Document 0qB0DEdvkEmp0nbJ7qZa5empJ

- sensdhaftlidie Dutchdringung des gewerbearztlichen Dienstes muBte sidi beim Vollzug des ge- setzlicfaen Arbeitssdiutzes zum Nachteil der Arbeiter, deren Gesundheit taglicb von vielfachen beruflichen Schadlidikeiten bedroht ist, aber aucb zum Nachteil der an einem wirksamen Arbeitssdiutz interessierten Untemehmer auswirken. Die Arbeitsergebnisse und Erfahrungen soldier In stitute kommen nicht zuletzt der medizinisdien Wissenschaft zugute. Dies ist besonders bedeutsam fiir den medizinisdien Unterridit, dessen Man gel auf dem Gebiete der Arbeitsmedizin auBerordentlidi fiihlbar jedem auf dem Fachgebiet Tatigen taglicb vor Augen treten und von nicbt unerheblidier Riickwirkung gerade aucb im Bereicbe der Berufskrankheiten-Versidierung fur den Versicherungstrager und nicbt zuletzt fur den Ver- sicberten selbst sein miissen. Mit der weiteren tecbniscben und wirtschaft- licben Entwidclung unseres Landes werden immer neue Aufgaben entstehen. Die Fragen der fortscbreitenden sozialen Sicberung und Wohlfahrt der Arbeitenden werden dem gesundheitlichenAr- beitsscbutz und dariiber hinaus alien Problemen der Arbeitsmedizin nodi eine besondere Bedeu- tung verleihen. Wir stehen zudem an einem Wendepunkt der Gesundheitspolitik, der durdi die Sdilagworte .Prophylaktische Medizin* bzw. .Gesundheitsvorsorge", ,,Gesundheitssicherung" und .Rehabili tation" markiert wird. Audi daraus ergibt sich in Zukunft eine gesteigerte Bedeutung arbeitsmeaizinisdier Institutionen und die Notwendigkeit ausreicbender Wirkungsmoglicbkeiten derselben. Dabei wird nacb Meinung sachverstandiger Leute die Mitwirkung selbstandiger arbeitsmedizinisdier In stitute von wesentlicber Bedeutung sein. So wird nocb mehr als bisher aucb dieTatigkeit der arbeitsmediziniscben Institute zur Erfullung dieser Auf gaben gewurdigt und eingesetzt werden mussen. Mogen die Verantwortlicben vorsehen, daB hierzu dann aucb die erforderlidien Voraussetzimgen fiir eine ausreidiende Wirksamkeit der Institute geschaffen werden. In Bayern ist nach dem sdion fruher Anerkannten in neuerer Zeit staatlidierseits Bedeutendes in der Ausstattung des gewerbearztlidien Dienstes bzw. des jetzigen Landesinstituts fur Arbeitsmedi zin geleistet worden. Gleidiwohl bleiben fur die erstrebenswerte Wirksamkeit des Landesinstituts nocb manche Wunsche ubrig, vor allem hinsiditlich einer zureicbenden Ausstattung an Arzten und sonstigem Hilfspersonal. Die weiteren staatlicben Bemuhungen um den Auf- und Ausbau des arbeitsmedizinischen Dien stes lassen erwarten, daB aucb hierin nocb weitere Verbesserungen erfolgen. So ist dann aucb zu hoffen, daB der geplante Neubau mit ausreidienden Raumlidikeiten dem Institut bald zur Verfugung steht. Anscbrift des Verfassers: Reg.*Med--Dir. Dr. E. Ledercr, MQncben. Winzejexstr. 9. Aus dem Bayer. Staatsministerium fur Arbeit und soziale Furso/ge, Mundien Die Kunststoffe und ihre arbeitsmedizinische Bedeutung*) Von O. Gunther Die Kunststoffe sind heute aus dem taglichen Leben nicbt mehr wegzudenken. Wabrend der Mensch sicb fruher mit den in der Natur vorkom- menden Stoffen begnugen muBte, hat die chemi- scbe Industrie in den letzten Jahrzehnten eine Fville von Kunststoffen auf synthetiscber Basis geschaffen, die hinsicfatlich ihrer Verwendungs- moglichkeiten die von der Natur gebotenen Stoffe oft weit iibertreffen. Wenn man die Wirtschafts- zeitungen und die Facbzeitscbriften der einschla- gigen Industrien verfolgt und die Industrie- und Gewerbeausstellungen in den letzten Jahren be- tracbtet hat, so zeigt sicb eindeutigr daB aucb wir in Deutschland seit 1945 in zaher Arbeit den An- scbluB an die Fabrikation der neuen Kunststoffe gefunden haben. Dabei ist es interessant zu wis- sen, daB Westdeutscbland seit dem Jabre 1953 der zweitgroBte Kunststoffproduzent nacb den USA geworden ist. ------ ---- Das Gebiet der Kunststoffe ist besonders in den letz ten Jahren derartig ausgeweitet warden, daB es im Rahmen einer kurzen Abhandlung dber diese und ihre arbeitsmedizinische Bedeutung zu weit gehen wfirde, alle derartigen Stoffe zu erfassen. Es ist daher eine Be- schrankung auf gewisse chemisch verwandte