 0,49 0 0,53 3 0,57 I 0,61
2,34
iiber 50 Jahre Mannjahre B
0 1,59 4119,92
1 1.71 4361,68
5 1,84 4677,25
0 2,03 4796,57
3
2,19
4536,25
2
2,37
4715.35
i 2,59 4668,99
0,84
1,13
Todesfiille durdi Lcukoseu u, a systemisdie Malignome bei Arbeitnehmern der PVC-tndustTie mit zumindest Sj'ahriger Betriebszugehbrigkeit, unterteilt natb Beobaditungs- und Lrwarrungswerten sowie Altersgnippcn bis bzw. iiber 50 Jahre.
Jahr
1968 1969 1970 1971 1972 1973 1974 Rel. Ris.
bis 50 Jahre BE
iiber 50 Jahre Mannjahre BE
2 0,18 0 0,22 4119,92
0 0,18 0 0,26 4361,68
0
0,20
2
0,27 4677,25
0
0,20
0
0,30 4796,57
0 0,21 0 0,33 4536,25
0 0,21 I 0,35 4715,35
0 0,22 c 0,38 4668,99
1.43 1,42
L
1,42
Befall des Gehirn- und Nervensystems sowie des respiratorisdsen Trakves.
Diese statistisdi-epidemiologisthen Studien zeigen, wie sdiwer es ist, trotz vorausgegangener tierexperimentcller Priifungen die qualitative und quantitative Toxizitat eines Arbeitsstoffes voll zu erfassen, da erst die Erfahrung am Mensdien letzten AufsdiluG gibt.
Audi in Zukunft wird man damit rcchnen miissen, daG eine friihzcitige ldentifikation der Toxi zitat neuer Arbeitsstoffe trotz verstarktcr Priifung nidit immer gewiihrleistet ist.
010881
104 Reinl u. U'eber / Stand der epidemiologuJjen Fanchung 6er die Vinylchfand-Krankktit Zbl. Arbeitsnied. 197t
In Anbctradu dieser Gesiduspunkte haben wir [*] den Vorichlag gemadtt, bei Neuanlagen den Nadiweis der relaciven Unsdiadlidtkeit newer Arbeitsstoffe odor newer Verfahren dem Betreiber der An-
mentioned. 6 from the 44 cases of angiosarcoma of the liv< becoming known so far, occured in VC workers in the Fedci Republic of Germany.
In the Federal Republik of Germany a three-parted resear Order was given away by rhe Minister fur Arbeit, Cesundfu
lage zu ubertragen, und 2ur Konrrolle verstarkt arbeitsmedizimsdte und arbeitstoxikologUd>e Fadtkrafre einzuschahen. Die EinsdiaUung mehrerer In-
und Soziales in summer 1974. The Scaatliche Gcwcrbcar Dusseldorf Has been encrusted with rhe epidemiological stud 7 362 workers of 8 chemical factories were registered, amoi them 272 deceased. Analysis of the causes of death duru
scitutionen verspricht erne bessere Beobaditung und Erfassung evtl. Schadcn. Doch wird in mandien Fiilien erst durdi epidemiologbdie Scudien eine end-
the years 1968 until 1974, under subdivision of this pop> lation into two groups of age, showed in the group at an a, of 30 to 30 years an increased standardized mortality rat (SMR) of 1,16 compared with the male population of tf
gultige Klarung herbeigefiihn werden konnen.
federal statistics. Combining all tumours of the digestive tra. the SMR is 1,13 or 2,34 in the group at an age of 30 i
Zusammenfaisung
SO years. The number of tumours of the hematopoctic an lymphatic systems seemed also to be increased at a fir
Um die Jahreswende 1972 73 meldete die Hautkiinik Bonn erscmals in Dcutsdiland aufgerretene Erkrankungen durdi
glance. Completion of the documents and establishment of control group is indispensable.
Vmyldilond (VC) bci Arbcitern einer rheinisdien Kununoff-Fabrik.
Literatur
Bei den trsten Erkrankren bestanden Akrooestolysen, sklero* dermieartige Hiucveranderungen und Raynaudsdie Zeichen, wie lie bisher im Ausland bereic* btobadttet worden varen. Bei den spateren Erkrankungen bestanden dagegen tor allem
[1] Bachner, K., Etzel, F,, Lance, C E., MaRsteliev H. J., VelTman, G.: Hamostaseologische Befunde bei dc Vinyldilond-Krankheit. Ptsdi. med. Wschr. 99, 240 (1974).
Lebersymptome mit Leberfibrose und Leberkapselfibrose,
[2] Creech, J. L. jr-, Johnson, M. N.i Angiosarcoma c
Milztumor und Thromboiytppenie. Dem Staailichen Ge-
liver in the manufacture of polyvinyl chloride. J. Occup
verbearzt Dusseldorf licgen bisher 161 Meldungen au$ der
Med. 16, 150 (1974).
PVC-Merstellung und 64 aus der PVC-Weiterverarbtfitung
[3] Lfkvre, M J.: Akroosteolyse im Zusammenhang nw
vor, Ob C5 sidi bei den Meldungen aus der Wetterverarbeitung
der PVC-Herstellung. Werksametagung Basel 1969
um etndeutigc VC-Sdiadigungen handelt, konme gutaditlidi
[4] Li-OYO, J. W.: Angiosarcoma of the liver in vinyl dilond
nodi mdit absthlieficnd geklart verden. Exposition und Min-
polyvinyl chlorid workers. J. Occup. Med. 17, 33:
derung der Erwerbsfahigkcit a!s Ausdrudt des Grades der
(1975).
