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* if CABLEGRAMS: CTHYLPORT, LONDON. t e l eg r a ms : ETHYLPORT, CHURTON. ' Telephone: VI CTORI A 35 9 2 ETH YL EXPORT CORPORATION In c o r p o r a t e d in t he St o t e o f De l a w a r e . U . S. A . w i t h l i m i t e d l i ab i l i t y. ABFORD HOUSE, VICTORIA LONDON. S.W.I HeadOffice: 135 EAST 42"- STREET n ew y o r k .u .s .a 25th. November, 1931. Dr. E. A. Hehoe, Laboratory of Applied Physiology, University of Cincinnati, College of Medicine, CINCINNATI. Ohio. Dear Dr. Nehoer Many thanks for your letter of November 10th from which I note that your last report is not yet finished. I shall look forward to receiving some copies from you a little later when the work has been completed. I am attaching to this letter a report in German made by a Professor Cloetta ' at the reguest of the Health Authorities in Switzerland. As you probably remember I wrote you sometime ago to the effect that a certain Professor Zangger had been approached by the Authorities to give his opinion on the advisability or not of permitting gasoline containing Tetraethyl Lead to be sold in Switzerland. Professor Zangger put in a very unfavourable report, and we took the matter up further with the Health Authorities and in view of the unsatisfactory nature of the report, the Authorities asked for another opinion and deputed the work to Professor Cloetta. You will see on reading through Professor Cloetta*s report that it cannot in any way be termed an expert opinion which it is supposed to be. It seems to me to be nothing more than a private opinion on the advisability from an economical stand point of prohibiting the import of Tetraethyl Lead into Switzerland. It would also appear that Professor Cloetta had not studied very carefully either the mechanical or medical details in connection with the product. I would appreciate it very much if you would let me have your comments on this report, as it is probable that we shall be seeing the Authorities in Switzerland again in the near future. I saw Dr. Boldero the other day and he told me that he had been meaning to write o to you for sometime, although there was nothing in particular he had to say since . o matters here were running along very smoothly, and he had no queries to raise. He asked me to convey his kindest personal regards to you. Ui You will be pleased to hear that we have at last obtained permission from the Authorities in both Holland and Denmark to market Ethyl, and it is probable that Norway, Sweden and Poland will follow suit in the near future. I am hoping therefore, that we shall be able to start some business in Scandanavia fairly soon. My kindest regards to both Mrs Kehoe and yourself, N7774 Zrich, den 27.Oktober 1931. A n das Eidg.Gesundheitsamt Bern. Herrn Sekt ions chef Br.Werder, H ocliverehr t er d amtor Auf Ihre Anfr* e voi 1 9c ' oetr !ir.e jht ber aie au- las sung des Bleite.trathyls als Benzinzusat: 2 in der bcnweiz erlaube ich mir, Ihnen folgendes au antworten: 1.) Es kommen zunchst die technisch-wirtschaftlichen Momente in Betracht. Von dem Bleitetrathyl wird behauptet, da es a)benzin erspar end wirke und b) die Klopffestigkeit des Motors erhhe. ii.ci a ). Da ich 22 Jahre Automobil fahre, habe ich einen groen Beil der ga.nzen Entwicklung dieses .fahrzeuges miterlebt und mich auch immer sehr fr die chemisch-technischen fragen interessiert. Ich h ab e in dieser Zeit eine grere Anzahl chemischer und tech- nis eb er Ver:fahren ausprebiert , von welchen eine Benzinersparung be hau n_t et 'wurde. Ich habe immer wieder festgestellt, da bei einem richtig eingesteilten Vergaser fr den betr. Motor hch 7$stens Einsparungen von ca. 5 - mglich sind, also Mengen, die wegen ihrer Unsicherheit praktisch nicht, in Betracht kommen und deren wirtschaftlichen Wert zudem durch den Preis des betr.Mittels oder Verfahrens illusorisch