Gruppen *) HerrnProf.Dr.F. Koelsch zum 80.Geburtstaggewidmet. unumganglich notwendig. Aucb die cbemischen Grundlagen der Kunststoffe konnen bier nur gestreift, die Zwischenprodukte bei der Herstellung nur soweit als notwendig angefuhrt und chemische Formeln in vereinfachter Form nur dann herausgestellt werden, wenn es zum Verstdndnis unbedingt notwendig ersdieint. Es erweist sicb als zwedcmafiig, bei der Besprecbung der Kunststoffe ein gewisses Schema einzuhalten, das in den einschlagigen cbemischen und technologischen Facbbucbern immer wiederkehrt. Die Herstellerfirmen belegen die Kunststoffe mit Handelsnamen, die aucb hier kurz genannt werden sollen. Den folgenden Ausfuhrungen soli nocb einmal vorangestellt werden, daB die heutigen Kunst stoffe, wie bereits erwahnt, keinesialls mehr als Ersatzstoffe zu bezeichnen sind. Die in planmafiiger Forscbung hergestellten Kunststoffe sind Pro-" dukte, die in der Mehrzahl Eigenscbaften besitzen, wie sie beidenNaturprodukten, insbesondere audi obne techniscbe Veredlung, nicbt zu finden sind, Zuerst sollen die modifizierten Naturstoffe besprocben werden, wobei Naturkautschuk, Zellulose, tierische und pflanzlicbe Eiweifistoffe sowie Harze, Kolophonium und Trockenol durcb cbemiscbe Umsetzungen zu sogenannten Kunststoffen umgewandelt, sozusagen veredelt werden. BFG36046 NOTICE TH MATCTfAL MAY PROTECTSO #Y COPYRIGHT LAW rriTI P 17. U.S. COO SPPL-1 TOOZG&&Z * 1 '0 t i Gunther, Die Klmststoife und ihrearbeitamedizihische Bedeutung 157 Aus dem Naturkautschuk, dem das Isopren- Molekfil (--CH*--CH=C--CH,--) CH, zugrunde liegt, kann man durch Isomerisienmg, durch Oxydation, durch Chlorierung und durdi Anlagerung von Saure sowie' durch die Einfuhrung von Ffillstoffen Kunststoffe herstellen. Die chemischen Umsetzungen weisen hier schon auf die Einwirkungsmdglichkeiten von Saure und Sauredampfen sowie von Chlor hin. Diese Einwirkungen auf den mensdilidien Korper sind so aligemein bekannt, daB hier nicht naher darauf eingegangen werden muB. Die fertigenKunstprodukte dieser Art bieten in ihrer Weiterverarbeitung keme besonderen gesundheitlichen Gefahrdungen. Aus der Fulle der Handelsnamen soil hier herausgegriffen werden: Cyclokautschuk durdi Isomerisierung -- Thermoprene, oxydierter Kautsdiuk -- Rubbone, Chlorkautsdiuk -- Pergut, Alloprene und Kautschukhydrodilorid -- Pliofilm. Zellulose -- (C,H1#Oj) x -- wird durch Losen, durdi Verestern und Verathern sowie durdi Einfuhrung von Metallsalzen zu Kunststoffen umgewandelt. Es sind hier bekannt: die regenerierte Zellulose als Kunstseide, das Zelluloseacetat und Zellulosenitrat als Zellon Oder Zelluloid, die Ather der Zellulose als Methylzellulosen fur Ladcrobstoffe und das imter Zuffigung von Fullstoffen hergestellte Vulkanfiber. Gefahrdungen bei diesen Fabrikationen liegen in der Moglichkeit der Veratzungen durch Laugen, Einwirkungen durch Sdiwefelkohlenstoff, Sdiwefelwasserstoff, Essigsaure, Essigsaureanhydrid und dgl. Die Herstellungsverfahren sind sdion lange Jahre bekannt, so daB die Einwirkungen von chemischen Stoffen durch entsprechende Vorschriftsmafinahmen bei der Fabrikation, wie Abkapselung der Apparate, Absaugungen usw. weitgehend vermieden werden konnen. In der Kunstseide-Fabrikation treten manchmal noch die bekannten Augenerscheinungen auf. Das leicht brennbare Zelluloid wird heute vielfach durch Zellon ersetzt, welches aus Acetatzellulose unter Zusatz des Gelatinierungsmittels Trikresylphosphat (CHjC,Ht)JPO< hergestellt wird. Auf die letztgenannte chemisdie Verbindung wird noch spater eingegangen werden, weU sie gewerbemedizinisch wegen der Giftigkeit ihrer Orthoverbindung von Bedeutimg ist. Sehr bekannt sind die aus tierischen und pflanzlichen EiweiBstoffen durch Formalinhartung hergestellten Kunststoffe wie Kunsthorn.Galalith Oder La nital. Die Hautreizungen an unbedeckten Korperstellen, die Augenbindehautreizungen und die Einwirkung auf die oberen Luftwege durch Formaldehyd sind be kannt. Endlich werden Kolophoniumharze und trockene Die durdi Salzbildung, Veresterung, Oxydation und Einbau von Phenolen zu Kunststoffen umgewandelt. Sie finden vielfach unter dem Namen .Albertol* und .Beckacit" als