Sdiadigung vurden angegeben. Von den bisher bekanne-
[5] Maltoni, G., Lepemine, G.: Le potcnttalita dii sagg
gewordenen 44 Erkrankuagen an Angiosarkomen der Leber
esperimentali'nella predizione dei risdie oncogen! am
i - bei VC-Arbeitcrn stammeri 6 au* der Bundtsrepubltk.
bientale. Un esempio1 il doruro di vinile. Lmcci, Rend
L` ^
Im Sommer 1974 wvrde in der Bundesrepublik eio 3teiliger
Sc. fis. mat. e nat, 66, 1 (1974).
Forsdiungsauftrag vergebeti, daruuter an den Staailidien Ge-
[6] Marsteuer, H. J., LelbaCh, W. K., Muller, R., Juhe
werbearzt Dusseldorf, zar Epidemiologie der VC-Erkrznkung
5., Lance, C. E., Rohner, H. G., Veltman, G : Chro-
in der BunJesrcpublix. Es wurde erne Grundpopulation von
nisdi-toxische Lebersdtaden bei Arbeitern in der PVC-
7 362 Arbeitem aui S PVC-Fabriken erfaflt, darunter 272 Tote.
Produktion. Dtsdi. med. Wsdir. 98, 2311 (1973).
Bci Auswertung der Todesursatfien aus den Jahren 1968--1974
[7] Rein, F. R., Huth, F ; Sedu spomane pnmare maligne
und Aufgliederung in 2 Ahersgruppen aeigte sidi bei den
Gefafigesdiwiilste der Leber in einem Koliektiv von
30-^5Qjahngcn erne erhohre standardisierte Mortalirarsrare
30 000 Obdukcionen. Int Arch, Arbeitsmed. 34, 237
(SMR; von 1,16 beim Vcrgleidi mit der mannlichen Bevdlke-
(1975).
rung der Bundesstatisnk FaGt man alle Tumoren de* Ver*
[8] Reinl, W,: Die Vinylchlorid-Krankheit -- ein Signal
dauungsiraku*s zujimmrn, so betrug die standardisierte Mor-
fur unbekanntc gesundheithdie Gefahrcn iti Arbi-ns-
talitatsrate 1,13 bzw. bei Gruppenaufteilung bei den 30- bis
platt, ArbeitssdiutZ'Konferenz, Gewerbeaufxtcht Du>-
50iahngen 2,34 Audi die SMR fur Tumoren des harnato-
seldorf, 27. 6. 1975, publ. VDGAB-N 79/75.
poecisdien und lymphamdien Systems sdiien zunadist erhoht
[9] Reinl, W., Weber, H., Frielinosoorf, G, Gallmetfr*
Fine VerrolUtandigung der Umerlagen und die Sdiaffung eines
Erkrankungen durth Vinylchlorid Jb. der Gcwerbeauf-
adaquaien Vcrgieidiskollcktivs isr notwendig
sidu NRW 1974 / j. auch Jb, 1975,
Summary
[10] Tabershaw, Cooper Ass. Inc., Berkeley, California Epidemiological study of vinyl dilond workers. Report
The first report on diseases caused bv Vynil diloride (VC), among workers of a Rhenish chemical factory, was given from the Bonn Clmi^ for Skin-Diseases at the turn of the yeari 1972 7J
The fir it diseased workers had acro-osteolysis, skin altera tions in the sense of scleroderma ami Raynaud syndrome, as absened already in other countries. The diseases, occuring at a later time, above all were liver symptoms with liver fibrosis and liver capsule fibrosis, tumours of the spleen and thrombopeny. In the meantime 161 cases of diseased workers of the
May 3, 1974 [11] Valentin. Personlidie Mitreilung [12] Viola, P. L-, Bicotti, A,, Capuio, A.: Oncogenic re
sponvc of rat skin, lungs and bones to vinyl chloride Cancer Res. 31. 516 (1971). [13] 'W'axweiur, R. J., 5trinc*fr, W,, W'aooner, J K, Falx, H., Cartir, C, Jones, J.: Neoplastic risk amonij workers exposed to vinyl diloride. Presented at von ference on o.i.up carcinogenesis New York A.aJvm> of Science, Mardi, 1975
PVC-pruJutnon and 64 of the PVC-processing hjve been reported to the Staathdie Gewcrbearrt Whether there art
* NIOSH
detinue damages owing to V'C exposure in the cases of the
Amchrtft dtr VerjjMir ltd GcU'erlumt Ji'inalJ-reytor
diseaicJ PVC priXeN'iini' workers could not be cleared up
Or, mtd Walter Rtinl, und Gt+ftbtmidu./ia.'r.ii Or
the expires until now F\po-.ure is well as diminution p* the
Helmut UV6cr, Der Staailnhe Gt^trLuar/t Nr den J-
ability to earn a linliiiooJ as expression of the damage are
nd}t'l/ez*rk Nord-Rheiu, Cnrhll>tr Jt, V-XJ D.nteldorf)
BOR 010882