gemacht wird. Bas ist auch der Ball fr die verschiedenen Metallzustze , wie Aluminium, Eisen, Blei etc., die als Katalysatoren wirken sollen. In dieser Richtung drfte somit auch das Bleitetrathyl keinen wirtschaftlichen Port schritt bedeuten; ein Vorteil besteht natrlich nur zu dunsten der Fabrikanton. Ad b). In frheren Zeiten war das Klopfen der Motoren bei Verwen dung von schlechtem , amerikanisehern Benzin oft lstig. In den ersten KriegsJahren hat man auf der Suche nach "Streckung" der Benzinvorrte alle mglichen Ersatzstoffe demselben beigement und dabei die berraschend gnstige Wirkung des Zusatzes von Benzol, Soluol und Alkohol auf die Klopffestigkeit beobachtet. Desgleichen zeigte sich auch, da das rumnische , galizische und asiatische' Benzin wegen seines Gehaltes an ringfrmigen Kohlenwasserstoffen viel klopffester war als das amerikanische Benzin- Inzwischen ist durch die Konstruktion von hher komprimierten Motoren ein gre res Bedrfnis nach hherer Klopffestigkeit des Brennstoffes ent standen. Wenn von der Mehrzahl der Autofhrer ein derartiges Be drfnis formuliert werden sollte, so knnte man demselben m.E. ro a m besten unter Bercksichtigung der Schweiz-Verhltnisse ent gegenkommen durch einen Zusatz von Alkohol. Ein Zusatz von Benzol, loluol etc. wre nationalkonomisch weniger empfehlenswert,weil CD wir die ntigen Mengen im lande nicht erzeugen knnen, technisch CD htte zudem der Alkohol den groen Vorteil gegenber dem Benzol, da er die V e r u s s u n g der M o t o r e n herabsetzt und ihr Durohziehungs-- c/o vermgen am Berg eher steigert, natrlich kme nur wasserfreier Alkohol in Betracht,welcher in einer Menge vo n 10-15 dem Benzin f" zuzusetzen wre. Vielleicht ist man einmal froh, auf diese sehr t" rationelle 'Weise unsern Alkoholberschuss verwerten zu knnen. t- Es besteht somit aus wirtschaftlich-technischen Grnden keine , Kotwendigkeit , das Bleitetrathyl einzufhren. - 2- Zulassung des betr.Benzins in die Schweiz bercksichtigen will, so kommt in erster Linie die Prge nach einer eventuellen Gefahr, die damit fr die Allgemeinheit verbunden wre in Betracht. Zweifels ohne ist das Bleitetrathyl an sich eine uerst giftige Substanz, was auch die zahlreichen Todesflle in den amerikanischer Fabriken bei Beginn der Herstellung desselben beweisen. Biese Giftigkeit beruht auf der Flchtigkeit des betr.Stoffes,welche die rasche Aufnahme durch die Atmungswege in den Krper ungemein erleichtert, ferner auf einer fr eine Metallverbindung unge whnlich groen Penetrationsfhigkeit durch die Haut hindurch. Es erhebt sich also die Frage, ob diese Substanz bei laufendem Motor unzersetzt durch den Auspuff ins Freie gelangt. Bies scheint nur im sog. Leerlauf in nennensv/erter Menge der Fall zu sein ; in Verbindung mit dem dabei entstehenden Kohlenoxyd mte diese Sub stanz ganz besonders deletr auf den Krper wirken, speziell dann, wenn die Ventilationsbedingungen ungnstig sind. Bei beanspruch tem Motor wird vermutlich der grte Teil zersetzt. Als Zerset zung sprodukt bleibt Blei brig. Praktisch luft also die Frage darauf hinaus, ob dieses Blei eine Gefahr bedeute Blei ist eines der perfidesten Gifte deswegen, weil es zu den sog.Cumuliergiften gehrt. Es sind fr das Auftreten einer Bleivergiftung nicht die absolut im Krper gerade vorhandenen Mengen des Metalls magebend .