Lackrohstoffe Anwendung. Gewerbehygienisch sind sie nicht von besonderer Bedeutung. Es sollen numnehr die echten Kunststoffe be- sprochen werden, die auf synthetischem Wege durch Polymerisation und Kondensation herge stellt werden. AusgangsstoSe fur diese Kunststoffe sind Kalk, Kohle, Sauerstoff und Stidcstoff, femer im Kradcverfahren behandeltes Erdol, Alkohol und Wassergas. Es ergibt sich hier eine Fulle von Kunststoffen, und es ist erstaunlich, welchen Auf- schwung die organische Synthese gerade auf die- sem Gebiete genommen hat. Die Zwischenpro- dukte bei der Herstellung sind so zahlreich, dafi es einer getrennten Abhandlung bedurfte, alle vom gewerbehygienischen Standpunkt aus zu be- sprechen. In erster Linie sollen die Endprodukte naher beleuchtet werden, die als Kunststoffe die umfangreichste Verwendung in alien Zweigen der Tedrnik und Wirtschaft finden. Von Kalk und Kohle ausgehend fiber Carbid und Acetylen kommt man bei der Synthese durch verschieden- artige chemische Umsetzungen zu den Polyvinyl- produkten wie Polyvinylalkohol, -ather, -dhlorid, -carbazol, -acetat, Polymethylacrylsauremethyl- estern, Polychloropren und Polybutadien. Soweit Hinweise auf Einwirkungsmdglichkeiten bekannt geworden sind, sollen aus diesen Poly- vinylprodukten einige herausgegriffen werden. Der Polyvinylalkohol aus Vinylalkohol CH,=CH OH bekannt unter dem Handelsnamen Polyviol, wird als Thermoplast verwendet. Es lassen sich aus diesem Ma terial z. B. Schurzen, Handschuhe und dergleichen her stellen. Bei der Fabrikation ist es mehrfach zu Reizwirkungen der Haut gekommen. Vom Polyvinylathe r aus Vinylather CH,=CH OCH,CH, mit dem Handelsnamen Igevin, verwendet als Thermo plast und Klebstoff, sind gesundheitsscfafidigende Eigenschaften nicht bekannt. Polyvinylchlorid und Mischpolymerisate aus Vinylchlorid CH,=CH Cl bekannt unter dem Handelsnamen Igelit -- Mipolam, wird vielseitig verwendet zur Herstellung von Gebrauchsgegenstanden, Schurzen, Regenhauten. Je nach Zusatz von Weichmachem konnen auch Weich-Igelite hergestellt werden. Es sei hier auf die fruher vorgekommenen Gesundheitsstorungen durch Einwirkung von Weichigeliten hingewiesen, bei denen Trikresylphosphat als Weichmacher verwendet wurde, das in seiner Orthoverbindung sehr giftig ist. Die Wirkung des Trikresylphosphats soil bei den Weichmachem naher besprochen werden. Die genannten Schadigungen treten bei Verwendung vonPhthalatweichmachern nicht mehr auf. Polyvinylcarbazol aus Vinylcarbazol, be kannt unter dem Namen Luvikan, vielfach als Ther moplast verwendet, ist dadurch bemerkenswert, daB ekzematische Erschemungen ausgeldst werden konnen. Polyvinylacetat aus Vinylacetat CH,=CH OOCH, Handelsname Mowilith Oder Vinnapas, ebenfalls ein Thermoplast, kann dann Hauterscheinungen verursachen, wenn reizende Weichmacher Oder Hfirter ver wendet werden und die Verbindung chemisch nicht voll ausreagiert ist. Polymethylacrylsiuremethylester aus Aceton fiber Methylacrylsaureester findet unter dem Handelsnamen Plexiglas vielseitige Verwendung. In diesem Zusammenhang ist das Acrylnitril als Zwischenprodukt gewerbehygienisch sehr beachtenswert. Die Herstellung des AeryInitrils weitet sich immer mehr aus, weil es auch bei der Herstellung anderer Kunst stoffe Verwendung findet, so Z.B. des synthetischen Bunagummis. Das Acrylnitril (CH,=CH--C=N) kann, erst bei gefahrlicher Konzentration mit dem Geruchs-. sinn wahrgenommen werden. Die Giftwirkung beruht wahrscheifllich auf einer direkten Einwirkung des Acrylnitrilmolekfils, moglicherweise aber auch auf einer Abspaltung von Cyan im Organismus. Die Vergiftungserscheinungen sind ahnlich der Blausaurevergiftung. Am haufigsten treten Vergiftungen durch In-. halation von kleinen, mit dem Geruchssinn nicht mehrwahmehmbaren Mengen auf. Bei der Verwendung des Acrylnitrils, unter der Bezeichnung Ventox als insektentotendes Mittel, muB ein starkriechender Wamungsstoff beigegeben werden. BFG36047 | % Im Tierversuch wurdedurch AcryLnitril Reizung der Schleimhaute, Anoxyhamie, vermehrte Ausscheidung von Thiocyanat im Urin und Tod durdi Atmungslahmung beobachtet. Polychloropren ist ein Kunstkautsdiuk, bekannt unter dem Namen Neopren, Buna usw. Zum Ver- standnis sei angefuhrt, daB aus Chlorbutadien Polychloroprene und aus Butadien PolybutacHen entwickelt werden; aus letzteren wurden durcb Umsetzung mit Styrol (Vinylbenzol) Buna S und mit Acrylnitril Perbunan gewonnen. Das Chloropren (Chlorbutadien, CH=C--CH--CHJ Cl hat zu Vergiftungen gefuhrt. Bei Inhalation grfiBerer Mengen kommt es zu narkotisdien Wirkungen mit Atemlahmung. Bei den in der Chloropren-Destillation Beschaftigten kommt es haufig zu auffallender Mudigkeit, zu einem ausgesprochenen Drudcgeffihl in der Brustgegend, vor allem unter dem Brustbein in der Luftrohrengegend, verbunden mit Atemnot und Herzklopfen; typisdi ist audi eiine auffallende Reizbarkeit. Bei den Arbeiten in der PolymerisationsabteHung kann Kopfhaarausfall eintreten, fruhestens emen Monat nadi Beginn des Kontakts mit Chloropren. Bei Herausnahme aus dem Betrieb wadisen die Kopfhaare wieder nach. Nunmehr soil eine Gruppe von Kunststoffen nodi kurz gestreift werden, die aus Kohle, fiber deren Verkokung, gewonnen werden; Zu diesen Stoffen gehort das A n i 1 i n h a r z aus Anilin (C,HSNHJ, genannt Iganil, das zu PreBmassen und Hartpapier verwendet wird. Bei den Arbeiten mit Anilin sind die allgemeinen Sicherheitsmafinahmen zu beacbten; die Einwirkungen von Anilm auf den menschlichen Korper durfen ais bekannt voraiusgesetzt werden. ' Das Polystyrol (CH,=CH) C.H, audi Trolitul genannt, ist von keiner besonderen Toxizitat, wie im Tierversucb festgestellt werden konnte. Bei der Darstellung von Sterol (Vinylbenzol) ist besondere Vorsidit am Platze, da das ais Katalysator verwendete Alumimumchlorid bzw. -hydroxyd stark atzend wirken kann. Das Polyathyienpolysulfid. (CHj--CH,--S--S--) S--S mit dem Handelnamen Thiokol, Perduren, ist ein olfester Kunstkautsdiuk, der zum Imprfignleren von Kunstleder verwendet wird. Es kann bei der Einwirkung von Hautschweifi zu Hautreizungen kommen. Die Phenol- und Kresolharze, genannt Bakelite, Albertite, Resinole, werden ais hartbare Kunstharze und PreBmassen verwendet Es wurde fiber Haut reizungen durdi Kunstharzlosungen auf der Basis von Formaldehyd, Phenol- und KresolkondensationspTodukten bericbtet, insbesondere handelt es sidi hier um die Uberempfindlichkeit gegenuber Formaldehyd. DieHautentzundungen gehen mit starkem Juckreiz einber, dauem oft lang an und neigen zu Rudcfallen. Es kom men audi Seizungen der Schleimhfiute der Nase, der oberen und tieferen Luftwege vor. Es laBt sidi der groBte Teil der Reizungen beim Einbringen des oft feinen Gutes venneiden, wenn keine Staubentwicklung stattfindet. Irgendwelche AbsaugungsmaBnahmen sind aber wegen der Leichtigkeit des Trodcengutes nicht am Piatze. Es muB also darauf gesehen werden, daB vor allem bet der Kunstharzfabrikation der .Phenolformaldehyd-Reihe Ummantelungen an Masdiinen angebradit werden und zeitweise auch Masken getragen werden. Vor allem ist darrauf zuachten, daB gut ausgehartete, d. h. chemisdi gut abgebundene Kunstbarzmarssen veraibeitet werden, die nicht fiberschussiges Formaldehyd abgeben. Phthalatharz oder Maleinharz wird ais Lackrohstoff verwendet Zwischenprodukte sindPhthalsaure-Anhydrid fiber Athanol, Pentaerythrit. Hier sind prakiisch keme giftigen Wirkungen bekannt, lediglich Reizung der Schleimhaute bei ISngerem Arbeiten mit diesen Stoffen. Femer sind zu erwShnen Harns tof f und Thioharnstoffharz (Carbamidharz). Diese Stoffe sind neben ihren bekannten Verwendungsarten Beschleuniger bei der Vulkanisation. Sie reizen den Respirationstrakt und die Haut. DiechloriertenNaphthaline undDiphenyle haben in den letzen Jahren ais Kunstharze unter der Bezeichnung Perna in der Elektro-Industxie Bedeutimg erlangt. Je mehr Chloratome in diese Verbindungen eingefuhrt werden, um so mehr nimmt die Giftigkeit zu. Am gefahrlichsten sind die Penta- und Hexachlorverbindungen. Die beim Erbitzen, z. B. Loten, von damit isolierten elektrisdien Drahten freiwerdenden Dampfe sind auBerordentlich giftig. Die gefahrdeten Betriebe mfissen sehr gute Abzuge anlegen. Die Giftwirkung betrifft nach amerikanisdten Quellen vor allem die Leberzellen, es sind schwere Gelbsucht und akute gelbe