(auer natrlich bei ganz akuten Vergiftungen), sondern die minimalen Quantitten, welche im Laufe der Zeit durch den Krper hindurchgegangen sind, also der ''Bleistrom" , welcher im Verlauf von Monaten oder Jahren durch die Gewebe rieselte. ber das geringe Ausma der zur Hervorbringung von Vergiftungen nti gen Bleimenge tuscht man sich meist ; erfahrungsgem gengt die langsame Resorption eines Schrotkorns im Laufe der Jahre oder der kleine Bleigehalt von knstlichen Gebissen, um mit der Zeit eine Intoxikation hervorzurufen. Biese Intoxikation ist sehr perfide, weil sie erstens alle Organe des menschlichen Krpers im Sinne der Begeneration beeinflut und weil sie zweitens gerade wegen dieser Universalitt der Wirkung oft mit so unbestimmten Symptomen verluft, da auch erfahrene rzte die Biagnose nicht stellen. Es besteht fr mich kein Zweifel, da theoretisch die Mglichkeit zu solchen Intoxikationen durch die Verwendung des betr.Benzins in den Motoren gegeben ist. Besonders gefhrdet erscheinen mir die Arbeiter in den zahlreichen Garagen. Bas im Motor zurckgebliebe ne Bleioxyd vermischt sich mit den. Fetten zu einer Art Bleisalbe, welche die Oberflche der Haut imprgniert und entweder durch direkte Resorption von der Haut aus oder durch Beschmutzung der Lippen, des Schnurrbartes, der Nahrungsmittel etc. durch den Magen in den Organismus gelangt. Es wre also unabweislich,da das ganze in den Garagen ttige Personal auf diese Gefahren auf merksam gemacht wurde und dambei diesen Arbeiten hnliche Vor- W sichtsmaregeln angewendet wrden, wie sie sonst beinBleiarbeiten blich sind. Bas'wrde doch eine erhebliche Komplikation gegen ber dem jetzigen Zustand bedeuten.. Inwieweit eine Gefhrung der A l l g e m einheit durch das auf den Straen etc. deponierte Blei mglich ist, lt sich nicht voraussehen. Bie Kleinheit der Menge wird jedenfalls z.T. compensiert durch die Feinheit der Vertei lung, die besonders die Resorption durch die Atemwege frdert. Nun sind ja allerdings, leider hauptschlich auf Betreiben der interessierten Kreise, Versuche an Tieren und Menschen ausgefhrt worden, um die praktische Bedeutung dieser Vergiftungsmglich- - 3- keiten abzuklren. Tierexperimente haben in dieser Trage keine Bedeutung ; ich habe nun 35 Jahre lang Tierversuche zur Untersuchung und Lsung der verschiedensten Tragen ausge fhrt und kann mir daher ein Urteil erlauben. Die Versuche, welche an Menschen angestellt wurden, sind in ihrem negativen Ausfall nicht beweisend. Sie wren es nur dann, wenn diese Versuche ber Jahre ausgedehnt worden wren, und wenn dabei fr die betr.Versuchspersonen die ungnstigsten Bedingungen gewhlt worden wren, sowohl inbezug auf die Auswahl der Personen als auch deren Ernhrung, hygienische Verhltnisse etc. In Anbetrach der langen Zeit, die bis zu dem Auftreten der manifesten Symptom verstreichen kann (mehrere Jahre der continuierliehen minimalen Einwirkungen) und der Bedeutung der Konstitution des Einzelnen in Bezug auf die Anflligkeit der Vergiftung, erscheinen mir diese Forderungen notwendig, um zu einem sicheren Entscheid ber die Ungiftigkeit des fraglichen Benzins fr die Allgemeinheit zu gelangen. Die Beantwortung der Trage, ob das bei der Zer setzung des Bleitetrathyl' s frei werdende Blei eine Gefahr be deute, ist somit m.E. noch nicht erfolgt. So wie die Verhltnis se liegen, knnte das erst nac h ca.10 Jahren durch eine Enqubte ermglicht werden. Bis dahin wird aber voraussichtlich der ganze Fragenkomplex durch die Fortschritte, der Technik erledigt sein. Zusammenfassend ergibt sich Folgendes: Sollte sich wirklich die Notwendigkeit zur Einfhrung eines klopffesten Brennstoffes in die Schweiz heraussteilen, so knnte dem in dem angegebenen Sinne unter Bercksichtigung der nationalkonomischei Forderungen entsprochen werden. Die Verwendung des Bleitetra thyls zu dem genannten Zweck erscheint mir als ein Experiment fr dessen Durchfhrung ich die Verantwortung ablehnen mte. Besteht die Notwendigkeit zur Einfhrung eines klopfsicheren Benzins nicht, so erscheint mir, da m a n sich eines spekulati ven Modeartikels wegen nicht dazu bestimmen lassen drfte, auch nur die Mglichkeit einer Gefhrdung herbeizufhren. In einem Zeitpunkt, wo m a n bestrebt ist, das Blei selbst da aus der Technik auszuschalten, wo es nachgewiesenermaen unersetzlich ist, wrde die Einfhrung eines neuen Bleiartikels von so unge heurem Ausma, als mindestens inconsequent erscheinen. Mit vorzglicher Hochachtung sig. M.Cloetta. 0007075