Leberatropihie beschrieben. Die Plastikgewebe aus Polyamiden haben be- sonders in der Textilindustrie Eingang gefunden, und hier wieder vor allem in der Wasdieindustrie und in der Strumpffabrikation. Zu den Polyamiden gehort das in Deutschland zuerst hergestellte Per- lon und das in Amerika zuerst entwidcelte Nylon. Wahrend Perlon zum groBten Teil in der Strumpf fabrikation Verwendung findet, wird Nylon mehr in der Wascheindustrie ais Seidenersatz verarbei- tet. Aus den beiden Polyamiden Perlon und Nylon lassen sidi heute feinere Gewebe mit guten Qua- litaten herstellen ais fruher. Die Textilien aus diesen dtemisdien Stoffen verlieren nur schwer ihre Form, knittem nicht, sind leicht waschbar und trodmen leicht. In gewerbehygienischer Hinsicht ist hier zu sagen, daB es bet der Verarbeitung der auflerst stabilen und festen Fasem in Strumpffabriken zu mediaiusdien Schadigungen der Fingerkuppen und Handinnenflachen bei Kettlerinnen und Fortnerinnen kommen kann, wobei nicht selten SekundSrinfektionen zu beobachten sind. So mufite z.B. bei einer Kettlerin eine entschadigungspBichtige Berufskrankheit anerkannt werden, weil nach Verlauf und wiederholter Ruckfalligkeit sowie dem Ausfall der Hautte$tungen Perlon ais beruflicfae Noie nachgewiesen wurde. In diesem Zusammenhang sei nodi erwahnt, daB bei dieser Kettlerin auch eine Oberempfindlichkeit gegen reine Seide vorlag. Nachdem Hauttestungen mit Kunstseide keinen Hinweis auf eine Uberempfindlichkeit ergaben, konnte diese hochqualifizierte Kraft Weiterhin in ihrem Beruf bei Bearbeitung von Kunstseiden (ViscosekunstseideAcetatkuastseide) arbeiten. Im Gebiete des Staatl. Gewerbearztes in Bayern konnte weiterhin ein Fall der Dberemp&ncUicfaeit gegenuber Nylon festgestellt werden. Es zeigten sich Rotungen der Haut, soweit sie vom Strumpf bedeckt waren. Die Hauterscheinungen durdi Perlon und Nylon gingen aber jeweils zurfick, wenn die scfafidigende Noxe entfernt wurde. Die Hautreizun gen, ais Nylondenmatitis bezeichnet, beobaditete man nach dem Txagen von Nylonstrumpfen zuerst in Ame rika. Dabei stellte sidi heraus,. daB die ungefarbte Nylonfaser nur in den seltenen Fallen auslSsende Ursache der Dermatitiden ist. Es' wurde daber audi geprfift, ob nicht dieFarbender Nylongewebe ais austosend geltmi mfissen. Dabei wurden tatsSchlich einige Farben ais ausldsend erkannt, es zeigte sich z. B., daB sdiwarze Nylonsocken, die nach der Ffirbung offenbar nicht genfigend ausgespfiit waren, die Hautreizung verursachten. Nach den Untersuchungen kann also gesagt wer den, daB die Polyamide Nylon und. Perlon ais gut hautvertrlglich bezeichnet. werden mfissen, dagegen konnen allerdings Chemikalien, die zur Ausrfistung dieser KunstStoffe dienen oder auch sonst mit ihnen in Berfih- BFG36048 24892003 f i 1 Gflnther. Die Kunststoile und ihre aibeitamedizinische Bedeutung 159 u rung gebracht werden, Hautreaktionen auslosen. So ist z. B. das Tragen von Perlonhaametzen bei Verwendung von resorzmhaltigen Haarwassern zu vermeiden. Audi nicht genugend chemisdi ausreagierte Nylon- oder Perlonprodukte konnen zu Hautreaktionen fuhren. Nylon- und Perlonfaden werden z.B. audi in der Chirurgie verwendet; Perlonnetze beilen bei Baucfcbruchen gut ein. Untersudiungen haben bislang gezeigt, daS Mensch und Tier in g'leicher Welse auf den korperfremden Stoff antworten, indem ein gleidies zellarmes Bindegewebe die Polyamidimplantation umschlieBt und nach den Ergebnissen der Untersudmng keine erhohte Krebsgefahr bei der-Verwendung der Polyamide, insbesondere vom Typ Supramid besteht. Neue Untersuchungen haben jedodi gezeigt, daB Polyamidstaube (Caprolactam) bei Einbringen in die Bafudihohle dort ein Fremdkorper-Granulationsgewebe hervorrufen, das nach Monaten in eine kasige Nekrose iibergeht, mit Kalkeinlagerungen versehen ist, von einer derben Kapsel umgeben ist und an das Geschehen bei Tuberkulose erinnert. Ziel weiterer Untersuchungen wird es sein, festzustellen, wie das Limgengewebe auf die Einbringung von Polyamidstauben reagiert. Diese neuesten Un tersudiungen zeigen doth, daB bei Umgang mit Kunststoffen der Polyamidreihe, und zwar in Staubform, Vorsidit am Platze ist Eine Gruppe von Kunststoffen, weldie in letzter Zeit eine besonders groBe Anwendung gefunden hat, ist die der Polyurethane. Die Grund- stoffe dieser Kunststoffe sind die Di- bzw. Poly- isocyane, die mit Polyester in Gegenwart von Katalysatoren die Polyurethane ergeben. Die Di- oder Polyisozyane werden als Desmodure und die Polyester als Desmophene bezeidmet. Wah- rend die Endprodukte, also die Polyurethane und die Desmophentypen harmlos sind, besitzen die Desmodure, soweit sie fluchtig sind, toxische Eigenschaften im Sinne von Reizstoffen auf die Atem- und Magenschleimhaute. Es kommt nach einer Intervallszeit zu sehr schweren Bronchitiden und Brondiopneumbnien sowie in der Folgezeit zu edit asthmatischen Zustanden. Da die Iso- zyanate zunehmend auch bei der Herstellung von Polyurethanlacken verwendet werden, so ist beim Spritzladcieren und Anstreidien mit solchen Lakken grofie Vorsicht geboten. Ahnliche Wirkungen konnen sidi audi bei der Herstellung des Sdiaum- stoffes Moltopren einstellen, wobei es bei der Zu- sammengabe von Desmodur und Desmophen dutch Reaktionswarme zu einer Verdampfung des Des modur konunen kann. Aus der Reihe dieser Kunst stoffe sei nodi das Vulkullan, ein hartgummi- ahnlicher Stoff, sowie der Kleber Polystal erwahnt. Die Silicone sind eine vollig neue Kunststoffgruppe, die ursprunglich in den USA zuerst entwickelt .wurden. Audi in Deutschland hat man sidi der Herstellung von Siliconen sehr angenom- men, die immer mehr fur die Praxis wegen ihrer vielfadien. Verwendbaxkeit in Industrie, Pharma- zie und Medizin' Bedeutung gewinnen. Die Sili cone, wissensdiaftlidi gesprochen Organopoly- siloxane, sind hodimolekulare synthetische Stoffe, die aus Silicium und Sauerstoff aiifgebaut sind, und deren freie Valenzen durcb organische Radikale wie Methyl- undMethylphenylgruppen sowie durdi Clilor abgesattigt sind. Es entstehen aus den urspruhglidi oligen Siliconen durch Ztigabe von Fullstoffen fettartige, harzartige und. gummiartige Produkte und' audi plastische Massen, die sich durch biologische Vertraglichkeit auszeichnen. Es wurde bier zu weit fuhren, die chemische Syn- these dieser Kunststoffe naher auszufuhren, es soli aber darauf hingewiesen werden, daB es bei den Methylierungen durch Chlonnethyl zu Flussigkeiten, den Silanen, kommt, die Chlor abgeben und reizend auf die Schleimhaute der oberen und tieferen Luftwege wirken. Die Einwirkung von Methylchlorid, das audi in der Kalteindustrie vielfadi gebraucht wird, macht sich in lokalen Reizwirkungen und narkotisdien Ersdieinungen bemerkbar. Wir sehen also, daB es im Laufe der Fabrikation zu gesundheitsschadlichen Einwirkungen kommen kann. Um diesen zu begegnen, mussen die Apparaturen didit gehalten werden; gegen plotzlich eintretende Undicbtigkeiten der Apparaturen mussen Gasmasken bereitgestellt werden. Die Silicone selbst sind eine Klasse von Kunst stoffen ohne besondere Toxizitat. Mit diesem Stoff wurden in Amerika und audi in Deutsdiland Ex- perimente an Ratten, Kaninchen undMeerschwein- dien vorgenommen. Durdi Einverleibung von Si licon durch Futterung oder Einbringen unter die Haut und in das Bauchfell sowie durdi das Eintraufeln in den Augenbindehautsack wurden keine spezifiscfaen Fremdkorperreaktionen und keine toxisdien Nebenerscheinungen festgestellt. Wie schon erwahnt, liegt nur eine gewisse Ge- fahrdung bei der Fabrikation vor. Es liegt nicht im Wesen einer kurzen Abhandlung, ausfuhrlidi auf die verschiedensten Anwendungsmoglidikeiten der Silicone hinzuweisen. Die Silicone sind innerhalb eines gewissen Temperaturintervalles indif ferent (Sdimiermittel), sie konnen als Salbengrundlage verwendet werden, ohne daB es zu Hautreizungen kommt, sie werden als Antisdiaummittel verwendet und konnen als Harz in feuerbestandigen Formen aufgetragen werden. So wird z. B. Siliconharz in Backbrotformen eingebrannt; diese Formen konnen dann sehr oft verwendet werden. Die Silicone dienen audi als Lackrohstoffe und als Dichtungsmaterial. Im AnschluB an die Silicone soil noch yon einem Kunststoff die Rede sein, der in einer Kette an- einandergereiht Kohlenstoff und Fluor enthalt; er wurde in Amerika unter derBezeidmungT e f 1 o n erstmals aufgefuhrt und hat auch den Handels- namen Fluon. Die Eigensdiaften dieses Kunst- stoffes sind sehr bemerkenswert: Er zeichnet sidi, ahnlich dem Silicon, durch hohe thermisdie Stabi- litat und wegen seiner Bestandigkeit bei niederen Temperaturen aus. Ferner ist er sehr chemikalien- bestandig, insbesondere gegen Flufisaure, Sal- petersaure und Salzsaure; die elektrischen Eigen sdiaften werden als hervorragend geschildert. Der Kunststoff Teflon ist diemisch ein Polytetrafluor- athylen. Im Zuge der Weiterverarbeitung, z. B. bei der Er- hitzung fiber 110 Grad hinaus, kann es zur Entwiddling schadlidier, gasformiger Produkte kommen.. In Ana logic zum Metalldampf- oder GieBerei-Fieber wird hier, ein Polymerendampffieber beschrieben. Nath einem. symptomfreien Intervall treten Zeichen von Brustbeklemmung mit Hustenreiz ein und es kann plotzlidh zu einem vorfibergehenden Temperaturanstieg kommen. Beobachtungen zeigen, daB die Beschaftigung mit die sem Kunststoff bei hober Temperatur sdiwere Reizungen der Luftwege sogar mit dem Bild eines Lungenodems auftreten konnen. Endlich sollen noch die sogenannten Weich- macher oder Qelatinierungsmittel itiirz gestreift werden. Die Weidimadier vereini- BFG36049 160 Zentmlblatt t&r Arbeitsmedizin undAibeitsschutz, Band 6 gen. sidx mit organisdien Filmbildnem, gelost und achtet. Die narkotische Wirkung ist sehr gering. ungelost, zu homogenen Erzeugnissenj sie beeinflussen die Filmbildner in bestimmter Weise bezuglich Harte, Gesdimeidigkeit und Glanz des Films (organisdie Filmbildner, Nitratzellulose, Acetylzellulose, Kautschuk, Harze und dgl.). Im weiteren Sinne versteht man unter Weichmachermitteln auch Stoffe, die eine Ware griffig und ge- Sonstige spezifische Wirkungen sind nicht bekannt ge worden. Durch diese Ausfuhrungen sollte eine kurze Dbersicht tiber die gewerbehygienische Bedeutung der Kunststoffe gegeben werden. Die Dbersicht zeigt, daB die Kunststoffe in ihrer Eigenschaft als Endprodukte im allgemeinen von weitgehender schmeidig madien. Solche Arten werden z. B. in der gesundheitlicher Indifferenz sind. Die gesundheit- Leder- und Kunstlederindustrie verwendet. Die lichen Gefahren liegen in erster Linie bei den Weidimadier und Losungsmittel kommen unter Zwischenprodukten und manchen Beimengungen. Decknamen in den Handel. Es sollen hier einige wichtige herausgegriffen werden. Trikresylphosphat. Beim Trikresylphosphat Die neuesten Untersuchungen uber die Einwirkung von Polyamidstauben weisen jedoch darauf hin, daB auch durch Endprodukte unter gewissen Um- ist die Ortho-Verbindung giftig. Das Trikresylphosphat standen krankhafte Erscheinungen erzeugt wer hat besonders im Kriege und in der Nachkriegszeit den konnen. Es ist daher die weitere Aufgabe der manchmal zu scbweren Vergiftungen gefiihrt, insbesondere bei Verwechslung mit Speiseol. Es kommt bei diesen Vergiftungen zunachst zu akuten Magen-DarmReizungen, dann zu vorwiegend motorischen Lahmungen gewerbehygienischen und toxikologischen Forschung, die Frage der Einwirkung von Kunststoffen auf den menschlichen Korper naher zu klaren. im Bilde einer Polyneuritis und auch zu SchSdigungen der spinalen Bahnen. Literatur Wie bereits angefuhrt, wurde der Weichmadier 1. D' A n s , J., u. E. L a x, Taschenbuch fur Chemiker Trikresylphosphat bei der Modifizienmg von Igelit u. Physiker (Berlin-Gdttingen-Heidelberg 1949). -- 2. verwendet, und es kam hierbei zum Beispiel beim B a a d e r , E. W., Arbeitsschutz (Berlin) 1932, H. 8. -- Tragen von Scbfirzen aus Igelit Oder Sandaletten aus 3. Brieger, H., u. W. A. Hodes, Toxicity of Dithio- Igelit zu den oben erwahnten Krankheitsersdieinungen carbamates, S. 599. -- 4. Child, C. L., J. Pharmacy in mehr Oder weniger krasser Form. Man hat dies so Pharmacol. 1955, 793. --5. Fairhall, L. P., Industrial erklart, dab sich die Aufnahme des im Igelit befind- Toxicology (Baltimore 1949). -- 6. Ganz, H., u. E. Ma- lichen Orthotrikresylphosphats durch die feuchte Haut unter dem Einflufi von Wasserdampf und Warme vollzogen hat. Heute gehoren derartige Vergiftungen, wie sie auch bei Verwendung von- Igelitschlauchen bei der Branntweindestillation und beim Transport von Butter in Igelitfolien auftraten, der Vergangenheit an, weil heute fur solche Zwecke Ausgleichsweichmacher auf der Basis der Phthalsaure zur Verfugung stehen. ger, Zbl. Arbeitsmed. 4, 42 (1954). -- 7. Henglein, F. A., Grundrifi der Chemiscfaen Technik (Weinheim u. Berlin 1949). -- 8. Humperdinck, K., Arch. Gewerbe- path. 11, 519 (1942). -- 9. Koelsch, F., Lehrbuch der Gewerbehygiene u. Gewerbemedizin. 2. Aufl. (Stuttgart 1953) . --10. K o r t h a u s, D., Med.Klin. 48,1543 (1949). -- 11. Kunststoff-Taschenbuch, 10. Ausgabe (Mundien 1954) . -- 12. Lachnit, V., Wien. Med. Wschr. 105, .. Diathylphthalat, auch Palatinol ge- 821 (1955). --13. L e f a u x, R., Toxicologie'des matieres nannt, hat niedrige Giftigkeit und lost keine Erytheme plastiques et des composes macromollculaires (Paris und sonstige Hautreaktionen aus, kann aber leicht rei- 1952). -- 14. Lehmann, K. B., u. F. Flury, Toxi zend auf Schleimhaute wirken. kologie u. Hygiene der technischen Ldsungsmittel (Ber Erwahnenswert erscheint mir unter den gechlorten Kohlenwasserstoffen das symmetrische Dichlorathan - CH,C1-CH2C1 -, von dem man in lin 1938). -- 15. Massmann, W., u. K. Pilgrim, Zbl. Arbeitsmed. 6,88 (1956). --16. Massmann, W., Arch. Gewerbepath. 14, 91 (1955). -- 17. Mehdorn, W., KunstharzpreBstoffe u. andere Kunststoffe (Berlin- den Lehrbuchera und Nachschlagewerken den Ein- GSttingen-Heidelberg 1949). -- 18. M o e s c h 1 i n , S., drudc hat, dafi es gewerbehygienisch nicht beson ders auffallig sei. In neuerer Zeit jedoch ist mem zur Erkenntnis gekommen, daB bei Anwendung Klinik u. Therapie der Vergiftungen (Stuttgart 1953). -- 19. N y s t r 8 m, A., Nord. hyg. tskr. 1946, H. 10, Acta med. Scand. 132, 219 (1948). -- 20. Parmeggiani, L., u. C Sassi, Med. Lavoro 46, 14 (1955). -- 21. dieses Stoffes besondere Vorsicht am Platze ist. Polemann.G., u. G. Froitzheim, Arzneimiltel- Wir haben hier vor allem mit einem hepatorena- Forsch. 3, 457 (1953). -- 22. Polemann, G., u. L. len Symptomenkomplex bei schweren akuten Ver giftungen zu redrnen, wahrend die Intoxikations- Scholl, Med. Klhi. 50, 241 (1955). -- 23. Wilson, R.R.U.W.E. McCormick, Industr. Med. 23, 479 (1954). -- 24. Reinl, W., Zbl.Arbeitsmed.3, 103 (1953). gefahren bei dtronisdier Einwirkung akut sub- -- 25. R i e d e r s, F., u. H. B r i e g e r, X. Congr6s In toxischer Konzentrationen verhaltnismaBig gering sind. Die Toxikologie des Dichlorathans entspricht weitgehend der des Tetrachlorkohlenstoffs. Die ternational de M6decine du Travail, Lisbone 9.-15. Sept. 1951. -- 26. Rowe.K., u.RCSpescer,J. Industr. Hyg. 30, 332 (1948). -- 27. Runge, F., Emfuhrung in die Chemie und Technikologie der Kunststoffe, Scientia unbedenkliche Grenzkonzentration ist nach ame- Chimica, Bd. 5 (Berlin 1952). -- 28. Schwartz, L., rikanischen Angaben fur Dichlorathan aber ge- Occupational Diseases of the Skin. (Philadelphia 1948). ringer als fur Tetrachlorkohlenstoff. Benzylazetat, genannt Plastolin, besitzt eine narkotische Wirkung. Diese tritt aber, wie bei den Estem im allgemeinen, bdnter der Reizwirkung zurudc. Gewerbliche Vergiftungen sind bis jetzt fast nicht bekannt geworden. -- 29. Symanski, H, Dtsch. med. Wschr. 76, 1571 (1951).---- 30. Walsdorf, Dtsch. GescLwes. 8, J14 (1951). -- 31.Winckelmann, J., Auskunftsbuch fur die chemische Industrie (Berlin 1948). -- Chemische In dustrie, Kunststoffe in Deutschland, Sonderausgabe zur Kunststoff-Tagung, Heft 10 (1951). -- Modern Plastics, Januar 1952. -- The Proceedings of the Ninth Inter Cyklohexanol, genannt Anol oder Hexalin, ist beim - national Congress on Industrial Medicine, London, gewerblichen Gebrauch durch leichte Pranarkose und 13.-17th. Sept 1948. -- Arch. Industr. Hyg. Occ.' Med. Katersymptome bekannt geworden, jedoch fehlt diesem 1950. Stoff die spezifische Wirksamkeit des Benzols. Anidirift des Verfusers: Dekahydronaphthalin,. genannt Dekalin, besitzt eine . leichte Reizwirkung, .weldhe sich in Schnupfen, Husten Oberreg. Medlilnalrat Dr.-lug., nr. med. Otto Gtnther, MOndten 13, Wlnererstr. 9, und Augerirdtung auBert; auch Ekzeme wurden beob- Bayr. Staatsministerium fdr Arbeit and soxiale Fflrsorge. BFG36050